Exakt die Meßwerte die ich auch ermittelt habe, aber mit kalibrierten externen Meßgeräten. Anzumerken wäre noch das der StandBy Modus (35-45W) nur dann aktiviert wird wenn kein Akku aktiviert ist. Und selbst dann zieht der Deye immer noch aus dem Akku. Daher habe ich im BMS der Akkus deren MOSFETs deaktiviert, also die Akkus wirklich getrennt. Und dann ergeben sich die besagten 35-45W. Die größten Stromverbraucher im Deye sollten die angezogenen Relais sein, sprich die am AC Sternpunkt am Ausgang, also vor LOAD+GRID+GEN und wenn benutzt die Relais an GRID+GEN. Alle diese sind Stromfresser und müssen im Normalbetrieb aktiv eingeschaltet werden.
Der EU Wirkungsgrad bezieht immer nur auf die Wandlungsverluste zwischen DC PV Leistung zu AC Wechselstrom Ausgangsleistung mit ein. Niemals die Wandlungsverluste aus dem Akku oder ähnliches. Nur so kann man mit diesem Wert Hybrid- mit String-/Wechselrichtern vergleichen. Desweiteren meine ich das aus Sicht der Chinesen es legitim ist die Meßwerte des zu testenden Produktes durch das Produkt selbst ermitteln zu können.
Das JK-BMS (neuste Inverter Vesion) hat über BT und ModBus RS485 die Möglichkeit die MOSFETs zu schalten. Für eine komplette Trennung muss man aber Charge und Discharge auf OFF stellen. Im Deye wiederum stelle ich per ModBus bei den BMS Einstellungen auf "kein Akku" um. Das führt aber dazu das der Deye das interne Relais für die Ausgänge abschaltet, den Betriebsmodus umschaltet und danach neu startet. Zudem trenne ich die Akkus physikalisch per Schalter am Akku. So kann ich den Test so machen als wären die Akku wirklich nicht vorhanden. Für den laufenden Betrieb ist diese Methode, auf Grund des oben beschriebenen kurzen Stromausfalles im Haus, leider nicht so geeignet.
Danke für deine Antwort.
Aktuell schalte ich über WLAN auf "No Battery". Laut Solarmann Addon fließt ca. 6 W durch. Über Nach verliere ich ca. 200W (2% SOC)
Ich hab irgendwo gelesen, dass jemand den CAN-Kabel trennen. Es führt dazu, dass das BMS die Batterien abschaltet.
Hallo zusammen,
Ich betreibe seit 2 Jahren einen Deye Sun 8k mit einem DIY Akkupack. Da ich nach dem ersten Betriebsjahr etwas irritiert von den Zahlen/Daten rund im die Effizienz des PV-Speichersystems war, welche man über die Solarman App und Co erhält, dachte ich mir ich bin ganz schlau und häng mir einfach einen phasensaldierenden Zähler (Victron EM540) vor den Speicher und seh ja dann, was dort rein und rausgeht. Ich muss dazu sagen, dass ich nur via AC lade. Am Deye selbst hängen keine PV-Module, nur der Speicher.
Im zweiten Betriebsjahr dann komm ich zu folgenden Zahlen:
Bezug (in den Speicher): 3.096 kWh
Einspeisung (aus dem Speicher): 1.844 kWh
Verlust: 1.252 kWh
Wirkungsgrad: knapp 60 %
Mal angenommen die vom Zähler gelieferten Zahlen stimmen und ich habe mich auch sonst nicht komplett in meiner Herangehensweise geirrt, dann finde ich dieses Ergebnis sehr ernüchternd.
Ich versuche bereits, den Standby-Verbrauch zu minimieren, indem ich automatisiert den Deye via Modbus ausschalten, um den Standby-Verbrauch von ca. 120 W auf 23 W (jeweils gemessen von EM540) zu senken, sobald der min SOC erreicht ist.
Was denkt ihr? Sind diese Zahlen so realistisch, oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?
Der mittlere Wirkungsgrad wird schon stimmen.
