Hallo, da du nicht geschrieben hast wo das Haus steht bzw. ich das evtl. überlesen habe, könntest du uns das noch sagen.
Ich komme aus Oberbayern und wir haben eine Grundwasserwärmepumpe, war bei uns Technisch Einfach machbar. Hier mal die Details:
”Heizungsraum” im Dachgeschoß auf etwa 2,5m²
Brunnen 11m tief, Schluckbrunnen etwa 3m und ca. 12 vom Brunnen entfernt.
Falls es bei euch Geologisch möglich ist, würde ich auch einen Betrieb nehmen der weiter entfernt ist. Das würde ich vorab klären, wie Tief Grundwasser ist, wir haben für die 11m vor 15 Jahre etwa 3500€ bezahlt und den Schluckbrunnen haben wir eh für das Regenwasser vom Dach gebraucht.
Wir hatten in 15 Jahren zweimal einen Techniker da, 1x Grundwasserpumpe in der Garantie defekt, hält normalerweise 25 Jahre und 1x wegen einem Fehler auf der Platine, die wurde Vorort behoben durch Reset, war Online nicht möglich. Ach und einmal habe ich den MAG selbst getauscht. Wartung dauert 1x im Jahr etwa 10min, plus regelmäßige Kontrolle von 1min.
Wenn du eine WP kaufst achte darauf das die Onlinezugang hat, dann kann die Firma vorab Fehler auslesen und evtl. direkt Online beheben, das spart Zeit und Geld.
Was machst du, wenn du kein Grundwasser mehr hast?
Wenn man kein Grundwasser hat könnte man im großen Garten noch einen Schlauch vergraben lassen, ist aber nicht so effektiv wie Grundwasser. Manchmal lohnt es sich nicht nach Grundwasser zu bohren, weil zu tief. Bei einem Mehrfamilien oder Geschäftshaus kann auch eine Tiefenbohrung über 100m Sinnvoll sein, ist aber erstmal sehr teuer ~10.000€.
Ich meinte eher, du legst das mit einer Grundwasserwärmepumpe aus, und dann hast du kein Grundwasser mehr. Was dann? Ok, nachbohren. Ich hatte auch mal damit gespielt, aber aus genau jenem Grund darauf verzichtet.
Es wird “normalerweise” nicht in das Oberflächengrundwasser gebohrt, sondern in die zweite Schicht Grundwasser, was hier ab 10m beginnt, haben aber auf 11m gebohrt. Bei mir wäre die obere Schicht im Frühjahr nur etwa 1m tief und im Sommer etwa 4-5m. So ist gewährleistet, das auch in 50 Jahren noch Grundwasser vorhanden ist.
Deshalb sollte man einen Geologen hinzuziehen.
Und ja Grundwasserwärmepumpe funktioniert nicht überall, aber dafür gibt es ja noch Tiefenbohrung oder eben ein Schlauch im großen Garten.
Unser Garten wäre für den Schlauch zu klein.
Da bin ich ehrlich, ich habe noch nie von einer zweiten Grundwasserschicht gehört. Aber, und das war der Zweck meiner Frage, ganz so einfach ist es eben nicht. Es kommt sehr auf den Standort an. Und was, wenn die Auslegung nicht perfekt war? Dann hat man die Bohrung machen lassen, hat evtl. noch einen zweiten Brunnen als Schluckbrunnen, pumpt die Stunde tausende Liter hoch, und dann ist da nichts…. “Mal eben” eine andere Wärmepumpe, wie man sie dann bei einer LWWP einsetzen könnte ist dann nicht. Dann wird es wieder teuer, man benötigt wieder einen Fachbetrieb um die WWWP auszutauschen. Oder es kommt wirklich nichts mehr raus. Wieder bohren lassen.
Um ggf. eine Einsparung zu haben, bei Außentemperaturen unter 0°C. Da weiss ich nicht, wie sich das gegenüber einer guten LWWP rechnen soll.
