DIY Installation Klima-Split-Geräte

Nein. Das ist ja der Vorteil des "Ventildrückers" Die Reihenfolge ist: Vakuum ziehen - "entdrücken" - demontieren.
Pumpe immer als erstes anschalten und als letztes ausschalten! Niemals ausschalten mit "gedrücktem" Ventildrücker, sonst kann es Öl aus der Pumpe in die Leitungen ziehen.
Also komplett: Ventildrücker montieren, Schläche der Monteurhilfe/Pumpe lose anschließen, Pumpe anschalten, Schläuche fest anziehen. Pumpe eine Weile laufen lassen, Ventildrücker betätigen ("drücken" durch drehen im Uhrzeigersinn) - Vakuum ziehen
Wenn das Vakuum gezogen ist: Ventildrücker öffnen (gegen den Uhrzeigersinn, also so, dass das Schraderventil wieder geschlossen ist)
Ab da kann die Pumpe eigentlich aus und die Schläuche demontiert werden, aber sicherheitshalber habe ich den Ventildrücker auch bei laufender Pumpe abgeschraubt.

Hallo, ich hätte da mal Fragen zum Löten an die Profis.

Wir reden hier doch vom Hartlöten oder geht auch Weich löten?

Gibt es für das Rohr fertige Lötmuffen oder wie wird dann solch eine Lötverbindung hergestellt?

Wenn Hartlöten, wie ist es da mit dem "verzundern" vom Rohr, speziell Innen?

Hartlöten, geht dazu Silberlot + passendes Flußmittel was für Erdgasleitungen eingesetzt wird?

Salü,

nochmals Ventildrücker.

Das Prozedere des Ablaufs (letzter Post: Drückerkolonne) habe ich schon verstanden. Das Teil wurde noch nicht geliefert. Fehlt mir daher die Objektbegutachtung. Daher Theorie.

Also was ich bis jetzt über die Mechanik des Ventildrückers verstanden habe: durch das Montieren des Ventilkörpers wird das Schraderventil noch nicht geöffnet, sondern erst bei Drück-/Drehbetätigung des Ventildrückers.

Zur Demontage des Ventildrückers: Mit „Schrader schließen“ und „Schraderventil über Ventildrücker schließen“ ist das Schließen über das Drück-/Drehrad des Ventildrückers gemeint. Richtig? Dann gibt das Ganze ein Bild. (boaah, aus dem Text könnte Loriot einen Wortsketch basteln)

Meine Nachfragen resultieren aus der Arbeit mit Druckluft. Dort wird die Verbindung oft im Moment des Aufsteckens hergestellt. Beispiel Reifenventil (PKW). Beim Aufsetzen des Druckluftprüfers wird der Stift im Schraderventil betätigt, abziehen wieder durch Federkraft geschlossen. Oder aber Sclaverand-Ventil (Rennrad). Bei diesem muß zuerst das Ventil selbst über eine Rändelmutter geöffnet werden. Um bei den Beispielen zu bleiben. Bei einer Druckluftprüfung die Prüfeinrichtung bzw. den Verbindungsschlauch erst zu montieren und dann über eine Mechanik (an dem direkt auf dem Ventil montierten Bauteil) das Ventil zu öffnen, hatte ich im ersten Moment so nicht auf dem Schirm. Klar, hier gehts um KA`s und R32, andere Hausnummer. Aber Dank euren Erklärungen, die ich nun hoffentlich richtig interpretiere, sollte der Groschen gefallen sein.

Glückauf!

Ich wüsste auch nicht, wie es sonst Sinn ergeben sollte. Was hast du denn bestellt, haste einen Link?

Mit dem hier verwendeten Ausdruck Ventildrücker bin ich auch nicht glücklich, andere blumige Bezeichnungen sind Sicherheitsventil, Durchflussregelventil. Am treffendsten finde ich noch Schraderventildurchgangsöffner mit der Zusatzbezeichnung 1/4" 1/4" oder 1/4" 5/16", für die unterschiedlichsten Kältemittel. Was wird denn für R32 Anlagen gebraucht?

