Das ist ein Hinweis-Block, der dort eingefügt wurde und zahlreiche Hinweise enthält, die nicht unbedingt genau an diese Stelle gehören. Es meint vermutlich, dass du nach kompletter Installation die Anlage erstmal eine Zeit lang im Standby Modus halten solltest, bevor du startest. Von Daikin kenne ich das so, dass die sogar 7 Stunden schreiben. Aber in der Praxis hält sich da niemand dran, weil das im Grunde unmöglich für Monteure ist. Die installieren dir ja nicht alles und kommen erst am nächsten Tag wieder, um es zu testen. Das passt einfach nicht in die betrieblichen Abläufe. Aber wenn man Zeit hat, kann man das ruhig machen.
Das ist eine etablierte Methode, um das System zügig zu trocknen, vor allem auch im Winter, wo die normale Trocknung über Vakuum nicht so gut funktioniert. Die spülen einfach mehrfach mit Stickstoff, weil trockener Stickstoff gut Feuchtigkeit aufnimmt. Also immer abwechselnd Vakuum ziehen und das Vakuum mit Stickstoff brechen (also keine Luft ins System ziehen lassen, sondern direkt Stickstoff). Stickstoff hat man ja eh da, um die Druckprüfung zu machen.
Davon kann man natürlich abweichen und stattdessen einfach länger Vakuum ziehen. Wenn das Vakuum niedrig genug ist, siedet das Wasser und wird über die Vakuumpumpe abgeführt. Im einfachsten Fall lässt man die Pumpe 45min laufen und die Sache ist erledigt.
WICHTIG: Man sollte an der Anlage Ventildrückerabsperrhähne nutzen, damit man nach der Evakuierung direkt an der Anlage das System schließen kann. So kommt erst gar kein Kältemittel in die Füllschläuche.
@win Was schlägst du vor? Einfaches (einmaliges) Vakuumieren mit entsprechend Zeit? Oder der 3-stufige Weg (dann bräuchte ich wohl auch ein Micron Unterdruck Messgerät (??) ) Was machen denn gelernte KT's?
Ich hole heute eine gebrauchte R32 Rothenberger (6.0) Vakuumpumpe ab, um weiter vorbereitet zu sein.
Die würde ich nach Installation dann gerne hier für Interessierte zur Verfügung stellen.
Was mir dann ja final noch fehlt ist Stickstoff, das Gas selber gibt es ja hier und da auch als Pfandflasche.
Ich würde aber gerne darum herumkommen, mir ein Flaschenmanometer / Druckminderer zu kaufen, gibt es denn hier im Forum jemanden, der ein Solches verkaufen / verleihen / vermieten will? Das lässt sich zumindest gut mit der Post verschicken... Ich will meine Leitungen einmal spülen, weil ich nicht 100% sicher bin, dass da doch ein Körnchen vom Entgraten drin geblieben ist...
Jetzt, wo es so warm ist, reicht ein einmaliges Evakuieren für vielleicht 45min völlig aus. Insofern du aufgepasst hast, dass keine direkte Feuchtigkeit ins System gekommen ist. Ich würde es so machen: 30min evakuieren. Das mal 24 Stunden stehen lassen und am nächsten Tag schauen, ob Unterdruck noch vorhanden. So kann man grobe Undichtheiten ausschließen. Dann Drucktest mit Stickstoff, 20 bar reichen aus, wer will kann auch auf maximalen Anlagendruck gehen, wären dann 40 bar. Auch das besser mal einen Tag stehen lassen, wenn man Zeit hat. Und dabei auch mit Lecksuchspray alle Verbindungen prüfen. Dann nochmal 45min evakuieren, Ventildrückerhähne schließen und dann ist man an dem Punkt, wo der Klimatechniker die Inbus-Ventile öffnen würde. Das macht der normal erstmal auf der Flüssigseite 90 Grad für 5s. Dann wieder schließen und erstmal alles mit einem Schnüffler abschnüffeln. Ist auch hier Dichtheit festgestellt, müssen beide Inbusschrauben ganz aufgedreht werden. Aber nur sanft bis zum Endanschlag drehen.
Wenn du nicht einfach an Stickstoff kommst, kauf dir eine Ballongas-Flasche für 30 Euro. Die hat in der Regel einen SAE-Anschluss, wobei du prüfen musst, ob man ohne Druckminderer arbeiten kann. Bei den Flaschen, die ähnlich wie Propangasflaschen aussehen, sollte der Druck nicht über 40 bar sein. Dann passt das.
