Einschätzung Angebot LWWP

Das wird i.d.R. bei jedem technischen Gerät so sein, dass es so lang zuverlässig läuft, bis es eben irgendwann ausfällt. Daraus wird man also nicht viel ableiten können.

Die Heizanlage ist eben etwas essenzielles, dass in der Klimazone hier funktionieren MUSS. Sonst drohen ggfs. nicht nur Komforteinbußen, sondern ev. sogar Schäden.

Wenn man dann generell nichts selber macht, kann hier ein engmaschiges Servicenetz schnell mehr wert sein, als die mögliche Einsparung bei günstigen Geräten.

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Ich habe da im Freundes- und Bekanntenkreis und teilweise auch selbst ein wenig ernüchternde Erfahrungen gemacht.

Will dir hier nicht DIY einreden, aber nur anmerken dass es leider nicht selbstverständlich ist, dass das so läuft. Es kann am Willen oder auch am Können scheitern, und hinterherzubetteln kann auch sehr nervig sein.

Just my 2 cents, wahrscheinlich passiert das in den meisten Fällen nicht und alles läuft gut. Aber ich hab halt einige solche Fälle gesehen.

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In der Praxis kann die „Qualität“ des Ausführenden hier wirklich entscheidender sein, als die vom Gerät…

Die anderen Angebote stelle ich heute Abend gerne ein.

DIY, fällt einfach raus. Klar würde ich auch gerne nur die Technick zahlen, aber ohne jemanden mit Erfahrung würde ich es nicht machen. Bestimmte Dinge müssen ohnehin durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden, andernfalls zeigt mir der Energieversorger die rote Karte.

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Durchaus möglich, dass du die 6000 Euro beim Verbrauch wieder einsparst.

Essentiell wichtig ist hier aber die Qualität der Planung und Umsetzung. Die beste Wärmepumpe läuft ineffizient, wenn das ganze System schlecht geplant wurde.

Wichtig ist, dass man mit der Vorlauftemperatur runter kommt und dafür müssen oft Heizkörper getauscht werden. Heizungsbauer suchen oft den einfachsten Weg und vernachlässigen Optimierungen der Effizienz. Dann wird gesagt: "Kein Problem bei dieser Wärmepumpe, die kann bis 55 Grad Vorlauf." Klar kann sie das, aber effizient ist es dann nicht mehr.

Von der Effizienzoptimierung hängt ab, ob du schlussendlich eine JAZ von 2,5 oder 4,5 hast. Wobei natürlich jede Gebäudesituation auch ihre Limits hat. Kann also durchaus sein, dass in einem Gebäude nur eine 3,5 erreicht werden kann, weil alles andere viel zu teuren Umbau bedeuten würde.

Wie sieht denn bei dir überhaupt aus: Heizkörper oder gibts Fußbodenheizung?

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Dir sei natürlich auch gesagt: Wenn für dich der einfachste Weg die Expertise des Experten ist, und der soll alle Probleme die du mit dieser Heizung bekommst lösen, ohne dich damit zu beschäftigen, dann wird die Anlage laufen, aber wahrscheinlich nicht optimal.

Und der komfortabelste Weg für dieses Forum ist es natürlich, dich einfach so machen zu lassen. Ist ok. Kauf doch einfach die Lambda, und bei Problemen oder Fragen sprichst du, natürlich entgeltlich mit deinem Fachbetrieb. Ich frage mich daher, wofür du hier schreibst.

Das Angebot, welches du bekommen hast ist für die momentanen Verhältnisse auf dem WP-Markt üblich.

Das ist natürlich korrekt und ich bin auch DIY abgeneigt. Die meisten Arbeiten am Haus haben wir selbst gemacht, aber Heizung, Strom und Dach sind nicht mein Metier.

Ich werde mich auch mit der Analge auseinandersetzen, um optimieren zu können und auch die Anlage zu verstehen. Ich möchte mir nur nicht die Montage ans Bein binden.

@win auf diese Anfragen habe ich bei den Heizungabauern geachtet. Da mir die Effizienz immer wichtig wat/ist und der aktuell Kandidat hat direkt gesagt, klar kann die WP bis 55Grad, aber das sei nicht effizient. Hat dann direkt geprüft und nach der Vorlauftemperatur gefragt. Aktuell haben wir eine Heizkurve von 1,2 eingestellt.

