Empfehlung für BKW Akku

Hallöchen in die Runde

vielleicht war das schon einmal Thema. Bei uns ist ca. 4.500 kwh pro Jahr an Strom fällig. Installation neu vor 3 Jahren. Wir haben für das Bad einen 21KW Durchlauferhitzer. Ich würde gerne unsere Fassaden nutzen für ein BKW mit einem Speicher. Gem. der Verbräuche ist wohl 5-7 KW eine gute Größe. Welches System könnt ihr empfehlen, dass davon auch der Durchlauferhitzer partizipieren kann? Soweit ich das sehe ist ja dafür die Stromabgabe relevant. Jemand einen Tipp für einen guten Speicher der das kann und auch bezahlbar ist? Wenn möglich soll dieser auch modular sein für eine spätere Erweiterung. Oder ist da der Wechselrichter ausschlaggebend?

Sofern schon behandelt - bitte einen Shortcut in die Antworten. Ich habe gesucht aber nichts gefunden.

Liebe Grüße vom Lutz

DLE ist schon für grosse PV schwer zu knacken. BWWP oder Boiler geht.

Hallo, ich glaube, dass der DLE über die 800Wattt - welche maximal von deinem BKW ins Hausnetz eingespeist werden - herzlich lachen wird! :slight_smile: Mal angenommen, du duscht gerade und der DLE benötigt 12kw Leistung, dann trägt dein BKW einen winzigen und wirklich kaum noch relevanten Beitrag dazu bei… Anders würde es bei einem Boiler (Warmwasserspeicher) aussehen, die haben ja irgendwie 1,5kw Heizleistung… Da kann dein BKW etwas mehr zu beisteuern…

Kapazitäten und abrufbare Leistung hängen zusammen. Will man unter 0.5 C bleiben, wären 42 kWh für die 21 kW nötig und dreiphasige Einspeisung nötig. Völlig jenseits dessen, was man zu einem BKW installieren würde. Was das BKW liefert, bekommt man auch ohne den DLE sinnvoll genutzt.

KW gibts nicht. Was Du wohl meinst ist die Speicherkapazität, 5-7 kWh. kW wäre die Leistung. Speicher für die Steckdose haben hier 800 Watt, also 0.8 kW.

4500kWh/a entsprechen 12kWh pro Tag. Zum “schön werden” DLE → BWWP und 15kWh Speicher. Oder hängst 2 Panels für solar gespeisten Boiler dazu

Wir haben auch einen DLE, den betreibe ich im Eco Mode. Damit braucht der im Sommer 8,5 KW. Die Badewanne braucht dann zwar 25min bis sie voll ist aber er läuft voll auf PV, bzw Speicher.

Du siehst die Größenordnung. Dein BKW deckt die Grundlast, für den DLE bleibt da nicht viel übrig

@samson_braun
Hallo Lutz,
mit den erlaubten 2.000 Wp PV Leistung wirst du bei Fassadenmotage vielleicht 1.000 kWh pro Jahr ernten können. Um diesen Betrag sinkt deine Stromrechnung. In besserer Ausrichtung sind 2.000 kWh drin (Dach mit Südneigung).

Dabei ist es egal, ob dein DLH davon "profitiert". Alles was über 800 W verbraucht, wird zu einen Anteil aus dem Netz versorgt. Bei Geräten, die Wasser aufheizen (Waschmaschine, Geschirrspüle, Wasserkocher, Kaffeevollautomaten) und bei E-Herden wird zwar viel Strom verbraucht, aber oft nur kurz. Diese Spitzen abzufangen ist nicht der Sinn eines BKW´s, weil es diese hohen Ströme nicht erzeugen darf und auch nicht kann.

Verwirkliche deinen Plan vom BKW oder ändere ihn auf Dach-PV. Beides reduziert die Stromkosten. BKW ist preiswert und DIY. Dach-PV ist das alles nicht.

Aber sei gewarnt vor dem HWV (Haben-Wollen-Virus). PV hat "Suchtpotential", wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist. Und jeder Sonnenstrahl am Himmel wird deine Laune gleich doppelt heben.

Viel Spaß
L.G.