Wenn man diese hier mal nachrechnet, dürfte da um 30 bar drauf sein:
@win zu Ballongasbehälter: hier ist aber nicht mit gemeint, das Helium zum Abdrücken zu verwenden, richtig?
Ich habe noch folgende Fragen (bevor ich zu viel einkaufe):
Drucktest: Ist es ratsam, ein Absperrventil + zusätzliches Manometer hinter dem Stickstoff Druckminderer zu haben?
Oder kann ich das alles mit Flasche zudrehen simulieren? Oder sollte ich die Monteurhilfe dazu verwenden?
Monteurhilfe: Die brauche ich ja dann schlussendlich nur zum Vakuumieren (sofern alles glatt läuft). Hier auch die Frage: Zusätzliches Vakuum-Manometer holen? Oder alles mit der Monteurhilfe machen? Wenn letzteres, sollte es ja eine halbwegs vernünftige Qualität haben, ja? Vorschläge? Erfahrungen?
Typischerweise sind da so um die 25-30 bar drin. Das ist gerade passend, um die Anlage mit Überdruck auf Dichtigkeit zu prüfen. Wenn Du mit weniger Druck arbeiten möchtest, drehst Du einfach rechtzeitig ab.
Vakuumpumpe, eine Monteurhilfe mit analogen Instrumenten, eine Helium-Ballongasflasche und ein paar Füllschläuche sind im Grunde alles, was man braucht. Dichtigkeitstest dann nicht durch genaues Beobachten des Vakuums, sondern bei 25 bar Überdruck über mindestens 1 Tag.
Doch, Helium geht genauso, wie Stickstoff. Ist ein Edelgas und chemisch inert. Ich habs noch nicht genutzt, sehe aber keine Probleme. Co2 (Wassersprudlerpatrone) sollte theoretisch auch gehen. Hatten wir hier mal diskutiert.
Drucktest läuft über die Monteurhilfe. Am mittleren Anschluss gehst du rein und an einen der beiden Manometerabgänge gehst du raus. Je nach Druck das linke oder rechte verwenden.
Monteurhilfe z.B. diese hier:
Gibt auch billigere bei Amazon oder Ebay, aber wenn man über 10 bar irgendwo rumfummelt, sollte die Qualität halbwegs ok sein. Hab schon von Leuten gelesen, wo das Manometer explodiert ist. Arbeite zur Sicherheit mit Schutzbrille. Drücke über 10 bar sind nicht mehr spaßig. Selbst 10bar können schon ordentlich Kraft entwickeln.
Für mich sieht halt der Vakuumbereich komplett unbrauchbar aus bei diesen Geräten, kann man in diesem kleinen Bereich wirklich erkennen, dass sich über 24h etwas getan hat?
Mit allen Monteurhilfen kannst du im Vakuumbereich so gut wie nichts erkennen, das wäre alles großer Blindflug. Oder sagen wir so: Du kannst erkennen, ob das Vakuum z.B. von -1 bar auf -0,8 bar angestiegen ist. Das wäre eine sehr grobe Prüfung. Wenn du es genauer und günstig haben willst, dann gäbe es sowas hier:
Damit kannst du so 5-10 mbar Zunahmen des Drucks entdecken/nachweisen. Allerdings sind das alles Relativ-Vakuummeter, wo du den Luftdruck noch berücksichtigen musst. Steigt der Luftdruck um 10mbar, steigt auch der Zeiger um 10mbar, obwohl sich der Unterdruck im System gar nicht geändert hat. Du weißt damit auch nicht, welchen Absolutdruck du wirklich erreicht hast. Zeigt das Gerät also 0 mbar an und du hast 1020 mbar Luftdruck, hast du in Wirklichkeit nur 20mbar erreicht. Kommt aber auch darauf an, wie das Gerät überhaupt kalibriert ist.
Zum Vergleich: Der Bereich von 0-10 mbar (a) ist das, was man eigentlich im Blick haben will. Weil über 10mbar kaum noch was entfeuchtet.
Wenn du es wirklich genau wissen willst, welchen Absolutdruck du erreicht hast, also keine halben Blindflug machen willst, geht nur eins: Ein digitales Absolut-Vakuumeter, wo das Testo 552 mit so die günstigste Lösung am Markt ist. Kostenpunkt ab 170 Euro.
