Ich plane gerade unsere komplette Photovoltaik Anlage und dazu ist mir jetzt folgendes eingefallen:
20 Module Trina TSM-450NEG9R.28
5 Hoymiles HMT-2000-4T
1 Victron Multiplus 2 48/5000/70-50
1 5kWh Akku (Pytes, Pylontech, o.ä.)
Die Module können nur nach Südost auf dem Flachdach ausgerichtet werden. Leider ist hier mit sehr viel Verschattung durch Bäume zu rechnen, deswegen die erhöhte Anzahl an MPPT durch die HMT-2000-4T. Außerdem werden die Module in einem Neigungswinkel von 15° montiert. Die Anordnung wäre im Prinzip: 3 Reihen mit je 7, bzw. 6 Module
Um jetzt den Speicher zu laden dachte ich an den Multiplus.
Für die Kommunikation zwischen Hoymiles und Victron ist die Alliance OpenDTU Fusion angedacht.
In Zukunft soll noch eine ZaunPV Anlage gebaut werden. Aus diesem Grund soll das ganze mit Victron erweitert werden.
Habe ich noch etwas vergessen? Könnte das so funktionieren?
Googles Ki Antwort:
Die Victron 1:1-Regel (oder Faktor 1.0-Regel) besagt, dass die installierte PV-Leistung (Wp) hinter einem Victron Multiplus oder Quattro nicht höher sein darf als die Nennleistung des Wechselrichters in VA, um im Inselbetrieb (bei Netzausfall) eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten; so muss ein Multiplus 3000 (3000 VA) maximal 3000 Wp PV-Leistung vertragen können.
Das ist nur von Relevanz wenn die WR "hintern" Multiplus am AC-Out 1 hängen.
Und das "muss" man nur machen, wenn man bei Stromausfall weiter PV aus den AC Wechselrichtern erzeugen möchte.
5 kWh Akkus sind unverhältnismäßig teuer ~800€. Es könnte Sinn machen sich gleich 15 kWh für ~1600€ zu nehmen. Insbesondere wenn später nochmal erweitert werden soll.
Der MP2 6k5 ist nur wenig teurer, kann aber mehr über AC wegladen.
GX Gerät und Stromzähler nicht vergessen.
Zum Thema Effizienz ist absehbar wieviel vom Stromverbrauch über den Akku und wieviel Direktverbraucht / eingespeist wird?
Man könnte dann auch noch in Betrachtung ziehen mit Victron Laderegelern ein paar Module einzubinden.
Insbesondere wenn 1:1 Regel, Notstrom und Schwarzstartfähigkeit wichtig wären.
Ich würde einen Teil der Module mit ein/zwei MPPT direkt auf den Akku anbinden. Der Wirkungsgrad ist dann deutlich höher als bei der Mehrfachumwandlung durch WR + MP2.
Für den MP2 gibt es heute Geräte von Victron mit besserem Wirkungsgrad. Der oben genannte 6k5 oder gleich einen Multi 48/600, der bereits MPPT für 2 parallel Strings enthält.
5 kWh für 9 kWp halte ich auch für zu klein. Außerdem P/L ist bei 15-17 kWh viel besser (s.o.)
Unser Jahresstromverbrauch liegt etwa bei 6500kWh. Da meine Frau im Homeoffice arbeitet, ist sie den ganzen Tag zuhause und kann selbst den optimalen Zeitpunkt zum Strombezug wählen.
Ich würde sagen, der Strombedarf ist Tagsüber gleichmäßig verteilt.
Ich rechne damit, dass die 9kWp nur extrem selten erreicht werden, da wir wie gesagt viel Verschattung haben. Wäre dann ein 15kWh Akku nicht unterfordert?
GX Gerät und der VM-3P75CT sind auf der Einkaufsliste
Eher das Gegenteil. ein 5 kWh Akku wäre viel zu wenig bzw. "überfordert"
Laut Spezifikation z.B. einer Pytes E-BOX-48100R-C TE+ 5,12 kWh Speicher
Sind max. 50A also ca. 2,5 kW Lade und Entlade Leistung dauerhaft erlaubt.
Wenn du die voll ausreizen würdest wäre der Akku dann in 2h voll/leer.
Wie schlimm ist die Verschattung das mal simuliert? Und wie ist der Jahresertrag verteilt?
Gerade wenn die Verschattung stark ist, wäre es umso wichtiger die wenigen Stunden wo die Sonne hoch steht, die Verschattung niedrig ist und der maximal Ertrag anliegt, zu nutzen um den Akku vollzubekommen.
Ein Grund mehr für einen deutlich größeren Speicher, um sonnige und schattige (bzw dunkle) Zeiten auszugleichen
Und ich würde durchaus auch die MPPTs mischen. Sprich ein Mix aus Victron Ladereglern, die direkt in die Batterie gehen, und / oder mind. 1 HMS-2000-4T an den AC-Out für kritische Lasten, damit im Falle eines Netzausfalls der noch mit produzieren kann. die HMT am AC In sind in dem Falle ja direkt tot.
Und der Aufpreis für einen 16 kWh Speicher ist so gering, dass ich da nichtmal drüber nachdenken würde. Fängst Du mit einem 5 kWh Akku an, würde ich wetten, Du rüstest eh bald nach
Die Trina Module kannst du aber so nicht am MPPT 150/35 betreiben. Die haben eine zu hohe Spannung. Da musst du je 2 Module in Reihe schalten und diese dann parallel. Andernfalls zerstörst du die MPPTs
Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Zu Beginn hast Du von HMT-2000-4T geschrieben, das sind 3-phasige WR, ich hatte vom HMS-2000-4T geschrieben (1-phasig, für den AC-Out der kritischen Lasten), jetzt schreibst Du in der Zeichnung nur noch von HMS also 1-phasigen Wechselrichtern - auch am AC-IN. Ist das so gewollt?
Und nur zur Info: Der HMT hat 4 Eingänge, aber nur 2 MPPT, der HMS hat 4 Eingänge und 4 MPPT.
Nur als Beispiel den hier, der hier auch diskutiert wird. Ich hatte mir quasi den gleichen als DIY zusammengebaut, da der Preis aber mittlerweile kaum höher ist als DIY würde ich so einen fertig kaufen.
Es gibt aber sicher auch genügend andere mit JB statt seplos oder was auch immer, da habe ich aber keine Erfahrung mit.