Ich hab das “mit gas kochen" eingeworfen, weil dies eine alternative zu einem strom aggregat dar stellt .
Wer eine grosse pv inselanlage hat, braucht kein notstrom Aggregat. Die Anlage produziert jeden tag strom. Im notfall muss diese energie auf die notwendigsten sachen aufgeteilt werden. Ein Ausfall des öffentlichen netzes wird nicht sehr lange sein wird. Es kann sich jeder austoben, keine frage. Es muss sich auch nicht immer alles rechnen. Bevor man sich ein notstrom aggregat zulegt, gilt es alle möglichkeiten zu prüfen. Vielleicht auch von der kosten-nutzen seite aus. Zum notstrom aggregat muss auch noch der betriebsstoff in ausreichender menge ordentlich gelagert werden.
Also ich oute mich jetzt mal, dass auch ich durch “Berlin” zum Prepper im Anfangsstadium geworden bin
Die Vorstellung, dass es in Deutschland passieren kann 5 Tage ohne Strom auskommen zu müssen, hat mich ernsthaft zum Grübeln gebracht.
Ich sehe allerdings nicht ein, für dieses unwahrscheinliche Szenario große Geldmengen zu investieren. Bei der Planung unserer kleinen PV-Anlage habe ich auf die optionale Notstrom-Funktion verzichtet, weil das über 2.000€ zusätzlich gekostet hätte.
Um es kurz zu machen: ich habe letzte Woche bei Amazon den “maXpeedingrods Inverter Stromgenerator 3500W Benzin 4 Takt mit zwei 230V Steckdosen” für 266€ gekauft.
Das Paket habe ich nicht mal geöffnet. Das Teil steht jetzt im Geräteschuppen und wird hoffentlich nie gebraucht.
Im Fall des Falles kann ich 7 Liter E10 Benzin und 0,6 Liter 10W30 Motoröl reinfüllen (notfalls vom Auto abgezapft) und damit unsere Klimaanlage zum Heizen verwenden.
Über die zweite Steckdose wird mit Verlängerungskabel der Kühlschrank und eine Stehlampe betrieben. Zum Kochen reicht in dieser Situation sicher ein kleiner Gas-Campingkocher, den man aufs Ceranfeld stellt.
Als Luxus hat dieser Billig-Generator sogar noch zwei USB-Buchsen, um das Handy laden zu können.
Damit kann man in so einer extremen und äußerst unwahrscheinlichen Situation 5 Tage überbrücken, denke ich.
Nun ja, das ist halt eine Frage des eigenen Standpunkts. Wenn eine mehrtägiger Stromausfall nur eine Komforteinbuße ist, kann man das so machen. Wenn einem die Bude einfriert und nach Rohrbrüchen das eigene Haus zum Totalschaden werden kann, sieht das anders aus. Als ich in 2022 angefangen habe mit PV war mein erster Punkt im Lastenheft vollständige Schwarzlauffähigkeit.
Zu den Beiträgen weiter oben: Es geht wirklich nur um den Notfall. Das hat man leider dann davon, wenn man durch die eigene Energiewende Richtung “Allelektrik” geht. Meine PV mit 8kwp auf der Ostseite und 5kwp auf der Westseite bringen halt im Winter nicht viel und der Herbst 2025 hat deutlich gezeigt, wie beschissen es werden kann. Im Dezember hatte ich an machen Tage keine 2kWh Ertrag. Seit drei Tagen ist der Schnee endlich vom Dach, da kommen dann 5-8kWh am Tag. Leider habe ich von allen Seiten starke Verschattung.
Propanflaschen habe ich da, einen kleinen dreiflammigen Gaskocher habe ich bestellt. Bei der Suche war ich doch recht erstaunt, was man für kleines Geld an Einbaukochfeldern für Gas bekommen kann. Deswegen werde ich trotzdem meine Induktionsherd nicht austauschen.
Die Zeit wird zeigen, was ein Ausbau meiner Akkus auf dann 60kWh bringt. Aber ohne elektrische Heizung sollte das fast eine Woche ohne PV Ertrag reichen. Möge der Ernstfall niemals eintreten.
Erzähl mal mehr hierzu. Wie wird der eingebunden? Wie funktioniert die Kommunikation mit dem BMS ?
Ich kenne die Lösung Aggregat → 230V → Netzteil → 400 V DC → PV Eingang vom WR → 230V/400V → Verbraucher/Batterie (da gab es die Tage ein praxisnahes Video von mr Mining zu)
Ohne den Umweg über den PV Eingang wäre das deutlich besser. Dann gibt es aber die Schwierigkeit dass Ladegerät und WR parallel an der Batterie hängen.
PS: mich interessiert das eher technisch. Wenn in ganz D wirklich für länger als 1 Woche der Strom ausfällt haben wir ganz andere Probleme. Etwas Wasser und ein paar Dosen im Keller zu haben schadet nat nie.
Rohrbrüche:
Die Heizung könnte man mit einem geeigneten Frostschutzmittel füllen. Wichtig wäre natürlich, dass sich das Frostschutzmittel auch absolut sicher mit dem Rohrmaterial verträgt.
