Ich habe mir vorgenommen, mal meine (aktuelle) Sicht der Dinge zusammenzutragen. Aber wie so oft - zeitmangel. Der aktuelle Spam geht vor.
@Carolus: wenn ich dich oben richtig verstehe, bestätigst Du ja, dass das Thema 'Ausdehnung der Zellen' immer noch erforscht wird und nicht bis ins letzte Detail beschrieben und verstanden ist. Es scheint 2 Arten von Ausdehnung zu geben: 1. auf atomarer Ebene, wo die Kathode(?) durch das Einlagern der Li-Ionen in die poröse Graphitstruktur (die sich dann zu Atomen mit dem Elektron verbinden) sich minimal ausdehnt - durch die vielen Schichten aber dann am Ende schon mechanisch 'spürbar', 2. und eine (überwiegend initiale) Ausdehnung durch das Freisetzen winziger Bläschen an Gasrückständen im Elektrodenwickel. Der 2. Effekt tritt wohl nur am Anfang des Zellenlebens auf, also bei den ersten Ladezyklen, die teils ja schon in der Fabrik entstehen (und wo mechanisch nicht gegengewirkt wird). Wenn die Blasen mal raus sind aus dem Elektrodenwickel, dann ist dies Thema nach den ersten (3-10?) Zyklen wohl überwiegend gegessen. Gegen den 1. Effekt kann man rein gar nichts machen, weil der elektrochemisch bedingt, immer auftritt. Über die Zeit wird die poröse Struktur der Kathode durch dieses Ausdehnen und Zusammenziehen wohl gelockert und die Zelle kann sich minimal aufblähen - dagegen lässt sich auch durch Verpressen gar nichts machen. Beim 2. Effekt kann man zumindest durch Verpressen weitgehend verhindern, das doch noch auftretende Bläschen zwischen den Elektroden sich dort festsetzen und damit den Ionenfluss behindern, und schneller aus dem Wickel herausgedrückt werden. Wieviel Prozent der 'Gesamtatmung' dies am Ende ausmacht, scheint noch völlig ungeklärt.
Und dann gibt es noch eine 3. Form der Ausdehnung, nämlich bei Überladung! Diese Form kann man natürlich durch entsprechendes Lademanagement verhindern, wird oft aber schon durch falsche Einstellungen am BMS oder Laderegler, doch teilweise stattfinden. Man kann ja eine LFP-Zelle schon ab einer Spannung von 3,4V (genauer sogar schon ab 3,37V) überladen, wenn man sie ständig mit kleinem Ladestrom weiterlädt. Dann fangen die Zellen an zu Gasen, weil sich der Elektrolyt langsam zersetzt. Dagegen hilft das Verpressen wohl auch kaum - das Gas muß ja irgendwo hin. Durch den Gegendruck beibt es aber komprimierter.
Das ist zumindest mein akt. Kenntnisstand. Korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege ![]()
Meine Meinung dazu:
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dürfte der Haupteffekt sein. Den, und nur den, berücksichtige ich in meinen Überlegungen.
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Ich lese oft darüber, aber ich glaube es nicht. Wenn, dann nur minimal, nur manchmal, oder nur bei einigen Herstellern... Oder nur als Vorsichtsmassnahme...
Dagegen spricht, dass man die Gasblasen nicht "herausdrücken" kann. Wie soll das gehen ?
Man kann sie durch den Druck kleiner halten.
- ist imho sicher falsch. Wohnmobilfritzen laden häufig bis 14,4 ,oder sogar 14,6, weil sie an der Lima nichts ändern können, die Parallelbalancer reiten tagelang bei 3,65 V herum, oft genug ohne Pressen, und die Fotos der Händler zeigen das auch. Hier aufm Board hat einer mehrere Wochen so balanciert, aber von aufblähen war nicht die Rede.
Und dann gibt es noch
- thermische Ausdehnung
Davon reden auch einige, aber das fällt imho sicher aus, weil ich den Effekt um Zehnerpotenzen kleiner sehe, und man auch erstmal die Ausdehnung skoeffizienten nachschauen müsste. Dazu ist mir bezüglich der Chemie garnichts bekannt.
Vorsicht ! Es folgt gefährliches Halbwissen;-) Wenn ich es richtig verstanden habe ist der Zweck der Verspannung der Zellen die lufteinschlüsse die bei der Produktion nicht ganz vermieden werden können daran zu hindern sich unkontrolliert auszudehnen und damit übergangswiederstand in der Zelle zu erzeugen . Die zelle beult sich und die blase bleibt in der aktiven Masse.
Ist die Zelle verspannt wird die Luft bzw. Das Gas seitlich aus der aktiven masse herausbefördert und sammelt sich im Gehäuse, damit das funktioniert muss die zugelassene einbaulage beachtet werden?
Daher halte ich die Lösung mit federn für nicht so gut , habe gelesen des hier leute eine längenausdehnung von mehreren Millimetern messen konnten , da das Gehäuse sich mit sicherheit nicht so viel ausdehnt müssen diese Zellen bauchig geworden sein ?
