Hallo ich bin kein Neuling aber auch kein Experte und hoffe hier auf eine konstruktive Diskussion zu einer DIY - Hybridheizung … So stelle ich mir das (erst einmal) vor.
Vorhanden ist:
eine gut funktionierende Holzheizung
eine PV Anlage welche jede Menge Überschuß produziert.
Daher wäre meiner Meinung nach eine Hybridlösung HOLZ (Dez-Jan) / WP(Übergangszeit) sinnvoll. Der Wirkunggrad der WP ist dabei nicht so wichtig da ich nur mit PV Strom arbeiten will ..
Auch möchte ich wenig an der bestehenden Hydraulik der Holzheizung ändern. Es sind 2 Mischer-Heizkreise welche sich aus dem Pufferspeicher bedienen.
Meine Idee ist es den 1500l Pufferspeichers nun während der Übergangszeit mit einer WP auf ca. 40-45° zu beheizen. So können sich meine 2 Heizkreise das aus dem Puffer holen was sie brauchen. Mir ist schon klar das ist nicht die engieeffizierteste Lösung. Ein WP-Faktor von 4 ist damit garaniert nicht zu realisieren. Doch der Strom für die WP ist zu 100 % umsonst. Und ohne PV Strom für die WP soll ja die Holzheizung übernehmen.
Ich sehe da keine großen Probleme. Es gibt sicher einige “Hybridheizungen”, meine inklusive.
Ich habe also eine 5 kW - LWWP mit PV-Antrieb (26 kWp … bald 40++ kWp) UND eine Flüssiggasheizung. Wird der Solarstrom im Kernwinter knapp, schalte ich einfach mit 2 Stück 3-Wege-Ventilen um auf die Gasheizung. Das klappt völlig problemlos und war auch DIY.
Warmwasser ist bei mir aber (historisch gewachsen) ein 100L E-Boiler, für den der PV-Strom ganzjährig ausreicht und der keine Verbindung zu den beiden Wärmeerzeugern hat. Das macht es einfacher.
Meine Heizung läuft auch so. 1/2 der Wärme kommt kommt von der PV-Anlage und WP. Die andere hälfte bei Frost im Dezember Januar Februar März vom Scheitholzkessel. Ist die Ideale Kombination um unabhängig und günstig die Bude warm zu bekommen.
Pufferspeicher und Wärmepumpe zusammen sind scheiße. Die beiden Puffer sind seit 4 Wochen bei 15⁰C. WarmwasserWP und Erdwärme laufen. Nachteilig ist das der Keller durch die Verbrennungsluftversorgung jetzt nicht mehr getrocknet wird.
Der Wirkungsgrad und Holzverbrauch in der Übergangszeit ist viel zu schlecht. Das kann die Wärmepumpe besser. Es ärgert nich aber auch im Winter ständig Sklave des Ofens zu sein, deswegen wird jetzt auch die WP zu 3x mehr Leistung umgebaut.
Überlege dabei ein Enthitzer mit Einzulöten um den Frischwasser-Puffer 24/7 per Schwerkraft mit dem 50⁰-30⁰ und 200-600W Heizleistung zu laden.
bin auch gerade in Planung. Wir haben eine Gastherme mit Brauchwasser Tank. Alles auf dem Dachboden verbaut, da kein Keller (wir liegen direkt hinterm Deich) und sonst auch kein Platz.
Erst hatte ich für WW ne Brauchwasserwärmepumpe angedacht, werde ich aber jetzt mit einem 2KW Heizstab machen, wegen Krach und wenn die Sonne scheint, dann bringt PV sowieso genug. Den Heizstab werde ich mit einer Jackery Solarvault 3 befeuern, die an 4 Panels mit je 720WP angeschlossen wird.
Sollte nicht genug PV Ertrag da sein, springt ja die Therme an.
Dann Wohnraum Heizung, grosses Problem für mich, wie machen ?
Mit dem Wärmepumpen Tool hier, habe ich meine Erfahrung bestätigt bekommen, dass ich mit 3KW das ganze Haus in der Übergangszeit beheizen kann. Aber 3KW sind über 16Std halt auch 48KWH. Das bringt meine PV nicht.
