Einfache Lösung gegen Netzüberlastung durch PV

Es ist sehr schwierig in Deutschland Grundlast für Aluminium und Stahl günstig zur Verfügung zu stellen. Ich bin da gerade bei Offshore Wind in letzter Zeit wieder weniger optimistisch geworden (dafür bei PV und Batterien optimistischer).

Nordwest Europa hat bei Wind Offshore fast einzigartige Bedingungen im weltweiten Vergleich, so viel Meeresfläche mit gleichzeitig viel Wind und niedrigen Wassertiefen gibt es nirgends sonst auf der Welt. Nur ist die Anbindung des Offshore Stroms doch sehr teuer und es hat einige heftige Kosten Anpassungen nach oben gegeben. Da hilft dann auch die höhere Auslastung von 50% nur begrenzt.

Bei bestimmten Grundstoffen könnte Import tatsächlich die beste Lösung sein. Wasserstoff selbst nehme ich da allerdings aus, weil da der Transportaufwand meiner Einsicht nach zu hoch ist.

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Hihi,
vermutlich lag der WR zwischen Tomatenkisten, die wir in Massen aus Spanien bekommen. Da komme es auf ein paar Kilo nicht mehr an. :grinning_face:

Da stimme ich Dir voll zu. Aber wir haben uns ganz demokratisch eine Regierung gewählt, die es für sinnvoll erachtet, den Strompreis für die Wirtschaft zu subventionieren. Man kann anderer Ansicht sein, aber das sind nun mal die Rahmenbedingungen. Nichts davon ist eine Verschwörung finsterer Mächte zu Lasten der kleinen PV-Betreiber.

Nein, die Netzkosten korrelieren praktisch gar nicht mit dem Stromtransport durch die Leitungen. Sie korrelieren fast vollständig mit dem an Endpunkten bzw den Netzknoten maximal möglichen Leistungsbezug.

Völlig falsch ist deshalb die bisherige Praxis, die Netzkosten durch einen Aufschlag auf die bezogene kWh Netzstrom zu erheben. Jeder PV-Betreiber, der am Stromnetz hängt, bezahlt damit für den selbstproduzierten Strom keine Netzgebühren mehr, hat aber dennoch die Versorgungssicherheit durch das Netz.

In meinem konkreten Fall einer kleinen 5,4kWp PV Anlage bezahle ich nun wg dieser Anlage 200 € pro Jahr weniger für Netzkosten als früher. Das Netz wird durch mich aber nicht kostengünstiger, also muss irgend jemand anderes nun diese 200 € bezahlen, die ich nicht mehr bezahle.

SInnvoll wäre deshalb beispielsweise, die Netzgebühren ausschließlich über die Grundgebühr zu erheben, und diese nach maximal beziehbarer Leistung zu staffeln. Alles andere ist eigentlich eine Umverteilung von Arm nach Reich.

Du kannst mir viel erzählen. Mein Netzbetreiber kann mir auch viel erzählen. Ohne Daten glaube ich weder dem einen, noch dem Anderen.

Nochmal: Überproduktion gab es schon immer, das ist kein neues Phänomen, das geht auch gar nicht anders, weil es bisher zu wenig Smartmeter gibt und gab um den wahren Leistungsbedarf festzustellen. Das sind einzig und alleine Prognosen. Und zu jenen Prognosen kommen jetzt noch die EE-Prognosen dazu. Und wird den EE in die Schuhe geschoben. Bisher wurde doch auch erzeugt und der Überschuss verballert. Ich sehe da keinen Unterschied.

Das ist die Aussage des Fraunhofer-Instituts, dass die kleinen Anlagen nicht steuerbar sind. Zweifelst du das Fraunhofer-Institut an? Ich habe extra keine Zeitung und Presse als Quelle genutzt. Wo sind deine Quellen?

Selbsterklärend. Mh. Das ist ulkig, oben zweifelst du noch die Aussagen des Fraunhofer an, und hier nennst du sie als Quelle. Drollig. Und bestärkt mich darin, dass du das, was man schreibt, nicht liest. Wofür auch? Du weisst es eh besser.

Naja, die Fakten sehen anders aus. Ausnahmslos jede Ablage ist steuerbar. Sie wird ja schon intern gesteuert, wenn sie beispielsweise als ESS mit Nulleinspeisung betrieben wird.

