Nein, ein Integral kann auch keine fehlenden Werte herzaubern und ich denke, die Jungs und Mädels wissen schon was sie dort getan haben. Der Hersteller ist auch bereits am korrigieren und hat darum gebeten, dass es nicht veröffentlicht wird. Also kann ich es leider nicht hochladen.
Da hat wohl jemand das konzept der integration missverstanden ![]()
Dann erkläre es mal.
Entweder du erklärst, was du genau meinst und teilst dein Wissen. Oder du bist ruhig, das hier ist einfach nur nervig.
Zum Thema:
Ich habe nochmal in der Arbeit nachgesehen und es ging um wechselnde Energierichtungen, nicht um Pulse.
Also wenn diese innerhalb der Integrationszeit mehrfach wechselt, sind die Ergebnisse extrem daneben. Die Fenster sind also zu groß = Unterabtastung bei sekündlichen Wechsel
Da steht eigentlich alles notwendige drin....
So jetzt muss ich nochmal Nachfragen, auch wenn auf die Eingangsfrage von mir schon geantwortet wurde. Aus der Studie und dem ganzen lesen hier würde ich mir das jetzt so erklären.
Also wenn man einen Dimmer verwendet (So wie früher üblich, oder eine alte Heisluftpistole) dann hat man z.b. eine Phasenabschnittssteuerung.
-> Der Kurvenverlauf dieses Signals ist nicht mehr ein reiner Sinus und wird sich zusammensetzen aus einem 50 Hz Grundsignal und höheren Frequenzen die ein vielfaches der Grundfrequenz sind (..Stichwort Fourier Analyse).
Wenn man jetzt z.b. nur mit 250 Hz abtastet, wird das Signal (fehlerhaft) nur zu rekonstruieren sein, da eine Unterabtastung vorliegt.
D.h. ein digitaler Zähler (je nach aufbau) könnte falsch Zählen. Ob jetzt zu viel oder zu wenig, würde daran liegen wie das unterabgetastete Signal dann aussieht im vergleich zum Original.
Wenn ich jetzt ein BKW anschließe das (sauber) sinusförmig einspeist mit 500W und ich 1000W Lampen auf 500W gedimmt habe mittles Phasenabschnitt, dann müsste es doch noch schwerer werden bzw die Zähler eher in die Unterabtastung kommen, da das Signal jetzt noch komplexer ist.
(Sorry hab gerade kein Programm, womit man das eben schnell zeichnen kann)
Ob das jetzt positive oder negative für den Kunden ist, liegt dann auch daran wie das Signal nach der Abtastung aussieht.
Somit könnte man das doch gar nicht so pauschal sagen oder ?
Was anderes wenn ich ganz normal sinsuförmig 500W verbrauche und 500W einspeise... oder 500W verbrauche und 300W einspeise....
Weil dann bleibt das signal ein sauberer Sinus wo diet Leistung 0 oder beim zweiten Satz 200W ist.
Gibts hier einen Matlab König der das mal simulieren mag bzw eine Phasenabschnittssteuerung in den Frequenzbereich darstellen kann ?
Hoppala
Falls man U und I einzeln betrachtet und nicht das produkt U*I integriert ja.
Bei so einem einfachen Fall wie Phasenanschnitt- oder Phasenabschnittsteuerung, wird die Abtastrate hoch genug sein, um hinreichedn genau erfassen zu können. Die Abtastrate wird im Khz-Bereich liegen. Da has du dann vielleicht 1000 Abtastpunkte pro 50 Hz Sinuswelle.
Schwieriger wird es bei höherfrequenten Überlagerungen auf dem Netztstrom, also den Müll, den Schaltnetzteile, Frequenzumrichter und sonstige digital gesteuerte Geräte produzieren. Aber diese Überlagerungen sind oft nicht sonderlich energiereich, weshalb der Fehler dann auch nicht so hoch ausfällt.
Nach Nyquist sollte die abtastrate mindestens das doppelte der maximalen signalfrequenz sein. Das gilt aber nur für sinusoide.
Die eckigen signalformen auf dem netz müssen mit der doppelten frequenz der höchsten fourier-transformatios komponente abgetastet werden. Das kann dann je nach steilheit der flanken einige dutzend khz sein.
Die frage ist ob die fehler einer eigentlich zu tiefen abtastrate statistisch relevant sind. Ich denke nur in geringem masse.
Interessant ist dass sich solch ein niedrigraten zähler bei bekanntem abtastzeitpunkt mit etwas leistungselektronik beliebig bescheissen lässt. Man braucht während dem abtasten einfach keinen strom.
Das ist verhinderbar indem dem AD ein analoger lowpass vorgeschaltet wird der alle zwischenwerte aufintegriert. Die zeitkonstante dieses LP ist die hälfte der abtastrate.
Und nach dieser Stellungnahme aus dem Hörsaal fehlt jetzt noch der Bericht aus der Praxis über verwendete Abtastrate, Auflösung des AD Wandlers, sowie Eckfrequenz und Zahl der Polstellen des Tiefpassfilters.
Wenigsens mal an einem echten Zähler ermittelt.
Und damit lässt sich dann abschätzen, ob das ganze Thema nicht schon seit Jahren erledigt ist.
Ich denke das es bei meinen Fall keine Rolle spielt, da ja die Amplituden der vielfachen der Grundfrequenz immer kleiner werden.
Aber da sieht man mal wie gut der alte Ferrari Zähler ist, bzw alte Technik.
Nicht alles ist digital besser ![]()
@Win wenn mit 1kHz Abgetastet wird dann habe ich da kein Problem bzw der Fehler ist dann minimal
ein weiterer punkt, neben den ausführlich diskutierten vorgängen innerhalb der halbwellen, ist das integrationsverhalten über längere zeiträume.
die sache ist, ich beobachte auf meinem zähler (Netz NÖ Sagemcom T210D) sehr konstante 10Wh/h einspeisung, was exakt meinem ESS-setpoint von -10W entspricht, unabhängig davon, ob gerade konstante lasten sauber ausgeregelt werden können oder der backofen mit 2kW taktet und bei jedem takt heftige schwingungen in der momentanleistung zu sehen sind:
ich habe daher die vermutung, daß über ein bestimmtes intervall erst mal integriert wird und dann am ende des intervalls je nach vorzeichen der entsprechende zählerstand erhöht wird, und das nicht einfach bei jeder halbwelle sofort passiert.
ein ferrariszähler hat ja auch eine massenträgheit der scheibe und ein losbrechmoment und kann nicht beliebig kleine leistungen bzw energien integrieren...
wenns wärmer wird, werd ich vielleicht mal einen test aufbauen mit einer heizplatte hinter wellenpaketsteuerung und schauen, was sich da rausfinden läßt bei verschiedenen dauern der wellenpakete.
Er kann so niedrige Leistungen integrieren, dass man extra eine Schwelle, etwa 8 Watt, eingebaut hat, die er nicht mehr integriert....
Und die Massenträgheit der scheibe....
Das reicht sogar, um die wirk/blindleistung innerhalb einer Halbwelle richtig zu integrieren....
