Eine These zur Energiewende, die ich gerne widerlegen möchte: "Alles noch nicht wirtschaftlich"

Hallo Leute,
ich habe vorhin eine Diskussion mit einem Hauseigentümer gehabt, welcher eine 4,5kWp Anlage auf dem Dach hat, die seit 2006 zuverlässig Strom zur festen Einspeisevergütung ins Stromnetz eingespeist hat. damals noch gute 52,9ct/kWh. Diese feste Einspeisevergütung läuft jetzt aus und ich habe vorgeschlagen doch einen Speicher einzubauen, um den Strom selbst zu nutzen. Tenor war:

"ich habe so wenig Verbrauch, das lohnt sich nicht."

Gut, wenn man zu zeit in einem haus wohnt und nur ca. 1500kWh jahresverbrauch hat, dann ist der Strombedarf tatsächlich sehr gering und alles was die Energiewende angeht eher eine Spielerei. Extra einen Akku anzuschaffen, der im Sommer eigentlich immer voll ist, kostet mehr, als einfach den überschüssigen Strom ins netz abzugeben und die Einspeisevergütung (ohne selbstnutzung) von knapp 12ct/kWh zu erhalten. Netzdienlich ist das zwar nicht, aber die wirtschaftliche Überlegung durchaus nachvollziehbar.

Wohingegen der Eigentümer darüber nachdenkt, sind Systeme, die auch bei Stromausfall zuverlässig das Haus mit Strom versorgen. Hier ist aber die These:

"Solche Systeme gibt es noch nicht/laufen nicht zuverlässig und wären viel zu teuer. Sie können das haus nicht vom Stromnetz trennen/können nicht einspeisen/Geräte müssen an das System angeschlossen werden und nicht am Hausnetz, damit das System als Notstrom funktioniert."

Ehrlich gesagt bin ich schon der Meinung, dass solche Systeme existieren. Inselanlagen können das ja schon seit Jahren. Auch ein Batteriespeicher mit integriertem Wechselrichter kann 50Hz vorgeben, wenn er vollständig vom Netz getrennt ist und zudem kann auch der selbe WR die Frequenz vom Netz annehmen, wenn dieses wieder Strom liefert. Es wäre doch im Jahr 2026 eine echte Farce, wenn es so ein System nicht geben würde, was man nicht in eine bestehende Solaranlage einbinden könnte. Ich kenne mich da nur nicht so richtig aus. In der Diskussion habe ich mich jedoch einfach aus dem Fenster gelehnt und gesagt, dass es solche Systeme geben würde, die das alles können. Ob sie wirtschaftlich sind weiß ich nicht.

ich hoffe etwas unterstützung zu bekommen, um vielleicht doch eine zusätzliche Solaranlage netzdienlich mit einem Speicher auszustatten, wo der Speicher auch als Notstromsystem funktionieren kann.

Kleines Zusatzthema: der Eigentümer hat noch eine Solaranlage mit knapp 8kWp allerdings in einem vermieteten Zweifamilienhaus. Hier würde ich gerne ebenfalls mit einem Mieterstrommodell argumentieren wollen und auch einen Speicher einbauen. Aber auch hier fehlt mir die Expertise dazu. ich weiß nur, dass das System von Andreas sowas auch irgendwie abdecken kann. Allerdings habe ich mich damit noch nicht so ganz beschäftigt.

Wielleicht kann mir ja der ein oder andere nützliche Hilfen an die Hand geben, wie man diese Dinge wirklich gut und günstig umsetzen kann, ohne zu viel DIY einzubauen.

Ist das schon bestätigt, daß es für die Altanlage so viel gibt?

Oliver

Du hast recht, ich habe das ungeprüft übernommen. die ca. 12ct/kWh gelten nur für neue Anlagen, aber nicht für Anlagen die bereits mal gefördert wurden.
Quelle ADAC:

Die Vergütung für ausgeförderte Altanlagen, die der jeweilige Netzbetreiber zahlt, richtet sich nach dem Börsenstrompreis, dem sogenannten Jahresmarktwert Solar. Für 2025 betrug dieser 4,51 ct/kWh. Es gibt maximal 10 Cent je Kilowatt­stunde. Davon gehen noch Vermarktungskosten des Netzbetreibers ab, zuletzt 0,23 ct/kWh, – nutzt der Haushalt einen Smart Meter, nur die Hälfte.

Was du suchst, sind notstromfähige Hybridwechselrichter mit 63A Umschaltung.