Trink- und Brauchwasser:
Man könnte an der tiefsten Stelle einen Ablass montieren. Mit einem Kompressor kann man auch noch etwas nachhelfen.
Ein bis zwei Not-Festholz-Kaminöfen sowie eventuell noch eine Diesel-Standheizung. Man kann schon einiges machen, und der Aufwand ist überschaubar.
Das Allerwichtigste ist, immer wieder einmal den Netzstrom abzustellen und zu schauen, ob die Notfallpläne auch in der Praxis funktionieren.
Beachten, dass normales Benzin bei längeren Standzeiten den Vergaser mit der Zeit verklebt.
Manche Stromerzeuger haben einen tieferen Schuko-Stecker, in den nicht alle Stecker gut passen. Außerdem muss die Phase vom Stromerzeuger zur Phase vom Multiplus passen, daher sollte man vorher eine Lösung finden, wie man das markiert, damit es stimmt. Ersatzvergaser, Zündkerzen, Benzinschläuche usw. kosten nicht viel und kann man sich als Ersatzteile auf Lager legen.
Ideal wäre es, alles auf eine Treibstoffsorte, nämlich Diesel, auszurichten. Leider ist das nicht ganz so einfach. Einen Lichtblick gab es in einem erst kürzlich erschienenen Beitrag, in dem jemand bei Alibaba kostengünstige Diesel-Stromerzeuger gefunden hat. Die Frage ist allerdings, ob diese Geräte auch über viele Jahre zuverlässig funktionieren.
Die Zeiten ändern sich, und es ist sicher sehr sinnvoll, mit Augenmaß und ohne zu übertreiben den persönlichen Zivilschutz zu organisieren.
Naja, deshalb hatte ich von persönlichen Verhältnissen geschrieben. Eine einfache Heizung mit so 100-300 Liter Wasser bekommt man vermutlich leer, wenn auch nicht restlos. Es wird wohl nicht jeder Druckluft samt passender Leitungen und Adapter, geschweige denn entsprechenden Kenntnissen haben.
In meinem Fall durch Pufferspeicher mit Solarthermie habe ich allein Speichervolumen samt Ausgleichgefäß von 3000 Litern. Wenn da dann tagelang nur Restfeuchte bleibt, rostet das Zeug von innen weg. Wenn man dann noch bedenkt, was heutzutage für ein Bohei um Heizungswasser gemacht wird, ist das Wiederbefüllen auch nicht so ganz ohne.
Frostschutzmittel sind zwar ein gangbarer Weg, verursachen nicht unerhebliche Effizienzverluste und sind teuer. Ein Kanister 25 Liter reines Propylenglycol kosten etwa 80€, davon benötigt man 35 Liter/100 Liter Heizungswasser. Das Zeug enthält Schutzmittel gegen metallische Abtragung und hält Schwebstoffe in der Flüssigkeit.
Bei Victron wäre das verhältnismäßig einfach. Ein Multiplus II als Ladegerät hat per VE Bus Verbindung zum GX, Über BMS oder Smartshunt lässt sich Ladezustand und Ladestrom überwachen und steuern. Bei Victron hängen die Batterieanschlüsse der MP, der Laderegler und der Batterien alle zusammen. Der als Ladegerät genutzte MP bekommt per VE Config den AC in als Generatoranschluss zugewiesen.
Einen nicht unerheblichen Vorrat an Pellets und Brennholz aus eigener Ernte habe ich. Davon wollte ich eigentlich weg, aber so ändern sich die Zeiten. Technisch am interessantesten wäre meinen Pelletkessel gegen eine wassergeführte Küchenhexe zu tauschen, da könnte ich uneingeschränkt wie zu Omas Zeiten kochen und backen. Leider sind diese Dienger recht preisintensiv und ich habe dann wieder den Herrn der schwarzen Zunft wegen Messung an der Backe. und Öden, die Pellets und Stückholz nutzen können, sind sehr selten und noch viel teurer.
Nunja, nicht unbedingt. Was du benötigst ist ein Abluftrohr aus Edelstahl aus dem Haus. Das ist ja auch nur für den Notfall. Wer soll das in einem Notfall kontrollieren kommen?
Dafür habe ich doch einen gedämmten Schornstein. Da gab es kürzlich sogar mal ein schönes Video auf YT vom Selbstversorger Rigotti. Der hat so eine Küchenhexe im Gerten stehen. Wenn kein Dach drüber ist, braucht man keinen Schornsteinfeger, mit einem Dach darüber braucht man einen. Aber irgendwie müssen diese Typen ihr Daseinsrecht ja beweisen.
Ich war letztes Jahr froh, dem Herrn meinen Kessel wegen Wärmepumpe als Notfeuerung verkaufen zu können. Letzt wird der alle ein oder zwei Wochen mal angeheizt, um Schwitzwasser zu vermeiden. Da fällt dann gleich noch etwas warmes Wasser ab.