Von wann ist diese angebliche Aussage des Fraunhofer Instituts? Vielleicht noch aus einer Zeit, als man die PV-Leistung über einen ungeregelten WR direkt ins Netz gespeist hat? Das ist schon viele Jahre her.

Meine Victron-Anlage jedenfalls ist problemlos an die Anforderungen an das Solarspitzengesetz anpassbar, und kann dann auch durch den Netzbetreiber ferngesteuert werden. Und das müssen seit Februar auch alle neuen Anlagen mit mehr als 7 kWp PV-Leistung, bzw dürfen während einer Übergangszeit bis zur Installation eines Smartmeters max noch 60% der Peakleistung einspeisen.

Naja, es gibt absolut niemanden, der nicht alles bezweifeln kann. Zweifel ist die elementare Grundlage der Wissenschaft, deshalb zwiefelt ganz sicher auch das Frauinhofer Institut selbst immer wieder seine Aussagen selbst an.

Aber im konkreten Fall bezweifle ich eher, dass Du die Sache korrekt darstellst, denn wenn dem so wäre, dann dürften seit Februar keine neuen PV-Anlagen mit mehr als 2 kWp PV Leistung installiert werden. Sie dürfen aber, weil nämlich die WR fernsteuerbar sind. Und an dieser Tatsache kann das Fraunhofer Institut nichts ändern.

Ich wiederhole. Ich setze als Quelle das Fraunhofer-Institut an. Diese Quelle liest du nicht. Und sagst mir, deine Daten könne ich nachlesen. Beim Fraunhofer-Institut.

Das ist nun das zweite Thema, bei dem ich nicht deiner Meinung bin. Verbleiben wir so.

PS:

Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland

Fassung vom 18.08.2025

Sehe ich bischen anders, auch wenn ich eine gewisse Staffelung nach Leistung und Netzsituation auch sinnvoll fände. Die Netzkosten steigen ja, weil wir in unser aller Interesse auf mehr Elektrifizierung und EE setzen. Wer einen kleinen Verbrauch hat, sollte da auch entsprechend weniger Netzgebühr zu zahlen haben, als der, der sich einen hohen Verbrauch leistet. Ja, das kontakariert dann etwas den Wechsel zu WP und E-Auto. Ist in der jetzigen Grundgebühr nicht auch schon ein gewisser Anteil für die Netze? So wie es ist, zahlen eben relativ zu uns auch die mehr, die nichts zur Steigerung des EE Anteils tun. Ich denke zurecht.

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Auch nicht. Wenn einige Teilnehmer von Kosten ausgenommen sind, dann steigt die Last nicht langsam an, sondern die Kosten werden auf Weniger Leute bzw. Verbrauch aufgerechnet. Dann kommt es zu solchen Netzkostenexplosionen wie in Österreich. Nicht weil weniger Strom verbraucht wird. Sondern weil jene, die das bezahlen müssen nur die Endverbraucher sind. Es wären nur 0,0…. wenn es ALLE bezahlen müssten. Und dann kommts hin. Aber so nicht.

Leider. Und DAS ärgert mich. Nicht dass das alles was kostet. Das ist gänzlich klar. Sondern weil auf der einen Seite mit der Schöpfkelle und gleichzeitig ZUSÄTZLICH die Kosten direkt und unmittelbar auf der Rechnung steigen. Das ist unverantwortlich, dumm und arrogant. Und jene dazu nehmen die sich dann autarker davon abgrenzen ist dreist.

Wassersteuer, Regensteuer, Luftsteuer, Gewichtsteuer. Was es nicht alles gibt. Wehren? Nur indem man geht…. Das kann doch keine Lösung sein.

Welche Quelle? Du hast keine Quelle verlinkt, in der das Fraunhofer Institut das behauptet, was Du unterstellst. Ich würde das gerne lesen, und könnte dann eine Stellung dazu beziehen.

Davon abgesehen, und obwohl ich ein großer Fan des Fraunhofer Instituts bin: es gibt auch nachweisbare Falschaussagen von denen. Eigentlich wäre es sogar merkwürdig, wenn die ausschleißlich wahre Behauptungen veröffentlichen würden. Beispielsweise behauptet der Wärmepumpenexperte Marek Miara des Fraunhofer Insituts, dass Split-Klima-Geräte nur für die Unterstützung einer anderen Heizungsart während der Übergangszeit taugen würden. Die EMpirie widerlegt diese Aussage.