Haben seit ~2024 die meisten Hersteller etwas im Programm. Selbst SMA zieht mittlerweile nach. Manche können in ~20ms quasi unterbrechungsfrei umschalten, andere benöigten vll bis zu 20s. Ob das zuverlässig funktioniert hängt rein von der Dimensionierung von Speicher und Wechselrichter ab. Das muss zu den Verbrauchern passen.

Wirtschaftlichkeit ist eine andere Sache. ~1500kWh/a sind je nach Arbeitspreis derzeit ~375-450€/a. Das ist wirklich nicht viel. Da holt man sich doch eher ein BKW und schließt das selbst an.

2kWp bedeutet erstmal Elektriker samt Bürokratie und Vorschriften. Dann ggf. noch Änderungen am Zählerschrank, wenn nicht direkt neu, ... Da brauchts schon einen deutlich höheren Verbrauch, wenn sich das rein mit Eigenverbrauch rechnen soll.

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Zu der These: solche Systeme gibt es natürlich. Aber mit der Punkt "sind zu teuer" kann alles gemeint sein.

Was ist wirtschaftlich bei einer Notstromversorgung? Hängt vom Schaden ab der entsteht wenn der Fall eintritt. Wie hoch ist der?

Wenn er keinen Bedarf hat lass ihn doch.

Ich hab hier Nachbarn in der Strom Grundversorgung. Wahnsinnige Preise pro kWh. Aber die brauchen auch nicht viel Strom. Warum also wechseln?

Ja genau das habe ich mir schon gedacht. Ich habe früher um 2004-2007 bereits eine Solaranlage mit "Notstrom" gehabt. damals noch einen sinus WR mit knapp 600W und einem fetten Bleigelakku. Dazu hatte ich ein Relais, welches bei ausfallendem Netzstrom direkt auf den WR umgeschaltet hat. Dabei musste aber der WR natürlich bereits an sein (obviously).

ich habe mal ein wenig im Internet gesucht. bei SMA gibt es die Tripower-Familie. Diese wird mir jedenfalls von der KI vorgeschlagen mit unterbrechungsfreier Stromversorgung, wenn man das mit einem entsprechenden Akku koppelt SMA Tripower hybrid 8.0

Ihm geht es aktuell mehr oder weniger um Eigennutz und um mögliche Stromausfällen vorzubeugen. Ein Schaden entsteht nicht. Es sind keine Geräte an die irgendwo Schaden nehmen könnten. Es ist ein ganz normales Rentner-Ehepaar, aber durchaus Technikinteressiert, aber dennoch etwas knauserig was Geld und neue Technologien angeht. Ein 600W BKW ist übrigens schon installiert. Von daher ist hier generell schon mal weniger Energiebedarf aus dem Netz vorhanden. ich bin mir zu 100% sicher, dass (bis auf ein paar Tage im Winter) das gesamte Haus autark laufen könnte, wenn man es richtig aufbaut.Und irgendwann bekomme ich sie auch noch dazu ein E-Auto sich anzuschaffen. Leider liegt in der Garage nur eine einphasige Leitung, daher ist der Ladestrom auf 2kW begrenzt.

Ich glaube die Sache mit dem Mieterstrom und der größeren Solaranlage ist durchaus auch sehr interessant. Ich glaube aber ehrlich gesagt, dass er es erstmal zu Hause bei sich installieren mag, bevor es an die vermieteten Häuser geht. Ich kann es noch nicht ganz einschätzen. er hat sich auf jeden Fall jetzt erstmal einen Shelly gekauft, um seinen eigenen Netzbezug bei sich zu tracken. Ich nenne es "Datengrundlage schaffen" er nennt es eher "damit ich sehen kann, wann die Waschmaschine laufen soll".

Das ist alles ein wenig komplex, weil wir auch nicht die Leistung kennen die benötigt wird. 1500kWh kann man auch verbrauchen, wenn man nur mittags kocht oder einen Durchlauferhitzer hat. Den Durchlauferhitzer aber mit einem Akku zu versorgen ist mit Kanonen auf Spatzen schießen im umgekehrten Sinn. Der Aufwand ist nicht mit dem Nutzen gegen zu rechnen.

Dann wirds wieder kompliziert, für eine wirkliche Insellösung auch als Art USV müsste man alle 3-Phasen abdecken. Aber dann braucht man auch einen 3-Phasen-Wechselrichter dafür. Oder eine 3-Phasen-All-In-One-Lösung. Das kostet alles. Zudem müsste dann das Haus darüber laufen, wenn das Netz ausfällt muss eine Netztrennung stattfinden und auf Insel umschalten. Das wird kaum unter ca. 2000€ realisierbar. Wenn dann von den 1500kWh ca. 700kWh realistisch direkt genutzt werden können zu ungefähr 30ct Bezugskosten sind das Einsparungen von 210€ p.a. Bei um die 2000€ Ausgaben sind wir bei 10 Jahren Amortisationszeit. Sofern die PV-Anlage auf dem Dach das noch mitmacht.

