ich sehe, dass im BKW-Sprachgebrauch unter Nulleinspeisung verstanden wird
PV-Anlage (ggf. unterscheidbar nach bis 800 W, bis 960 W, bis 2000 W, hier nicht mehr als 2000 W)
Speicher mit max. 800 W Ausgangsleistung (ggf. unterscheidbar nach DC-DC-Speicher, DC-AC-Speicher oder AC-Speicher), typisch 1 bis 6 kW.
Verbrauchsmessung (Shelly, Smartmeter usw.)
Regelung, die den Speicher bei Netzeinspeisung füllt, den Speicher bei Netzbezug leert
Der akademische Unterschied ist wohl, dass bei reiner Nulleinspeisung das Netz überhaupt nichts von der PV-Anlage sieht?
Die BKW-Speicherlösung sieht aber wohl eher so aus, dass man den PV-Überschuss speichert, wenn der Speicher voll ist den Rest einfach einspeist.
Habe ich das so richtig zusammengefasst? Letzteres ist also keine Nulleinspeisung? Wie bezeichnet man dieses Speichersystem dann aber konkret?
Der technische Unterschied soll hier zeigen, dass hier nicht einfach nur ein Speicher als etwas bessere Zeitschaltuhr arbeitet und eine vordefinierte Grundlast bei Dunkelheit abgibt, sondern dass gezielt überwacht wird, wann aus dem Netz bezogen wird, um dann durch gespeicherte Energie ersetzt zu werden.
“Überschusseinspeisung” bezeichnet sowohl PV-Systeme ohne Speicher, als auch welche mit ungeregeltem Speicher, als auch welche, die die Eigenverbrauchsquote bestmöglich maximieren wollen. Als Erklär- und Unterscheidungsbegriff ist der für mich daher ungeeignet.
Nulleinspeisung mit Leistungsmessung kennt zwei grundverschiedene Implementierungen:
keinesfalls Netzeinspeisung (sprich: PV-Anlage wird bei PV-Überschuss heruntergeregelt) auf Null Einspeisung
wenn Speicher voll wird der Überschuss eingespeist. “akademisch” ist das scheinbar keine Nulleinspeisung. Aber wie nennt man sie dann?
Konkreter Anlass: Du willst mit deinem Kumpel vielleicht diskutieren, was der aktuelle 2-kW-Speicher von Lidl taugt.
Der eine sagt: der ist dümmer als der von XYZ. Denn der kann nur einfach eine voreinstellbare Leistung abgeben.
Und der andere sagt: nein, über die Werkseinstellungen kann ich den mit der Tuya App regeln. Und dann pumpt der nur ins Netz, wenn ich Energie kaufen müsste.
Und der dritte sagt: toll, sowas will ich auch. Lidl hat aber keine mehr. Ich geh’ jetzt zum Obi und sag’ dem, ich will so ein Ding, das ??? kann.
Wie heißt ??? ?
Meinst du, der Obi-Verkäufer (oder der Solar-Fachhandel) gibt dir das gewünschte Teil, wenn du einen “Speicher mit Überschusseinspeisung” bestellst? Wie erklärt erfüllt ja bereits ein MC4-Verlängerungskabel die Funktion einer “Überschusseinspeisung”.
Auch bei richtiger Nulleinspeisung großer PV-Anlagen, merkt das der Verteilnetzbetreiber. Die können bei taktenden Verbrauchern wie z.B. Backofen nicht so schnell regeln wie sich das Lastverhalten ändert. Wichtig ist, dass der Smartmeter des Systems schnell Änderungen des Verbrauchs erkennt und dies ausgeregelt wird.
Es gibt durchaus Balkonkraftwerkspeicher wie z.B. Marstek Venus E Gen 3.0, die über einen Smartmeter oder auch Shelly den Hausverbrauch messen können und entsprechend eine Nulleinspeisung realisieren können. Auch ohne Tuya-App.
Viele der Speicher lassen sich von der Leistung her so steuern, so dass man eine Nulleinspeisung hinbekommt. Meist über Modbus. Code dazu bei github, Foren oder diversen Blogs.
Wenn man das einfach herausfinden will, fragt man nicht den Verkäufer in einem Baumarkt, das vermutlich nur einen Hersteller anbietet, sondern schaut in einem entsprechenden Forum oder fragt den Chatbot seiner Wahl, wie z.B. ChatGPT, Gemini oder Claude:
Welche Balkonkraftspeicher lassen sich so steuern, dass man eine Nulleinspeisung realisieren kann?
Bei Nulleinspeisung geht der Energiefluß ausschließlich vom öffentlichen Stromnetz ins Hausnetz (bis auf geringfügige Regelabweichungen).
Wer das was und wie innerhalb des Hausnetzes regelt, ob mit oder ohne Akuu, ist da eigentlich egal.
Nulleinspeisung ist eigentlich der falsche Begriff. Es fließt bei Leistungeänderungen Strom in beide Richtungen. Es ist eher der Versuch einer Nulleinspeisung.
Was im Haus passiert ist leider nicht egal. Da hilft auch keine Nulleinspeisung.
Bei Solaranlagen sind die entsprechenden gesetzlichen Regelungen und die der Verteilnetzbetreiber zu berücksichtigen. Also BKW bis max. 800 Watt AC Leistung Wechselrichter und Solar max. 2000 kWp. Und Registrierung bei der BNetzA im Markenstammregister. Darüber Anmeldung als normale Solaranlage über Elektriker bzw. Solateur. Speicher von BAlkonkraftwerken müssen auch bei der BNetzA registriert werden.
Nulleinspeisung, Volleinspeisung und Überschusseinspeisung sind quasi Rechtsbegriffe aus dem EEG. Bei der Anmeldung muss man sich für eines der Modelle entscheiden.
Du suchst einen Speicher, der die Ausgangsleistung regeln kann - mittels proprietärem oder kompatiblem Energy Meter.