Der WR muss ja nicht 24/7 im optimalen Wirkungsgrad arbeiten, dh wo er das nicht tut, frisst der Energie und das ist vermutlich die meiste Zeit.
Wenn der Deye nur am Netz hängt, wären das rechnerisch 1.051,2 kWh/Jahr (120W * 24h/Tag * 365Tage/Jahr). Muss der Deye was tun, kommen zusätzliche Verluste dazu. Ich denke also, dass deine Werte stimmen.
Weiter optimieren kannst Du, wenn du den Deye auch in den Standby schickst, wenn er nichts tun muss. Im Winter ist das je nach Größe der PV Anlage und Eigenverbrauch in deiner (und meiner) gewählten Betriebsart bis zu 100% an einigen Tagen.
Soweit ich mich erinnere, hatte ich exakt die gleichen Werte gemessen (23 W im Standby, 120 W eingeschaltet). Danke, dass du den Aufwand betrieben hast, das auch mal nachzumessen. Ich stand genauso fassungslos vor den Werten und habe natürlich auch an meiner Messung gezweifelt.
Wenn deine PV Anlage groß genug ist und du an den schlechten Tagen den Deye in Standby schickst, ist es aber gar nicht mehr so schlimm. Trotzdem wird sich Thread jetzt wieder füllen...
Vielen Dank für eure Antwort und auch die Bestätigung, dass die Werte scheinbar richtig sind.
Auch vielen Dank für die Anregung bzgl. der Optimierung des Standby-Verbrauchs.
Ich könnte den Deye dann während des Sommerbetriebs dann ausschalten, sobald der Akku voll ist und noch genügend PV-Überschuss (PV-Anlage ist 25,5 kWp groß) zur Verfügung steht, um den Strombedarf zu decken… wenn ich dann z. B. über einen bestimmten Zeitraum (z. B. 5 min) dann wieder Strom einkaufen muss, dann könnte ich den Deye wieder einschalten. Das könnte nochmals ein paar Watt pro Jahr einsparen…
Ich werd demnächst mal noch ne Auswertung machen, wie hoch mein Leistungsbedarf wirklich ist. Vielleicht wäre eine 1-phasige Anlage für meinen Case doch besser gewesen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass ich meine WP eh nicht per Ersatzstrom am Deye betreiben kann…
Hm, ich komme bei mir auf 80%. Da ich DC lade und somit die ineffiziente Umwandlung über AC vermeide könnten beide Zahlen stimmen. Denn die AC-DC und DC-AC Umwandlungsverluste sind mit +10% jeweils ebenfalls realistisch.
Ich muß aber dazu sagen das ich noch nicht so lange Aufzeichungen habe, erst nächstes Jahr kann ich es genau sagen.
Wie ist denn der Eigenverbrauch vom deye am besten zu messen? Bei mir hängt alles am Grid.
Ich habe die Klemmen vom Shelly 3EM direkt am Grid Ausgang vom Deye. Die 3 Phasen summieren ich zu einem Wert in W.(Netzbezug negativ, einspeisen in das Netz positiv).
Im Home Assistent habe ich den Deye über Modbus eingebunden und erhalte die PV Leistung (immer positiv) und die Batterieleistung (entladen positiv, laden negativ).
Home Assistent rechne ich jetzt die Verluste in W folgendermaßen:
Letzte Woche hatte ich PV Ertrag von 103 kWh, der Verlust vom Deye mit der Rechnung oben lag bei 19hKW. Das entspricht also 82% der PV Leistung die ich wirklich verwenden kann.
In den letzten beiden Tagen (sehr wenig PV) lag der Ertrag bei 13.5 kWh. Deye Verlust 4.1 kWh. Also könnte ich nur 70% der erzeugten PV Energie verwenden.
Ist dein Lastprofil ungefähr wie meins 16h (Heizung oder Solartemiepumpe, Spitzen durch Kühlschrank und der Kleinscheißrest). und dann 8 Stunden Party ( TV Hifi Kochen Waschen Trocknen Licht)?