Wie anfangs schon geschrieben ich weiß das ich nichts weiß;-))
Allerdings halte ich es für möglich das der federdruck dieses zu späterem Zeitpunkt erledigt, bleibt die mechanische Belastung der Pole wenn man keine flexiblen busbars hat
Genau über deiner Post ist meine Zusammenfassung.
mehrere Millimeter gelten für packs von 8 oder eher 16 Zellen. Und wenn du nicht presst : db werden sie richtig bauchig.
Mir hat man vor 3 Jahren 100 Ah Zellen als neu verkauft, die auf jeder seite (!) 3-4 mm Bauch hatten. Dieser bauch hat sich übrigens - entgegen der Ansicht anderer, dass das nicht rückgängig zu machen ist - in der zeit bis heute, unter anwendung sehr mässiger Kraft (unte 150 kgf) auf ca 1 mm pro seite zurückgegegangen. Mit meinen M4 Gewindestangen übrigens.... die ja alle für zu schwach halten.
Bei 4mm bin ich dabei ist mir aber zu pauschal z.b. 2x 4mm 4.6er hätten bei rund 500kg ihre dehnungsgrenze erreicht , wäre mir zu hart an der Grenze. Komme vom Bau da rechnen wir mit 3facher Sicherheit wobei das hier wohl nicht zielführend ist da die Dehnung anscheinend benötigt wird.
Habe grad 16x eve 280a gekauft versprochen werden 8000! Ladezyklen bis 80prozent Leistung bei 280-320kg Druck natürlich will auch ich das bestmögliche rausholen auch wenn die Dinger grad mal 1100 Euro gekostet haben, ists halt Kein Brokkoli den man kompostieren kann !
Kann schon sein. Aber anders herum heisst dass, dass die Stangen bei 30 % zulässiger Zugspannung schön im elastischen bereich sind und auch wie eine feder wirken....
Wie übrigens auch alles andere, was so im Kraftfluss liegt. Trennplatten wie Teichfolie, moosgummi usw. darf man dann ja auch mal mit ihrem E-modul genauer auf federwirkung ansehen...
Also, ich bin ja ganz neu hier und versuche gerade ein paar grundlegende Dinge für mich zu klären. Unter diesem Topic hätte ich allerdings auch noch andere Infos vermutet. Ihr habt Euch hier 4 Seiten lang über Anpressdruck (der sicherlich wichtig ist) ausgetauscht.
Ich vermisse hier Themen wie:
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Balancing: Top oder Bottom, Vorgehensweise, Parallel, Seriell, übliche Spannungwerte (schon klar das das zT von der Zelle abhängig ist)
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Trennplatten zwischen den Zellen: welches Material, event. Bezugsquellen, Tipps dazu
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Busbars: welche, welcher Hersteller oder Shop, wieviel mm² sollten die haben, worauf ist zu achten
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Pole und andere Verbindungsstellen: wie reinigt Ihr diese vor der Verbindung, Paste benutzen ja oder nein, wenn ja welche
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Zellen mit welchen Zellpolen haben sich bewährt, da gibt's ja auch inzwischen verschiedenste (1 oder 2 Schrauben, Sechskant, Rund usw.)
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Sicherungselemente: welche Art direkt am Akku (Megasicherung, manueller Schalter, Andersonstecker usw. , BMS mit Absicherung der einzelnen Leitungen, beim Neey sind ja wohl bereits welche mit verbaut)
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BMS, aktiv Balancer: nur ein BMS oder beides parallel, welche haben sich als zuverlässig herausgestellt ...
Einfach ein paar Basic-Informationen. Dabei würde ich gar nicht so sehr in die Tiefe gehen, ob das nun 300 oder 280 kg sind, 3 oder 4 Umdrehungen, M4 oder M8, 3.65 oder 3.34 Volt usw. Das kann dann jeder für sich noch vertiefen. Leider gibt es inzwischen zu viele Infos bei denen man immer wieder entscheiden muß ob die (noch) richtig sind, veraltet oder einfach genereller Unsinn waren.
Vermutlich gibt es zu jedem meiner Punkte bereits andere Fäden mit x Beiträgen. Dacht nur das hier ein begrenzte Zusammenfassung erfolgen sollte.
Na, schau mal.in die verschiedenen Anleitungen hier. Z. B.
Das hier ist ein Forum zum Austausch, und kein Tutorial. Du kannst aber sicher gerne Fragen stellen, oder kannst selbst Anleitungen schreiben und hier zur Diskussion stellen.
Du wirst absolut gar nicht darum herum kommen, ausnahmslos jede Information, die Dich wie auch immer erreicht, selbst zu bewerten und in Dein Weltbild einzuordnen. Das ist bei Infos über Impfungen nicht anders als bei Infos über den Selbstbau von Akkus. Und ausnahmslos jede Info kann veraltet sein, oder generell Unsinn, oder auch die ultimativ richtige Lösung. Das eine vom anderen zu unterscheiden kann Dir niemand abnehmen, egal ob bzgl Impf-Verschwörungen oder Akku-Basteleien.