ich habe jetzt zwei Angebote für PV Bekommen. Ein mal 27k ( 29kWp /18kW Speicher) ein mal 35 k (24kWp 18 Speicher). Das ist mir einfach zu teuer, da ich die zwei Wohnungen im Haus vermiete. Ich habe auch zwei Angebote für WPen bekommen, beide über 45k mit Wolf und Lambda. Mir ist das Ganze schlicht zu teuer und spiele mit dem Gedanken, die WP ( z.B. von Midea) selbst mit einem Bekannten (Handwerker und gelernter Heizungsbauer) einzubauen.
Mein Plan ist nun erstmal, eine Heizlast vom Energieberater berechnen zu lassen. Der Verbrauch im Haus schwankt seit sieben Jahren zwischen 50.000 und 65.000kW Gas für ca. 300m² mit FBH. Leider sehr viel. Verbaut ist eine 40KW Gas-Kessel aus Anfang der 90er Jahre. Ins geheim hoffe ich, dass der Kessel überdimensioniert wurde und der Verbrauch deswegen so hoch ist. Naja, mal sehen. Bzgl. Dämmung ist nicht viel zu machen, da Einblasdämmung nicht möglich, da schon Glaswolle in den Außenwänden verbaut wurde. Auch der Deckenboden wurde mit 18cm Glaswolle gedämmt. Die Fenster sind sicher ein Knackpunkt, jedoch sicher nicht unter 35k zu erneuern. Eventuell könnte man nur das Glas austauschen, das hatte ich letztens mal bei einer Besichtigung gesehen.
Insgesamt müssten in der ersten Sanierungsphase die zwei großen Wohnungen beheizt werden, beide ca. 120m². Es gibt noch eine dritte kleine Wohnung, die dich aber seperat, zu einem späteren Zeitpunkt neu beheizen möchte.
Mein Gedankenspiel: Wenn ich durch den Einbau in Eigenleistung (ziemlich viel) Geld spare, könnte ich doch auch zwei WPen kaskadieren. Natürlich sind zwei kleine WPen teurer als eine große- aber vielleicht nicht die Welt. Aber vielleicht unterschätze ich auch den Mehraufwand?! Der Vorteil wäre aber eine individuellerer Verbrauch, da die Mietparteien unabhängig von einander ihre WP anschmeißen können und jeder seinen eigenen Stromverbrauch über seinen Versorger abrechnen kann. Platz für zwei kleine WW-Speicher gäbe es auch.
Was meint ihr dazu? Was habe ich womöglich nicht beachtet?
Kaskadieren würde bedeuten, daß die beiden WP zusammengeschaltet werden und entweder eine oder beide gleichzeitig beide Wohnungen bedienen. Wenn Du es selber machen kannst und da sogar noch nen Profi an der Hand hast, würde ich das auf jeden Fall machen und zwei getrennte WP installieren! Ob ne Heizlastberechnung soviel bringt, würde ich bezweifeln. Hast Du schon Daten, wie hoch der Anteil des WW ist? Wenn es noch Zeit hat, würde ich im Zweifelsfall einfach mal Wärmemengenzähler einbauen (lassen) um genau zu wissen, wieviel Wärme der Gaskessel wirklich abliefert für Heizung und WW und wieviel der alten Technik geschuldet ist. Noch ne Kellerdecke da, die man ggf. diy dämmen könnte?
Andere Option: Bau 1 WP ein und Gaskessel noch drin lassen. Reicht die WP nicht, springt der an. Dürfte wahrscheinlich schon viel Gas sparen und man kann ablesen, wie viel das Gas noch zuheizen muss (2. WP noch leisten müsste)
Ich meine: 50 000 - 65 000kWh Gas. Wieviel pro Wohnung? Wenn einer 30 000 braucht, der andere nur 20 000 kommt es dann auf die WP Größe an. Nicht dass einer signifikant mehr benötigt, dann wird auch eine größere Wärmepumpe benötigt.
Eine Kaskade würde ich nicht benutzen, es ist m.u. viel einfacher direkt 2 WP (falls Platz vorhanden) zu nutzen. So wird direkt klar, wer was hat.
Bei der Größenordnung sind wir dann bei ungefähr 25KW Wärmepumpe bei einem Gerät.
Es gibt noch eine dritte kleine Wohnung, die dich aber seperat, zu einem späteren Zeitpunkt neu beheizen möchte.
Die hängt da jetzt beim Verbrauch dran oder nicht? Und denk daran: Wenn du nachher noch Leitungen nach oben ziehen musst, aber die Wohnungen sind mehr oder minder schon fertig, müsstest du ja wieder aufreißen…. Also entweder direkt noch eine mehr einplanen oder dann ein ganz anderes Heizkonzept wie eben Klimasplits. Sind dann, wenn ich das richtig verstehe, sowieso nur noch 60qm?
