nachdem die PV fertig aufgebaut ist, widme ich aktuell dem Thema (AC) Heimspeicher.
Es soll ein stationaeres ESS aufgebaut werden. Ersatzstrom ist kein Thema, Notstrom rein optional.
Das alles soll um einen oder eben auch mehreren Victron MP2 5000 gebaut werden mit vorerst zwei 48V Batterienbloecken (14kWh). Ein Victron SmartShunt soll die Stroeme in die Batterien als auch die aus den Batterien erfassen.
Ob irgendwann mal MPPT dazu kommen ist offen, aber nicht sehr wahrscheinlich.
Alles haengt an Busbar
In diesem Setup kommt man ganz schnell zum Thema Busbar. Eine 300m2 CU Schiene ist geplant und hat damit reichlich Luft nach oben. NH Sicherungen sollen die Leitungen (Plus) absichern.
Stroeme werden aktuell kaum ueber 100A hinausgehen.
Ich stelle mir nun die Frage, wie ich das Setup zu waehlen habe, wenn ich mit dem SmartShunt die Stroeme so erfassen will, dass man alle Strome kennt, die hineingingen und wieder aus der Batterie heraus kommen.
Braucht es hier dann die Busbar2 um die MP2 (>1) gleich maessig zu verteilen und aehnliche Leitungslaengen sicherzustellen oder wie kann eine gute zukunftsfaehige Loesung aussehen?
Was ist hier tolerierbar?
Hallo @pnt
wo ist das Problem? Wenn du alle Batteriekabel an die eine Seite des Shunt anklemmst und an die andere Seite die Verbraucher und Einspeiser, dann läuft es wie gewollt. Die Busbar genannten Verteiler Schienen braucht man nur, weil der Anschluss am SmartShunt zu klein ist, um alle Kabel aufzunehmen. Sie braucht´s also nur für die Vervielfachung der Anschlüsse.
Ciao
Ganz genau. Das ist der Gedanke, Irgendwie meine ich gelesen zu haben, das man eher nicht mehrere Kabelschuhe auf einen Anschluss dengeln sollte.
Klar, mit einem MP2 ist das heute ok, da mehr nicht gegeben, aber ich moechte gern heute schon vorbauen bzw. mitdenken, was passiert, wenn es mehr als ein MP2 werden etc.
Das kannst du doch auch machen, wenn der 2te Lader kommt.
2 Kabelösen auf einem Anschluss sind m.A. kein Nachteil, solange die glatt aufeinander liegen und das Gewinde ausreichend lang ist. Eine Schraubsicherung, Sprengring o.ä. muss da auch noch drauf passen.
Gefuehlt halte ich zwei Kabelschuhe nicht fuer elektrisch kritisch. Ich erwarte nicht mehre 100A ueber die Leitungen zu pumpen.
Aber vielleicht kommt noch ein Ladegeraet als Booster dazu etc., sodass es doch schneller eng werden kann.
Der andere Punkt ist die Planung und Umsetzung jetzt. Ich wuerde das gern mitdenken und nicht dann da stehen, dass es am Platz mangelt oder die Kabel zu kurz sind.
Diagnoalbeschaltung?
Ist es eigentlich wurscht, ob man an der Busbar mit Batterien (2 oder irgendwann 3) die Pole diagonal abgreift? Eine Diagonalschaltung ergibt Sinn, oder?
Wenn die Anlage auf Erweiterungen hin geplant ist, würde ich das fünf- Schienensystem aus einem Hausanschluss-Kasten übernehmen. Dazu einen Dreiphasen- NH-Sicherungslastrennschalter für das zukünftige 3Phasennetz mit drei Victrons MPxxxx und den gleichen NH-SLTS für drei Speicherblöcke einsetzen. Die Sammelschienen für L1, L2 und L3 können dann über eine Brücke als +48V und die beiden Schienen N und PE als -48V definiert werden. MPPTs und andere Komponenten werden über NEOZED-Sicherungen angeschlossen. Ich muss da mal wieder die ganzen 24V-Kabel sortieren, ab so sieht das dann bei mir aus.