Da wäre einfach die Frage, wie hoch das Risiko ist. Ich vermute sehr gering, wenn man zuvor mal einen wirklichen Experten eine Einschätzung hat machen lassen.
Im Grunde hat ja jedes Vorhaben seine Risiken, da kommt man nicht umhin. Die Frage ist, wie hoch. Und was passiert, wenn das Risiko eintritt. Und dann einer persönliche Abwägung machen.
So ist es. Nur baust du das ja drumherum. Bei ner LWWP oder LLWP tauschst du das Gerät einfach aus. Bei der Grundwasser oder WWWP ist es meist nicht das Gerät, sondern eben wenn nix mehr kommt.
Imho eher eine Kostenfrage.
Wieviel kostet das tiefer bohren lassen?
Hier hatten ~2019 alle BWWP Betreiber massive Probleme. Grundwasserstand fast 5m niedriger als 2024.
Deshalb braucht man einen Geologen, der kostet auch Geld, aber einfach so zu entscheiden ich baue eine Grundwasserwärmepumpe ein geht nicht. Aber ein ordentlicher Wärmepumpenbauer, der nicht nur LLWP baut, kennt sich damit aus ob es in der Nähe Brunnen gibt oder eben nicht.
Wo man und was man baut, ist immer ein Risiko das bleibt. Ein Nachbar keine 200m entfernt, hatte in seiner Baugrube einen 8 Tonne Findling, der musste durch eine Spezialfirma geborgen werden. Hat meine ich so ca. 5000€ kostet, weil der so tief und schlecht lag, auch wegen Grundwasser und so. Ähnliches kann passieren wenn Kriegsbomben gefunden werden oder so gar ein Baustop wenn ein archäologischer Fund ausgehoben wird. Aber das ist eine andere Sache.
Wenn eine WWWP angestrebt wird, dann existiert im Haus ja ein wasserführendes “Verteilnetz”. Für den Fall, dass das Grundwasser nun auf nimmerwiedersehen verschwindet, könnte immer noch auf eine LWWP gewechselt werden, ein Eisspeicher installiert werden oder für viel Geld auch eine Erdwärmepumpe.
Üblicherweise hast Brunnen aus wenigstens der 2. wasserführenden Schicht. Die oberste Schicht hängt nah an der aussentemperatur, in tieferen Schichten kommst schnell mal auf 11-15° warmes Grundwasser. Wenn das zu risikoreich ist oder die Wasserbehörde rumweint, machst Bohrungen und versenkst Soleleitungen.
Was auch geht, am besten sogar ganz ohne Grundwasser (Fels oder so): Ordentlich Solarthermie und den Überschuss mit Soleleitung im Fels versenken. Im Winter holste dir die Wärme wieder.
Ja, wir haben das ganze Jahr 11-12° “warmes” Grundwasser. Normal ist es ab 80cm Frostfrei, deshalb werden Fundamente auf 80cm Bodentiefe gemacht.
Es gibt viele Möglichkeiten, für das “Wenn … dann …”, aber da rüber mache ich mir erst einen Kopf wenn so weit kommen sollte.
Wie denn? Also da geht nun im Sommer 60-70°C runter. Und das wird nun im Gestein gespeichert? Das wird doch dann einfach dort versickern die Wärme oder übers Grundwasser letztlich weggeführt.
Ist doch das gleiche wie Betonkernaktivierung, nur nicht unterm Haus. Was besseres als ne Grundwasserwärmepumpe gibt es m.E.n. nicht, sofern genügend davon vorhanden ist. Blöd ist halt, dass in vielen Regionen die Wasser?Behörde nicht mitspielt. Bei einer Temperatur von +12°C liefert, z.B. unsere Panasonic LLWP einen COP von 6,7. Wenn eine mit Grundwasser als Quelle das auch kann, dann gerne her damit. Das letzte war natürlich etwas abgeschweift.
