mein Lab-Ladegeraet funktioniert nimmer. optisch sehe ich nix. ausser: 1 kondensator (von 4) ist leicht anders verfaerbt. will versuchen, ob sein Ersetzen das Problem loest.
habe leider nicht den genau gleichen gefunden. ich meine gelesen zu haben, ein Ersatz muesse entweder gleich oder mehr V sowie Mikrofarad haben. das stimmte bei anderen Reps, aber dort musste ich nie einen aus einer Gruppe ersetzen, so wie jetzt. Frage: kann ich das Original (rechts) durch den neuen (links) ersetzen?
ja, statt 200 kann man 250V einsetzten. Wenn Elko´s aufplöppen, dann riecht und sieht man das. Auf deinen Foto´s sehe ich keine mir bekannten Indizien. Insbesondere scheint kein Deckel hoch gewölbt zu sein.
stimmt, leider kein gewoelbter Deckel oder andere klare Anzeichen. Einer ist verfaerbt, der Aludeckel glaenzt nimmer so wie die anderen 3 und hat einen Fleck, wie durch Ueberhitzung.
gute Nachricht, dass ich ihn mit '250V' ersetzen kann
Ist vielleicht das China-Netzteil was vor dem DC/DC Wandler mit der Elkogruppe sitzt inne Dutten?
Ist aber alles nur Kaffeesatzlesen wenn es keine detaillierte Fehlerbeschreibung gibt.
Und Elkos können ihre Defekte auch gut verstecken. Um sicher zu gehen sollten alle vier auf ihre Kapazität gemessen werden und der Ersatz sollte meiner Meinung nach, vor Allem bei Einsatz im DC/DC Wandler Bereich, immer gleiche oder sehr ähnliche ESR Werte haben.
und die schlechte: daran wird es wahrscheinlich nicht liegen. Auf Bild 3 sehe ich ganz links eine Schmelzsicherung, scheinbar eingelötet. Wenn du ein Widerstandsmessgerät oder Durchgangsprüfer hast, dann teste, ob die durchgebrannt ist.
Schätzungsweise wird die Suche nach dem defekten Bauteil etwas aufwändiger. Durchgebrannte Halbleiter (auf der Kühlschiene) sind ebenfalls eine denkbare Ursache.
Wenn´s den einen Elko bereits zerrissen hat wird das einen Grund haben und die drei Weiteren könnten ihrem Ende bereits auch nahe sein. Da könnte man jetzt her gehen und pauschal alle tauschen oder auch sich die Mühe machen und alle auslöten und vermessen.
Sieht mir so aus als wenn die Elkos auf der Primärseite des Netzteils sitzen, also direkt nach dem Netzeingang, Gleichrichtung und dann die 324V DC für den Wandler glätten. Dazu scheint es mir so als wenn immer zwei Elkos in Serie geschaltet sind um die notwendige Spannungsfestigkeit zu gewährleisten. 400V Typen wären entweder zu teuer und/oder zu groß für das Gehäuse.
Auf dem alten Elko müsste eine Temperatur drauf stehen, irgenwas mit 85°C oder 105°C oder soetwas, kannst du das noch mal posten?
je 2 parallel; wie kommst du auf 324V ? das Geraet erst 1 jahr alt, auch nicht viel gebraucht. 2-3x die Woche, ca 3std. darum hoffe ich der defekte war 1 Ausreisser. jedenfalls werde ich nicht vorsorglich wechseln, mehr Elkos liegen in der Schublade bereit und die originalen Ladegeraete auch
230x1,4. Ich vermute auch, daß jeweils 2 ELKOs in Serie geschalten wurden. also 2s2p ergibt 400V Spannungsfestigkeit und 1000uF. SO haben die Chinesen das auch bei meinen VFDs gemacht. 4x400v 680uF 2s2p weil 3 phasig.
Da die Elkos auf der Primärseite sitzen liegen sie direkt an gleichgerichteter Netzspannung abzüglich der Uf des Gleichrichters was ich jetzt einfach mal vernachlässige. Die nominellen 230V 50Hz sind eine Wechselgröße bei der im allgemeinen Sprachgebrauch der Effektivwert angegeben wird. Der Sinus hat aber einen Amplitude (Spitzenwert) die Wurzel(2) mal höher ist als der Effektivwert. Also 230V x Wurzel(2) = 325V. Um diese Spannungsfestigkeit zu erhalten werden zwei Elkos nach dem Gleichrichter in Serie geschaltet, oder halt auch ein 400V Typ genommen - der aber wesentlich teurer und größer ist. Und um die erforderliche Gesamtkapazität zu erhalten gibt es eine zweite Elko-Gruppe die der ersten Gruppe parallel geschaltet ist, wie von Thomas schon erwähnt, also 2S2P.
Deswegen fragte ich nach der Temperatur, hätte ja sein können das aus kostengründen 85°C Typen verbaut wurden. Wobei auch 105°C Typen gern aus dem billigsten Regal genommen werden. Die über die Temperatur wird die Lebensdauer bei diversen Umgebungstemperaturen definiert. Beispiel bei 105°C Umgebung 1000h, bei 50°C 5000h usw. Die Umgebungstemperatur sorgt z.B. über die Zeit dafür dass der Elko austrocknet und an Kapazität verliert.
Wenn es mein Ladegerät wäre würde ich alle tauschen und dann ist Ruhe.
Wenn 2 Kondensatore in Reihe nicht exakt gleiche Kapazität haben, dann bekommen sie unterschiedliche Spannung. Wenn der "schwächere" mehr als 200V bekommen hat, dann wurde er warm, trochnete schneller aus und hat jetzt keine Kapazität mehr.
Wenn Du alle Elkos tauschen willst, such für die Serienschaltung immer 2 auf möglichst gleiche Kapazität aus, die haben grosse Toleranzen.
Das sind die typischen China-Billig-SMPS, die sind knapp auf Kante gebaut - alle Bauteile an der Belastungsgrenze - zumindest in der Nähe der Vollast bzw. ab 50% derselben. Müßtest mal messen wie heiß die Halbleiter und Elkos werden - meist sind die Kühlkörper unterdimensioniert bzw. die Wärmeleitpaste 'vergessen' oder gar schlechter Wärmeleitkontakt über das Gehäuse. Die meisten dieser Geräte sollte man nicht längere Zeit über 50% Nennlast betreiben.
Wenn es nur ein Elko war - Glück gehabt. Vermutlich waren die wirklich schlecht gematched. Wie schon oben geschrieben, sollten die möglichst gleiche Kapazität haben, damit sich die Spannung bei Serienschaltung auch gleichmässig aufteilt. Ein vernünftiges ESR/LCR-Meter wäre eine sinnvolle Anschaffung. Diese kleinen, billigen China-Universalmessbrücken reichen für grobe Schätzungen auch, sind aber nicht sonderlich genau. Kapazität und ESR sollten möglichst dicht beieinander liegen, max. 2-3% Abweichung. Z.B. ein Fnirsi LCR LC1020E o.ä.
Tipp: Ich würde alle 4 ersetzen. 200V mit 250V zu ersetzen ist nicht kritisch, die Kapazität stimmt ja sowieso.
Warum? Der eine ist verfärbt, einer ist ausgebeult, der zustand der restlichen 2 ist ungewiss, bei dem was ein Kondensator kostet ist die Diskussion hier schon sinnlos.