Wegen der Größe der Wärmepumpe direkt einen Puffer einplanen wegen niedriger Modulationsgrenze. Damit sie nicht soviel taktet.
So kann beispielsweise der Eine schon heizen bei außen vielleicht 10°C, der Andere heizt aber erst ab 12°C. Zudem ein eigener hydraulischer und thermischer Abgleich. Vielleicht wird eine Wohnung wegen der Hydraulik schon bei 40°C VL warm, die andere Wohnung benötigt nur 37°C VL. Usw. usf.
Tja und: Die Abrechnung ist so einfach. Sofern man das bei Mietwohnungen so machen darf, denn immerhin, Wärme steigt rauf. Sonst heizt einer der beiden gar nicht, der Andere muss deswegen immer mehr heizen. Das weiss ich pers. nicht wie man das handhabt. Da gibt es so komische Berechnungsschlüssel.
Hallo ihr, vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich gucke später Mal die WVrbrauchwerte durch, die ich so habe. Die Wohnungen sind bereits durch eigene Heizkreise getrennt. Warmwasser und Kaltwasser auch. Alles mit Zählern versehen. Die Abrechnung erfolgt extern. Kaskade war der falsche Ausdruck.
Hi, vielleicht kannst du noch ein paar mehr Daten zu dem Haus geben welche NAT (Norm-Außentemperatur) für den Standort gilt und wie alt das Gebäude ist.
Man könnte schon mit einer Kaskade arbeiten zum Bespiel 2 mal 12 KW Midea (dippbar bis 16KW) und dann über 2 Wärmemengezähler gegebenfalls sogar 3 für die 3. Wohnung.
Wenn eine Ausfällt könnte die andere zumindest einen Teil der Last bringen, das würde bei getrennten Systemen nicht gehen.
Das ist Mist (ich bin Vermieter), Nicola hat schon recht mit eine WP pro Vermietungseinheit.
Spart als Vermieter viel Arbeit und ist für die Mieter deutlich günstiger. Was Ista und Techem inzwischen pro Whg für die Abrechnung abkassieren ist abartig. Und selber machen ist bei dem zunehmenden Gesetzeswirrwar auch nicht lustig.
Das der Mieter die Heizkosten selber mit dem EVU abrechnet ist für den Vermieter sehr entspannt.
Da Du mehr Ahnung von hast und es hier ja auch relevant ist/wird: Wenn jeder selber ne WP hat (oder wie meine Schwiegereltern und den beiden anderen Parteien noch jeder ne eigene Gastherme) ist es dann korrekt, wenn jeder halt für seine Heizkosten aufkommt oder muß es da eigentlich auch wie bei gemeinsamer Zentralheizung eine prozentuale Aufteilung geben?
Bei 2 WE gibt es einige Schlupflöcher. Ansonsten hast Du aber schon recht mit der Verteilung nach gemeinsame Grundkosten und 60-70% nach individuellem Verbrauch.
In der Praxis hatte ich bis vor kurzem ein 7 WE mit jeweils einer Therme für HZ und WW pro Wohnung. Da hat es rund 30 Jahre lang niemanden interessiert was da rechtlich “eigentlich” gilt. Jeder hat seine Gasrechnung an die Stadtwerke bezahlt und war glücklich damit. Wobei das auch im Mietvertrag unter Individualvereinbarungen aufgeführt wurde. Damit kann man einige Gesetzlichkeiten umgehen …
Dann ist doch super. Ich würd mit ner 9kW WP anfangen parallel zum Gas, die sind recht günstig und damit wuppst wahrscheinlich den größern Teil des Bedarfs. Subzähler für den Heizraum. Am restlichen Gasbedarf über 1 Jahr kannst dann Grösse der 2. WP abschätzen
Ich habe jetzte mal in die Abrechnungen geguckt. Diese werden extern erstellt. Alle Verbracuhsstellen im Haus haben geeichte Zähler. Ich habe exemplarisch ein Jahr genommen und zusammen liegt der kW-Verbrauch Gas bei ca. 30.000. Jetzt weiß ich nicht, ob die Ablesewerte “echte” kW-Werte sind. Falls ja, waäre das sicher ein erfreulicherer Wert. Dazu käme natürlich noch Warmwasserbereitung. Ich habe dazu mal meinen Abrechnungsberater angeschrieben; ich werde berichten.
Genau, es sind nur 60m². Alle WE sind momentan an die Zentralheizung angebunden. Die kleine Wohnung wird aber in Zukunft als Lagerfläche und für mich selbst benutzt. Sie war bisher vermietungstechnisch immer nur so eine Durchlaufwohnung- da habe ich keine Lust mehr drauf. Für die wenigen Tage, die sie intensiv bezeizt werden muss, würde ich tatsächlich nach LLWP oder sogar IR schauen. Die Rohre für die Heizung bleiben natürlich erhalten und könne später noch mit einer WP ausgestattet werden.