Natürlich geht Wärmeenergie im Fels/Erdreich… verloren. Daher sollte man vorher genau ermitteln, wie hoch der “gerettete” Teil wäre. Nicht das man Geld zum Fenster rauswirft.
Genau mein reden. Du pumpst da im Sommer mit ner Solarthermie 30 000kWh runter und erhälst dann im Winter… ja, also eine stagnierende Temperatur über Jahre ohne dass es auskühlt. Was das dann aber kostet mit der ST… Wie du schreibst, ich kann es nicht genau sagen, behaupte aber dass die LWWP bei außen bis zum “Turboloch” (+3°C bis -3°C bei hoher Luftfeuchte und daher hohen Abtauzyklen) im Plusbereich ungefähr so gut läuft wie eine Grundwasserwärmepumpe.
Eine LLWP ist da noch besser weil niedrigerer Hub.
Die Überschusswärme im Sommer kostet dich nix. Ich kenn hier 2 Anlagen, da ist Grunfeuchte so ab 50-100m, nich mal grundwasser. Die stehn im Fels. Natürlich haut die hälfte der Wärme ab, ist aber egal. Hauptsache du hast keinen gefrorenen Klotz unterm Haus, stattdessen so 15-30° aus denen du heizen kannst.
Wenn es danach geht, dann wäre ST aber sinnvoller als PV. Im Sommer, wenn der Überschuss fett ist, produziert sie das warme Brauchwasser und bullert das Erdreich auf. Im Winter schafft sie noch einen nennenswerten Teil vom Brauchwasser. Felsen lassen sich damit natürlich nicht sinnvoll aufheizen. Zu aufwendig die Wärme da einzubringen.
Ich vermute, da bleibt so wenig Wärme im Erdreich oder Felsen übrig für den Winter, dass sich der ganze Aufwand nicht lohnt. Wenn das der Knaller wäre, würde es schon überall gemacht werden.
War ja mein reden. Wenn da 30 000kWh runter gehen, was soll da passieren? Das verteilt sich doch und verschwindet. Einzig, dass es dann “versickert” ist nicht mehr gegeben.
Übrigens hatte ich abends mal ne halbe Stunde langeweile und hab die Google KI missbraucht. Ich hatte unser Haus als Startpunkt. Egal welche Kombination, eine WWWP ist in jedem Fall bei unserem Verbrauch zu teuer. Selbst wenn ich die untere Wohnung mit ca. 30 000kWh Wärmebedarf eingab, wurde zu Splitklima geraten. Tja und: Dämmen.
Dämmen hatte ich dann aber genauer definiert, vor 2 Jahren war Hochwasser, was wäre passiert, wenn wir eine Dämmung gehabt hätten? Seine Vermutung: Totalschaden. Mineralwolle hätte sich vollgesogen und würde auch noch rotten. Es muss also alles abgerissen werden und das Mauerwerk bleibt ggf. auch noch länger nass. Also Schimmel.
Bei Styropor oder ähnlichem könnte Wasser hinter dieses kommen, und weil Styropor nicht diffusionsoffen ist dasselbe, oder man müsste von innen 6 Monate lang Trockner hinstellen. Die Feuchte muss wohin, kann aber nicht raus.
Konklusion: Multipor. Also YTONG in luftiger. Das ist diffusionsoffen, könnte sich wie ein Schwamm voller Wasser vollsaugen, würde aber nach abfließen des Hochwassers wieder austrocknen. Kosten für ca. 200m² nur das Material mit Mörtel: ca. 20 000€. Der U-Wert würde von geschätzten 1,3 auf 0,3 sinken. Heizverbrauch sich ca. halbieren und die Wände würden wärmer bleiben, also Komfortabler.
Und ich sags euch, damals vor ca. 7 Jahren wollte man uns eine Vorhangfassade machen, entweder Styropor oder Mineralwolle. Unser Haus wäre nun Schrott!