Bei einem geb ich dir recht. Das ist eigentlich noch eine Nische. Man bräuchte im Sicherungskasten einen automatischen Umschalter von Netz auf Generator ( Automatischer 32A-Umschalter ATS L2R32-220/4 - LSP ) und dann ein Gerät mit 3-Phasen, 5KW und 5kWh Akku. Quasi eine Art von 3-Phasen-USV mit Inselfunktion welches dann an den Generatoreingang kommt. In günstig.

Ich würde da in Richtung F1.2 schaun, ein günstiger 800 VA String WR der die 4.5 kWp oder ggf einen Teil davon ab kann. Als meine Module bereits am Dach waren und ich noch auf den Elektriker warten musste, hatte ich probehalber mal einen String mit 7 bzw glaube ich alternativ auch den mit 10 Modulen an meinen alten Growatt MIC 600 gehängt. Akku kann man separat AC machen oder lassen.

Wenn es um wenig Invest geht würde ich den Notstrom erstmal weg lassen.

Im Januar 27 die Anlage, mit dem bestehenden Wechselrichter auf Eigenverbrauch umklemmen. Dann fällt schon mal ein Zähler weg und der Bezug von 1500 KWh reduziert sich unterm Tag.

Da schon ein Shelly da ist, erkennt der sparsame Senior den verschenkten Strom und der Weg zum Nachrüstspeicher ist nicht mehr weit.

Umbau des vorhandenen Anlage (neuer WR) auf Ersatzstromfähigkeit lohnt sich nur im Kopf, wenn man Ersatzstrom braucht. Einen Akku aufzurüsten der Notstromdose kann ist nicht teuer.

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Was soll das? Deine Argumentation ist ziemlich unklar. Dann diskutieren wir hier nicht ein sondern gleich zwei Themen mit dem Heimspeicher und dem Mieterstrommodell.

Dann kommt zu der Altanlage auch noch ein BKW.

Es ist ein

Und:

Sorry wenn ich das so klar sage: ich halte das für übergriffig.

Und wenn du jemand fragst ob er irgendwas haben will (Notstromversorgung) dann ist die Antwort immer ja. Die Frage muss aber lauten: was wäre es dir Wert?

Lass doch das Alteisen im Schrank liegen.
Da nimmst du den aktuellen Hybrid X 15 mit 15kW und die 3-phasige Backup-Box mit 63A. Damit wird dann der komplette Haushalt auch bei Stromausfall versorgt, vorrausgesetzt da gibts keine Verbraucher die den 15kW Wechselrichter überfordern und vorrausgesetzt da hängt entpsrechend Batteriekapazität am WR (Bei LFP wird zur C-Rate von 0,5 geraten, dementsprechend bei 15kW min 30kWh Kapazität vorsehen).

Und natürlich gibts das ganze auch von anderen Herstellern.

Wieso muss das Rentnerehepaar investieren?
Denen reicht doch das BKW völlig für den geringen Stromverbrauch. Und Elektroauto brauchen die doch auch nicht, die werden wohl kaum täglich >100km in die Arbeit pendeln sondern das Auto bis zum Wochenendeinkauf schlichtweg in der Garage vergammeln lassen, sofern überhaupt, bei den Rentern hier kommen regelmäßig die Kinder mit den Enkeln, die fahren fast gar nicht mehr.

Ich sehe hier eher Bedarf, das du investierst. Du hast offenbar die Entwicklungen der letzten 20 Jahre verpasst, da besteht Nachholbedarf. Informiere dich und stell dir was passendes hin und wenns nur ein BKW mit 2kWp und 5kWh Speicher ist.

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Und wenn der Vermieter, sich ein Eauto, oder WP. anschafft? Nur mal als gedankenspiel

Solange hier nicht ein paar Rahmenbedingungen definiert werden (Verbrauch, Anteil Erneuerbar, notstrom ja/nein) halte ich die Diskussion für müßig.