@Stephan Z ah, das ist auch eine Variante “Sammelschiene vom Zaehlerplatz”
NH00 Sicherungen sind ohnehin vorgesehen.
Aber welchen Querschnitt bieten denn die Standard Sammelschienen? Waren das nicht bloss 60mm2? Das wirkt erst einmal nicht ueppig, oder? Oder hast Du 12 x 10er drin?
Die resultierend 2:3 Konstellation von Plus und Minus ist absolut unkritisch?
Ich habe 5x20=100mm², das reicht bei mir vollkommen aus, mein Spitzenverbrauch liegt bei ca. 6kW.
Ich habe damals einen gebrauchten Zählerschrank gekauft, da war alles schon drin, ich musste alles nur nach meinen Vorstellungen neu zusammenstellen und verkabeln. Das schöne an dieser Lösung ist, dass sie mit preiswerten und zertifizierten Komponenten flexibel zusammengestellt werden kann.
Die Verbindungen müssen natürlich mit entsprechendem Querschnitt hergestellt werden.
Also 25 und 35mm-Kabelschuhe plus Zange sind sowieso notwendig, die braucht man dauernd…
klar, das hat schon seinen Charme. 5x20 und 100mm2 sind ok.
Bei Hager habe ich spontan in der Tat die Masse 12x5 und 12x10 gefunden:
Dass man die Verbindung entsprechend ausgestalten muss, ist klar .
Aber was ist mit dem SmartShunt?
Mir faellt gerade etwas ein, was ist mit dem SmartShunt? Dieser fuegt sich da nicht so sauber ein, oder? Oder braucht es dann zwei Felder ?
Die Klemmen nehme ich passend zum Querschnitt, 16mm² und die MP2 mit 2x 25mm². An die Fassungen für die NEOZED kann man bis 16mm² anschließen.
Den Smartshunt kann man über eine NEOZED oder über eine NH-Sicherung anbinden, oder man trennt die drei + Schienen auf und verbindet über einen Smartshunt, ist aber aufwendig.
Mit scheint es in Deinem Fall sinnvoll, für jeden Akkublock einen eigenen Smartshunt einzusetzen, also über eine eigene NH-Sicherung an das Schienensystem anzuschließen.
Ich kann mich mit einem Smart-Shunt als “Single-Point-Of-Failure” und Sammelpunkt für den Gesamtstrom der Anlage nicht anfreunden. Ergänzend ergeben einzelne Shunts direkt eine eine Informationsquelle die für eine erste Vorwarnung taugen können, wenn ein System sich anormal verhält. OK, ich hatte die Nase voll und wollte dem Thema ungenaues JK-BMS bei der SOC und Stromanzeige auch auf den Grund gehen und hab dann vor die Batteriepacks einzelne Shunts gepackt. Wenn man die schön integrieren kann
Eine Alternative ist natürlich ein BMS, dass mit Victron kommunizieren kann, z.B. nach den jetzt behobenen Problemen mit Pylontech hat man bei denen einen guten Überblick über die Funktion und den Zustand der Akkus, besser als bei einem Smartshunt, dafür fehlt die Info über den gespeicherten Strom…
Das duerfte auch die Idealvorstellung sein. EIn BMS hat in der Tat andere Aufgaben als ein SmartShunt IMHO. Es sollte sogar ohne jegliche Kommunikation seine Arbeit als last defense erledigen etc.
Eine Kommunikation ist aber sicher nicht zu verachten.
Ich verstehe den SmartShunt eher als Spezialist, der etwas tut, was andere nicht so genau hinbekommen oder erst gar nicht tun.
Ok. Das ist natuerlich die Goldrandloesung.
Aber dann braucht der pot. dritte Akku auch einen, oder?
Mhmhm... wieder was zu denken.
Hat so ein SmartShunt eigentlichen einen merklichen Eigenverbrauch (und wenn wir schon dabei sind, kann man ihn auch richtig ausmachen?)