Also: wo ist Dein Link?

Ich fände es auch richtig, wenn die Industrie entsprechend den ihnen fair zuschreibbaren Netzkosten beteiligt wären und dann entsprechend die Produkte mehr kosten würden. Ebenso würde ich lieber meine Nahrungsmittel zu 100% an der Ladenkasse zahlen, statt zweistellige Milliardenbeträge an Agrarbeihilfen über Steuern zu zahlen. Aber beides wohl nicht ohne massive Verwerfungen so einfach umsetzbar, von rein politisch/populistischen Dingen ganz abgesehen.

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf&ved=2ahUKEwjM-YvaiM6PAxUBRPEDHd6pIi0QFnoECDcQAQ&usg=AOvVaw25-l8qfM9oCD_RAgl8VGUU

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Und ich soll mir jetzt 100 Seiten Text durchlesen? Nicht Dein Ernst, oder?

Es fehlt m.u. einfach nur an Transparenz und an Verhältnismäßigkeiten.

Dass einige Industrie oder Unternehmen nicht wettbewerbsfähig ohne günstige Energie wären ist unumstritten. Aber die Mauscheleien die dann stattfinden, ich würde nicht sagen unter der Hand, aber unter der Oberfläche sind dann so intransparent, dass man zu philosophieren anfängt. Wenn dann jene Unternehmen unfassbare Gewinne machen stellt sich wieder die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Der Strom muss subventioniert werden von jenen, die die Hauptlast tragen. Damit die sich dann die Gewinne teilen. Sowas ist dann nicht mehr vernünftig vermittelbar. Und genau so siehts dann mit Strom aus.

Wenn im Sommer der Strompreis sehr oft bei 1-2ct, 0ct, oder negativ ist, und dann kalkulatorisch auf das Jahr gerechnet wird und man einen Fixtarif hat, dann zahlt man nicht diese paar Cent sondern weiterhin seine 12-15ct für den Strom. Im Winter auch, aber im Winter müsste, dieser Logik nach, auch Unternehmen wieder mehr bezahlen weil mehr aus fossilen Kraftwerken kommt. Die haben jedoch ihre günstigen Fixpreise.

Und dann sind wir auf der Art von Niveau, wo der Bürgermeister der Golf spielen fährt mit seinem SUV mir sagt, dass ich das Planschbecken meiner Kinder nicht füllen soll, weil wir dann kein Grundwasser mehr haben….

@tom-berger

DU hast mir doch exakt dasselbe geschrieben. ICH solle beim Fraunhofer nachgucken. ICH habe das im Gegensatz zu DIR getan. Du selbst liest also DEINE Quellen nicht. Nicht nur, dass du nicht meine liest, sondern du liest die eigenen Quellen nicht.

Und damit sind alle deine Aussagen, für mich, haltlos, unbegründet, und rein aus dem Ärmel geschüttelt. Nichts untermauert. Weder hier, noch anderswo im Forum.

Nur damit es Andere auch nachlesen können.

PS:

Anmerkung für das Forum:

Es geht mir hier nicht ums Recht haben. In gewisser Weise haben wir immer alle Recht, weil wir nur die Spitze des Eisbergs sehen, und natürlich durch unsere subjektiven Ansichten variieren. Sondern auch hier geht es mir um die Transparenz, wie Gespräche und Diskussionen nur geführt werden können. Indem man Belege bringt und untermauert. Indem man sich wirklich die Zeit lässt und das erst einmal liest bevor man antwortet. Indem man sich Mühe gibt, daraus lernt (auch aus Fehlern) die zugibt und weiter kommt. Ansonsten kommt niemand weiter. Und wofür dann schreiben? (und lesen) Wir leben alle davon, dass wir weiter kommen und nicht stagnieren.

Daher bitte bitte, SO kann nicht vernünftig auf einem Level diskutieren werden.

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Das nennt man wohl “Blattschuss”.

Die 0,1 Cent ergeben sich aus den relativ fixen Kosten pro kW und der Auslastung. Wenn man die gleiche Leitung nur 100 Stunden im Jahr braucht, sind es plötzlich 10 Cent die kWh.

