Der Streetscooter B14 (Post / RWTH Aachen / Prof. Schuh) Reverse-Engineering-Thread

ok, wenn es zu der Verfärbung bis jetzt keine Erklärung gibt, würde mich der Kontaktwiderstand des kleinen Schütz in der SF Box deines B14 tatsächlich interessieren.

Wenn beim öffnen der Kontakte ein Funke entsteht, reagiert der Sauerstoff mit dem Stickstoff der Luft wegen starker Erwärmung. Deshalb gibt es um diesen Bereich oft einen braunen Belag. Ebenfalls entsteht Ozon, der aggressiv auf die Alterung von Kunststoffen wirkt.

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danke für diese Erklärung, hätte ich auch so nicht erklären können, speichere ich mal für mich so ab, mist, das gefährliche Ozon ist aber auch überall :grinning_face:

möchte es dann aber aufgrund dessen, vielleicht etwas präzisieren.

das leicht bräunliche, sieht mir trotz aller Erklärung nicht normal aus, vielleicht ist es ja auch normal. Meine derzeitige, zugegeben bescheidene Erfahrung deutet daraufhin, daß die Kontakte bereits im Verschleiß zumindest fortgeschritten sein könnten.

Nach etwa 5 Monaten ist es höchste Zeit, der Frage nach den Pull-Up Widerständen endlich mal nachzugehen.

Nachdem sich der Motor nach Zerlegung als funktionsfähig ohne größere Auffälligkeiten erwiesen hat, war es an der Zeit, den mal wieder einzubauen. Ihn erst hochkant von unten in den Motorraum einzufädeln...

...und dann mühsam um 90 Grad zu drehen...

...und wieder ans Getriebe anzuflanschen, war im Nachhinein betrachtet vielleicht nicht die allereinfachste Lösung, aber egal, das Dingens ist jetzt wieder drinne.

Dann habe ich den Curtis wieder eingebaut und mit einer haarsträubenden Konstruktion (das ist ein sogenannter "fliegender Aufbau :slight_smile: ) das Signal des Motor-Drehwinkelgebers im eingebauten Zustand abgegriffen. Es lebe die Krokoklemme...

Dann habe ich ein Vorderrad angehoben, von Hand gedreht und bei eingeschalteter Zündung mal mit dem Oszi geguckt, was da so an Signalen kommt:

Und siehe da - @tageloehner hatte recht! Da sind wirklich interne Pull-Up Widerstände im Curtis am Werk. Das Oszi stand auf 2V/div, d.h. wir haben den logisch-High-Pegel bei etwa 4,5 V, also nahe an TTL-Pegeln.

Im Nachgang stellte sich übrigens heraus, dass das Curtis-Manual etwas von 2 kOhm-Pull-Up Widerständen gegen +4,5V schreibt, die sich in der Konfiguration enable'n lassen.

Fazit: Auch der Drehwinkelgeber des Motors funktioniert, wie er soll.

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Ich habe online ein Foto der Vorderseite vom Board "STS-BMZ-V1-Slave" gefunden (die Seite, die man sehen kann, wenn man das Modul aufmacht, ist die Rückseite). Leider waren die Aufschriften der ICs nicht zu erkennen, aber anhand ihrer Pinouts (und unterstützt durch Claude, aber verifiziert durch mich) tippe ich auf die folgenden ICs:

  • BMS-IC: Renesas ISL94212
  • Zellüberwachungs-IC: Analog Devices MAX11080 (warum auch immer...)
  • CAN-Transceiver: Texas Instruments ISO1050
  • Mikrocontroller: PIC18F2XK80

Seltsam finde ich, dass die Futavis-Ings für ein 7S-Modul ein 12S-BMS gebaut haben. Und warum sie sowohl einen dedizierten BMS-IC mit Alarmfunktion als auch einen dedizierten Alarm-IC verbaut haben, erschließt sich mir auch noch nicht.

Klar ist schonmal, dass die Kommunikation zwischen BMS-Slaves und BMS-Master per CAN läuft (vielleicht noch mit einer separaten Alarmierungsfunktion). Einen Dump der PIC-Firmwäre fände ich interessant. Sofern der Ausleseschutz nicht aktiviert ist, sollte der auch recht leicht zu beschaffen sein.

Ansonsten finde ich das Board aber gerade nicht interessant genug, um das Reverse-Engineering fortzusetzen. Das gefunde Foto kann ich hier leider aus Urheberrechtsgründen nicht posten, aber mein aktueller Stand sieht so aus:

Man kann ganz gut sehen, dass ich mit viel Motivation angefangen habe, finde ich :wink:

pcbtracer.com hat sich aber trotz einiger (Vibecoding?)-Macken bewährt und ich werde damit bald hoffentlich auch andere PCBs angehen können.

Edit: Man darf sich jedenfalls auf die "Autosave"-Funktion nicht verlassen... Mist

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