Ich hab mir auch die Pumpe und Schläuche geliehen, deshalb weiß ich nicht, welches Gewinde die genau haben. Der Abgang zum Schlauch wird bei den Ventilen ja mit 1/4" angegeben. Daher wäre für mich 1/4" 1/4" logisch. In Rezessionen und Angeboten steht aber 1/4" 5/16" für R32, also widersprüchlich.

Weiss nicht ob das hilft, aber so sah meine Konstellation aus (ich habe 3-stufig vakuumiert, mit Stickstoff gebrochen).

Das Schraderventil im Serviceport habe ich dringelassen, da ich auch mit auf den gewünschten Micron Wert kam (und das auch relativ flott).
Wichtig ist halt, dass man die im Bild gezeigte Konstellation erst vom Serviceport entfernt, nachdem man das Vakuum mit Kühlmittel gebrochen hat.

Ich habe damals auch ein Ventildrücker gekauft (liegt in meinem Set bei), ihn aber nicht benutzt.

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So sah das bei mir aus beim Abdrücken mit Stickstoff:

Und so beim Evakuieren:

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In Deutschland ist bei Kälteanlagen Hartlöten vorgeschrieben. Die Amis hingegen löten viel weich mit speziellen Loten.

Lötmuffen sind im Fachhandel erhältlich. Gegen verzundern muss mit Schutzgas gearbeitet werden, typisch wird Stickstoff innen durchgeleitet.

Gängiges Silberlot sollte passen. Beim Flussmittel muss man aufpassen, nur welches für Kältesysteme verwenden, weil ja Rückstände bleiben könnten, die kompatibel mit dem Kältemittel sein müssen.

Richtig, wird erst geöffnet, wenn du den Drückerstift über das Handrad reindrehst. Bei der Montage/Demontage des Ventildrückerhahns wird der eigentlich immer vorher in die linke Stellung gedreht, damit das Ventil geschlossen ist.

Und ja, "Schrader schließen" heißt, Ventildrückerhahn ganz nach links drehen, damit der Schrader dann geschlossen ist.

Des Rätsels Lösung mit dem Schraderventildurchgangsöffner oder kurz Ventildückerhahn. 1/4" oder 5/16" sind nicht vom Kühlmittel abhängig, sondern vom Hersteller der Klimaanlage und welche Anschlussgröße der verwendet.

Damit ist auch klar, die von mir verwendeten Schlauchanschlüsse haben 1/4" und die passten direkt auf eine Midea Anlage. Also passt Ventildrückerhahn 1/4" 1/4" mit der blauen Kappe z.B. bei Midea. Ein Hahn 1/4" 5/16" mit der roten Kappe passt z.B. auf eine Daikin. Das sieht man ja auf @matsches Fotos. Ich hab auch noch eine Daikin, da hab ich das gerade verifizieren können. Die Schläuche passen dort nicht direkt, aber es liegen Ventildrückeradapter mit in der Box, die passen dort.

Das erklärt auch, weshalb meist ein Pärchen dieser Adapter angeboten wird. Da ist man dann auf der sicheren Seite, wenn die Größe nicht klar ist.

Hallo Win.

Hättest du evtl. Anbieter wo man Kupfermuffen + geeignetes Flußmittel bestellen könnte?

Gern mit Link oder ggf. Herstellerbezeichnung.

Salü,

diese Teile habe ich bestellt:

Eins davon sollte passen?

Glückauf!

Ja, der rote Hahn sollte 5/16 Anschluss haben, der passt.

Kupfermuffen für 1/4-Zoll und 3/8-Zoll Rohre? Die gibt's da:

Flussmittel: Wenn man Silberlote nimmt, braucht man das. Mit Kupfer-Phosphor-Loten geht es ohne Flussmittel. Beispiel siehe hier:

Hallo Alexx

Um hier Missverständnissen vorzubeugen, für Silberlot geht das im Beitrag erwähnte ebay.de - Fontargen F 300 Flußmittel? Oder man nimmt als Lot das Rothenberger Rolot 607 was dann ohne Flußmittel gehen sollte.

@Win, wäre es vielleicht sinnvoll wenn man die Infos zum Löten in deinem "FAQ" aufführt?

Vielleicht gibt es ja auch noch Alternativprodukte?