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Hierfür existiert ja bereits ein Balkonkraftwerk. Man sieht ja bereits schon an dem neuen Zähler, dass Strom eingespeist wird. Speziell am Tag ist der Strombedarf bei ca. 500W für den PC maximal Plus Kühlschrank. Ansonsten wird abends gekocht oder mittags mal Wäsche gewaschen. eine 4kWp Anlage zzgl. zum BKW auf Eigenverbrauch umzurüsten macht da keinen sinn ohne Speicher. Ich würde mal behaupten das Haus hat speziell im Sommer gar keinen Netzbezug, wenn man einen Speicher einbaut.
aber ja, deswegen wird jetzt erstmal ein Shelly angeschafft und eingebaut um das auch visuell zu sehen und nicht nur "gefühlt".

ja, wie gesagt, ich kenne mich da nicht wirklich aus was es aktuell für Technologien gibt. du meisnt diesen hier oder? Hybrid X15. kombiniert mit dieser Backup-Box. Das würde dann die Anforderungen entsprechen, die er gesagt hatte?

Um das nochmal klarer auf den Punkt zu bringen:
Folgende Ausgangssituation:

  • 4,32kWp auf dem Dach seit 2006, Volleinspeisung, Förderung läuft Ende diesen Jahres aus
  • Balkonkraftwerk mit 600W vorhanden mit bester Ausrichtung. 2 Module auf dem Garagendach 30° angestellt Ein Modul ca. 20° nach Südwesten geneigt, das andere 20° nach Südosten.
  • Jahresstromverbrauch ca. 1500kWh (Shelly wird jetzt besorgt um den Verbrauch über den Tag zu tracken)
  • Größte Verbraucher: Spül-/Waschmaschine, Staubsauger, Herd/backofen.

Folgender Wunsch wurde geäußert:

  • "ich würde gerne die Solaranlage so nutzen, dass bei einem eventuellen Stromausfall ich trotzdem noch Licht habe und der Kühlschrank läuft"
  • "Ein System, was wirtschaftlich ist und mir Ersparnisse bringt"

die These vom Besitzer des Hauses:

  • "Es gibt so ein System noch nicht, nur mit einer Steckdose wo ich dann ein Verlängerungskabel brauche"
  • "Wechselrichter können nicht selbst 50Hz generieren, sondern brauchen zwingend das Netz um zu funktionieren, deswegen ist ein System als Notstrom derzeit unmöglich"
  • "Die Speichertechnologie ist noch nicht ausgereift und die Speicher halten nicht lange"
  • "Wenn ich nach 2026 voll einspeise bekomme ich ca. 12ct Vergütung"
  • "Eigenverbrauch macht keinen Sinn"

Einige Thesen konnte ich widerlegen, aber es ist mühsam. Bei dem Thema Notstrom bin ich aber an meine Grenzen gekommen und konnte da nicht direkt kontern, weil ich diese Systeme selbst auch nicht kenne. Was bereits geklärt wurde:

  • Bezüglich der Vergütung wurde bereits geklärt, dass es keine Förderung gibt, sondern nur den marktpreis mit irgendwas um die 4ct/kWh.
  • Eigenverbrauch macht auch keinen Sinn, weil bereits ein BKW vorhanden ist und beides sich addieren würde.
  • Speichertechnologie ist ausgereift und Bestens geeignet für Eigenverbrauch. Speziell um den Strom abends oder morgens zu nutzen, aber in Verbindung mit dem Notstrom konnte ich jetzt keine zufriedenstellende Antwort geben.
  • WR können selbst 50Hz generieren (Inselanlagen sind bestes Beispiel) Aber wieder in Verbindung mit dem Notstrom hatte ich wieder keine Antwort.

Was mir beim Schreiben gerade einfällt wäre auch eventuell die Möglichkeit Stromhandel zu betreiben. Dazu hatte Andreas ja mal eine Youtubefolge gemacht. Ich glaube sein Tool sollte das bereits abdecken können. Aber dieses Thema ist glaube ich noch nicht final ausgereift und würde ja dann wieder zusätzliche Einnahmen generieren, was wieder ein Argument für die Anschaffung von einem Speicher inkl. Notstrom und Dynamischer Tarife wäre.

Und ja, das Thema E-Auto ist ein Gedanke von mir gewesen. Die fahren damit gerne mal nach Österreich. Meine Schwester hat einen ID3 und kommt damit locker über die Distanz. Somit könnte man den eigenen Strom zum laden verwenden.

Was ich versuche ist nur, ihn von der Energiewende so zu überzeugen, dass das Ganze auch wirklich Sinn macht und der Strom nicht unkontrolliert ins Netz gepumpt wird.

