" Preisleistung ist einzigartig, gerade für einen Bekannten 32 kWh für 2.200 € bestellt."
Wie? Nur die Zellen? Denn später wird bei dir daraus:
"er hat alle möglichen Varianten im Angebot. Z.B. 2P16S Konfiguration mit 314 Ah gibt es aktuell für ca. 2400 USD zzgl. Versand"
Was ca. das Doppelte an Preis wäre...
Seplos . COM
oder einfach nach Seplos googeln
Es ist ein Mason 560 System, d.h. ein Komplettsystem mit Zellen, BMS, Active Balancer und Gehäuse.
Das für 2.400 USD ist fix fertig mit 32 kWh.
Es gibt auch Selbstbausätze, bei dem Preis und mit EVE Zellen drin würde ich mir die Arbeit sparen.
Ohne Angabe der Versandkosten ist mit den Preisen nichts anzufangen.
Wir wissen ja alle, das die Chinesen da sehr kreativ sein können.
Mir gefällt weiterhin die liegende Montage der Zellen nicht. Es ist meist nicht "verboten" aber fragt man explizit nach, kommt überwiegend die Empfehlung die Zellen stehend zu verbauen. Dort besteht durch die Verteilung des Elektrlyts einfach ein gesehener technischer Vorteil (kurz und laienhaft zusammengefasst). Warum muß ich es dann anders machen, damit es im Keller besser aussieht?
Darum hab ich mich gegen das stehende YIXiang Gehäuse entschieden und bei 2x DIY V2 Gehäusen mit EVE MB31 geblieben. Innerhalb von 3 Tagen aus Polen geliefert zahlst zu etwa 1600€ für eine Kiste mit Zellen also 16,1kWh. Für eine Kiste mit Zellen direkt aus China geliefert zahlt man DDP etwa 1350€ allerdings mit 45-55 Tagen Lieferzeit.
Ganz ehrlich. Der Kern sind die Zellen, die kann man wählen. Das Gehäuse ist ne "dumme" Blechkiste, hier empfiehlt es sich eine möglichst gute Kombination seiner Ansprüche und der verbauten Teile zu wählen. Das heißt ein ordentliches BMS und vernünftige Sicherung. Alles andere ist doch echt Nebensache oder glaubt wirklich jemand in 5 Jahren kann man von diesen Firmen noch einen Support belastbar nutzen?
Dir ist aber schon klar, dass ein Batteriespeicher mit 240 kg nicht umsonst von China hier herkommt, oder? Auch ein deutscher Lieferant oder wenn es aus einem Lager in der EU kommt wird Frachtkosten haben, der eine weisst sie transparent aus, der andere kalkuliert sie in den Gerätepreis mit ein. Am Ende liegt es an mir die Kosten vorher klar abzufragen. Ich hatte mit Seplos diesbezüglich keine negativen Erfahrungen gemacht, Frachtkosten und Einfuhrzoll sind vorab klar ausgewiesen worden.
Es gibt ja verschiedene Systeme bei Seplos, liegend oder stehend, mein Mason 280 System mit EVE 314 Zellen hat stehende Zellen. Es gibt aber verschiedene Formate für Wandmontage usw. hier ist evtl. auch eine liegende Montage der Zellen notwendig, das hängt halt davon ab wie die Platzverhältnisse sind un man den Speicher auf den Boden stellt oder an die Wand schrauben möchte.
Kannst du mir das erklären, ich stehe wirklich auf dem Schlauch. Das Ding hat 314Ah bei 50V. Und 32kWh Kapazität? Wie geht das?
Ja alles subjektiv und man kann natürlich nur das verbauen, was auch räumlich geht. Hat man aber eigentlich die Wahl, war mir der Punkt wichtig da es doch um eine technische Einrichtung geht und die sthenden Gehäuse mit liegenden Zellen gerade subjektiv empfunden mehr werden vom Angebot.
Das zauberwort heißt Parallelschaltung statt Reihenschaltung. Hier sind 16 Zellen in Reihe und parallel dazu nochmal 16 stück in Reihe.
Reihenschaltung ergibt 16*3,2= 51,2V aber die 314Ah bleiben
Parellschaltung ergibt 2*314Ah= 628Ah aber die Spannung bleibt 51,2V
Und das ergibt dann 628Ah * 51,2V =32153Wh=32,153kWh
Richtig, eine 2P16S Konfiguration bei 314 Ah LiFePO4 Zellen ergibt 51,2 Volt Nennspannung und 628 Ah Kapazität, laut Mathematik ergibt das 51,2 V*628 Ah= 32.153,6 VAh, = 32,1536 kWh
Man bekommt also ein System mit 32 Zellen, einem BMS, welches dann immer zwei Zellen wie eine behandelt, da diese sich durch die Parallellschaltung auch tatsächlich wie eine große 628 Ah Zelle verhalten.
Also da gebe ich euch insoweit recht, als E-Techniker war mir das bewusst. Wohl aber nicht, dass der Hersteller dann schreibt:
Zellkapazität (AH) 314AH und nicht 2x314AH, was für mich naheliegender wäre, weil das die Gesamtkapazität wäre.
Was die Hersteller aus diesem Bereich und Regionen schreiben darf immer kritisch hinterfragt werden. Qualität und Dokumentation bzw. das Verhältnis zu Prüfzertifikaten und Datenblättern ist gelinde gesprochen manchmal etwas schwierig. Es gibt immer x- Hilfslakeien die ungeprüft irgendeinen Kram "rausrotzen".
Da Du E-Techniker bist, fühle Dich als Fachkraft angesprochen die selbst in der Lage ist Dinge zu hinterfragen und zu prüfen. Nur das zählt. Blindes Kopieren/Glauben ist hier kein guter Ratgeber.