Ist das nötig? Mit etwas Erfahrung nicht unbedingt. Man sieht z.B. an der Vakuumpumpe, ob verdampftes Wasser rauskommt und ob die irgendwann mit dem Nageln vom Geräusch anfängt. Dann weiß man, dass recht wahrscheinlich alles seinen korrekten Gang geht. Aber als Anfänger kann man eben auch viele Fehler machen. Da reicht schon ein leicht undichter Schlauch und man erkennt nicht, dass der nötige Unterdruck nicht erreicht wird.
Du hast hier ein Bild von der Hochdruckarmatur gepostet, die bis 35 bar geht. Das Manometer auf der Niederdruckseite hat eine deutlich breitere Teilskala für den Vakuumbereich. Dennoch sieht man da natürlich nur grobe Leckagen. Deswegen der Tipp, auf ca. 25 bar Überdruck zu gehen (wie eben mit Ballongas) und dann mal einen Tag zu warten. Bei dem Druck pfeift's aus etwaigen Lecks dann schon ordentlich raus.
Danke für eure Antworten @win@alexx! Spricht etwas dagegen, das Vakuumieren nur mit der Pumpe + Schlauch + Absperrhahn zu machen?
Also ohne zwischengeschaltetes Manometer? Das Gerät (roairvac-6-0) hat ja ein vernünftiges Manometer und auch ein Rückschlagventil, wobei die einzige Frage ist, ob dieses vor oder hinter dem Manometer sitzt..
Den Absperrhahn würde ich dann nur zum Schluss verwenden.
Wenn die Pumpe ein Vakuummeter hat, sollte auch das funktionieren.
Das Manometer wird so sitzen, dass auch bei geschlossenem Magnetventil der Unterdruck im Schlauch gemessen wird. Alles andere würde keinen Sinn machen.
@win Nylog ist angekommen! Vakuumpumpe ist nun auch da, werde im Bauhaus nun Ballongas holen (die haben die Flasche 50 Ballons für 44 EUR), warte noch auf mein 1-Wege Manometer für den Drucktest. Im Anschluss muss ich mich wohl noch um Adapter / Schläuche kümmern, dann sollte alles da sein.
Dank an euch hier, ohne wäre ich noch nicht an dem Punkt!
SAE ist genormt und sollte SAE 1/4 sein. Schöne Pumpe, die du da bekommen hast. Musst du nur noch auf den Ölstand schauen und ob das Öl noch transparent (nicht milchig) ist.
Was du noch brauchen wirst: Ventildrückerhahn. Und du musst überlegen, ob Adapter nötig sind und welchen Anschluss deine Schläuche haben. Früher war alles SAE 1/4. Bei R32 hat man blöderweise an der Anlage 5/16 SAE. Vakuumpumpe und Monteurhilfe haben in der Regel 1/4 SAE. Mitunter gibts Schläuche mit 1/4 auf der einen Seite und 5/16 auf der anderen Seite. Ich würde tendenziell alles auf 1/4 Zoll halten und nur den Ventildrückerhahn in Richtung Anlage auf 5/16 Zoll wählen.
Ventildrückerhahn musst du auch prüfen, ob der wirklich dicht ist. Also wenn Vakuum gezogen, mal etwas auf und zu drehen und schauen, ob das Vakuum sich verändert.
@win Jup, mit dem 1/4 ist es dann (aus Zufall, weil meine Einwege Monteurhilfe auch alles auf 1/4 hat) geworden.
Ich habe nun noch 1/4 auf 3/8, dann 1/4 auf 5/16 (mit Ventildrücker und Schraderventil, gab es nur so), ein 1/4m auf 1/4m und einen Schlauch geordert.
1/4 auf 3/8 brauche ich zum Spülen der Niederdruck Seite, wollte die einmal von innen nach außen spülen, weil ich nicht 100% ausschließen kann, dass da kein Kupferkrümel reingeraten ist. Im Anschluss spüle ich nochmal von außen über das gesamte System, dann sollte die Hochdruckseite auch sicher sein.
Bin gespannt, ich kenn das ja, irgendwas fehlt dann in der Regel doch noch
hab mal eine Frage zum Aufstellort des Aussengerätes bei Splitanlagen.
Spricht etwas dagegen das Aussengerät im Keller aufzustellen? Dort herrschen ja verhältnismässig gleichmässige Temperaturen. Im Kühlbetrieb würde es dazu führen dass der Keller erwärmt wird und im Heizbetrieb dass der Keller gekühlt wird. Ist ja im Heizbetrieb ähnlich wie die Brauchwasserwärmepumpe die aus der z.B. Abwärme der Heizung das Brauchwasser erwärmt.
