Entladetiefe begrenzen

Na dann weiß jemand mehr als ich.
Ich dachte, die Frage, ob Spannung unter Last oder Laden etwas über den SOC aussagen kann, wäre entschieden.

Also als ich alles Off-Grid am laufen hatte haben sich bei mir nach ein bissl probieren und beobachten 26,8V als sehr gut passender Wert zum umschalten von Netz auf Inselbetrieb ergeben. Das waren dann immer um die 30% SOC (BMV-712). Ganz egal ob Sommer oder Winter... wenn die 26,8V an einem Tag nicht erreicht wurden dann halt am nächsten Tag, das ist doch gar kein Problem wenn der Akku eh fast leer ist, die Energie ist ist ja trotzdem nicht verloren sondern im Akku. Was man allerdings bedenken und einrechnen sollte ist der Spannungsabfall über die Leitungen. Bei mir waren die 26,8V die reale Klemmspannung da von BMV-712 übermittelt. Zusätzlich hatte ich noch Zeitliche Verzögerungen von ein paar Sekunden eingestellt, damit nicht wild hin und her geschalten wird wenn zb. die Lasten eine fest definierte Leistung von XY übersteigen oder wieder unter diese fallen. Aber das ist halt Victron, keine Ahnung wie das bei anderen Wechselrichten gelöst ist die von Inselbetrieb auf Netz umschalten bzw. ob die das überhaupt können, oder ob man selbst aufpassen muss wie hoch die angeschlossenen Lasten sind.

Am besten ist es immer lastfrei zu messen, also die Ruhespannung, dann kann man den SoC eingermassen abschätzen. Im mittleren Bereich allerdings schwierig, da kann man mit 20% Abweichung rechnen. Voll ab 27,2 … 27,6V (wenn der Ladestrom noch hoch ist, auch bis 28V), fast leer bei ca. 25…24V - die Spannung geht dann schnell runter.

Über einen guten Shunt kann man den SoC sicher besser ermitteln. Mit der Zeit bekommt man aber ein ganz gutes Gefühl und kann sogar die momentane Last-/Ladesituation einrechnen.

Da ich im moment noch kein shunt eingebaut habe versuche ich mich an meine werte zu nähern.

Bin beim entladen zum Wechseln vom Off-Grid Modus in den Netzmodus nun auf 26V angelangt das entspricht laut bms ca 30%

und um vom Netzmodus in den Off-Grid Modus zu wechseln auf 27,5V geändert.

Der hersteller sagt auf seiner seite:

Der Phocos braucht für Übergangszeit zwischen Netzmodus und Off-Grid-Modus und umgekehrt Typischerweise 10 ms im USV-Modus, Typischerweise 20 ms im APL-Modus, Bis zu 50 ms bei Verwendung mehrerer synchronisierter Any-Grids.

Wenn die Wechselrichter schalten ,muss man schon genau darauf achten um es zu bemerken .

Ich habe bei mir das mit Solaranzeige und grafana visualisiert und da kann ich bestimmte daten ablesen wie zb Batteriebetrieb oder Netzbetrieb.

Im ruhezustand habe ich mit YR1035+ einen spannungs unterschied von BMS zum wechselrichter 0,05V gemessen , unter last waren es bei ca160A etwa 0.35V.

Jetzt wo der winter kommt werde ich als nextes 2 heizmatten besorgen…..

26V entsprechen nach meiner Tabelle eher 40% SoC (Ruhespannung - also ohne jeden Strom), aber das ist eher Ansichts- (Glaubens)-Sache :wink:

Ansonsten passen die Werte. Zwischen 25,8 und 26,2V liegen ca. 30-40% SoC - in dem Bereich ist die Spannung also sehr stabil und der wahre SoC über die Spannung schwer zu bestimmen.

@paddy72

Es ist leider nur in 0,5V Schritten möglich bestimmte Werte zu ändern so wie in diesem Fall auch.

Entweder 26V oder 25,5V und da hatte ich bei 25V bzw 25,5V Fehlermeldung sodass es jetzt im Moment mit 26V problemlos läuft.

