DIY Speicher 16s / Victron Multiplus

Mein DalyBMS kam tatsächlich früher an als von Aliexpress angekündigt und liegt hier schon ein paar Tage.
Das BMS springt aber leider nur mit Akkus im Ladevorgang an - und auch erst ab etwa 36V.
Da ich noch keine Akkus da habe, ist das ein kleines Problem - wenn man Tests machen möchte.
Ich hab 5 Akkus hier rumliegen, damit ging es nicht, da die Spannung der Akkus nicht 36V erreicht hat und ich auch keine Ladespannung von 36V bei 5 Zellen geben wollte. Also hab ich einfach das Daly ohne Batterien mit dem Labornetzteil angeworfen. Ab 36V auf dem ersten (Ground) und dem letzten Monitor-Kabel lässt sich das BMS einschalten. Aufgrund der falschen Spannungswerte schaltet es sich aber recht schnell wieder ab. Genügte mir aber um ein paar Tests zu machen und um das BMS in mein Venus zu integrieren.
Dazu hab ich einen hier noch übrig gebliebenen RS485 Adapter auf CH341-Basis verwendet. Diesen mit A und B des Daly verbunden und den Treiber von Louisvdw installiert (https://github.com/Louisvdw/dbus-serialbattery) - klappte sofort, ich bin sehr zufrieden. Ist zwar nur ein Testaufbau, aber stimmt mich zuversichtlich die Integration hinzubekommen.
Jetzt muss ich mal sehen, wie ich die AC-Loads hinbekomme. Hat einer eine Idee, wie ich die manipulieren kann? Habe ja einen eigenen Zähler (SDM630) für den reinen Hausverbrauch, den ich auch bereits auslese, die Daten sind also einfach verfügbar.

Darstellung des Daly BMS

Darstellung mit Grid, DVCC = On (Multiplus gar nicht eingeschaltet :wink:

Viel ist die letzten Tage nicht passiert, ich brauche die Akkus um weiter testen zu können.
Ich hab schonmal die Kabel 70mm² für die Batterieanbindung und 16mm² zum Testen nebst Ringkabelschuhe besorgt.
Außerdem einen 150A Leitungsschutzschalter, der mir gleichzeitig als manuelle Trenneinrichtung dienen soll.
Dann 20 DS18B20 Temperatursensoren für 1-Wire. Die Anbindung mit dem VenusOS hat gestern auch geklappt. Hat mich aber etwas länger beschäftigt, weil das Venus OS das von Haus aus nicht kann. Es muss zunächst ein neues w1- Modul eingerichtet werden.
Die Sensoren werden dann auf den Akkus, auf der Zuleitung und auf dem DMS platziert. Bleibt noch einer übrig für die Umgebungstemperatur. Die Werte push ich dann in meine InfluxDB, die ich mit Grafana wunderbar auswerten kann.

Insgesamt hab ich alles mit dem Venus OS verbinden können was ich so brauche.
BMS, Temperatursensoren, Multiplus, Energiemesser.
Die Entwicklungsplattform auf Python-Basis (pycharm) habe ich ebenfalls eingerichtet und macht ein komfortables Entwickeln möglich.

Damit die Messung (möglichst) in Echtzeit läuft werde ich wohl auf MQTT setzen. Die reinen Kommunikations- und Auswertungslatenzen dürften dann vernachlässigbar sein. Sorgen machen mir nur die Latenzen der Messung und Regelung bei den Komponenten. Die Messung selber und auch die Regelung benötigen halt einfach Zeit. Das werde ich aber erst testen können, wenn die Akkus da sind.

Die Stromversorgung des Raspberry werde ich über die Batterie führen. Einen Step-Down Konverter hab ich bereits finden können, am Labornetzteil macht er auch eine gute Figur. 8-80V -> 5V 3A etwa 15-20% Verluste. Der Raspberry braucht etwa 1.4W bzw. 1.6W.
Den Raspi werde ich dann gesondert mit einer Feinsicherung 5x20mm (0,5A oder 1A) absichern, dass sollte ausreichen. Einen Schalter bau ich dafür wohl auch noch ein. Dann kann ich den Raspi bequem ausschalten. Die Steuerung soll dann mit in die Batteriebox.