Also brauche ich eine WP. Und ich will die WP nicht draussen stehen haben, wegen sieht unschön aus. Daher suche ich z.B. eine Brauchwasser WP mit getrennten Belüftungsöffnungen, z.B. Dimplex oder Sunnex, die dann in einem Nebengebäude eingebaut wird.
Dann 3 Wege Motorventil in den Rücklauf der Therme einbauen (wäre das Einfachste) und dem Aussenfühler der Therme ab 7 Grad vortäuschen, es ist zu warm für die Therme / WP reicht.
Aber hier überlege ich noch. Schön wäre einen Boiler in den Rücklauf der Therme einzubauen, weil die Therme oft taktet. Problem: kein Platz und wir hatten kürzlich einen Wasserschaden auf dem Dachboden, wg CU Rohr Lochfrass. Da wird man vorsichtig mit der Installation.
Die Effizenz der Brauchwasser WP ist wegen der kleinen Wärmetauscher nicht wirklich berauschend und sie für normalen Heizbedarf einzusetzen sollte man sich da schon verkneifen. Unter Null Grad ist da in der Regel wohl auch Essig. Stiebel Electron und Nibe haben glaube ich WP für Innenaufstellun mit entsprechenden Kratern in der Außenwand. An den Anblick einer WP draußen kann man sich aber doch auch gewöhnen? An die ganzen häßlichen, überwiegend farblosen Kisten mit vier Rädern dran vor dem Haus hat man sich ja auch gewöhnt. Andere haben Einhausungen für Mülltonnen vor der Tür. Ggf. ein Flachdach zur Verfügung wo die WP drauf kann? Hatten wir letztes Jahr bei unserer PV&WP Fahrradtour. Ne große Lambda, die erst durch ein kleines Haus durchmanövriert worden ist und dann mit Seilwinde etc. auf einen Anbau hoch. Der Heizungsbauer, der das dort realisiert hat, ist allerdings wohl auch ein EE-Pionier und Freak mit Meisterbrief für Elektrik und Heizung.
Erst einmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten bisher.
@EEE Es ist eine 30kW Guntamatic Holzvergaser anlage mit Pufferspeicher 1500l / 3000l umschaltbar. Als Steuerung ist eine Außentemperaturgeführte Regung verbaut. Die Pufferspeicher haben 3 Temperaturfühler deren Werte auf den Heizungspumpenbetrieb Einfluß haben. Denn bei einstellbarem Grenzwert (zur Zt. habe ich ca. 30° eingestellt) schalten die Pumpen ab.
wie gesagt die Leistungszahl der WP ist mir nicht soooo wichtig solange sie nicht 1 ist.
Es ist mir schon klar Pufferspeicher und WP ist nicht ideal.
Ich will gerne meine Holzheizung im Winter weiter betreiben und die warme Bude geniessen.
Die WP soll nur in der Übergangszeit laufen. Auch ist ein größerer Hydraulik Umbau nicht gewünscht.
Daher die direkte Frage an dich:
Was hälst du von meinem Schema (Bild siehe etwas weiter oben)
Kann eine WP meinen 1500l Puffer so auf 35° oder ein bischen mehr laden ? Das könnte doch über mehrere Std. ohne Taktung passieren, so habe ich Wärme für umsonst im Puffer gespeichert und meine bestehende Reglung der Holzheizung kann sich davon bedienen. Es ist mir klar das ich so einen WP Faktor von 4 niemals erreiche … aber das will ich ja auch gar nicht!!!
Und so mit Zweileiteranbindung? Was Dein Heizkreis bei geschlossenen Thermostatventilen nicht abnimmt geht über den Speicher (“Pendelpuffer”). So hast Du keine Verluste im Vorlauf und stellst aber Mindestvolumenstrom, Abtauenergie und Mindestlaufzeit sicher.
@EEE Vielen Dank für diesen Vorschlag. Ich hatte bei Guntamatik auch schon nach Hybrid (HOLZ / WP) Hydraulikplänen gesucht. Die stellen da 2 neue Hybrid Holzheizkessel mit WP vor..Doch die Hydraulik erschließt sich mir nicht wirklich. Doch bleiben wir bei meinem Fall.
Denn für meinen Fall ist dann noch die Reglung und die Frostsicherheit für die WP zu klären..Im kalten Winter soll die WP ja nicht laufen.
Ich habe keine Ahnung ist z.b bei einer Panasonic Monoblock eine Reglung drin..
