Entkoppeln vom Netz / Anschluss aber behalten / Netzrückwirkungsfrei im Hausnetz

:slight_smile: uten Tag zusammen,
vorweg - mir geht dieses ganze Anmelde- Rechtsformen- und -Vorschriftengeraffel und "geeiere" von Netzunverträglichkeit usw. mächtig auf den Zeiger...
Ich hab ca. 10kWp aktuell Solarpanels in unterschiedlichen Ausrichtungen und Winkeln, so wie das halt meine baulichen Gegebenheiten hergegeben haben...dazu 2 48V-280Ah Akkublöcke mit JK-BMS an nem Deye 10K-HybridWR mit Nulleinspeisung über ext. Messwandler, BKWs am Gen-Eingang ohne Deye-Abschaltung (da kam dann immer je nach Regelverhalten und Abschaltung einer Phase an der ein MikroWR hing der in die Rückleitung eingebaute FI) - die BKWs werden mit ner ganz einfachen Automation im Homeassistant zuverlässig abgeregelt wenn der Deye die PV-Eingänge abgeregelt hat und es mehr als der Eigen(basis)verbrauch von den BKWs kommt - das funktioniert absolut top, es werden am Tag noch max. 0,4 kWh eingespeist, und etwas mehr bezogen (Deye-Regelverhalten)

Nun aber meine Idee / Frage / Grübeln warum da noch keiner drauf gekommen ist:
Kann man nicht über einen Trenntrafo den Hausanschluss erst mal komplett vom EV-Netz trennen (ein 10KVA-Trafo 3-Phasen Trenntrafo ist ja bereits ab unter 2k€ s.a. Drehstrom-Trenntransformator 400 V / 400 V, 10 kVA ) zu bekommen.
Dann daran auf der Sekundärseite einen 3-Ph-Brückengleichrichter und diese Gleichspannung dann in Insel-WR im Solareingang eingespeist. Das würde doch eine komplette elektrische und netzkonforme sowie rückwirkungsfreie Entkoppelung des Hausnetzes vom EV-Netz bieten oder bin ich da vollkommen falsch gewickelt?
Eine solche technische Ausführung sollte ja prinzipiell den Forderungen jeglicher Normen und mehr oder weniger bürokratisch und Lobbyistenmäßig überzogenen Vorschriften zur Genüge verhelfen. Damit könnte man dann tatsächlich 100% Eigenverbrauch realisieren und im Winter dann halt wenn notwendig Strom dazukaufen...Wäre in etwa so wie mit dem Gemüse, Kartoffeln, Getreide und Obst aus dem eigenen Garten/Feld, solange es reicht ernährt man sich davon, wenn es nicht mehr reicht, kauft man Nahrungsmittel dazu...Und da wäre ja aller Shit mit Versteuerung des Eigenverbrauchs auch vom Tisch (mir wäre nicht bewusst, dass Gärtner oder Landwirte ihren Eigenverbrauch an der Ernte versteuern müssten - nix anderes ist ja Stromernte vom Dach..:slight_smile:

Bin gespannt auf Eure Meinungen dazu....

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Die Idee gefällt mir.

Und mir würde sogar ein 1kVA einphasiger Trenntrafo zu 200€ reichen, der im Kernwinter notfalls den dicken 48V Akku lädt. Damit wäre das zukünftige Thema "Leistungspreis des Anschlusses nach kW" auch gleich extrem minimiert.

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Beim Deye LP3 funktioniert das so. Netz am Genport anschließen und den Netzanschluss haben wir aus den WR herausgeführt und in ein plombierbare UV geführt.

Bist du nicht, nur ist das bezgl. deiner Anmeldephobie völlig irrelevant.

Jede PV-Anlage mit einer wie auch immer gearteten Verbindung zum Netz ist keine Insel, und nur letztere wäre anmeldefrei.

Oliver

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Es werden von seiten der Stromerzeuger böse Steine in den weg gelegt, man will verhindern, dass sich Haushalte vom normalen Versorgernetz abkoppeln. Gehen dabei ja Einnahmen verloren. Die gute entwicklung der BKW mit Speicher Anlagen, die PV Nulleinspeiseanlagen , all das "schmeckt" den Stromversorgern nicht. Es wird immer neues aus dem Hut gezaubert, um weiter schön den Strom jedem verkaufen zu können.

