Echte OFF Grid / Inselanlage in Spanien. Umstellung von Blei auf lifepo4

Wahnsinn was die Lifepo4 aushalten, hätte ich nicht gedacht und jetzt wurde mir richtig bewusst wie schlecht meine Blei Akkus sind.
Das juckt die Zellen überhaupt nicht, wenn nachts die Geschirrspülmaschine eingeschaltet wird.
Irgendwie läuft es bei mir, die beiden 25,6V Bänke sollen maximal mit je 100A belastet werden und die Zellen Differenz geht nie über 10mV, also bisher.
5000W Leistung ist für uns absolut ausreichend., aber ich gestehe das ein 55,2V System mich schon sehr interessiert. Meine Gehäuse sind auf jeden Fall dafür ausgelegt und ein Elektro Boiler wäre schon schön.:love_you_gesture:
Bevor ich die beiden Bänke verheiratet habe, habe ich jede Bank erstmal auf 100% Soc (27,6V) geladen und jede Bank wurde schon mal mit bis zu 80A geladen und ich gestehe das ich bedenken hatte, weil es nicht in mein Kopf wollte „Mensch die kleinen Dinger mit 80A Ladestrom zu belasten, das geht doch nicht“. :grimacing:
Ok, laut Datenblatt darf ich meine 314Ah mit C0.5 belasten also 150A.
Jetzt meine Frage an die Erfahrenen.
Wie macht Ihr das mit dem Ladestrom?
Bis zum erreichen der 27,6V volle Kanne und danach langsam runter mit dem Strom bis auf 0A oder anders?

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ich lade meine 16S Packs bis 3,45V die Zelle so wie's vom Dach kommt, wenn die Konstanstspannung erreicht ist, lass ich diese noch 60 Minuten anstehen (für's Balancen) Strom sinkt in der Zeit von allein, dann geht's runter auf 3,35V zum Ladungserhalt.

Auch schon wenn nicht gut balanciert ist, wird der Wert nur größer, wenn die Batterie praktisch voll (über 95%SOC) oder fast leer ist.

Achte auf die Zellenspannungen ab 3,4V. erst dann laufen sie auseinander

Im unteren Bereich solltest du eine viel größere Differenz nie sehen, weil es ratsam ist die Entladung zu beenden wenn die erste Zelle 3,1V erreicht.

sehr schön ist auch die Eigenschaft, dass sie bis etwa 95%SOC praktisch alles “aufsaugen” was die PV bietet. Und es ist völlig wurscht, wie voll die Batterien geladen werden..Da kann nichts sulfatieren oder ähnliches. Selbst wenn sie jahrelang zwischen 30% und 80% gehalten werden. Sie sollten nur ab und zu mal auf 3,45V geladen werden damit sie balanciert werden

Dafür sind 55,2V keine Voraussetzung. Einzig die PV muss groß genug sein. Ich heize in der Sommersaison täglich einen 100l Speicher mit 1,5kW aus 24V. Dafür habe ich einen billigst Wechselrichter, der Wahlweise auch Geschirrspüler , Backofen oder Waschmaschine versorgt.

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Danke für die Antwort und Bestätigung. Genau so habe ich es auch eingestellt.
Ich muss noch einen kleinen weg finden wie ich meine Outback´s Laderegler richtig einstelle.
Grüße

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ok, dann hast du aber eine Steuerung die, die Großverbraucher umschaltet. Du hast wohl nie alles zusammen an? Darf ich fragen wie du das machst.
Wir haben es so, Normale Leistungsversorgung im Haus (3000W) mit einem Inverter der die Grundlast liefern kann. Bei zusätzlichen bedarf wird per Remote ein Zweiter Inverter aktiviert, der natürlich sein eigenen FI und Sicherung hat und der versorgt dann Geschirrspüler, etc.
Der Vorteil, wir haben immer noch ein Inverter als Backup und der Standby Verbrauch vom Inverter wird geringer gehalten. Ich finde es absolut überflüssig, in der Nacht einen Inverter aktiv zu halten der mal eben 80W Eigenverbrauch hat und das nur dafür das sich mal der Kühlschrank einschaltet oder ev. jemand mal zur Toilette muss.

Bitte nicht vergessen, wir leben Ohne Stromanschluss.
Ja, das mit dem 3,1 V pro Zelle habe ich als Visuelle Warnmeldung bei uns eingestellt, die auch meine Frau versteht. “Jetzt bitte mit Generator Laden”.
Wobei das BMS erst bei 2,8V abschaltet aber der Inverter wiederum bei 24,2V (3,025V) abschaltet, so hoffe ich, das niemals das BMS abschaltet.
Ob das die richtig Vorgehensweise ist, wird sich zeigen.
Auf jeden Fall bin ich froh, das ich mich für die LFePo4 Zellen entschieden habe, es ist unfassbar was für eine Energiedichte die Dinger haben.
Grüße aus Alborache.

