Hier ein Bild der CATL Zellen, Laden mit PV bis 17:30 Uhr, dabei kreuzen sich die Spannungsgraphen der Zelle 6 und 13 bei positivem Strom. Dann Laden mit Netzstrom bei 54,7 Volt. Ab 18:10 Uhr hab ich dann die Balance-Schwelle von 3450 mV auf 3420mV gestellt. (Warum der Anzeigebalken für den Balancer nach dem Ende des Balancen immer noch “AN” zeigt kann ich nicht sagen.)
Ich hätte mir nach dem Balancen ( also nach 18:30 ) noch mindestens 30 min Halten von 3.42 V aber ohne Balancing gewünscht, damit man verifizieren kann, dass die Zellspannungen wirklich nahezu zusammenbleiben und nicht doch wieder deutlich auseinanderlaufen.
Davon abgesehen, sieht man aber dass das Verhalten nach ~ 17:35 ( bei Strömen kleiner 5 A ) markante Unterschiede zwischen den Zellen zeigt und man somit einen dominierenden Effekt von ohmschen Spannungsabfällen ausschließen kann.
Auch der steile Anstieg auf ~ 38 A Ladestrom gegen 17:30 ist sehr anschaulich, weil man erkennt, dass die Zellspannungen zwar leicht unterschiedlich “springen” aber keine dramatisch unterschiedlichen ohmschen Widerstände vorliegen.
Ich habs mir nochmals angeschaut. In aller Vorsicht.. ich widerspreche da. Für mich gibt es da signifikante Unterschiede. Die grüne Zelle hat höheren Widerstand.
In den vergangenen zwei Tagen habe ich, mit der Inbetriebnahme eines AHED-BMS für meine zweite Batterie (EVE-Zellen), die Gelegenheit genutzt auch die “alte” Batterie (Catl-Zellen) zu Balancen.
Ich das nun endlich so umgesetzt, dass das Spannungsverhalten der Zellen bei geringen Ladeströmen für eine längere Dauer sichtbar wird.
Zunächst ein Bild von vorgestern. JK-BMS, Balancer-Schwelle 3430 mV, Ladespannung händisch um jeweils 100 mV nachgestellt. Zelle 13 grün, Zelle 6 rot. Die gelbe und blaue Zellspannung soll stellvertretend für alle anderen Zellen sein.
Ich vermute Carolus hat recht. Aber warum steigt die Zellspannung der Zelle 6, obwohl “kein” Strom fließt?
Und wenn man nun solch unterschiedliche Zellen wie Zelle 13 mit einem hohen Innenwiderstand (meine Annahme) und eine Zelle 6 mit geringem Innenwiderstand in seiner Batterie hat, ist es wohl besser nur selten und bewusst zu balancen, um nicht unnötig Ladung von Zellen mit vermeintlich zu hoher Zellspannung in Zellen mit vermeintlich niedriger Zellspannung zu befördern.
Hier noch ein Bild mit SoC bedingter “Abschaltung” des Stroms, das einen Aufschluss über die Kapazitäten der einzelnen Zellen geben soll. Zelle 13 wurde mal auf anraten von Carolus mit einer parallen 20 Ah Zelle aufgehübscht. Zu dieser Zeit hatte der Balancer der Zelle 13 über die Zeit Ladung entnommen, so dass der Eindruck mangelnder Kapazität erschien. Wie ich inzwischen gelernt habe war es aber fehlende Ladung.
Nunja, etwas ist ja wohl geflossen. 20 mV Unterschied ist ( bei der Spannung) 0,01 % SOC, da braucht es nicht viel Strom. Ich denke, dass du in dem Bild effekte drin hast die ich von @nimbus4 kennengelernt habe. Vielleicht schaut der mal drüber.
Noch etwas, du bist zu genau. Über 3,42 V genügt eine Differenz von 20 mV, genau aus obigem Grund.
Selbst 50 mA Stromfluß könnten einen solchen Spannungsanstieg verursachen.
Wenn Zellpfadwiderstände beim Balancing nicht berücksichtigt werden, würde ich dem zustimmen. Dabei kann man dann allerdings durch ( niedrige) Wahl der Ladespannung immer noch dafür sorgen, dass der Restladestrom beim Ereichen der Balancerschwelle schon ziemlich niedrig ist, so dass man die Effekte minimieren kann. ( Wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist genau das zukünftig auch Deine Strategie. )
Das BMS sieht typischerweise den Zellpfadwiderstand und kann nicht zwischen echtem Zellinnenwiderstand und Kontakt- und Verbinderwiderständen unterscheiden. Dazu kommt dann noch das Überpotential, das für das BMS auch wie ein nichlinearer Widerstand wirkt.
Oben hatte ich geschrieben: “Zu Innenwiderständen kann ich fast gar nichts sagen. Für die CATL Zellen liegen diese Zell- u. Drahtwiderstände laut JK-BMS zwischen 0,051 und 0,061. Zelle 6 (0,051), Zelle 13 (0,057).”
Ja, so habe ich das vor und die parallele zweite Batterie wird dabei helfen.