Ganz stimmt das mit den fixen Kosten pro kW nicht, es passt als grobe Näherung, wenn man so Sachen wie Leitungsverluste ausblendet.

Der Stromversorger der dir den Strom für 12-15ct verkauft hat sich den Strom aber im voraus gesichert und zahlt nicht den akutellen Preis der Spot Börse. Ist eine Mischkalkulation und das ist auch o.k.

Heute Abend kostet Strom ja z.B. auch 27ct (zzgl. Abgaben)

Das wäre dann ok, wenn die Kosten auf alle Kunden umgelegt werden. Werden sie jedoch nicht. Sondern der eine Kunde bekommt es vergünstigt und dann das Vergünstigte subventioniert, und der Andere muss diese Vergünstigung zahlen UND die Subvention. Im Endeffekt ist der wahre Preis der kWh noch höher für den Verbraucher.

Selbst wenn nun der Industriestrompreis steigen würde, selbiges. Einige Unternehmen zahlen dann 1ct mehr, aber bekommen dann mehr Subventionen. Es werden also mehr Steuern eingenommen beim Energieversorger, weil 1ct mehr, und es werden mehr Steuern erhoben weil die Subventionen an die Unternehmen steigen müssen, um den ct auszugleichen. Dabei gibt es natürlich Schwund, wegen der Verwaltung des Staatsapparats etc. pp. Wodurch der 1ct nicht aus den Unternehmen kommen. Sondern von jenen, die Steuern bezahlen und arbeiten gehen. Dem Unternehmen ist das wurscht, zahlen dasselbe. Dem Staat ist es wurscht er nimmt mehr Steuern ein. Und das Energieunternehmen freut sich.

Würde man das alles aufbröseln… aber dazu kommt es eben nicht.

In die Richtung geht die bestehende Bepreisung bei Aluminium Werken und so ein bisschen auch die in Frankreich für private Haushalte, wo man richtig zahlen muss für hohe Anschluss Leistung.

Einerseits ist das einfach, da braucht man für französische Haushalte kein Smart Meter und verhindert trotzdem, dass die im Winter 10 kW für elektrische Wärme ziehen.

Andererseits, die Kosten entstehen ja nicht durch den individuellen Leistungspeak, die kommen durch die maximale Belastung der Leitung / des Trafos. Von daher kann man ja auch leicht einen 200 kW Ortstrafo für 100 Haushalte mit 18 kW Anschluss Leistung nehmen und muss die nicht auf 2 kW begrenzen. Das funktioniert gut berechenbar mit Gleichzeitigkeitsfaktoren, sogar ohne jedwede Anreize oder Steuerung.

Idealerweise haben wir flexible Netzentgelte, ganz idealerweise bis runter zum Ortstrafo und bei lokalem Überschuss wäre das Netzentgelt für Verbraucher dann Null und um 19:00 in der Kältewelle ausreichend hoch, dass der Ortstrafo nicht überlastet wird.

Genau. Und diese in Bezug auf Kosten ziemlich marginalen Leitungsverluste habe ich im Wörtchen “praktisch” in der Aussage “praktisch gar nicht” untergebracht.

Ganz idealerweise haben wir rekommunalisierte Ortsnetze, bei denen eine Kommune direkt mit einem Stromanbieter abrechnet, und wobei aller im Ort erzeugte EE-Strom im Ort verbleibt und die Stromkosten aller Bürger im Ort senkt. Und die Netze über die Ortsgrenzen hinaus sollten allesamt verstaatlicht werden.

Stromnetze sind genau so wie die Netze der Wasserversorgung natürliche Monopole. Da gibt es keinen Wettbewerb, und demnach kann es da auch keine Marktwirtschaft geben. Und weil diese Netze zur elementaren Daseinsfürsorge gehören, dürfen die IMO niemals in private Hand überführt werden.

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Du übersiehst dabei, dass Du derjenige bist, der eine Aussage unter Verweis auf das Fraunhofer Institut hier eingebracht hat. Wer eine Aussage von sich gibt, sollte sie auch beweisen können.

Meine Aussage habe ich mit meinen eigenen Worten schon mehr als ausreichend belegt.

Naja, wenn Du meinst …