Hey, ja, bei einer “DE”zentralen Heizung, also z.B. Etagenheizungen, zahlt jeder seine Kosten dirket beim Versorger. entsprechend kann der Meiter dan nauch eigene Tarife wählen oder aushandeln. Für den Vermieter eine Sorge weniger.
Ja, daß ist schon klar. Da man bei einer Zentralheizung aber nicht alles nach Verbrauch aufteilen darf (mit der zumindest teilweisen Begründung, daß ein Wärmetransfer zwischen den Wohnungen stattfindet, wenn nicht gleiche Temperatur), hab ich mich gefragt, ob es einen entsprechenden Ausgleich auch im Fall individueller Heizungen geben müßte. Offenbar nicht der Fall, zumindest in der Praxis.
Das weiß ich nicht so genau. Es ist momentan so, auch wenn eine WE gar nicht heizt, trotzdem ein kleiner Anteil für die Bereitstellung (?) gezahlt werden muss. Das ist auch irgendwo gesetzlich geregelt.
Hinzu kommt noch der prozentuale Anteil für Verbrauch Heizung und Warmwasser. Ist auch irgendwo geregelt (70/30 oder 80/20). Das alles würde bei dezentraler Beheizung wegfallen.
All das ist in der Heizkostenverordnung geregelt. Und die gilt nur für die Kostenverteilung zentraler Heiz-und Warmwasseranlagen, oder Wärmelieferungen durch den Vermieter.
Gibts gar keine zentrale Heizanlage, ist die nicht anwendbar.
30 000 und 50 000-65 000 ist aber schon eine sehr große Diskrepanz. Dass du es aber selber nicht weisst ist typisch und traurig. Mach dir nichts draus, jetzt kümmerst du dich ja drum.
Ich versuch noch mal auszugliedern:
Der Verbrauch ist dann nur Heizen, kein Warmwasser? Versuche ALLE Werte zu bekommen, und mein Tipp, aber das geht ansich nur jeden Haushalt selber an: Versuche doch herauszufinden wieviel INSGESAMT verbraucht wird. An ALLEM.
Ergo: Wieviel an Heizen, wieviel an Warmwasser, wieviel an Haushaltsstrom. Das geht nur jeden Haushalt selber was an, aber wenn man die Leute kennt wäre das was. So kann man abschätzen ob und wie eine PV Sinn ergäbe.
Dann Heizung, hatten wir ja, wenn jeder eine eigene Wärmepumpe hat kann damit einzeln abgerechnet werden. Wenn du in der 60qm Wohnung kaum bist, dann geht auch Infrarot. Bist du dort doch öfter würde ich über 1-2 Klimasplits nachdenken. Das müssen keine teuren Geräte sein, es reicht das Günstigste einbauen. Falls du handwerklich nicht unbegabt bist kannst du dort auch Mini-Monoblock-Klimaanlagen selber einbauen. Eine so ne Kiste kostet ca. 1000-1500€. Benötigt eine Steckdose und 2 Löcher mit 150mm durch die Wand (pro Gerät). Der Verbrauch ist halt niedriger als mit IR und es ist schneller warm.
Für Warmwasser würde ich auch was überlegen. Wenn die 60qm sowieso kaum genutzt wird würde ich die auch beim Warmwasser separieren. So wird die Zirkulationsleitung weniger genutzt und die Verluste sind für die anderen beiden Wohnungen geringer. Ansich bin ich immer ein Freund von Boilern auch wenn sie Platz wegnehmen. Wenn es ginge würde ich daher auch das auftrennen und für jede Wohnung ein separates System nutzen. Ist dann sowieso für jede Wohnung eine Wärmepumpe kann diese ebenfalls für Warmwasser für jene Wohnung genutzt werden. Wie die Wasserinstallation da aber aussieht kann ich nicht sagen. Was ich jetzt schon sagen kann: Wenn eine Zirkulationsleitung vorhanden ist pass bloß auf mit Wärmepumpe und Warmwasser! In dem Zirkulationskreis kreist das Wasser herum und irgendwann ist der Verlust so hoch, dass die Wärmepumpe nachladen muss. Von beispielsweise 55°C auf 60°C ist für eine Wärmepumpe extrem ineffizient. Der Wirkungsgrad wird dann für das Gesamtsystem extrem sinken.
So, da hast du wieder ein paar Brocken zum nachdenken.
Übrigens: Wenn Warmwasser jeder selber hätte kann eine PV beispielsweise so genutzt werden, dass zu den Spitzenzeiten der Erzeugung die Boiler nachgeheizt und auch überheizt werden. So könnte auch die Zirkulation im Sommer, wenn man sie begrenzt auf die 60°C und den Rücklauf mit dem Vorlauf mischt bei einer Speichertemperatur von 80°C noch erfolgen. Damit der Speicher mit 80°C nicht leer gelutscht wird, wird auf 60°C begrenzt. Nur ab und zu wird dann wieder Warmwasser eingebracht, um von besagten 55°C auf 60°C zu kommen.