Moin, ich habe genau gleiches vor und die Teile bestellt… und warte :wink:

Ich suche noch nach den richtigen Einstellungen für das Daly (bms) und auch für den Multiplus. Hast du hier schon eine Idee?

Grüße

Meine Batterie verspäten sich leider. Vor 25.03. wird da nichts eintreffen.
Über die konkreten Einstellungen im BMS habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Zunächst möchte ich die Zellen testen.
Wann kommen deine Zellen an?

Moin, ich habe gerade erst bestellt. Das wird noch etwas dauern.

Ich bin mir auch noch nicht sicher wie ich die Absicherung gestalten will, du planst mit einem Leitungsschutzschalter (150A) Sonst noch etwas?

Hallo,

auch ich habe vor meine PV mit Fronius Symo mit Speicher nachzureuesten.
Hierzu einen MultiPlus2 48 3000 und eine Pylontech 3000 (3,5kWh).
Mein Fronius WR hat bereits ein SmartMeter zwecks 70% soft Einspeisebegrenzung.

Im Folgenden geht es hauptsaechling um den MultiPlus2 in den ESS Modi 1,2 &3.
Hier mein momentanes Verstaendnis, ohne Gewaehr:

- Der MultiPlus2 braucht in den ESS Modes 1 & 2 ein eigenes Victron SmartMeter.
- Beim MultiPlus gibt es einen Nulleinspeisungsmodus welcher mit Fronius WR und Fronius SmartMeter funktioniert. Also ohne Victron SmartMeter

D.h. der MultiPlus kann mit dem Fronius WR kommunizieren, Fronius Werte lesen und setzen. Jetzt sollte man meinen dass der MultiPlus2 generell in der Lage ist die aktuellen Werte des Fronius SmartMeter aus dem Fronius WR zu lesen. Dass geht uebrigens ganz leicht via http. Moementan scheint das aber nicht moeglich zu sein.

******************************* MultiPlus2 ESS Mode3
Im ESS Mode3 braucht der MultiPlus anscheinend kein Victron SmartMeter. Lade- und Einspeisewerte koennen ueber MQTT direkt gesetzt werden.
Hierbei scheint es aber einige Fallen zu geben.

Frage: Wird im Mode3 die Kommunikation mit BMS umgangen?
Soweit ich gesehen habe kann man im Mode3 den Entladestrom hoeher setzten als vom BMS zugelassen wird. Da muss man schon aufpassen.
Was passiert wenn MQTT abschmiert?
Beispiel: Setze Einspeisung von 500W im Mode3, MQTT schmiert dann ab, der MultiPlus2 saugt dann 500W aus der Batterie (Pylontech) bis diese in Notabschaltung geht. :thumbdown:
Somit nochmals die Frage: Wie weit funktioniert die CAN-Kommunikation zwischen Pylontech (Batterie) und MultiPlus2 wenn wir uns im ESS Mode3 befinden.
Welche weiteren Fallstricke bzgl. der Batteriegesundheit gibt es noch , wenn im ESS Modus3?


******************************* MultiPlus2 ESS Mode 1,2
Fuer diese zwei Modi benoetigt das MultiPlus momentan zwingend ein Victron Smartmeter (obwohl es eigentlich den Fronius SmartMEter auslesen koennte).
Soweit ich weiss funktioniert die CAN-Kommunikation zwischen Pylontech BAtterie und MultiPlus in den Modi 1,2 einwandfrei, was ja im Modus 3 nicht der Fall sein soll.

Auf Github gibt es eine Loesung wie man das Fronius SmartMeter als ein Victron Dbus Meter erscheinen lassen kann.
Man braucht hierzu das Venus OS auf einem Pi. Hat hier jemand Erfahrung damit?
https://github.com/RalfZim/venus.dbus-fronius-smartmeter


Griassle
heleb

Hallo, alle Fragen kann ich dir nicht beantworten.

