Toll , ich habe nicht nach Stammtischparolen gefragt, Sondern nach dem Inhalt relevanter Normen.
Danke für eure Antworten, aber ich suche immer noch jemanden der das genau so gemacht hat wie Victron es empfiehlt. Gibts da niemanden? Skizzen wären toll ![]()
Ich bin bei dem Thema auch kein Experte, kenne mich ansonsten mit Hauserdung und den div. TT-, TN-, TN-C-, TN-C-S- und IT-Netzen ein wenig aus.
Alle haben ihre Vor- und auch Nachteile. Bei uns in Europa kommt überwiegend das TN-C-S System zur Anwendung, bei dem PE und N über die Erdungsschiene zusammengeführt werden. https://de.wikipedia.org/wiki/TN-System Daraus ergeben sich dann alle weiteren Vor- und Nachteile.
Aus meiner Sicht hat die Erdung an der Batterie nichts verloren, es sei denn ein spez. Laderegler/Wechselrichter erfordert oder empfiehlt dies aus einem spez. Grund.
Je mehr Erdung ich am DC-Netz habe, desto höher die Gefahr eines Kurzschlusses gegen Erde. Man könnte sogar gefährliches HV-Potential aus einem Blitzschlag in das DC-System befördern, wenn die Erdverbindung die Überspannung und Ströme nicht schnell genug abtransportieren kann.
Aus meiner Sicht hat das also eher mehr Nach- als Vorteile, aber es hängt auch von den verwendeten Komponenten ab.
Bin auch gerade bei dem Thema, eigentlich würde ich auch aus genannten Gründen nicht erden.
Im Handbuch des Victron MPPT-Solarladegeräts habe ich jetzt auch folgenden Hinweis gefunden und bin wieder unschlüssig {green}:deceitful:
"4.4. Erdung
Erdung der Batterie
Das Solarladegerät kann sowohl in einem positiv oder negativ geerdeten System installiert werden.
Legen Sie eine einzige Erdungsverbindung an, vorzugsweise in der Nähe der Batterie, um Systemprobleme oder Erdungsschleifen zu vermeiden
Erdung der PV-Anlage
Das Plus und Minus der PV-Anlage sollte nicht geerdet werden.
Erden Sie den Rahmen der PV-Module, um die Auswirkungen von Blitzschlag zu reduzieren.
Verbinden Sie das Solarladegerät nicht mit einer geerdeten PV-Anlage. Es ist nur ein Erdungsanschluss zulässig, dieser sollte sich in der Nähe der Batterie befinden.
Erdschlusserkennung
Das Solarladegerät verfügt über keinen internen Erdschlussschutz.
Der National Electrical Code (NEC) der USA schreibt die Verwendung einer externen Erdschlussschutzeinrichtung (GFPD) vor. Der elektrische Minuspol des Systems sollte über einen GFPD an einem (und nur an einem) Ort mit der Erde verbunden werden.
Wird ein Erdungsfehler angezeigt, sind die Batterieanschlüsse und die angeschlossenen Stromkreise möglicherweise nicht geerdet und gefährlich
"
Vermute auch das sich das auf nicht isolierte Datenverbindung bezieht. Werde die DSD Tech verwenden, von daher müsste das auch ohne Erdung passen.
Bin gerade auf diese Diskussion gestossen, da mein Elektriker unbedingt eine Erdung haben will, damit die ESS-Anlage abgenommen wird.
Gibt es dazu neue Erkenntnisse? Ist die Doku von Victron schwachsinnig oder macht das Ganze doch Sinn?
Ich habe ein EEL V3 Gehäuse und meine Batteriepole sind nicht geerdet.
Das EEL V3 hat auch keinen Erdungsanschluss für das Gehäuse wie z.B. Pylontech Batterien.
Machte es den Sinn das Metallgehäuse der Batterie zu erden?
Im Falle eines Blitzeinschlag oder anderer Überspannung / Ströme (Potenzialunterschiede) auf der Erde, wäre es ja besser wenn das Gehäuse, auf das die Platine des BMS direkt verschraubt ist, nichts davon mitbekommt.
Die Batteriepole sind nur mit Cerbo, MPPT RS450/200 und drei Multiplus II 5000 verbunden. Also alle mit galvanischer Trennung zu Netz bzw. PV.
Schwierige Frage. Meine Anlage hat PEL+ und L-, welche ins Haus gehen, jeweils 16mm². Ich hab das so gemacht, weil ich nur re-use Hagelschaden-Module hab und Korrosion vermeiden wollte.
Victron hat einige Merkwürdigkeiten in den Schaltplänen, so soll ich beim EM540 z.B. eine Feinsicherung im N-Leiter einsetzen. Fand der abnehmende Elektriker auch nicht so toll.
Über das geerdete Minus ist er auch gestolpert, hat aber darauf bestanden, da nur so der Multiplus nach Herstellervorgaben angeschlossen ist und ansonsten eventuell die Zertifikate nicht gültig sind bei abweichendem Anschluss.