Hm ja nein. Blindes Glauben sehe ich ein, sonst würde ich auch nicht fragen. Probleme machts, wenn ICH als E-Techniker jedes Gerät unter die Lupe nehmen müsste und alles in Frage stellen muss. Auch ich muss es letztlich auswählen, mich auf die Daten verlassen, kaufen, anschließen und muss mich drauf verlassen können, dass ich das darf. Wenn ich nun nach jedem Herstellerzertifikat und CE Zeichen und Genehmigung, Kompatibilität, Konformität suchen muss, käme ich zu nichts. Das wird bei Selbstständigen und Unternehmen nicht anders sein.
Ich verstehe Deinen Punkt aber meine subjektive Meinung dazu, wenn Du das so betrachtest, ist wirklich die Frage ob dieser chinesische DIY Bereich für Dich zu empfehlen ist.
Ich hab das getan, weil ich Spaß dran hab. Dabei geht aber ohne Ende Zeit drauf. Habe dabei Dinge gefunden, wo mir auch als E-Techniker sämtliche Nackenhaare hochgehen und rate daher zur Vorsicht.
Ist halt wie immer. Was ist Dir Deine Zeit wert. Möchtest Du schnell, verlässlich und voll rechtlich abgesichert, dann beauftrage und schließe ein Vertrag mit einer Fachfirma. In dem DIY Bereich besteht immer erhöhtes Risiko was ich versuche durch eigenen Einsatz zu minimieren. Ganz wird mir das nie gelingen. Dafür kauft man eben <100€ je 1kWh und nicht wie sonst propagiert im Bereich 250-500€ von der Fachfirma mit Vertragswesen etc.
Nur eine Fage zum Verständnis: Wofür braucht man/frau 32 kWh im E/2FH ?
Im Gewerbebetrieb sieht es natürlich anders aus.
Und doch noch eine zweite Frage: Mit welcher Leistung wird beim Laden/Entladen idR gearbeitet ? Gerne auch auch die max. Leistung vom Umrichter angeben.
Ist doch eine sehr komfortable Grösse.
Um die 10-20 kWh Verbrauch pro Tag ist für eine Familie denke ich normal.
Wenn dann mal 2-3 Tage schlechtes Wetter ist kommt man sehr gut durch.
Besonders in der Übergangszeit ist das praktisch.
Selbst einen für das Forum kleine 6-8 kWp Anlage schafft das an 1-2 Tagen locker voll.
Um die 3-4 kW Ladeleistung ist ausreichend, hat ja den ganzen Tage Zeit.
Wozu man 32 kWh braucht? Um seinen eigenen Strom zu nutzen und nicht einzuspeisen, ich kann mein und das Fahrzeug meiner Frau leider nur Abends/Nachts laden, meine 17 kWp PV Anlage macht an einem sonnigen Tag gerne mal 80-100 kWh am Tag, also voll bekomme ich meinen Speicher (16 + 10 kWh) oft schon am Mittag und überlege sogar noch 16 kWh Speicherkapazität zusätzlich zu installieren.
Meinem Nachbarn geht es ähnlich, wobei er eigentlich ein kleiner Gewerbebetrieb ist und seine Maschinen einen höheren Verbrauch erzeugen als in einem Einfamilienhaus.
Mit einer 11 kW Wallbox ist der Speicher in 3 Stunden leer und das Fahrzeug nicht immer vollständig geladen.
Die Seplos Lösung kann mit 200 A laden, also ca. 10 kW, vorausgesetzt der WR kann das, meine drei SMA Sunny Island 6.0 können das locker, die machen ein 3-phasiges System möglich mit jeweils 4,7 kW pro Phase.
Die Speichergröße ist nicht pauschal vernünftig und auch bei mir bin ich eher im 8-10kWh Bereich unterwegs wo eine optimale Amortisationszeit aktuell berechnet ist.
Aber aktuell bekomme ich noch recht hohe Vergütung für die PV Einspeisung. Das wird sich in Zukunft ändern. Ergänzend schreitet auch das Alter der Zentralheizung voran (Öl) und ich übernehme immer mehr Heizaufgaben durch Split-Klimageräte, was sich noch rechnet dazu.
Heißt mein Stromverbrauch (auch in nicht PV Überschusszeiten) steigt. Ergänzend sind bei den DIY Lösungen die Lade und Entladeverluste nicht zu unterschätzen. In Summe ist das dennoch eine sehr großzügige Austattung und meine 2ten gekauften 16kWh Speicher haben auch gewissen Liebhaberfaktor und sind bestimmt nicht knallhart wirtschaftlich sinnvoll. Ich gehe jede Wette ein, dass ich die Akkus in der Dunkelzeit nicht ausreichend befüllt bekomme. Autarkie = 100% ist so nicht möglich und die letzten paar Prozent kosten unwirtschaftlich viel Knete.
Hab mich aber auch dazu entschieden, da es für mich sinnvoll ist, gleiche Technik zusammen zu schalten, das jetzt so zu tun. Also nicht später (spätere Erweiterung) etwas zusammen zu dengeln, was er weniger aufeinander abgestimmt ist.
Seien wir ehrlich, warum macht man es?
Weil man es kann!
Nicht alles muss sich lohnen oder rechnen, Strom mit PV selbst erzeugen mach doch etwas mit einem, oder nicht?
Ich kenne keinen der nicht fasziniert auf seine App schaut und sich freut wenn der Strom aus der PV fließt, da werden gestandene Männer (und natürlich auch Frauen) zu glücklichen Menschen mit leuchtenden Augen, fast wie Kinder die sich über ein neues Spielzeug freuen.
Das ist jedenfalls meine Beobachtung.
So ist es ... irgendwer hat mal gesagt Solar ist die neue Modelleisenbahn des Mannes.