Das treibt dann solche Sachen an, man "erfindet" dann wieder Sachen, um doch eine möglichst autarke PV Anlage betreiben zu können, hebelt damit die grossen Steine aus, die einem in den Weg gelegt werden.
Ich habe 13 Stromkreise in meinem Haus/wohnung. Jeder Stromkreis hat eine eigene 3x1,5mm2 leitung, der herd 5x2,5mm2. Diese Stromkreise haben untereinander keine Verbindung.
Ich habe alle diese leitungen auf klemmen gelegt. Von dort geht es auf 2-polige Umschalter, Hager SFT 440. Damit schalte ich gleichzeitig zwei Stromkreise, entweder auf mein Insel-Netz oder auf das normale Versorgungs-Netz. Der Herd ist auf eine Phase geändert.
Damit habe ich eine reine PV Inselanlage, mein Wechselrichter ist offgrit, hat auch keinen AC Eingang. Es gibt keine Verbindung der Inselanlage zum normalen Stromnetz. Die Stromkreise werden auf das jeweils gewünschte Netz geschaltet. So wie man einen Staubsauger in verschiedenen Räumen an verschiedenen Stromkreisen betreiben kann.
Ich kann immer zwei Stromkreise schalten, habe dadurch eine gute Möglichkeit, immer die Belastung des insel-Netzes zu machen, die gerade von der Panelleistung her möglich ist.

Ein gedöns wie Trenntrafo halte ich für aufwendiger. Zumal auch immer irgend verluste vorhanden sind.
Ich frage mich , warum nicht mehr Leute meine Art, insel-Netz und normales Stromnetz friedlich nebeneinander im Haus zu haben, machen. Es war wenig Aufwand, die Elektroverteilung so zu erweitern. Auch hält es sich von den Kosten her im Rahmen.
In der Anfangsphase hatte ich es einige Male, dass das Insel-Netz zu arg belastet war, dann schaltet der Wechselrichter ab und die angeschlossenen Stromkreise haben keinen strom. Dann hab ich eben Stromkreise vom Insel-Netz weg genommen und gut. Mittlerweile pasiert es nicht mehr oft, weil man ein Gespür entwickelt, was gerade am insel-Netz möglich ist.

Viele "erfinden" Schaltungen, um eine "erlaubte" PV Inselanlage zu bekommen. Hauptsache man kann so die gängeleien der Stromversorger aushebeln.

Ich bin nicht komplett autark, kaufe im winter auch strom zu. Es muss doch aber auch nicht dieses schwarz- weiss denken sein. Ich zahle jeden Monat 16 Euro Grundgebühr, "leiste" mir den Anschluss an das öffentliche Versorger-Netz. Keiner kann sagen, ich würde mir die Rosinen raus picken. Auf jeden Fall habe ich eine kostengünstige insel-Anlage. Dadurch auch immer eigenen Strom, so viel wie die Solarpanel auch immer bringen.

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Sagt wer?

Das koste dich ein Anruf beim Netzbetreiber, oder maximal ein Schreiben mit „Hiermit kündige ich meinen Netzanschluß“.

Mach’s einfach. Dann hören auch deine wilden Verschwörungstheorien auf.

Diejenigen, die das nicht machen, haben bemerkt, daß es ohne Strom aus der Steckdose nicht geht.

Oliver

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Vermutlich, weil auch dort Unsicherheit besteht. Weil behauptet wird, sobald Netzanschluss auf dem Grundstück, dann keine Insel möglich. Weil die Leute ihr Hausnetz nicht kennen - sind wirklich alle Stromkreise getrennt? Zudem, wird bei dir auch der PE geschaltet? Auch hier gibt es Unstimmigkeiten, ob das sein muß.

Fazit: um ganz sicher zu sein, bleibt man beim Status Quo oder denkt sich komplizierte Konzepte aus.

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Genau das will er ja gar nicht - geht aus seinem Text auch nicht hervor. Er meint partiell, einzelne Stromkreise zeitweise. Wer lesen kann ... und verstehen will.

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Hm. Ich lese die Wörter, die da stehen. Und die sind eindeutig. Da gibts nichts dran falsch zu verstehen.

Und ansonsten versteht halt nicht jeder, daß es Strom aus der Steckdose nicht ohne Nebenwirkungen gibt. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass, mit massiver Rosinenpickerei geht halt nicht.