Den SetPoint in ESS Mode 3, welcher die Einspeiseleistung steuert muss man alle 60 Sekunden setzen, andernfalls wird 0 angenommen. Falls also ein Kommunikationsproblem auftritt, beendet der Victron automatisch die Arbeit:
"These registers must be written once every 60 seconds, or the Multi will go into Passthru." (https://www.victronenergy.com/live/ess:ess_mode_2_and_3)

In dem Link stehen auch noch weitere Hinweise. z.B. dass das BMS sehr wohl eingreift. (3.4 und 3.5 sind hier interessant)
Ich plane aber dennoch als zusätzliche Sicherung die BMS-Daten auszuwerten um dann mit Script ebenfalls einzugreifen. Beispiel: Die Limits im Multi und BMS setze ich höher als im Script. Versagt das Script kann das BMS bzw. der Multi etwas später noch eingreifen.

Zu Fronius kann ich nichts sagen, aber ich habe bei mir Testweise andere Energiemessgeräte (EM) per Dbus eingebunden. In der Übersicht werden diese sauber dargestellt, diese scheinen mir aber in Modi 1 nicht berücksichtigt zu werden. Habe ich aber noch nicht endgültig getestet.

So kleines Update:

Nach meiner Odysee mit NKON (https://forum.drbacke.de/viewtopic.php?t=1916) sind meine Zellen nun endlich zuhause.
Habe alle Zellen zunächst mit meinem Barcodetool registriert (alle aus Dezember 2021), eine Excel drausgemacht, durchnummeriert, Innenwiderstand (0,16-0,18) und Spannung (3,2922-3,2945) sowie Gewicht gemessen (5,491-5,447kg). Dabei dann auch eine Sichtprüfung vorgenommen.
Alle Werte sind ok, aber bei der Sichtprüfung hat eine Zelle ein Stark verbogenes Terminal.

Ich hab dann alles flott zusammengeschustert zu einem 48V-Paket. BMS angeschlossen etc.
Das BMS hat auch fleissig die Daten ins Venus OS gepumpt. Hab dann zunächst ohne Netzverbindung am AC Out kleinere Lasten angeschlossen und dann mit dem Staubsauger weitergemacht (musste ja etwas auch wieder Saubermachen). Bis 1,3KW lief schonmal. Ein Blick in die Wärmebildkamera zeigt, dass die mitgelieferten Verbinder schön kalt blieben, jedoch der Übergang zum BMS und auch der Übergang zwischen den 8er-Blöcken ein Problem darstellen. Die Temperatur stieg in recht kurzer Zeit an einem Punkt auf 50°C an. Hier muss ich noch nachjustieren. Muss ich mal sehen ob das vor Ostern noch klappt. Gerade beim BMS weiß ich aber nicht weiter. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie das Daly BMS hier 150A verpacken soll. Die Kabel (ich glaube AWG6?) sind meiner Meinung nach wesentlich zu klein. Da ärgere ich mich jetzt, nicht das größere >150A genommen zu haben. Dort sind größere Kabel verbaut. Falls jemand passende Kabelschuhe (zwei Schrauben) findet, die ich an das 150A Daly schrauben kann, gerne melden.

Da die Terminals zwei Schraubübergänge je Seite haben, hatte ich gedacht, dass auch vier Schrauben mitgeliefert werden. Dem war nicht so, so dass ich die Busbars nur mit einer Schraube je Seite fixieren konnte. Habe direkt passende Schrauben (M6x20) und Muttern (M6) bestellt. Kommen nach Ostern an. Es waren auch nur 14 Busbars dabei ... für 2x8 ausreichend, für 1x16 aber blöd ...

Habe dann das Netz zugeschaltet und jeweils Feedin und Charge getestet. Erstmal nur geringe Lasten (bis 500W), da ja zunächst die Verbinder optimiert werden müssen - klappt grundsätzlich.
Und dann war es auch schon 2:30Uhr ... :wink:
Ich mach heute Abend ein paar Fotos von meinem Provisorium, damit alle die Hände überm Kopf zusammenschlagen können - war mir gestern dann doch zu spät.