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Letztlich ist es natürlich auch immer und überall eine Rechenaufgabe. Besonders hohe Effizienz mit besonders hohen Anschaffungskosten zu erkaufen, kann dann ggfs. wirtschaftlich sinnfrei sein. Die Haltbarkeit ist i.d.R. deshalb ja vergleichbar, außerdem weiß man ja auch nicht was sich die nächsten Jahre so tut auf dem Gebiet: Am Ende kommen in einigen Jahren tatsächlich sehr viel effizientere Anlagen auf den Markt, dann wäre man so gesehen besser dran, wenn man für die “alte” nicht so viel bezahlt hat und entsprechend früher tauschen kann / möchte.

Ich denke am vernünftigsten ist in dem Bereich, wenn man sich möglichst viele Kostenvoranschläge von - GUTEN - Betrieben im Umkreis einholt und sich am Ende für das beste “Gesamtpaket” entscheidet. Da spielt dann denke ich der persönliche Kontakt mit dem Betrieb auch eine große Rolle und die Art und Weise wie die Interaktion mit diesem aussieht. Was die Gerätewahl angeht, ist man (meine Meinung) in so einer Situation gut beraten, wenn man möglichst zu einem “Volumenmodell” greift das weit verbreitet ist und es deshalb idealerweise auch schon viele Erfahrungen gibt die man nachlesen kann. Ganz wichtig aber auch: Um so weiter verbreitet so ein Gerät ist, um so besser könnte es dann im Fehlerfall sein bzgl. Ersatzteilversorgung und auch Expertise der Handwerker.

Und wie schon öfter erwähnt wurde hier: I.d.R. lassen die Anlagen dann wohl in der Praxis mehr Effizienz in der Einstellung / Betrieb liegen - als an deren technischer Grundeigenschaften. Bedeutet: Eine “Luxus - Anlage” mit den besten Werten im “Labortest” schneidet dann ggfs. in der Praxis (weil nicht 100% optimiert bzgl. Einbau / Einstellung / Nutzung) nicht besser oder gar schlechter ab, als eine “Durchschnitt´s - Anlage” wenn die optimiert läuft.

Deshalb denke ich ist hohe Effizienz schon wichtig, aber nicht unbedingt das Wichtigste überhaupt.

5 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Ist hier eine Grundwasserwärmepumpe anstatt einer LWWP einzusetzen?

Keine Wärmepumpe kommt am Carnot-Prozess vorbei, egal ob Billigheimer oder Lamdba. Wer bei 25.000 kWh Heizlast (hatte ich so rausgelesen) sich auf eine Lambda-WP mit sagen wir Arbeitszahl 5 einlässt anstatt einer Arbeitszahl 4 von den anderen üblichen Verdächtigen, kann sich schnell ausrechnen, was das aktuell an jährlicher Ersparnis bringt:

25000/4 - 25000/5 = 1250 kWh weniger Strombedarf pro Jahr.

Das mit vielleicht 40 ct/kWh und man spart 500,-/Jahr. Das wären dann unverzinst 12 Jahre Amortisation, wenn der Preisunterschied zum Lambda-Produkt 6.000,- beträgt.

Ich habe mein eigenes Haus (BJ 1954) vor 12 Jahren gekauft und laufend modernisiert (Dämmung, LLWP, PV). Meine persönliche Statistik fällt bezüglich Arbeitspreise für Strom so aus:

Steigerung Arbeitspreis Strom über 12 Jahre: 4,5% /Jahr

Geld in Aktien oder ETFs angelegt: 7% /Jahr

Amortisation der Mehrkosten nach diskontiertem Zinssatz (7% - 4,5% = 2,5%) : 16 Jahre.

Interessant ist vielleicht auch das Verhältnis von Strompreis zu Gaspreis. Lag in 2020 bis 2022 bei über 6, liegt heute bei 3,5 - 4. Soll heißen, wer nicht mindestens eine Arbeitszahl von 4 hinkriegt, zahlte bislang an Verbrauchskosten eher mehr mit einer Wärmepumpe als mit einer modernen Gasheizung. Just saying.