Durch die im Keller (bei mir altes Fachwerkhaus mit 50 cm dicken Natursteinwänden, einseitig in Hang gebaut) immer frostfreien Temperaturen müsste doch eigentlich der Heizbetrieb recht effektiv sein.
Hat die Idee einen Haken außer der Frage wohin mit dem Kondensat?
Du bekommst nur recht wenig Energie aus dem Keller gezogen oder in den Keller gepumpt. Wenn die nur im Kühlbetrieb bei 120 Watt vor sich hinläuft, mag das noch gehen. Aber sehr wahrscheinlich nicht mehr, wenn du mit 500 Watt Stromaufnahme heizt. Das bisschen Luft im Keller enthält ja kaum Energie, also müssen die Wände liefern. Das tun sie aber nur recht langsam. Insofern wird es im Winter wohl dazu führen, dass du recht schnell sehr niedrige Lufttemperaturen im Keller hast.
Trotzdem: Ist sicher ein spannendes Experiment. Gerade bei deinen dicken Wänden und im Hang gebaut sind das gute Voraussetzungen.
Ich wollte noch kurz zum Thema WDVS etwas schreiben:
Da ich die bestehenden Schwerlastsysteme a.) nicht besonders vertrauenserweckend finde (habe Hanf als Dämmmaterial wo das Außengerät hängt), und b.) total überteuert sind, bin ich schlussendlich zu dieser Lösung gelangt:
Einen 18mm POM Vollstab (8cm Länge), den ich auf beiden Seiden mit Gewinde versehen habe (M12 Wandseite, M10 Trägerseite)
Zwischen diesen Gewindebohrungen 5mm stehen gelassen, als thermische Grenze.
Dann o.g. 50mm Hülse eingesteckt, den 18mm POM Stab + M12 Gewinde in die Wand verklebt (Verbundmörtel).
Zum Schluss einfach den Split Träger mit einer M10er Schraube in den festgeklebten POM Stab verschraubt, fertig.
Der Vorteil ist, dass ich die Schraube einigermaßen fest anziehen kann, ohne dass ich mir in die Dämmung drücke.
Das es da fertige Hülsen gibt, ist super. Kannte ich noch nicht. POM-Stab zur Trennung ist in Sachen Wärmeisolierung natürlich gut. Ich frag mich, ob es sowas überhaupt braucht. Aber klar, ein paar Wattstunden Energie spart man sich damit jedes Jahr.
Kann man einem 18mm POM-Rundstab dauerhaft vertrauen, dass der hält? Ich denke schon, aber ein kleines Restrisiko bleibt. Wenn die Maschine nur 1m runterfällt, kein Problem, aber wenn die einem aus 5 m Höhe auf dem Kopf fallen kann, sieht die Sache schon anders aus. Aber in der Höhe könnte man eine zusätzliche Absturzsicherung via. Seil noch montieren.
Jup, das bleibt, von den Temperaturen her sollte das passen alles Weitere sehen wir - ich werde eine Notfallstütze einbauen br />Beim Bearbeiten (Bohren / Gewindeschneiden) vermittelte mir das Material ein sehr gutes Gefühl. Die Hauptbelastung ist ja eh eher nach unten, und die Gewindestange ist 100mm im Mauerwerk, daher bin ich dann doch einigermaßen zuversichtlich, POM wird ja auch z.B. für Kunststoffmuttern verwendet.
Was Anderes @win: Meine Pumpe hat einen Messbereich von 0 -> -1000 mbar.
Jetzt liest man her und da, dass man auf 0.65mbar gehen soll, bedeutet das dann, dass der Zeiger ganz knapp vor der -1000 stehen muss? Also -(1000 -0.65 = 999,35) ?
Ich habe die jetzt eben mal zu Testzwecken laufen gehabt (wollte meine erste eigenen Bördel mal prüfen, nach ca. 2 Min steht meine Anzeige dann auf ca. 960 und bewegte sich zumindest nicht mehr schnell. Der Unterdruck wird nach Abschalten der Pumpe gehalten.
Edit: Und noch was: Ist die Anzeige in einem solchen Manometer auch vom Umgebungsdruck abhängig? 0 ist ja Umgebungsdruck, und der kann doch variieren, oder?