Die nächsten Schritte wären dann die Verbindungen hinzubekommen um die Batterien vollzuladen. Anschließend alles auseinanderbauen und einen Kapazitätstest jeder Zelle zu machen.

Weiß jemand wo ich im Venus OS den Port umstellen kann?

Einstellungen->Modbus TCP-Geräte->Geräte-> hinzufügen

danach sollte das Gerät erkannt werden


Da das mit dem Stromzähler so gut klappte hatte ich die Hoffnung vielleicht sogar die ESS-Steuerung (Mode 1) des Venus verwenden zu können. Geht aber nicht, weil der Zähler den ich dort reinschiebe nicht als Grid-Zähler akzeptiert wird. Da hab ich noch keine Lösung zu gefunden. Aber ich denke es wird eh Mode 3 werden müssen - also komplett externe Steuerung. Das würde ich dann über ModbusTCP machen. Die entsprechenden Register habe ich bereits gefunden und auch testweise ansprechen bzw. setzen können. Das sieht vielversprechend aus und dürfte nicht allzuviel Arbeit sein.
Also ich hab mir nach und nach alle Zähler die ich so brauchte zusammen-gefaket...
Gibt für das VenusOS diese Library Power-Meter-Lib

Hatte zB einen Shelly EM3 im Zählerschrank und hatte aus den Werten einen SDM630 V2 nachgebaut (inzwischen gegen Elgris getauscht) ging aber gut.
Derzeit hole ich noch Daten aus einem Growatt MIC 2000 und fake den als SDM630 V2. Gibt mir auch gleich die Möglichkeit, den auf die richtige Phase zu setzen.
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Und der lässt sich auch gut auf jede Rolle im Victron setzen

Läuft im Hintergrund etwas aufwendiger programmiert in einer Codesys Runtime auf einem Raspberry. Aber dadurch habe ich erst mal alle Modus-Geräte in einem System und kann die Daten dann weiter konvertieren und verteilen, je nachdem, in welche Richtung eine Erweiterung mal geht.

Steuere hiermit zB auch die Nulleinspeisung vom Growatt oder verschiebe den GridSetPoint vom Victron durch einen Bewölkungsmesser (ob das was bringt, weiß ich noch nicht :sunglasses: )

In deinem Fall sollte man es aber möglich sein, die Daten vom E3DC Wurzelmesser oder aus dem S10 in einen Zähler für den Victron umzuwandeln.

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Also ich hab mir nach und nach alle Zähler die ich so brauchte zusammen-gefaket...
...
Das habe ich auch bereits gemacht. Ich musste aber eine andere Grundlage verwenden, da ich bereits für andere Auswertungen die Zähler auslese. Ich habe dafür alles nach MQTT geholt und mir den dbus-smappee - Driver umgeschrieben. Dieser pusht mir nun nahezu ohne Verzögerung die Messwerte ins venus OS. Das klappt besser als ich erwartet habe.
Ich hab jetzt einige Tests durchgeführt und Einstellungen anpassen müssen. Zunächst die Schrauben optimiert. Mir ist aufgefallen, dass die Schrauben relativ viel Strom leiten müssen, ich hatte testweise Schrauben mit Plastik-Abstandshalter, damit ist das Terminal sehr warm geworden.

Nach der Optimierung hab ich dann die Stromstärken erhöht. Zunächst hat das Venus nur mit 4-5A geladen. Ursache war ein falsch eingestellter SOC im BMS. Dann hat er auf 50A begrenzt, Ursache war eine Voreinstellung im serial-battery-Driver welche 50A Charge und 60A Discharge voreinstellt. Nun hab ich die Verbinder bis 63A testen können. Die Kabel vom BMS scheinen dann doch dafür ausreichend zu sein, wird jedenfalls kaum warm. Nachdem ich alle Schrauben nochmal etwas fester gezogen habe, sieht es auch in der Wärmebildkamera gut aus.

