Dynamischer Stromtarif mit Preisdeckel – Idee?

fun fact: In Innsbruck wurde Nachtstrom abgeschafft, dafür hats jetzt Schalteinheiten, die Bolier zwischen 10 und 16 Uhr wenigstens 4h einschalten

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Deine Idee ist naheliegend und sowas gibts ja auch z.B. im Finanzsektor bei Geldanlagen. Man kann dann an der Börse mit verdienen, hat aber eine Risikoabsicherung, so dass man z.B. sein eingebrachtes Kapital nicht verlieren kann.

Klar kann man solche Modelle umsetzen, das Risiko wird berechnet und entsprechend vom Anbieter getragen, du zahlst entsprechend dafür.

Insofern alles machbar.

Die Frage ist nur, ob so ein Modell einen Markt findet, ob sich also genügend Leute für so ein Modell interessieren. Und da sehe ich die Sache sehr ernüchternd. Erstmal sind die Einsparmöglichkeiten durch dynamische Tarife für die meisten sowieso schon unattraktiv. Lohnt oft nur für Leute, die größere Lasten gut verschieben können, also z.B. E-Auto laden. Viele Haushalte haben gar nicht solche Lasten.

Und wenn du dann noch eine Deckelung draufpackst, wirds für den Kunden noch uninteressanter, weil noch weniger bei raus kommt.

Und dann die Frage: Wer interessiert sich überhaupt für netzdienliches Verhalten? Ich würde mal sagen, kaum jemand. Viel zu wenig für so ein Angebot. Wenn man genügend Leute erreichen will, dann gehts nur über das Thema Geld sparen. Aber das ist bei dynamischen Tarifen derzeit für die meisten kaum möglich.

Wenn sich das alles mal verändert und dynamische Tarife viel Einsparpotenzial für einen Großteil der Bevölkerung bieten, dann wird Schwung in die Sache kommen und dann ist auch mit solchen Tarifen zu rechnen, wie du sie dir wünschst.

Wäre das da das gesuchte?

Dynamische Stromtarife sind nicht zwangsläufig netzdienlich. Das Netz spielt in der Preisgestaltung keine Rolle.

Dynamische Netzentgelte berücksichtigen die Erzeugung nicht.

Beides wird hier durcheinander geworfen.

Im Grunde wäre es gut beides dynamisch zu haben

Ich fände es ja gut, wenn man §14a Modul 3 auch einfach so haben könnte, auch wenn man keine Kategorie hat, die für sich alleine 4.2 kW überschreitet. Weder meine zwei 2.5 kW Daikin Perferas kommen da zusammen drüber, noch der Akku an einem einzelnen Multiplus und die BWWP natürlich auch nicht. Da könnte der lokale Netzbetreiber dann netzdienliche Preisimpulse für seinen Bereich liefern. Größere könnten vielleicht auch ihr Gebiet dafür aufteilen? Im Schnitt hat ja jeder wohl nur so 98000 Einwohner in D (gemini, Stromnetzbetreiber in Deutschland: Übersicht von evu+), noch weniger in Ö und CH.

Ja, das ist es.

Es scheint ja doch Interesse zu bestehen.

Das war mir bewusst, aber reagieren kann man nur auf die Daten, die zur Verfügung stehen – und für Endkunden ist das praktisch nur der dynamische Preis. Dass er nicht zwingend netzdienlich ist, liegt ja daran, wie er zustande kommt – er bildet die Netzlast schlicht nicht ab, wie auch immer er sich sonst zusammensetzt. Beides dynamisch wäre natürlich das Beste.

@bahmi

Durch ein anderes Thema hier im Forum habe ich mir die Seite von Rabot Energy angeschaut und dort einem Tarif gefunden, welcher deinen Eingangs beschreibenem Dynamischen Tarif mit Obergrenze entspricht!

Bei Rabot Energy heißt der "rabot.comfort"

Screenshot für PLZ 32052 und 5000kwh/Jahr.

(Noch nicht weiter mit der Seriosität des Anbieters beschäftigt)