DIY PV-Zaun Abenteuer: Vom Borkenkäfer zum Stromerzeuger

Zwischenfazit PV-Zaun (Stand: Januar)

Die bisher gewonnenen Daten des PV-Zauns sind in Summe zwar stark von Verschattung geprägt, liefern aber dennoch eine zentrale Erkenntnis:
Für diese spezifische Zaunkonstellation sind Systeme mit Einzeloptimierern (z. B. SolarEdge, Huawei SUN2000) offenbar technisch sinnvoll und ertragsrelevant.

Durch die Auswertung auf Modulebene (SolarEdge) lässt sich (in diesem Auszug) klar erkennen, wie stark einzelne Module regelmäßig durch den davor parkenden PKW verschattet werden. Diese zusätzliche, häufige Teilverschattung führt zu deutlich reduzierten Erträgen einzelner Module.

Im bisherigen Januar liegt die Modulerzeugung (aus dem Auszug) zwischen 990 Wh (bestes Modul) und 410 Wh (stärkst verschattetes Modul).
In einer klassischen Reihenschaltung würde das schwächste Modul den String begrenzen – der gesamte String hätte somit maximal etwa 2050 Wh erreicht, statt der 3948 Wh mit Optimierern.

Bezogen auf den potenziellen Stringertrag entspricht das einem Mehrertrag von nahezu 50 %, der ausschließlich auf die Modul-Einzeloptimierung zurückzuführen ist.

Gerade für den PV-Zaun mit:

  • wechselnder Teilverschattung

  • niedriger Modulhöhe

  • temporären Hindernissen (PKW)

zeigen die bisherigen Daten, dass Einzeloptimierer nicht nur „nice to have“, sondern technisch klar gerechtfertigt sind.

Spannend wird die Langzeitauswertung: Ende 2026 wird sich zeigen, wie stark sich dieser Effekt über ein vollständiges Jahr inklusive Sommermonaten tatsächlich auf den Gesamtertrag auswirkt.

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Endlich hatte ich Zeit, mich mit den Zahlen aus dem Januar zu beschäftigen. Das Ergebnis: 131 kWh Ertrag für den Januar 2026.

Man kann sehr gut sehen, wie stark sich der Sonnenstand bzw. dessen Schatten auf das Ergebnis auswirkt. Die Anlage arbeitet mit Einzeloptimierern pro PV-Modul. Hätte – wie bei einer üblichen Reihenschaltung – immer das schlechteste Modul den Gesamtertrag definiert, wäre das Ergebnis nicht 131 kWh, sondern deutlich schlechter, vermutlich um den Faktor 5 schlechter.

Also in meinem Fall (bei anderen kann das natürlich anders sein) ist die Variante der Einzeloptimierer eine sehr gute Wahl.

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Es ist wohl etwas kompliziertert aber bestimmt lohnt es sich bei mehreren Verschattungen:

Ohne Optimierer:

(..) und es stellt sich in diesem Beispiel ein Leistungsverlust von 4,4% für den gesamten Solargenerator ein. Die verschattete Fläche beträgt dabei nur 0,8% der Solargeneratorfläche.

(Teilverschattung an Photovoltaikmodulen Teil 2/3 - pvBuero

Interessant für mich wäre der Sweetspot im Preis / Haltbarkeit / Ressourcen.

Würde ich aber erst berechnen, wenn ich so einen Zaun wie du baue.

Ich weiß nicht wie genau deine Daten das ermöglichen auszuwerten, aber moderne Strang WR würden ja die einzelnen Module ausblenden können solange genug übrig bleiben.
Das wird natürlich schlechter als Optimierer ausfallen aber bestimmt nicht um Faktor 5.

Es würde wahrscheinlich mehr Sinn machen, dann den Ertrag der x schlechtesten Module heraus rechnen und dann von den übriggebliebenen wieder hoch rechnen.

Das ist nicht richtig. In der Reihenschaltung verlierst du die verschattete Fläche, dargestellt in den bypassdioden- feldern. Wenn der wandler gutes Schatten Management hat.

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Das ist wie gesagt nicht haltbar.

@carolus @ironmaster @lichtquant
Entschuldigt die späte Rückmeldung. Ich habe mein Postfach nicht abgerufen, und von daher habe ich nicht reagiert. Erstmal habt Ihr recht, ich lag falsch.

Lustig ist ja wenn man gezielt nach Studien zu den Dioden sucht findet man wirklich etwas :wink: :

https://www.mdpi.com/1996-1073/13/10/2472

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/pip.3297

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Weiter geht es mit dem PV Ertrag aus dem Feb. 2026


Der Feburar 2026 war in Münster eher als GRAU zu bezeichen, wenige Sonnentage sind in der Statistik gut zu erkenne.

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