Mach mal bitte wenn Du Zeit hast eine Aufnahme nur Akkubetrieb
PV Ertrag ist glaube ich ein eigenes Thema --- Frage meinerseits folgt demnächst
Am besten Foto abends nach Party von -Zähler -Akku -Deye Werte -Shelly Werte
das gleiche dann mittags nach der Arbeit...dann 8 Party machen .... letzte Fotos machen ---- und dann mal alles vergleichen (vielleicht unterschlägt ein Gerät ja was) und dann Wirkungsgrad berechnen zu den lastabhänigen Zeiten.
Die 16h wo wenig Verbrauch wird ,
und die 8 Stunden wo viel verbraucht wird.
Wenn der 12K so gut wandelt wie der 8K und es keine Kurvenverschiebung gibt müsstest Du 16h lang nur 350 Watt/h bezogen haben.
Hier der Betriebsmodus der für viele wahrscheinlich kritisch ist. Batterie voll und der Deye sorgt dafür dass es (fast) keinen Netzbezug gibt.
Dafür werden aus der Batterie 431 W gezogen. 289W kommen aber nur aus dem Deye raus (Verlust: 431-289=142W). Das entspricht einem Wirkungsgrad von 67%.
Bin mir nicht sicher ob man jetzt jeden einzelnen Betriebszustand auseinander nehmen muss.
In den letzten sieben Tag hat der Deye 12k lv mit Batterie 2.85 kWh/Tag Verbrauch bzw. Verlust gehabt. Das entspricht den 1000 kWh pro Jahr die man bei der Ertragsrechnung an zusätzlichen Verbrauch einplanen muss.
Immer Sommer egal im Winter tut's weh. Generell würde ich sagen dass man kleinere Anlagen auf dem Dach eher nicht mit den 3phasen Deyes betreiben sollte.
Interessant wäre mal so eine Messung bei einem System mit Hochvolt Speicher.
Ein frohes gesundes neues Jahr wünsche ich euch.
Die letzten Tagen habe ich meinen Deye oft auf Modus “No Battery” über Add-on “Sunsynk or Deye Inverter add-on (multi)” gesetzt. Laut meiner Beobachtung fließt ca. 6W noch über die Leitung.
Problem: nach 2 Tagen im “No Battery” Modus habe ich heute auf Modus “Lithium BMS” umgestellt. Dann sehe ich plötzlich dass die SOC von 60% –> 3% sinkt. Woher kommt dieser Sprung?
Ich kann mir nur erklären, dass es nicht irgendwann mehr als 6W über die Batterie-Leitungen fließt. Oder SOC nicht richtigen Wert zeigt. In meiner Erinnerung ist SOC nur ein berechneter und geschätzter Wert ist. Wenn es so ist, sollte es im Modus “Use Battery Voltage” besser sein.
Nobattery heisst nicht, dass die Batterie physisch abgeklemmt ist. Ich war sonst immer ein Gegner , man soll im Winter einen höheren soc einstellen und ggf. nachladen.
Bin immer auf 5% soc runtergegangen und hab dann im Winter NoBat eingestellt, bis das BMS dann irgendwann eine UVP gemeldet hat. Beim nachmessen im NoBat flossen weiterhin rd. 2-3A aus dem Akku und bei wochenlanger dunkelflaute war dann irgendwann ende im Gelände. Jetzt lass ich die Akkus bei rd. 80% und lade ggf auf diesen Wert nach. Der wechselrichter wird dann über Modbus abgeschaltet, denn wenn Wochenlang nichts vom Dach kommst, muss ich nicht jeden Tag rd. 2.5 kwh Eigenverbrauch des WR verbraten.
Und auch bei mir ging der SOC völlig aus dem Ruder. Einmal vollladen und es fängt sich wieder. Aber wesentlich entscheidender sind die Zellspannungen, wie du schon schreibst, der SOC wird nur berechnet und sagt nicht allzu viel aus.