Dynamischer Stromtarif mit Preisdeckel – Idee?
Ich bin nur interessierter Endverbraucher und frage mich, ob es einen Stromtarif geben könnte, der Day-Ahead-Preise transparent an den Kunden weitergibt, aber gleichzeitig ein Preislimit hat.
Also vereinfacht:
Börsenpreis + feste Marge → Endkundenpreis
mit z. B. 0–20 ct/kWh als Preisband.
Mir geht es dabei nicht primär darum, möglichst billig Strom zu bekommen, sondern mich als Teil des Stromsystems zu sehen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann Strom gerade knapp oder reichlich vorhanden ist.
Bei einem Fixpreis denkt man schnell:
„Strom kostet immer gleich – also ist es mir egal, wann ich ihn verbrauche.“
Bei einem dynamischen Tarif würde man vielleicht irgendwann denken:
„Heute Mittag ist viel Strom da und er ist günstig – dann lasse ich Waschmaschine, Spülmaschine oder E-Auto eben dann laufen.“
Das Preislimit soll dabei verhindern, dass ein normaler Haushalt das volle Risiko extremer Börsenpreise tragen muss.
Was mir bei vielen Diskussionen zu diesem Thema auffällt: Der Fokus liegt häufig auf Einspeisern bzw. Prosumern, PV, Speichern usw. Der reine Endverbraucher kommt dabei meiner Meinung nach etwas zu kurz.
Dabei könnte gerade dieser einen Beitrag leisten, indem er seinen Verbrauch freiwillig zeitlich verschiebt.
Wichtig wäre mir außerdem: Es soll ausdrücklich ein Modell für reine Endverbraucher sein. Keine eigene Marktteilnahme, kein Gewerbe, kein Handel mit Strom und kein zusätzlicher bürokratischer Aufwand. Das Ganze sollte einfach über einen normalen Stromliefervertrag funktionieren.
Meine Frage an euch:
Gibt es so etwas bereits? Und falls nein: Warum eigentlich nicht?
Was wäre aus Sicht eines Versorgers der Haken bzw. der Vorteil an so einem Modell?
Ich bin ausdrücklich kein Energieexperte – mich interessiert einfach, ob die Idee technisch und wirtschaftlich Sinn ergibt.