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Miene “Notstromanlage” ist eine 12V/490Ah OPZS Bleibatterie mit einem 3,5kW Wechselrichter. Die wird nur gebraucht, wenn es wirklich nicht reicht. An der 24V900Ah sind zwei 3kW Wechselrichter und ein 3,5kW Wechselrichter, Die gehen in einem Steckdosenverteiler über einen Zähler EM540 an die Fi´s und an 7 Steckdosen. Quasi ein nichtsynchroses 3-Phasen Netz :grinning_face: . Die Wechselrichter kann ich über Wlan schalten und die Verbraucher kann ich teilweise über Wlan Steckdosen abschalten. So schalte ich zum Beispiel den Boiler ab wenn er fertig geheizt hat ich an den Kreis Waschmaschine oder Trocker oder Backofen anschließe. Einiges kann man durch geschickte Benutzung erreichen: Waschmaschine und Geschirrspüler gemeinsam an einem Wechselrichter so zeitversetzt einschalten, dass die Waschmaschine fertig mit heizen ist. In der Küche habe ich eine 3,5kW Induktionsplatte, eine 2kW Induktionspaltte, eine 2kW 7-Takt Herdplatte einen 1,8kW Wasserkocher und einen Thermomix an dem 3,5kW Wechselrichter. Da muss man natürlich bedacht verschachtelt arbeiten. Das geht aber.

hihi, das würde mit meiner Frau einfach nicht funktionieren.:rofl:
Aber Respekt, das nenne ich mal “Richtig ausgenutzt”

Ja, wer Blei gewohnt ist, muss sich da echt umgewöhnen.

Aber auch nicht die Zipperlein von Lifepo vergessen, die Blei nicht hat:

Unter 15 Grad Ladestrom stark(!) Reduzieren, unter 20 % SOC auch den Ladestrom deutlich reduzieren.

Und, wegen Lebensdauer, nicht unnötigerweise Überladen, ausser zum balancieren.

Das ist der Grund warum ich in meiner Kalkulation die 314AH Zellen nur mit max.100A belasten möchte.
Ich habe die Daten für die Temperatur gesehen und war erstaunt, wie die Belastungsgrenze bei niedrigen Temperaturen deutlich reduziert werden muss.

Die Entladung eigentlich nicht so sehr, vor allem die Ladung. Das ist unterschiedlich.

Kannst du mir dazu Quellen oder Info´s nennen.
Das interessiert mich sehr.
Danke

Die Info ist ziemlich alt und stammt aus der wissenschaftlichen Literatur, wird aber auch von privaten Kontakten in Batterieentwicklung bestätigt.

Quellenangaben kann ich nicht geben.

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Das ändert sich gerade, die Entwicklung bleibt nicht stehen, beim neuen Xpeng G6 (LFP) kann man auch bei -30° vollgas mit 5C laden :wink:

Temperatur Management der Batterie?

Spielt sicherlich auch eine Rolle, aber bei meinen Ioniq5 dauert das ewig bis der Akku auf Temperatur >20° ist

muss wohl so sein, denn es werden LFP Zellen der “üblichen Verdächtigen” verbaut, siehe:

Das Werbevideo zeigt einen 800 V Schnelllader mit 500 kW. Da kann man sicher 100 kW für die Heizung abzweigen. Was bei der heimischen Wallbox mit 11 kW geschieht, wird nicht verraten. Wer mit langer Wartezeit zum Aufheizen rechnet, teilt meine Erwartung.

L.G.

Unterhalten wir uns jetzt über schicke Autos?
Brumm, Brumm….:automobile:
Ah nee, die machen jetzt ja andere Geräusche.

gewiss nicht. Es ging um “neue” LFP Technik und die Ladefähigkeit dieser Zellchemie bei geringen Temperaturen. Das Video hat @steirerman mit seinem Hinweis eingestellt, es gäbe da was Neues. So schaut es aus meiner Sicht aber nicht aus. Neu scheint die Akku Heizung zu sein, nicht die Zellchemie.
Merkwürdig finde ich bei dem Video, mit welcher leichten Kleidung sich die Darsteller in dem Raum mit den - 30 Grad bewegen. Das wäre bei uns aus gutem Grund verboten. Wer mal in TK Hallen gearbeitet hat, weiß das Kälteschutzkleidung Pflicht ist. Ohne Handschuhe würde ich überhaupt nichts anfassen wollen.

Jedenfalls ging es mir damals vor 8 Jahren so wie dir jetzt: LFP ist so viel besser als Blei, dass es kaum Gründe gibt, Blei Akkus zu verwenden. :grin:

L.G.

Das ist eindeutig "ICEMAN".
Bei -30 Grad lächelt in der Halle stehen und das mit einem Plunder, alles klar ....
Ich "durfte" mal im Winter Beruflich in Kasachstan sein. Da waren -33 Grad. Das ist kein Spaß, zumindest für mich.

Bis jetzt bin ich voll begeistert von den lifepo4 Zellen.
Das hat bei uns wirklich neue Möglichkeiten eröffnet.
Die Klimasplit Anlage ist quasi Bestellt.
Und nochmal vielen Dank an alle die mir TIP´s gegeben haben, die haben mir sehr geholfen oder auch meine Überlegungen bestätigt.

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