Grundlegend, wenn ich mir die Preise für die Muffen ansehe vs. Preise für die SAE-Fittings. Dann würde ich wohl trotz vorhandenem Silberlot + ausreichend Erfahrung im Hartlöten doch weiterhin die SAE-Fittings verwenden. Man spart sich dann auch die Stickstoffspülung.

Ich hab keine Erfahrung in Sachen Hartlöten, aber ich kann gerne Infos dort mit aufnehmen. Dann müsste mal jemand stichpunktartig zusammenschreiben, was rein soll.

Wenn du es nach Lehrbuch machen willst, dann nimmst Du ein Silberlot (idealerweise mit 55% Silberanteil) und verwendest ein Flussmittel wie das von Dir oben verlinkte F300. Dann noch das Rohr innen während des Lötvorganges mit Stickstoff spülen. Das ist der ordentliche Weg.

Wenn Du es eher DIYer-mäßig und nicht nach Lehrbuch machen willst, dann nimmst Du ein Kupfer-Phosphor-Lot wie das Rolot 607. Das geht für reine Kupfer-Kupfer-Lötungen prima ohne jedes Flussmittel. Man braucht aber eine höhere Arbeitstemperatur, das Kupferrohr muss rotglühend sein.

Wenn Stickstoff gerade zu umständlich oder zu teuer zu besorgen ist und auch kein Argon von einem WIG- oder MIG-Schweißgerät zur Hand ist, nimmst Du zum Spülen der Rohre während des Lötvorganges einfach eine Helium-Ballongasflasche aus dem Baumarkt. Helium ist als Edelgas chemisch komplett inert und damit ein perfektes Schutzgas. Diesen Tipp habe ich hier gefühlt auch schon 1000x gepostet. Die Ballongasflaschen haben fast immer ein 1/4" SAE-Ventil, so dass man anschlusstechnisch direkt in der Welt der Kälteanlagen ist. Der Fülldruck liegt meist so um die 20-30 bar, so dass man es hinterher auch gleich für den Drucktest einsetzen kann.

Und wenn Du es so machen möchtest, wie man es eigentlich nicht machen soll, dann lötest Du mit Kupfer-Phosphor-Hartlot und pfeifst auf die Spülung des Rohrinneren. Das gibt dann schwarze, bröselige Kupferoxid-Abscheidungen auf der Rohrinnenseite. Die hat man dann im Kältemittelkreis. Soll man eigentlich nicht machen, habe ich aber schon mehr als einmal gemacht. Bis jetzt habe ich damit noch keine Kälteanlage kaputt bekommen. Die halten doch oft mehr aus, als man gemeinhin denkt. Soll aber ausdrücklich keine Empfehlung zur Nachahmung sein. Macht es lieber gescheit...

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Habe nun das Testo 552

hat zwei Anschlüsse.

Weiss jemand, wie man das anschließt?

An einem Anschluss die Pumpe, den anderen Anschluss an das Ventil?

Steht so nicht in der Beschreibung drin

Wird sozusagen in Reihe geschaltet. Ich mache es in Kombination mit der Monteureinheit: Pumpe -> Schlauch -> Monteureinheit Mitte -> Monteureinheit rechts -> Schlauch -> Testo 552 -> Schlauch -> Ventildrückerhahn -> Serviceport Anlage.

Hintergrund: Ist immer gut, die Pumpe vor dem Abschalten absperren zu können, damit kein Öl in die Schläuche zieht. Außerdem kann das Vakuum bei ausgeschalteter Pumpe nur gehalten werden, wenn man die Pumpe absperren kann.

Was natürlich auch geht: Pumpe -> Schlauch -> Kugelhahn -> Testo552 -> Schlauch -> Ventildrückerhahn -> Serviceport Anlage.

Wenn du das Testo noch schützen willst, dann besser auch noch hinter dem Testo552 einen zweiten Kugelhahn. Hintergrund. In dem Moment, wo man die Inbusabsperrungen aufdreht und Kältemittel einströmt, könnte es bei einem Fehler passieren, dass das Ventil im Serviceport nicht geschlossen ist. Dann liegt Druck vom Kältemittel am Testo552 an und es geht kaputt. Das kann nur um 5 bar Maximum.

@win

Ist das so gemeint?

Ja genau. Sieht doch logisch aus, oder hast du irgendwie Zweifel?