Keine Wärmepumpe kommt am Carnot-Prozess vorbei, egal ob Billigheimer oder Lamdba. Wer bei 25.000 kWh Heizlast (hatte ich so rausgelesen) sich auf eine Lambda-WP mit sagen wir Arbeitszahl 5 einlässt anstatt einer Arbeitszahl 4 von den anderen üblichen Verdächtigen, kann sich schnell ausrechnen, was das aktuell an jährlicher Ersparnis bringt:
25000/4 - 25000/5 = 1250 kWh weniger Strombedarf pro Jahr.
Das mit vielleicht 40 ct/kWh und man spart 500,-/Jahr. Das wären dann unverzinst 12 Jahre Amortisation, wenn der Preisunterschied zum Lambda-Produkt 6.000,- beträgt.
Ich habe mein eigenes Haus (BJ 1954) vor 12 Jahren gekauft und laufend modernisiert (Dämmung, LLWP, PV). Meine persönliche Statistik fällt bezüglich Arbeitspreise für Strom so aus:
Steigerung Arbeitspreis Strom über 12 Jahre: 4,5% /Jahr
Geld in Aktien oder ETFs angelegt: 7% /Jahr
Amortisation der Mehrkosten nach diskontiertem Zinssatz (7% - 4,5% = 2,5%) : 16 Jahre.
Interessant ist vielleicht auch das Verhältnis von Strompreis zu Gaspreis. Lag in 2020 bis 2022 bei über 6, liegt heute bei 3,5 - 4. Soll heißen, wer nicht mindestens eine Arbeitszahl von 4 hinkriegt, zahlte bislang an Verbrauchskosten eher mehr mit einer Wärmepumpe als mit einer modernen Gasheizung. Just saying.
Allerdings steigt der Gaspreis stärker als der Strompreis (Preisverhältnis fällt unter 3), so das in absehbarer Zeit auch die Wärmepumpenbetreiber mit suboptimaler Auslegung langsam anfangen werden, Geld zu sparen.
Meine Empfehlung: Es macht keinen wirklichen Sinn, sich einen Mercedes neben das Haus zu stellen, wenn es ein guter VW auch tut. Nur - mit einem Mercedes kann ich angeben, mit einem grauen Klotz neben dem Haus nicht wirklich … just saying.
Und wer denn unbedingt sparen will, der sollte die 6.000,- potentielle Mehrkosten eher in eine PV-Anlage investieren. Das spart mehr als das Jonglieren mit Jahresarbeitszahlen.