Duschwasser-Wärmerückgewinnung

OK, da wäre die Standzeit des Wassers bei uns deutlich geringer, da ich ja tagsüber da bin und das Wasser an einem Tag verbrauchen sollte, aber ermutigend klingt es natürlich nicht und so lange wir das Bad nicht neu machen, ist eh nur eine Regen/Brunnenwasserversorgung der unteren Toilette realisierbar und kann ich das Duschwasser nicht separat auffangen.

ich finde solche Entwicklungen wirklich super!

Ja, ganz ohne Ironie, sowas wird auf eine zukünftigen Mondbasis oder auf dem Aussenposten auf dem Mars sicher noch gebraucht.

Hier bei uns, wenn man Aufwand und Ertrag vergleicht ist das Onanie, energetische Onanie ungefähr auf dem Niveau einer Regenwassernutzungsanlage, die auf Malta (Zisterne genannt) jedes bessere Haus schon vor 50 Jahren hatte, nur ist Wasser dort ein seltenes und kostbares Gut, und bei uns jederzeit verfügbar solange wir unsere Infrastruktur nicht komplett an die Wand gefahren haben.

1 „Gefällt mir“

@ewu75 @jensdecker

149,4m³

@jensdecker ob die Kosten konstant bleiben kann ich nicht sagen, wir wohnen hier erst seit einem Jahr und diese Abrechnung war die erste für ein komplettes Jahr.

Dann kannst Du - wenn ich mich nicht verrechnet habe - gar nicht soviel Energie fürs Warmwasser verbraucht haben, zumindest nicht durch Entnahme von Warmwasser sondern nur durch eine grottige Technik mit katastrophalem Wirkungsgrad für die Warmwasserbereitstellung. Ich würde da mal beim Mieterschutzverein bzw Haus&Grund fragen, wenn Du Mieter bzw. Eigentümer bist.

1 „Gefällt mir“

@jensdecker ja ich bin nur Mieter. Das werde ich Mal machen viel Dank für eure technische Unterstützung.

Kann er bei 150 Kubik Verbrauch (was ich extrem viel finde) schon.

Je nachdem wieviele Stockwerke und Wohnungen das Haus hat.

Falsch. In einem Mehrfamilienhaus MUSS ab einer gewissen Größe eine Zirkulation eingebaut sein. Durch diese erhöhen sich die WWkosten oft auf das doppelte.

Man kann als Vermieter auch nichts dagegen tun, denn irrsinnigerweise hat der Gesetzgeber die Zeit bis heißes Wasser am Hahn sein muss auf 1/3 der Zeit vor 10 Jahren heruntergesetzt und die Zwangs Bereitstellungszeit von 16 auf 24 Stunden täglich herauf.

Energetischer Unsinn, aber so isses halt und das zahlt der Mieter eben.

Es sind keine Erwärmungskosten, sondern die 24/7 in 20 Sekunden Bereithaltungskosten. Unsinniger Luxus kostet eben.

@jay Hast mit den verrückten Regelungen natürlich Recht. Mit unzureichender Dämmung, weils kaum anders geht, wird dann das ganze Jahr geheizt. Aber da bei den 150 Kubikmetern ja auch das Kaltwasser für Toilette etc bei ist, wundert mich der Faktor dann doch.

400L am Tag sind bei 4 köpfigen Familie auch ganz ordentlich.

Habe keine Familie, aber mir kommen 100L je Nase viel vor.

Eigentlich sollten getrennte Warm + Kaltwasserzähler schon längst Vorschrift sein.

Oder er hat eine dezentrale Erzeugung in seiner Wohnung.

Ich hatte es so verstanden, dass die 140³ nur das WW sind. Ansonsten hätte der Wert ja keinerlei Aussagekraft.

Natürlich auch denkbar, keine Idee, wie groß der Anteil des WW üblicherweise ist. Wir hatten jetzt zu zweit in Summe 81 Kubikmeter in einem Jahr, drum kam es mir als Gesamtverbrauch plausibel vor. Der Threadersteller wird uns hoffentlich aufklären, um auch selber was drauß lernen zu können (suchen gerade ne Wohnung für meine Schwiegereltern, die zu uns in die Stadt ziehen wollen ...)

Ich glaube der Schnitt liegt bei 120l pro Person und Tag.

In Mietshäusern mit zentraler WW Versorgung sind sie das auch.

Eher nicht, denn wie sollte er dann auf die 7000kWh kommen.

