Die bisher gewonnenen Daten des PV-Zauns sind in Summe zwar stark von Verschattung geprägt, liefern aber dennoch eine zentrale Erkenntnis:
Für diese spezifische Zaunkonstellation sind Systeme mit Einzeloptimierern (z. B. SolarEdge, Huawei SUN2000) offenbar technisch sinnvoll und ertragsrelevant.
Durch die Auswertung auf Modulebene (SolarEdge) lässt sich (in diesem Auszug) klar erkennen, wie stark einzelne Module regelmäßig durch den davor parkenden PKW verschattet werden. Diese zusätzliche, häufige Teilverschattung führt zu deutlich reduzierten Erträgen einzelner Module.
Im bisherigen Januar liegt die Modulerzeugung (aus dem Auszug) zwischen 990 Wh (bestes Modul) und 410 Wh (stärkst verschattetes Modul).
In einer klassischen Reihenschaltung würde das schwächste Modul den String begrenzen – der gesamte String hätte somit maximal etwa 2050 Wh erreicht, statt der 3948 Wh mit Optimierern.
Bezogen auf den potenziellen Stringertrag entspricht das einem Mehrertrag von nahezu 50 %, der ausschließlich auf die Modul-Einzeloptimierung zurückzuführen ist.
Gerade für den PV-Zaun mit:
wechselnder Teilverschattung
niedriger Modulhöhe
temporären Hindernissen (PKW)
zeigen die bisherigen Daten, dass Einzeloptimierer nicht nur „nice to have“, sondern technisch klar gerechtfertigt sind.
Spannend wird die Langzeitauswertung: Ende 2026 wird sich zeigen, wie stark sich dieser Effekt über ein vollständiges Jahr inklusive Sommermonaten tatsächlich auf den Gesamtertrag auswirkt.
Man kann sehr gut sehen, wie stark sich der Sonnenstand bzw. dessen Schatten auf das Ergebnis auswirkt. Die Anlage arbeitet mit Einzeloptimierern pro PV-Modul. Hätte – wie bei einer üblichen Reihenschaltung – immer das schlechteste Modul den Gesamtertrag definiert, wäre das Ergebnis nicht 131 kWh, sondern deutlich schlechter, vermutlich um den Faktor 5 schlechter.
Es ist wohl etwas kompliziertert aber bestimmt lohnt es sich bei mehreren Verschattungen:
Ohne Optimierer:
(..) und es stellt sich in diesem Beispiel ein Leistungsverlust von 4,4% für den gesamten Solargenerator ein. Die verschattete Fläche beträgt dabei nur 0,8% der Solargeneratorfläche.
Ich weiß nicht wie genau deine Daten das ermöglichen auszuwerten, aber moderne Strang WR würden ja die einzelnen Module ausblenden können solange genug übrig bleiben.
Das wird natürlich schlechter als Optimierer ausfallen aber bestimmt nicht um Faktor 5.
Es würde wahrscheinlich mehr Sinn machen, dann den Ertrag der x schlechtesten Module heraus rechnen und dann von den übriggebliebenen wieder hoch rechnen.
Das ist nicht richtig. In der Reihenschaltung verlierst du die verschattete Fläche, dargestellt in den bypassdioden- feldern. Wenn der wandler gutes Schatten Management hat.
@carolus@ironmaster@lichtquant
Entschuldigt die späte Rückmeldung. Ich habe mein Postfach nicht abgerufen, und von daher habe ich nicht reagiert. Erstmal habt Ihr recht, ich lag falsch.
Lustig ist ja wenn man gezielt nach Studien zu den Dioden sucht findet man wirklich etwas :
Der März 2026 fing gut an, doch dann schwächelte das Wetter wieder, und wir sind leider im Gesamtertrag für den März unter einer Megawattstunde geblieben. Hoffen wir auf den April!
Neues vom PV-Zaun – oder: „Nichts hält länger als ein Provisorium"
Vielleicht kennt ihr das: Bei der Montage hat man nicht immer das exakt richtige Teil zur Hand und baut dann aus dem, was noch da ist, etwas Funktionierendes zusammen – in der festen Überzeugung, es natürlich schnellstmöglich gegen die richtige Version zu tauschen.
Bei mir war es ein MC4-Stecker-Klon, weil das eigentliche Teil irgendwo verschwunden war. Natürlich habe ich die Korrektur nie vorgenommen, sondern das Problem schlicht verdrängt.
Am Freitag zeigte die Statistik dann folgendes Bild:
Ein direkter Kurzschluss – mein erster Gedanke: „Marder" oder irgendetwas abgebrannt. Bei der optischen Prüfung war jedoch nichts zu sehen: kein verschmorter Stecker, kein beschädigtes Kabel.
Um dem Fehler auf die Spur zu kommen, habe ich alle rund 200 MC4-Stecker- und Kupplungskontakte geöffnet und geprüft. Der letzte Stecker, den ich mir vornahm – ausgerechnet der –, ließ Wasser herauslaufen. Es war natürlich der besagte MC4-Stecker-Klon.
Fazit:
Das Schöne am Verdrängen ist, es funktioniert. Bis es das nicht mehr tut. Und dann steht man da, mit 200 geprüften Steckern, und der letzte lacht einen nass an.
Stimmt, aber genau diese Zeit, also die Wintersonnenwende bis zu den benachbarten Kardinaltagen ist ja die Kernzeit für senkrechte Modulanbringung. vornehmlich Richtung Südost.
Auch Süd /West funktioniert sehr gut , sehe ich ja an meinen ausgerichteten Modulen Süd zaun und West fassade vor allem die Westfassade wenn dann auch noch schnee liegt
Da gehe ich von aus, der Stecker liegt auf der Hutschiene aus Metall, und bei Regen gibt das eine schöne “Wasserbrücke”. Nach dem Tausch des Steckers gab es keine Probleme mehr…