Wenn es mein Dach/PV wäre oder im Familien/Bekanntenkreis würde ich schaun, ob man ggf. einen Teil der vorhandenen Module so verschaltet bekommt, daß man sie z.B. mit einem Anker Solix nutzen kann. 800 Watt ins Hausnetz, Steckdose dran um notfalls den Inhalt der Gefriertruhe retten und ein Handy aufladen zu können. Den Strom mit Direktvermarktung etc. verkaufen zu wollen ist denke ich witzlos bei der aus heutiger Sicht recht kleinen Anlage. Mehr Fixkosten als Erlös. Rest der Module ggf. an einen Heizstab für Warmwasser.

Vollautomatisches Full-Backup für ein komplettes EFH ohne Durchlauferhitzer und sonstige Großverbraucher die zur Überlast führen könnten, ist heute kein Problem mehr.

Problem ist, dass sich das bei dem geringen Verbrauch nie rechnet. Im Neubau kommst du schnell auf 20.000-30.000 kWh wenn Wärme und Berufspendler mit längeren Strecken sowie entsprechend technische Austattung (Unterhaltungselektronik, elektrische Rolläden samt Steuerungen, ...) vorhanden sind. Da rechnet sich das dank Eigenverbrauch.

Bei 1500kWh kann man sich ein BKW mit Speicher hinstellen, dass dann im Notfall evtl. noch per Verlängerungskabel den Kühlschrank, etc versorgen kann. Alleine das umklemmen der Anlage auf Eigenverbrauch könnte je nach Alter der Installation einen mittleren 4-stelligen Betrag oder höher kosten, wenn Zählerschrank und Anlagenteile auf aktuellen Stand gebracht werden müssen bzw. erneuert werden müssen. Und da ist aber noch kein Hybrid-WR samt Speicher und Notstromumschaltung dabei, das kostet nochmal eine ganze Stange.

15 kW zu 500 W Wechselrichter. Bei 1500 kWh/J.
Kühlschrank plus Licht als Notstrom.
Dazu würde ich ein Mini System 2kWh anschaffen.
Eine getrennte Licht für ein bis 2 Räume und Kühlschrank Versorgung zum umstecken. Für gutes Notlicht reicht sogar der tragbare Werkzeug Akku plus Licht Aufsatz.
I Ö kann man den alten unnützen PV Strom z.B. verschenken oder dem Nachbarn verkaufen. Netzgebühren fallen je nach Ziel an.
Ich würde das Bkw mit ein paar alten Modulen und Akku, getrennter Laderegler, soweit anpassbar hochrüsten.

Da musst du ja sehr tief in die Hauselektrik eingreifen. In ner einbauküche mal eben so eine Leitung zum Umstecken zu ziehen ist halt nicht gerade so sinnvoll. Wenn, dann muss man das wirklich über eine komplette Abkopplung lösen. Oder man hat wirklich einen mini WR zum Handy Laden und nen Verlängerungskabel für nen Licht was man sich irgendwo hinstellt. Aber selbst da gibt es bessere Methoden. Was man eventuell machen kann wäre die Kühl/Gefrierkombi im Keller mit ner USV auszustatten. Aber das macht auch nicht wirklich Sinn.

Meine Meinung ist:
Entweder Speicher mit dem BKW Koppeln und so den Netzbezug senken. Damit wäre allerdings die große Anlage immernoch vollkommen dumm und speist dann ein, wenn eh genug Strom im Netz ist. Netzdienlich ist da dann garnichts, aber wirtschaftlich sinnvoll durchaus, weil wenig Investment.
Oder das gesamte Haussystem mit dieser Backup-Box trennbar zu machen und eine Batterie hinzustellen, um den Strom der großen Anlage zeitversetzt abzugeben. Da wären dann dynamische Tarife und Stromhandel das wirtschaftlich interessante.

Was jetzt noch neu dazu gekommen ist im Gespräch vorhin: Strom an den Nachbarn abgeben, also Energy Sharing. Aber das öffnet ja dann wieder die Büchse der Pandorra.

Ich sehe nicht das sich da irgendwas lohnt.

Systeme die kein Umstecken der Verbraucher erfordern sind für größere Leistungen dimensioniert und damit teurer. Macht auch Sinn weil schon die Installationskosten hier ein Faktor werden.

Systeme die wirklich billig sind erfordern ein Umstecken der Verbraucher. (Marstek, Ecoflow). Sind halt für den Hobbyisten gebaut.

Ich sehe nicht das die Anforderungen hier einen Lösungsraum ergeben.

Das stimmt so glaube ich nicht. Das gilt nur für neue Anlagen