Ich habe Mieter mit 3 kubik WW und 25 kubik KW. Ich habe aber auch welche mit 150³ WW und 150³ KW.

Das sind vorrangig die, die einen Einhebelmischer am Waschbecken haben und den aus optischen Gründen immer in der Mitte betätigen...

(und auch welche die totale Wassersäue sind, denn 300³ Wasser find ich auch für 4 Personen sehr viel. Grubenarbeiter gibts ja kaum noch...)

@jay @ewu75 @jensdecker

Also ich habe mir die Abrechnungsdaten nochmal genauer angesehen. Also wir hatten 46,1m³ Warmwasser verbraucht mit einem Energie Verbrauch von Gas bei 7941kWh. Bei der Heizung hatten wir 10330kWh Verbrauch obwohl die Heizung nur auf max. Zwei stand, wir mit Kamin zu geheizt haben und das nur für drei Monate. Danach war die Heizung aus und nicht mehr an.

Für Erwärmung von 10 auf 60 Grad käme ich dann auf etwa 2680 kWh - ganz ohne Verluste. D.h. nur ein Drittel kommt an, Verluste der Gastherme, Speicher, Dämmung der Rohre und die heilige deutsche Dauerzirkulation. In der Situation würde ich es wohl zumindest versuchen, mit so einem Teil für die Dusche und natürlich einen guten Duschkopf mit weniger Verbrauch aber trotzdem ordentlichem Duschstrahl.

hatte mir das auch mal überlegt aber das lohnt sich nicht für mich, das bissle energie was zum duschen benötigt wird ist wohl kaum mit einer heizung zu vergleichen.

ab märz bis nov hab ich sowieso mehr energie als ich je nutzen könnte.

außerdem hat man dann eventuelle probleme bei ablagerungen von dreck, irgendeine korrosion weil kein reines wasser, undichtigkeit, usw die kosten holt man wohl auch nie rein.

vielleicht mach ich das ja irgendwann. bei mir geht der abfluss der dusche direkt durch die kellerdecke da kann ich wärmetauscher selbst bauen und an der kaltwasserleitung, welche daneben verläuft anflanschen.

ist aber eher ein projekt für die zukunft, gibt derzeit wichtigere sachen zu erledigen.

@voltmeter

Für mich sehe ich das auch so, aber goldkind braucht halt auch 40% mehr Energie fürs WW als wir für Heizen+WW …

Mit Gas-DLE würde er weniger als die Hälfte verbrauchen. Möglicherweise ist das wirklich ne Sache für alle in diesem Haus. Vielleicht hat er sowieso einen Gasanschluss in der Wohnung fürs kochen, dann muss noch nen Kamin da sein. So würde jeder im Haus quasi nur noch die Hälfte für WW verbrauchen UND es würde keine Zirkulationsleitung mehr vorhalten müssen weil der Weg so gering ist, dass WW sofort da ist (30s Regel und unter 3l Wasserinhalt).

Sparen mit so nem Ding würde ich auch von vielleicht 20% ausgehen. Das "Problem" mit denen ist, dass du auch lange genug duschen musst, bis sich das lohnt. Eigentlich wäre es besser den Stöpsel reinzumachen und dann zu duschen mit so ner Kiste und ner Bambusmatte.

Ich hatte das für uns auch mal ausgerechnet. Aber die Kosten bei ner Brauchwasserwärmepumpe und Strom im Sommer mehr oder minder sowieso über würde nur bedeuten, dass wir im Übergang/Kernwinter sparen und dann rentiert es sich nicht.

2 „Gefällt mir“

Mein Bruder hat vor einem Monat eine Viessmann LW-WP bekommen, mit der man in der App genau die Energie die für WW und Heizung drauf geht anschauen kann. Mit den Standardeinstellungen, 50°C von 6-22 Uhr, Zirkulation 24h hatte die Wärmepumpe ohne Warmwasserabnahme 23kWh/Tag (thermisch) für Warmwasser erzeugt.

Wir haben dann die Temperatur auf 45°C gesenkt, Warmwassererzeugung nur mittags erlaubt (PV+300l Speicher) und die Zirkulationspumpe nur noch je eine Stunde frühs und abends aktiviert. Damit werden jetzt etwa nur noch 5 kWh/Tag verschwendet, mit minimalem Komfortverlust beim Händewaschen.

3 „Gefällt mir“

Das lohnt sich nur, wenn Du kaltes Wasser beimischen musst.