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Und der Besuch eines Forums wie unseres erhöht sich das Risiko noch ganz deutlich :wink:

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vielen Dank für die Hinweise bisher. Als Elektrolaie sind da doch einige “Geheimnisse” die sich für mich erst noch lüften müssen. Und den HWV kenne ich nur zu gut aus anderen Bereichen :slight_smile:

Der Blick geht dann Richtung Grundverbrauch abdecken. Für den Einstieg - welches System würde sich hier denn am besten anbieten? Unser Haus hat ein 40° Dach Richtung Süden. Richtung Westen geht ein kleiner Balkon mit ca. 4 m Breite. Ich hatte gelesen, dass auch eine Ost/West Ausrichtung durchaus Sinn macht. Gerade wenn man tagsüber außer Haus ist. Ich dachte so an 6 Platten insgesamt, 2 an die Ostfassade, 2 aufs Dach Richtung Süden und 2 Platten an den Balkon. Oder doch lieber alle aufs Dach dann aber nur 4 Platten? Speichergröße sind die 7 kwh sinnvoll? Erweiterbar soll er auf jeden Fall sein. Ich denke das können mittlerweile die meisten guten. Was wäre also eure Empfehlung? Wie verhält sich das eigentlich mit den Einspeisegebühren die jetzt im Raum stehen ab 2027 mit einem BKW? Eine “richtige” PV Anlage steht im Moment außer Frage aus Kostengründen. Vorher müssen wir erst einmal unser Dach neu eindecken und dämmen.

Liebe Grüße vom Lutz

Für den Moment: Kleinanzeigen durchsuchen, gebrauchten BalkonWR und gebrauchte Panels. Musst eh sparn fürs Dach.

Wenn Dach gemacht wird, gleich PV mit aufbauen. Sparst dir einen Haufen einrüstkosten usw. und wenn offen dann gleich richtig machen. Nicht PV nachbasteln.

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Angebote einholen, Verfügbarkeit von Fördergeldern prüfen und Maßnahme vorziehen.

Die Kosten für Arbeitskräfte und Material steigen stetig …

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Frage zielte eher auf ein BKW ab :laughing:

eh klar. deshalb ja: irgendwas urbilliges gebrauchtes, muss ja nur 2 Jahre halten. Gebrauchten WR 50€, paar Panels je 10-20€ von Kleinanzeigen. Dach neu braucht Geld.

Sodele die Zeit genutzt und viel gelesen und YT geschaut. Ich habe einen Shelly Pro 3EM beim HA anschließen lassen sowie einen 3EM-63 beim DLE. Grundverbrauch in der Nacht sind um die 160 wh, tagsüber ca. 300 wh, Abends um die 320 wh und in Spitze mit dem DLE so um die 3,3 kw. Wir sind alle berufstätig ich kann aber auch flexibel im Homeoffice arbeiten.

Unser “Schlösschen”:

Die rechte Dachseite hat ca. 40° mit einem Aszimut von ca. - 35° und am linken Bildrand ist meine Garage, allerdings nur der obere hellgraue Bereich. Am Giebel ist ein ca. 4 m breiter Balkon.

Im Moment wäre meine Lösung ersteinmal ein kleines BKW Zendure SF 800 pro (390 € und 1,9 KWh) mit möglichst 1,8 - 2 kwp Platten aufgestellt im Garten zu installieren. Das Gerät bringt eigentlich alles mit und hat ca. 2 KWh Speicher. Laut PV Rechner ergäbe sich bei 2 kwp folgendes:

bei 1,8 kwp folgendes:

Meine Fragen dazu:

der Sprung von 1,9 KWh auf 3,8 KWh ist für die Eigenverbrauchsquote nicht so groß mit ca. 9%. Lohnt sich das für unsere Konstellation? Kosten wären dann nochmal ca. 380 € zusätzlich. Im Zuge der Dachsanierung sollen die Platten aufs Dach unterhalb der First montiert werden. Da könnte ich mir auch vorstellen, ein zusätzliches kleines BKW mit 2 kwp über den Notstromanschluss einzubinden, an den 800 w Einspeisung ändert sich ja nichts, ggfls. macht dann auch der größere Akku Sinn.

