Der Verbrauch sinkt von 7 W auf immer noch erstaunlich hohe 4,1 W Standby.
Und einen negativen Effekt dabei gibt es ebenfalls. Ein Relais knackt in der Innenheit wie ein Uhrwerk stündlich exakt zu der Minute, zu der man wieder Strom auf die Anlage gegeben hat. ![]()
Übrigens taktet die Anlage derzeit nicht bei 5° Außen, 20° Innen
Läuft mit 277 W durch.
Stelle ich auf 17° Innen um (Nachtabsenkung), wird fröhlich getaktet, wobei hier zum einen unser CondD Problem wieder auftritt, zum anderen nimmt er das untere 277 W Limit gar nicht an, sondern geht immer auf 570 W und dann wieder aus.
Bei 18° geht er immer auf 430 - 480 W und dann aus. Die unterste Modulation mit 277 W interessiert ihn an der Stelle nicht mehr.
Bedarsfsteuerung ist mit den niedrigesten 40% aktiviert. Genauso wie Innen geräscharm und Econo Modus. Also alles was dazu führen sollte so ruhig wie möglich durchzulaufen.
Es wird so um die 12x pro Stunde getaktet. 5 min an / 4 min aus
Bei 5min an und 4min aus kommt man nicht auf 12x pro Stunde, sondern nur auf 60/9 = 6,6.
Aber das ist natürlich Murks und geht stark auf die Effizienz. Da lohnt es sich, die Anlage zu optimieren.
Das senkt ja insb. Die Ausblasgeschwindigkeit. Und das führt meiner Erfahrung dazu, dass sich der "Warmluftsee" über der Anlage langsamer abbaut, sodass eine höhere Temperatur am IG erkannt wird, was zu früherem Abschalten führt. Vielleicht kannst du das in deinen Gedanken zur Taktoptimierung noch mit einfließen lassen...
Wie groß schätzt ihr den Effizienzgewinn/Stromeinsparung durch Aufwärmen nachmittags bei stark schwankender Tages-/Nachttemperatur? Besonders an PV-reichen Strahlungstagen ist tags ein COP von >7 möglich, während sie nachts+morgens weniger effizient läuft und abtauen müsste.
Wenn nachmittags niemand im Raum ist, stört das Gebläse nicht.
Schöner Nebeneffekt: behagliche Abende dank aufgewärmter Wände for free.
Der größte Nachteil von Warmluftheizungen wie LLWP ggü. Zentralheizung ist bekanntlich die geringere Behaglichkeit (niedrigere Temperatur der Raumumschließungsflächen bzw. Strahlungstemperatur der Umgebung und ggf. trockenere Luft, weil stärker aufgewärmt werden muss zur Kompensation) – das lässt sich durch Aufwärmen zumindest abends erreichen.
Unser Klimatechniker meinte auch: einfach gleichmäßig durchlaufen lassen sei am besten. Allerdings wird der Heizbedarf ohnehin von der schwankenden Außentemperatur 'aufgeprägt' und zwar gerade gegenlaufend zur Effizienz – warum dann die Innentemperatur nicht so führen, dass sie in effizienteren Stunden auf Vorrat mehr Wärme schaufelt, wenn das gedämmte Gebäude ohnehin träge ist?
Beispielsweise ab 11 Uhr das Gebläse hochdrehen und die Solltemp 0,5–1° über Isttemp stellen und abwechselnd in verschiedene Raumecken blasen lassen.
Die Auswurfweite bzw. Luft-Impuls ist auch nicht zu unterschätzen – durch stärkeres Gebläse werden auch entfernte Wände aufgewärmt und die 'Wärmeblase' ums IG wird aufgebrochen. Nachdem das Gebläse hochgedreht wird, sinkt die IG-Temp oft um 0,5–1° ab, weil die abgekühlte Luft von der entfernten Ecke umgewältz wird. So muss nicht so stark aufgewärmt werden für einen warmen Abend, bei moderaten Außentemperaturen außen reichen meist 22° und <30° Ausblastemp, am späten Abend dann wieder schrittweise um 2–3° runterstellen und Gebläse auf auto; bei Anwesenheit auch, Solltemp=Isttemp oder gar 0,5° darunter.
Leider ist der Einspareffekt schwer zu ermitteln, weil die Randbedingungen zu stark schwanken.
Automatisierung wäre nice. Leider lässt sich der Präsenzmelder der MEL nicht auslesen. Mit dem kann man nur die Ausblasrichtung steuern (direkt/indirekt) oder Bedarfssteuerung (nur bei Anwesenheit an) – Gebläsereduktion bei Anwesenheit wäre auch nice. Da brauchts wohl einen weiteren externen Sensor und Hausautomatisierung.
Mehrwert LLWP:
schnell getrocknete Wäsche oder zum Abfüllen aufgewärmter Honig ![]()
zu sehen: MSZ-LN25VG2 mit Innen-/Außenthermo.
Spricht eigentlich was gegen langen Betrieb in hohen Gebläsestufen, geht das auf die Langlebigkeit?
Nachtrag:
Das Klavier under dem IG ist doch verstimmt nach paar Monaten ![]()
Mein Zusatz Wasserkreislauf dürfte ebenfalls zur Optimierung beitragen.
Die Abgezweigte Luft für die Umluftheizung des zweiten Raumes ist inzwischen hauptsächlich abgestellt . Damit braucht das Innengerät nur mehr den Wohnraum heizen. Die abgezweigte Wärme für die Wandheizung aus de Klima Zuleitung Wärmetauscher reicht momentan alleine fürs Schlafzimmer. Durch die nun niederere Temperatur dürfte der cop vermutlich etwas steigen.
Ja, interessante Frage, was genau sich da lohnt und gleichzeitig schwer zu beantworten.
Wenn du tagsüber eh PV-Überschüsse hast, ist es billige Energie, vielleicht sogar kostenlose, wenn man keine Einspeisevergütung hat. Dann wird es sich immer lohnen.
Viel hängt davon ab, wie gut das Gebäude gedämmt ist und wie viel Speichermasse es hat. Massiv gebaut ohne Innendämmung kann schonmal gut Wärme aufnehmen. Und wenn nach aktuellem Standard gut gedämmt, bleibt die produzierte Mehrwärme auch größtenteils im Haus.
Im ungedämmten Altbau lohnt es sich oft nicht. Da frisst der Mehrverlust die Vorteile wieder auf.
Braucht man ja nur mal die Heizung abschalten um zu gucken wie schnell es abkühlt.
Auch die Einrichtung speichert, vermutlich lohnt es aufs erträgliche aufzuheizen. Ich stelle tagsüber bei Sonne immer höher. Keine Vergütung.