Eigentlich bin ich davon ausgegangen die gesamte Steuerung selber zu programmieren, nun habe ich in meinen Tests aber den ESS Mode 1 aktiviert, und zu meinem Erstaunen funktioniert das sehr gut (ohne teures BMS und ohne teuren Victron-Zähler und ohne etra Shunt). Einziges Problem ist, dass sich E3DC und Victron gegenseitig ausregeln. Dafür muss ich dann eingreifen. Mir ist auch aufgefallen, dass der Victron wesentlich langsamer regelt als das E3DC. Ich werde daher für die Lasten das E3DC vorrangig behandeln und den Victron nur zuschalten, wenn bestimmte Grenzen überschritten sind.
Die Terminals mit doppelten Schrauben gefallen mir übrigens sehr gut! Hohe Kontaktfläche, mehr Möglichkeiten! Die Aufbauhöhe wird nur etwas höher und es besteht ein Transportproblem bei den Zellen, sonst tiptop.


Der Provisorische 48V-Block

Mal bei 63A Last mit Wärmebildkamera

So sieht jetzt die Darstellung im VRM aus.

Jetzt teste ich gerade höhere Ströme und stelle fest, dass mein 150A Sicherungsautomat (https://www.bau-tech.shop/batterie-sicherung-trennschalter-sicherungs-automat-12v-24v-48v.html) relativ heiß wird und dann auch zu früh auslöst. (2min / 83A, 5min / 75A)
Sind die Dinger einfach nix oder hab ich ein Montagsgerät?
Schade, wollte jetzt eigentlich mal voll belasten, und dann sowas ...
Ich denke ich werde es unabhängig davon was nun der Grund ist rausschmeissen, die Anschlüsse gefallen mir nicht sonderlich.

Die Dinger sind einfach nur Müll...für eine kleine Anlage mit 10,20 oder 30A evtl. noch zu gebrauchen, aber nicht um ein ganzes Haus dran zu hängen...
Meine erste Sicherung war auch so eine, ging ca. 2 Monate gut, dann war sie durch...Mittlerweile hängt bei mir ein NH00 Trenner mit entsprechender Sicherung für jede Batterie dran... einfach ein geiles Gefühl den einrasten zu lassen :lol:

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Die NH00-Trennschalter schau ich mir gerade an. Wie werden die Montiert? Die kommen doch auf Sammelschienen und sind riesig? Hast du Bilder davon wie du den montiert hast?

gibt nichts geilers als nh trenner bei mir der nh1 im bild der gute alte von siemens mit metallscharnier nicht so leicht zu zerstören



ich habe die masse außen rausgeführt da ich alle 3 sicherungen für die + seite brauche
wenn man nur 2 + braucht kann man an der dritten stelle ein nh trennmessereinsetzen an das kommt dann der minus und man kann allpolig trennen

Die NH00-Trennschalter schau ich mir gerade an. Wie werden die Montiert? Die kommen doch auf Sammelschienen und sind riesig? Hast du Bilder davon wie du den montiert hast?
Ich hab mir zwei 2Polige von ABB geholt, da ich zuerst Plus und minus zusammen trennen wollte für beide Akkubänke. Hab mich aber nun doch umentschieden und nutze jetzt einen doppelten für die zwei Plus Leitungen von den Batteriebänken. Die von ABB kann man "entkoppeln", sodass ich jede Sicherung einzeln ziehen kann.
Befestigen kannst die sogut wie überall...
![0=4628-Screenshot_20220417-002041_Gallery.jpg|802x1239](upload://tosT6Qo1mr7or9DZJOoc6a9Jotb.jpeg)

Habe schon lange kein Update mehr gegeben, wird mal langsam Zeit.