Oliver

Guck einfach über die Grenze, Österreich wird dir zeigen wohin die Fahrt in Deutschland auch noch hingeht. Eine Vorbereitung sind Abschaltzeiten bei WP, Verbraucher über 4,2KW, Einspeisebegrenzungen, Spitzenkappungen etc. pp.

Apropos: Einzelne Sätze aus dem Gesamtzusammenhang reißen und gewollt misszuinterpretieren ist auch Rosinenpickerei.

Nur Sonntags duschen: Rosinenpicker

Im Sommer den Wäschetrockner nicht nutzen: Rosinenpicker

Nur Mittag kochen: Rosinenpicker

Im Urlaub alles abschalten: Rosinenpicker

Mann, Mann, merkt ihr eigentlich nicht, wie absurd der Rosinenpickervorwurf ist

Mal davon abgesehen: was ist energetisch der Unterschied, ob einzelne Stromkreise aus einer Strominsel gespeist werden oder ob alle Stromkreise dauerhaft am Netz sind, aber der eigenerzeugte Solarstrom vorrangig verbraucht werden?

Nein PE liegt immer konstant auf. Wo gibt es da unstimmigkeiten ?
So eine Anlage wie meine kann nur von Fachleuten gemacht werden, fängt damit an, dass man alle stromkreise durchpiepsen muss, damit sicher gestellt ist, dass es keinerlei verbindung gibt. Der null wird ja gerne mal quer verbunden.
Elektrofirmen machen das nicht um Ärger zu vermeiden. Weil ja die stromversorger Stress machen könnten, die Anlage wäre keine Insel, muss angemeldet werden. Der Zählerschrank ist zu alt, man darf die Anlage so nicht bauen und betreiben. Die elektrofirmen haben auch nix davon, genau so eine Anlage zu machen. Sie verdienen mit einspeiseanlagen genauso viel. Oder deren elektrische Abnahme. Man macht das, was keinen Ärger/ Stress bringt. Nur wenn ein "kundendruck" entstehen würde, viele nur das wollen würden, sich jemanden suchen, der das macht, dann würde bewegung in die sache kommen.

Tja ich hab mich an Sungrow verkauft, dieser Wechselrichter läuft nicht ohne Netzanschluss. Jedenfalls sagt das mein Solateur

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Hier im Forum schon mal diskutiert im Rahmen, ob Insel oder nicht. Bin jetzt aber zu faul zum suchen.

Wozu beim einphasigen Herd 5x2,5²? Hast Du je zwei parallel geschaltet?

Ich antworte mal stellvertretend, da ich hunderte E-Herde angeschlossen habe.

Die Herde haben Schaltpläne und Brücken bei der Auslieferung, womit man alles, von 1 bis 3 phasig und teilweise auch verschieden Spannungen, anklemmen kann.

Einfach, weil Herdproduzenten die Geräte auch außerhalb der deutschen 3-Phasen verkaufen.

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Beantwortet nicht die Frage:
Wenn einphasig, wozu dann fünf Adern angeschlossen wurden?

Weil die leitung altbestand ist, es wurde 5x2,5 mm2 verlegt. Ich verwende die leitung weiter.
Der backofen ist extra, hat eh nur 230 V, ist aber auch an der 5x2,5 mm2 leitung angeschlossen. Die herdplatte ist auf mögliche 2 Phasen aufgeteilt gewesen, je 2 Platten eine phase. Die ströme sind nicht hoch. Nur wenn im Backofen Pyrolyse läuft, wird konstant viel strom über längere Zeit benötigt. Home Assistant gibt genau Auskunft. Das ist alles unkritisch. Natürlich schaltet bei uns niemand alle Herdplatten und Backofen gleichzeitig ein. Der Backofen z.b. heizt dann aber auch nur kurz hoch. Wenn die Temperatur erreicht ist, fliesst nur noch ab und an mal bischen strom.

Also läuft der Herd doch nicht einphasig wie Du das oben beschrieben hast?

Bin auch grad etwas irritiert beim Lesen. Oben noch einphasig, unten dann mögliche 2 Phasen an je 2 Platten. Induktionsfelder werden ja bei 4 Platten immer an 2 Phasen angeschlossen (wenn Kraftstrom vorhanden ist). Ab 5 Platten dann sogar an 3 Phasen. Sonst funktionieren die Booster nicht.