Allerdings steigt der Gaspreis stärker als der Strompreis (Preisverhältnis fällt unter 3), so das in absehbarer Zeit auch die Wärmepumpenbetreiber mit suboptimaler Auslegung langsam anfangen werden, Geld zu sparen.

Meine Empfehlung: Es macht keinen wirklichen Sinn, sich einen Mercedes neben das Haus zu stellen, wenn es ein guter VW auch tut. Nur - mit einem Mercedes kann ich angeben, mit einem grauen Klotz neben dem Haus nicht wirklich … just saying.

Und wer denn unbedingt sparen will, der sollte die 6.000,- potentielle Mehrkosten eher in eine PV-Anlage investieren. Das spart mehr als das Jonglieren mit Jahresarbeitszahlen.

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deswegen möchte ich noch schnell einen Aspekt einwerfen:

Die Bedienbarkeit, das Monitoring und Automatisieren, z.B. auch zur Kombination mit PV (Leistung) etc sollte mit lokaler Datenverbindung möglich sein, nicht nur mittels einer Hersteller Cloud. Bei Viessmann (da bin ich zu dem Thema aktiv…) gibt es zwar eine “tolle” Händi App, mit dem man weltweit Spielereien mit der Anlage machen kann, aber auf viele wichtige Einstellungen kann man als Besitzer der Anlage da garnicht zugreifen.

Um mehr als nur einen minimalen Bruchteil der Daten zu sehen (nahezu unumgänglich für die vernünftige Einstellung einer Wärmepumpe), die Viessmann kontinuierlich(!) aus der Anlage zieht, muss man jährlich extra bezahlen. Selbst dafür, dass der ‘Fachbetrieb’ detaillierte Daten von der Anlage einsehen kann, muss ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen werden.

Eine Anbindung an eine gewöhnliche Hausautomatisierung geht dann auch nur über die Cloud, und das auch nur eingeschränkt, und dass die Cloud mal wieder nicht funktioniert, ist das dominierende Thema im Viessmann Forum.

Jedem das Seine, aber meine Heizung wird nicht in’s Internet gestellt, und die Steuerung ausschliesslich über eine Cloud, die alle Naselang nicht funktioniert und manchmal ‘autonom’ irgendwas macht, was der Benutzer garnicht will, ist für mich auch ein No-Go.

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Ich nutze die Cloud mit einer Viessmann Gasheizung und kann das so nicht bestätigen. Das funktioniert und ist praktisch.

Kann bei einer WP anders sein, das kann ich nicht sagen.

Gasheizungen sind tatsächlich erheblich weniger empfindlich bezüglich suboptimaler Einstellungen, und die Viessmann Gasheizen sind nicht zuletzt aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung hervorragende Geräte, die Gasthermen vor der OneBase Generation darf man wohl ohne Übertreibung als die besten der Welt betiteln.

Bei den Wärmepumpen sieht das in vielerlei Hinsicht anders aus, und wenn die nicht vernünftig eingestellt sind, kann “die Arbeitszahl” durchaus bei der Hälfte des Optimalen liegen (wurde hier ja auch schon mehrfach geschrieben), und die Lebensdauer dürfte um den gleichen Faktor sinken.

Und um erstmal zu erkennen, dass die Anlage nicht gut läuft, braucht es Monitoring, also Aufzeichen der Daten und im ersten Schritt mal grafisch darstellen zwecks Analyse (niemand sitzt tagelang vor seiner Anlage und versucht zu verstehen, was die da macht).

Das würde jetzt das Thema hier sprengen, aber ich denke nicht umsonst steht unser open3e Thread (Tool zur lokalen/cloud-freien uneingeschränkten Datenanbindung von OneBase Geräten) auf Platz 1 der most-liked Beiträge im Viessmann Benutzerforum und hat weit über 1/3 Mio Zugriffe. Unzählige Danksagungen und Berichte über erfolgreiche drastische Optimierungen und Einbindungen in die Hausautomatisierung sprechen zudem für sich…

Nur ist es eben blöd, wenn es erstmal einer privaten Initiative bedarf, um sowas realisieren zu können, und dass der Kunde erst nach der Installation der Anlage merkt, dass die in den bunten Prospekten angepriesene Konnektivität bei Weitem nicht das hält, was versprochen wurde.

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