Seit Ende April läuft der Speicher bei mir im Testbetrieb. Ich bin an sich sehr zufrieden damit.
In meinem Dashboard habe ich den Speicher nun komplett integriert (https://pv.pincrushers.de/).
Seit dem letzten Update hab ich einiges an der Box noch ergänzt oder angepasst.
- Als Trennschalter hab ich einen klassichen genommen. Der NH0 war mir zu groß. (https://www.amazon.de/gp/product/B07XZD29B3/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o09_s00?ie=UTF8&psc=1)
- Ich hab ihr einen 350A Andersson Stecker spendiert. Etwas groß, aber dafür Belastbar :wink: (https://www.amazon.de/gp/product/B08MT2XD8X/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1)
- Die einzelnen Zellkabel für Balancer und BMS hab ich rausgeführt und auf eine Verteilerschiene mit 1,5mm² gelegt (https://www.amazon.de/gp/product/B00EPM9ADC/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o07_s00?ie=UTF8&psc=1) sollte dadurch belastbar genug sein, um auch größere Strommengen zu balancen. Außerdem hab ich dadurch weniger Kabel an den Zellen. Ein Balancer oder BMS-Wechsel gestaltet sich dadurch auch wesentlich einfacher.
- Ich hab 20 Temperatursensoren (DS18B20, 1-Wire) verbaut (auch im Dashboard sichtbar). Das Kabelmanagement dafür muss ich noch überarbeiten, aber ich suche noch die passenden Positionen für die Sensoren.
- Der Deckel hat Abschließbare Klappscharniere bekommen.
- Alle Verbindungskabel sind Steckbar über die RJ45-Steckleiste. Sieht nicht schön aus, aber ist funktional. Wie man in den Bildern sieht sind noch weitere Anschlüsse möglich. z.B. ein weiteres Akkupack, wo dann die Temperatursensoren und das BMS angeschlossen werden könnten. Dadurch brauche ich nur einen Raspi.
- Zuletzt hab ich noch zwei Lüfter montiert. Diese kommen aus einem alten Server und sind sehr Leistungsstark. (12V, 60mm, 18W!) Die lassen sich über PWM steuern, und das ist auch mein Ziel. Eingeschaltet werden diese über ein eigenes Relay vom RPI, dahinter sitzt dann neben Sicherung etc. noch ein 48V zu 12V DC-DC Wandler. Die Dinger pusten den Akku mal so richtig frei, und sind so laut, dass ich sie aus dem Keller noch in der Küche im EG höre. Die Lüfter sind nicht unbedingt notwendig, im Keller sind maximal 22°C im Sommer. Mir ist aber aufgefallen, dass wenn ich eine Komplette Ladung mit Hoher Ladeleistung durchführe der gesamte Akkublock auf knapp 30°C aufheizt. Das ist für die Zellen nicht ideal, daher war meine Idee in diesen Extremzeiten die aktive Lüftung anzuwerfen. Mittels PWM soll dann die Drehzahl der benötigten Kühlung angepasst werden. Leider hab ich es noch nicht geschafft ein gutes PWM-Signal mit dem RPI auszugeben. Daran arbeite ich gerade. Optional wäre noch das Tacho-Signal auszuwerten um die Funktionstüchtigkeit des Lüfters zu überwachen. Aber das ist spielerei.

Ansonsten fehlt mir nach wie vor noch eine Steuerung. Immer wenn ich damit anfange merke ich, dass diese komplexer ist als ich vermutet habe.
Vom Grundsatz bin ich so weit, dass ich alle benötigten Werte Lesen und Schreiben kann. Die Anforderungen sind eigentlich auch klar. Aber ich hab jetzt mehrfach einen Versuch gestartet und jedesmal verrenne ich mich, weil die Regelung "perfekt" werden soll. Ich werde das jetzt anders angehen. Das Grundkonzept ist aber klar. Die Ausregelung übernimmt Victron bzw. E3DC selbst. Nur der Rahmen soll gesteuert werden. Also z.B. ob überhaupt geladen oder entladen werden darf, ob der WR auch aus sein kann und wie die maximale Lade- und Entladeleistung sein soll. Da der E3DC schneller regelt würde ich diesen auch primär einsetzen und erst bei höheren Lasten oder wenn der E3DC leer ist, würde ich den Victron zuschalten.