Muss einige andere Parameter ändern die damit einhergehen um mich meinem Ziel von ca bis 20% entladetiefe zu erreichen .

Der BMV 712 kann den SOC ziemlich genau ermitteln und der hat auch einen Relais-Anschluss, den man mit SOC-Schwellenwerten schalten kann. Über das Relais kann man dann ein größeres Relais steuern usw.
Spannungsmessung ist viel zu ungenau.

Natürlich ist ein Shunt eine sinnvolle Erweiterung.
Wenn es aber nur bei einem BMS bleibt, ist die Spannungsmessung immernoch völlig ausreichend um Lade- und Entlade Endpunkte zu bestimmen. Alles dazwischen ist tatsächlich schwierig.

Das kann sein. Bei meinem Setting mit einem trucki Lumentree ist die interne Spannungsmessung des Lumentree sehr ungenau und damit die untere und obere Spannungsgrenze für die Einspeisung ins Hausnetz nicht optimal. Andererseits wollte ich vermeiden, bei kritischen Steuerungen wie dem Aktivieren und Deaktivieren des grid-tie vom WLAN abhängig zu sein, was ich in meinem System wäre, wenn ich die Spannung z.B. aus dem BMS auslese und dann per iobroker verarbeite und damit steuere.
Der BMV hat für mich den Vorteil, dass ich mit dessen Relais und Kabelverbindung zu einer relaisgeschalteten Schuko ein ausfallsicheres Ein- und Ausschalten des Lumentree realisieren kann.

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Ich habe vergleichbarbare Systeme mit den GTN 1200 aka Soyo Source realisiert. Die darf man aber auch nicht AC seitig schalten.
Dort ist es seit Jahren so gelöst, dass das BMS ausgelesen wird und per Mqqt Broker die Einspeisung gestoppt und gestartet wird. Zweite Sicherheit ist dann die Spannungsmessung der Inverter und die dritte das abschalten des BMS
Vier Systeme laufen so seit sehr langer Zeit und es hat noch nie auch nur die Abschaltung der Inverter gebraucht.
Will sagen, sooo unzuverlässig ist WLAN jetzt auch wieder nicht.

Ich hab mal einen Screenshot einer sonnigen Phase gemacht. SOC bei 40%. Spannung und Ladestrom sind vom Victron Laderegler direkt am Akku gemessen. Wäre z.B. die Spannungsgrenze auf 28 V eingestellt (entspricht max Ladespannung des Victron: 8 x 3,5V), würde der inverter loslegen. Bei mir wartet er noch bis SOC von 50 % (meine Einstellung) erreicht wird. Damit kann ich sicherstellen, in welchem SOC Bereich der Akku geladen bzw. entladen wird. Die untere Abschaltgrenze habe ich bei 15%. Kann man natürlich auch andere Werte nehmen, z.B. 80 / 20 %

Ich kann nicht nachvollziehen, wie dein Laderegler es schaffen kann, die Spannung bei 50% SOC auf 3,5 Volt zu prügeln.
An den Zellen gemessen oder an zu dünnen Kabeln?

Kein einziger Akku den ich bisher gefertigt habe, lässt sich beim maximal erlaubten Ladestrom so hochziehen.

Der Messpunkt ist die Verbindung von Solarladeregler zu Akku: Pluspol des Akkupacks und der Minuspol des BMS. Der Wert, den der MPTT Bluesolar 150/70 an den iobroker meldet, entspricht auch der Kontrollmessung per Multimeter.
Die Kabel sind kurz (< 1m) und 16qmm.

Das einzige, was mir auffällt ist, dass die einzelnen Zellen bei stärkeren Strömen (> 10 A, laden oder entladen) driften. Aber ich danke, das ist nicht ungewöhnlich. Die Kapazität ist 200 Ah pro Zelle. 8 in Reihe geschaltet.

Ich bin kein Experte, teile nur meine Beobachtung. Kann sein, dass in meinem System irgendwo der Wurm ist, aber von den Werten her sieht's eigentlich ganz gut aus.