So geht's.
Im letzten Jahr habe ich es nicht mehr geschafft. Die Deckenheizung wirklich zu testen. Es wurde aber warm. Dieses Jahr würde ich das System gerne messen. Mit den sich daraus ergebenden Werten würde ich im nächsten Jahr probieren die WP zu dimensionieren. Loggen werde ich die Temperaturen der Heizkreise (habe ich heute eingerichtet). Die Temperaturen in den Zimmern. Die Wärmemenge des Heizkreisverteilers (Ich habe leider noch in zwei Räumen Heizkörper welche nicht gemessen werden können). Die Außentemperatur loggen ich einfach aus der Wetterapp mit. Wenn ich es richtig verstanden habe Brauch ich auch noch die Zeit die die Therme aktiv ist. Gibt es sonst noch interessante Messwerte?
Ich habe seit 24h einen relativ stabilen Testbetrieb. Ich lass das jetzt einfach 2-3 Tage durchlaufen und mach danach noch drei weitere Messreihen bei 5, 10 und 15°C Außentemperatur. Momentan brauche ich eine Vorlauftemperatur von ca. 38,5°C und 3,8KW bei -1°C Außentemperatur um meine 22°C zu halten. Ich habe auch noch etwas Potential, da das Wohnzimmer gerade von den anderen Räumen mit geheizt wird. Die Heizkörper im Wohnzimmer hängen leider nicht an den HK-Verteilern und würden sonst die Messung verfälschen. Hier kommt irgendwann auch noch eine anständige Heizung rein. Außerdem sind die Wohnungstüren noch ein Frischluftspender. Es gibt also noch Verbesserungspotential.
Die Gasmessung hatte am Anfang noch einen Bug.
Klingt für mich aber total logisch und nachvollziehbar?
Immerhin hat ein Mensch - aufrecht stehend - kaum “Grundfläche” und somit von oben und unten betrachtet wenig “Fläche” die direkt durch Strahlungswärme beheizt werden kann. Gerade die Strahlungswärme emfindet man i.d.R. aber als “angenehm” - insbesonder wenn der Raum insgesamt kühler ist, als man es gerne hätte.
Das wird denke ich auch der Grund sein, weshalb viele “heiße Heizkörper” oder eben IR Paneele an der Wand als sehr angenehm empfinden.
Also so gesehen könnte denke ich eine Wandheizung schon sehr angenehm sein.
Es gibt aber auch Nachteile denke ich: I.d.R. steht man im Eigenheim nicht ständig aufrecht im Raum - sondern sitzt irgendwo… Dann relativiert sich das wieder.
Außerdem ist der “Vorteil” der Deckenheizung, dass die jederzeit den gesamten Raum “erreicht” bei der Wand dann ggfs. schon nicht mehr oder nur eingeschränkt gegeben. (Wenn es nur eine Wand ist)
Auch bzgl. kühlen wird die Decke ungleich besser geeignet sein.
Was mich aber wundert: Wärme steigt bekanntlich auf, sehr große Masse ist bei Flächenheizung von Vorteil. Jetzt hat man aber bei einer Deckenheizung keine große Masse. Außerdem wird die Wärme dort erzeugt - wo die eigentlich nicht so gerne “freiwillig” wieder weg möchte…
Wirkst sich das im Vergleich zur “klassischen FBH” dann nicht bzgl. Effizienz stark aus? Meiner Logik nach müsste es das…
Ich verstehe nicht, warum man die Fußbodenheizung heute ignoriert.
arbeits nun schon > 10 Jahre im Büro , wo per Deckenheizung geheizt wird
wer es nicht weiss, merkt davon NICHTS
die Vorlauftemperaturen liegen immer deutlich unter jenen unserer Körper
es wird durch Strahlungswärme alles im Raum geheizt, keine Konvektion - kein Staub.
war beim Bau dabei, ist ein System wie von beka , feine Leitungen dünn eingeputzt
Vorteil der wenigen Masse - die Heizung reagiert schnelle auf Bedarf. werde ich in unserem Neubau ebenfalls so machen
Ist eben die Fußbodenheizung an der Decke. Es heißt ja auch FußBODENheizung. Nicht FUSSHeizung.
Eben. Die Fußbodenheizung kann auch als Betonkernaktivierung fungieren und nutzt die Trägheit des Betons/ oder der Bodenmasse. Wenn die schonmal, und wenn es nur 20°C sind, hält, dann fährt man mit einer Wärmepumpe im perfekten Bereich. Wenig Vorlauftemperatur, wenig Leistung. Perfekt für untere Modulationsgrenzen. Den Rest kann man dann mit mehr Durchfluss erreichen.