Mir sind außerdem noch einige Dinge aufgefallen:
a) Der Victron regelt langsam! Auch die Updates der Messwerte vom Victron sind mehrere Sekunden verzögert. Das macht eine Regelung doch nicht einfach und es entstehen unweigerlich Bezüge an Netzstrom, die eigentlich nicht sein müssten.
b) Es gibt scheinbar keinen Energiezähler. Nach jedem Verbindungsverlust oder Akkutrennung werden die paar vorhandenen Zähler resettet. Daher kann ich gar nicht genau sagen wieviel kWh bereits durchgelaufen sind und auch nur schwer wie hoch die Verluste sind. Wird aber bei 200-300kWh liegen.
c) Effizienz ist relativ schlecht. Scheint im Bereich 70-80% zu liegen. Das kann ich noch (und werde ich) optimieren. Ein hoher Effizienzverlust entsteht durch die Bereitstellung 24/7. Der Eigenverbrauch des MP2/5000 liegt bei ca. 40W. Das sind schon alleine fast 1kWh am Tag. Die zieht er sich aus der Batterie. Ich werde die Steuerung so bauen, dass der MP2 sich abschaltet wenn er nicht gebraucht wird. Dann zieht er <2W.
d) Im DalyBMS ist die Messung der Stromstärke nichtmal mehr ein Schätzeisen. Bei Konstanter Leistung schwankt der Wert um fast 50%. Die Messung im Victron ist genauer.

e) Oberhalb von 58A Ladeleistung bricht der Victron aus mir unerklärlichen Gründen ab. Ich hab das Daly BMS in Verdacht. Die Spannungswerte knallen irgendwann in die Höhe und der Victron hört dann auf. Das Daly ist ein 150A d.h. 75A Ladeleistung, 150A Entladeleistung. Ich denke, dass ich ein größeres brauche.
f) Der 10A Balancer (https://de.aliexpress.com/item/1005003132170432.html?spm=a2g0o.order_list.0.0.21ef5c5fYdfePT&gatewayAdapt=glo2deu) arbeitet gut und hat sogar eine Austauschzelle in wenigen Tagen gebalanct - bei fast 50% SOC-Unterschied. Allerdings wird das Ding relativ warm (>30°C an Gehäuse Außenseite). Und er scheint immer zu Balancen. Es ist auch im Ruhezustand das wärmste Bauteil in der Akkubox. Denke das trägt zur schlehten Effizienz bei.
g) Ich hab mich etwas geärgert so große Kabel (70mm²) genommen zu haben. Ist doch recht schwer im Handling.

Hallo hanes1

f) Der 10A Balancer (https://de.aliexpress.com/item/10050031 ... pt=glo2deu) arbeitet gut und hat sogar eine Austauschzelle in wenigen Tagen gebalanct - bei fast 50% SOC-Unterschied. Allerdings wird das Ding relativ warm (>30°C an Gehäuse Außenseite). Und er scheint immer zu Balancen. Es ist auch im Ruhezustand das wärmste Bauteil in der Akkubox. Denke das trägt zur schlehten Effizienz bei.

Warum hast Du eine ausgetauscht?

Wie zufrieden bist Du mit den 280Ah EVE-Zellen, die Du bei nkon.nl bestellt hast und wie sind deine Erfahrung mit nkon.nl?

Ich überlege meine 280Ah EVE-Zellen auch bei nkon.nl zu bestellen.

Die von NKON gelieferte Zelle war an den Terminals verbogen. Habe ich hier beschrieben:

https://forum.drbacke.de/viewtopic.php?p=23632#p23632

Der Austausch war problemlos und kurzfristig. Rücksendung für mich kostenfrei.
Insgesamt sind die Zellen ok. Mit NKON bin ich an sich zufrieden, Kontakt mit Arjan war immer gut, manchmal musste ich etwas erinnern, aber eigentlich war er gut.