Lohnt es sich, von Anfang an gleich auf den SF 2400 pro (ca. 970 € und 2,4 KWh) zu setzen? Das wäre finanziell schon ein erheblicher Sprung nach oben, an den Anschlussmöglichkeiten ändert sich jetzt nicht sooo viel und es ist ein AC Akku, somit wieder mehr Umwandlungsverluste, dynamische Tarife werden wir eher nicht verwenden, da wir kein E-Auto haben.

Gäbe es eine bessere Alternative zum Zendure?

Liebe Grüße vom Lutz

noch eine weitere Frage zur Nachnutzung von Alt-Modulen:

oben mal beispielhaft skizziert. Der SF 800 pro hat ja pro MPPT 660 Watt bei maximal 55 A.

Zitat:

Kann ich auch leistungsschwächere Module verwenden?

Ja, der SolarFlow 800 Pro ist auch mit Modulen zwischen 100 und 350 W kompatibel. Pro MPPT können 2 bis 3 Module parallel geschaltet werden, wobei die Gesamtspannung des Arrays zwischen 14 V und 55 V liegen muss.

wenn ich also jeweils 2 -3 gebrauchte Module mit 120 wp - 320 wp parallel schalte und über die 3-fach Stecker an den MPPT anschließe sollte das doch klappen? Bei Kleinanzeigen wären z. B. gerade folgende Module im Angebot:

SolarWorld SW 210 poly
Maße 167,5 x 100 x 3,5cm
Leerlaufspannung ca. 36 V
MPP-Spannung ca. 29 V

die müssten doch in o. g. Montage passen? Das wären dann maximal 630 wp (Altleistung, vermutlich weniger aktuell) bei maximal 36 V - das läge meiner Meinung nach im optimalen Bereich und würde die Anschlussmöglichkeiten gut ausnutzen. Die PV Kabel mit 6 mm2. Dann könnte ich an verschiedenen Stellen jeweils 3 Stk montieren. Oder macht das alles keinen Sinn im Vergleich zu neuen 500wp Modulen? Die gebrauchten gäbe es durchaus günstig in der näheren Umgebung. Dass das Ganze über den 2000wp liegt ist mir bewusst.

Liebe Grüße

Wie gesagt Altmodule rechne noch 80% der aufgedruckten Leistung. Mit 12 von denen hast 2000Wp. Geht.

hab jetzt eine komplette Anlage und passenden Microwechselrichtern gekauft für nen echt schmalen Taler. Die Teile hole ich am Wochenende ab und dann geht das basteln los :slight_smile:

Montage von 2 Modulen parallel an einen MPPT vom Zendure

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sodele nach langem Überlegen verbinde ich jetzt das Sinnvolle mit dem Notwendigen. Die PV kommt an die Hecke mit ca. 35° Aszimut und liegt dann auch hoffentlich aus der Verschattung vom Haus im Winter. Reine Holzkonstruktion mit 1,60 m Traufhöhe und 30° angestellt, 8 Module nebeneinander. Das ergibt noch einen schönen Holzunterstand - der fehlt nämlich auch noch. Ich werde berichten :slight_smile:

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die Module sind von Solargate mit folgenden Werten:

leider etwas ungünstig. Der SF 800 pro hat folgende Daten:

wenn ich die jetzt parallel schalte habe ich bei 3 Modulen 8,52 A x 3 = 25,56 A und damit zu viel für den Eingang oder sehe ich das falsch, bleibt nur 2 Module parallel dann 17,02 A das wäre verträglich. Die Gesamtleistung liegt dann bei 2 x 235 wp = 470 wp und abzgl. einer Degradation von 0,5% / a bei 14 Jahren ca. 7 % = 437 wp.

In Reihe wird das wohl eher auch nichts da dann die Spannung bei 3 x 29,92 V = 89,76 V liegt, selbst 2 parallel sind mit 59,84 V über den zulässigen 55 V.

Habe ich irgendwo einen Gedankenknoten? Oder hättet ihr da noch einen Vorschlag wie ich das effizienter bauen kann? Grad etwas ratlos. Es gäbe auch noch Microwechselrichter (Enecsys SMI-240-60), vielleicht kann man da noch was über die Notstromsteckdose dranbasteln…

Liebe Grüße vom Lutz