Ich muss aber gestehen, ich würde zwei Systeme mittlerweile koppeln. Und das wäre Fußbodenheizung und Konvektor. Und den Konvektor würde ich als Wärmetauscher mit Walzenlüfter über dem Fenster anbringen. Von außen eine Außenjalousie zum dämmen und Wärme drinhalten (Winter), abhalten (Sommer) und auf der anderen Seite, also der Innenseite zum Raum hin, einen Wärmetauscher (in der Art eines Heizregisters). Dort kann gekühlt werden im Sommer und geheizt im Winter als Konvektionswärme in den Raum. Nach oben auf die Decke richten.
Das muss auch nur 500W sein pro Raum. Für den Übergang vollkommen ausreichend, klein, praktisch. Kleine Außengeräte als Klimasplit. Und die FBH über eine einzelne Anlage.
Ich ignoriere sie nicht - die Fussbodenheizung ignoriert mich ![]()
(Ich habe keine, hätte aber gerne eine)
Aber nachrüsten lohnt sich dann am Ende irgendwie genau so wenig wie Tiefenbohrung etc. Preis / Leistung jedenfalls.
Das stelle ich mir aber deutlich vorteilhafter vor, als die Version mit “normalen Rohren” an der Decke und Rigipsplatten darüber. Da sollte die von dir gepostete Version ja sehr deutlich im Vorteil sein ![]()
Echt Wahnsinn wie lange altes Gemäuer sich aufheizt. Ich bin mit dem VL Gestern nochmal ein bisschen runter, da es langsam unangenehm warm wurde. Gemittelte Innentemperatur über 8 Räume jetzt 21,5°C, VL 36°C, Leistung 24h 75KWh (3,1KW) und 9m³ Gas.
Ich hatte mich Bewusst dagegen entschieden. Ich habe alles selber gemacht und Verputzen kann ich nicht.
Der Großteil ist Strahlung, die steigt nicht auf sondern Trifft Möbel oder Personen. Außerdem ist nirgendwo ein Teppich oder eine Couch drüber. Ich denke beide Systeme sind ähnlich effizient. Die große Masse der Fußbodenheizung hat meiner Meinung auch nur zwei Vorteile.
- Die Wärmepumpe ist zu groß ausgelegt. Dann taktet Sie weniger. Im Normalfall sollte sie runter Modulieren und 24/7h durchlaufen (Dann braucht man die Puffermasse nicht). Das habe ich vor so auszulegen.

- Beim Abtauen der WP hat man mehr Puffer. Genau so beim Warmwasserbetrieb. Warmwasser habe ich aber sowieso weiterhin über Durchlauferhitzer. Das wäre zu aufwändig geworden.
Welche Masse hast du denn an der Decke?
Richtig, den Puffer bräuchtest du nicht. Es kann aber durchaus sein, dass man so, nur als Beispiel, am Tag heizt und nachts gar nicht. Oder nur in bestimmten Stunden. Bei flexiblen Strompreisen kann das praktikabel sein oder bei viel PV-Überschuss kann das dann in die Hausmasse gehen, die dann träge ist und abends/nachts bei schlechterem Wirkungsgrad, die WP auslassen. Oder andersherum, nachts wäre der Strom günstiger, dann kann man nachts die Temperatur um 2-3°C anheben, das dauert dann viel länger weil es ja die Hausmasse ist und wird nicht unangenehm in den Räumen.
Aber das sind dann Effizienz-/Luxusprobleme. Wie du schreibst, bei der Deckenheizung hast du kaum einen Widerstand durch Möbel etc. Nachteil wäre dann, dass evtl. die von oben kommende Wärme unangenehm vom Empfinden her ist. Da ich noch keine Deckenheizung direkt kennen gelernt habe in einer Wohnung bei niedrig hängenden Decken (im Vergleich zu Deckenheizungen in Baumärkten oder Geschäften) kann ich da nichts zu sagen.
Wenn du auf Konvektion abstellst, ja. Aber Wärmestrahlung tut das eben nicht.
Ja ok, wenn du das in Eigenleistung machen kannst und die andere Variante nicht - dann müsst man das nat. gegenrechnen. Das würde dann sicherlich alleine schon einen eventuellen Vorteil der anderen Variante egalisieren.
Das wäre wirklich interessant zu wissen, aber letztlich zählt ja nur da Ergebnis.
Toll, dass es so gut funktioniert bei dir
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Stimmt. Der Punkt geht noch an die Fußbodenheizung mit mehr Masse. Wobei ich Überschüsse einfach im Akku speichern würde, aber es stimmt schon da wäre das direkte Speichern in der Substanz effizienter. Ich muss überlegen ob ich den Rücklaufspeicher etwas größer auslege. Der steht in der Wohnung also sind Verluste egal. Dafür habe ich dann etwas mehr Puffervolumen.