Im Gebäude-Energieberater und in der aktuellen HLH gibts gute Beiträge zum Thema Frostschutz, angeregt durch “explodierende Propanwärmepumpen”… Die Panasonic Aquarea WH-WXG12ME8 war eine der untersuchten WP und hat bereits außen ein Sicherheitsventil, Mikroblasenabscheider und automatische Entlüftung. Wenns um den reinen Frostschutz geht, wäre ja eine el. Frostschutzband unter der Dämmung denkbar, wie eine Rohrbegleitheizung oder Frostschutzventile, die den Wasserinhalt der Außeneinheit bei Unterschreitung von 3°C entleeren.
Normalerweise hat jede WP ihre interne Regelung. Viel kritischer ist, dass Dir sehr wahrscheinlich eine übergeordnete Regelung fehlt, die das Zusammenspiel von Holz und WP regelt und wer wann was macht.
Wenn der Holzkessel den Puffer belädt und sich die beiden Heizkreise daraus bedienen, hat dann jeder Heizkreis einen eigenen Mischer? Die gibts ja auch mit kleiner Regeleinheit, in der man je Heizkreis eine Heizkennlinie hinterlegen kann. Oder hat der Holzkessel eine Regelung mit Heizkennlinie und der Puffer bekommt abhängig von der Außentemperatur eine maximale Temperatur?
Wenn Dir ganz klar ist, wo der Umschaltpunkt (Außentemperatur) liegen soll, dann könnte man doch per Außenthermostat einfach den einen Erzeuger wegschalten und den anderen zuschalten. Ich habe sowas noch nicht in live gesehen, daher nur ein Gedankenexperiment. Quasi: bis 5°C läuft der Holzkessel innerhalb seiner Heizkennlinie und ab <5°C läuft die Wärmepumpe innerhalb Ihrer Kennlinie.
Das ist nur was für den Notfall. In seinem Fall des regulären Betriebs muss der Monoblock dann permanent mit Heizungswasser durchströmt werden. Dafür gibts oft Frostschutzprogramme beim Monoblock, wo dann nur die Umwälzpumpe läuft.
Klar hat man dadurch im Winter dann auch einiges an Energieverlusten, man heizt ja sozusagen permanent den Monoblock mit.
@EEE Nochmals Vielen Dank für die Anregungen bzl. des Frostproblems.
Rohrbegleitheizung ist eine Möglichkeit
manuelle Entleerung wäre mir lieber, dann bräuchte ich aber 2 Absperrventile
Hier noch ein paar Details zu meiner 2 Kreis Regelung.
Beide Mischerkreise sind mit etlichen Parametern absulut separat einzustellen. Als da wären Heizkennlinie, gewünschte Raumtemperatur, Abschaltung bei angenehmer Außentemperatur (bei mir z.Zt.16°), und Abschaltungstemperatur bei zu geringer Puffertemperatur (z.Zt. 30°). Auch kann ich eine Außentemperatur für den Start des abgesenkten Nachtbetriebs einstellen. Es ist eine wirklich tolle Regelung mit etlichen anderen Parametern die ich z.Zt. nach meinen Bedürfnissen (für nur Holz) eingestellt habe.
Unabhängig von der Außentemperatur bekommt der Puffer durch einen Abbrand mit Holz immer eine Temperatur von 80°C. Die beiden Mischerkreise holen sich dann was was notwendig ist. Gestern nacht habe ich bei 8°C Außentemperatur einen Vorlauf von 35° im Kreis1 und 33° im Kreis 2 gehabt.
Mit 20 kG Holz pro Abbrand produziere ich theoretisch etwa 80kWh (4kWh/ kg Holz) doch mit dem Anlagenwirkungsgrad reduziert es sich auf ca. 70 kWh. (stimmt etwa denn 1500l Puffer von 35° auf 80°)
Im Falle des WP Betriebs wird die zur Verfügung stehende Vorlauftemperatur nun nicht 80° betragen sondern durch die Kennlinie der WP festgelegt. Ich könnte dann die Paramter meiner 2 bestehenden Heizkreise so anpassen das die 2 Mischer voll aufgerissen sind.
Keine Ahnung ob man mit
Einer Wärmepumpe auch Zeitprogramme vorgeben kann ?
Andernfalls könnte meine Steuerung die WP ein und ausschalten …