DalyBMS und Victron Mppt Spannungsunterschiede

Hallo,

zuerst eine kleine Übersicht:

2 Victron Mppt Laderegler (im gemeinsamen Netzwerk)

DalyBms auswertung mit Daly2Mqtt

16kwh LifePo4 Akku

Steuerung über OpenDtu on battery

Bisher lief die Anlage ca 1 Jahr ohne Probleme. Seit kurzem könnten die Mppt Leistung liefern um den Akku zu laden, schalten dann jedoch in die Absorbtion, da die Ladespannung erreicht wird. Mit dem Mulimeter nachgemessen, stimmt (54,6V).

Das BMS liefert jedoch einen batterieseitigen Spannungswert von z.B. 52V, also wesentlich weniger. Zellen nachgemessen, alle gleich, Gesamtspannung passt zu gelieferten Wert des BMS (52V).

Das BMS liefert keine Fehler, die MOS Schalter sind aktiv. Neustart und Stromlos Schaltung des BMS brachte keinen Erfolg. Kontakte und Stecker wurden überprüft.

OpenDtu in den Einstellungen “Batteriewerte an Mppt senden” aktiviert, dann wird der vom Daly gemessenen Spannungswert an den Mppt gesendet und der arbeitet mit dieser Spannung! Hier läuft dann die Ladung fehlerfrei, Zellspannungen passen etc.

Kann man davon ausgehen, dass das BMS defekt ist? Wenn ja was genau!

MfG

Marco Matterne

Verstehe ich das richtig, dass du direkt an den Klemmen des MPPT eine andere Spannung (54,6V) als direkt an den BMS Klemmen (52V) misst?

Ich versuche es zu erklären. Das BMS ist mittig, auf der linken Seite geht es zu Batterie (52V) auf der rechten Seite (54,6V) zum bzw vom Mppt.

mit dem Multimeter links gemessen (52V) und rechts gemessen 54,6V! Zelleinzelspannungen kommen in Summe auf 52V.

Jetzt weiß der Mppt, dass bei 54,6V schluss ist und geht in Absorbiton bzw. Float. Die Batterie ist allerdings nicht geladen.

Gemessen Spannungen rechts, egal wo, sind alle gleich und stimmen mit dem Mppt überein.

Mit der Batterie ist alles in Ordnung, es muss als am BMS liegen!

Ich würde erstmal davon ausgehen, dass aus irgendeinem Grund kein Strom vom MPPT mehr in die Batterie fließt.

Dir Ursache davon kann z.B. das BMS, dass die Ladung sperrt oder
extrem hohe Übergangswiederstände

Wenn die MPPT auf Absorption gehen:
Fällt dann schlagartig die Leistung auf 0?
Oder fällt diese langsam ab?

Hier auch nochmal graphisch wie der "normale" Ladevorgang ablaufen sollte:

Man sieht wie beim Wechsel auf Absorption um 14:33 Uhr die Leistung schnell abfällt, aber trotzdem etwas braucht bis es wieder auf 0 geht.

Kannst du da mehr Daten liefern?
Aktuell machen wir hier eher Glaskugel lesen.

ja davon gehe ich auch aus.

Das das BMS die Ladung sperrt ist nicht ersichtlich, weder in der BMS App noch in Daly2Mqqt! Es wird aber tatsächlich nicht geladen.

Dann muss im BMS etwas defekt sein!

Gerade sende ich die vom Daly2Mqtt gemessenen Batteriewerte (im Beispiel 52V) an die beiden Victron Mppt, dadurch schalten die Mppt nicht ab, die Ladung klappt reibungslos, Strom wird aufgenommen, Zellspannungen steigen gleichmäßig und konstant, Temperaturen OK. Also kann ich den Akku ausschließen. Kontrolliere das mit Multimeter Messungen, alles gut!

Wenn die Absorbtion eintritt, fällt die Spannung auf Erhaltung 54V, und bleibt konstant! An der Batterie ändert sich jedoch nichts, hier bleiben die 52V (mit geringfügigen Spannungen)

Die Entladung der Batterie bei Bedarf, läuft ohne Probleme!

Bitte schreibe etwas strukturierter und gehen auf die Beiträge ein wenn du Hilfe suchst und lass dir nicht alles einzeln aus der Nase ziehen.

von was gehst du aus?

Bedeutet dies nun das plötzlich nicht geladen wird. bzw. konkret wie sieht der Wechsel von bulk aus. (Daten!)

Infos!
Wie sendest du die Infos?
Hast du das BMS umgangen? Ja/nein
Bzw. wie siehts das Setup genau aus? Ist da z.B. ein GX-Gerät mit DVCC im Spiel?

  1. Wenn Absorbtion eintritt wird per Definition die Spannung konstant gehalten. Was ist mit fällt die Spannung gemeint? Der Satz ergibt keinen Sinn.
  2. Meine Frage war nach der Leistung (W oder A)

Von allem was ich hier lese glaube ich erstmal nicht das es am BMS liegt sondern irgendwo im bisher undurchsichtigen Regelkreis dahinter insbesondere was dann die OpenDTUonBatterie macht wurde auch noch nicht wirklich erörtert.

Also ich habe auf den vorhergehenden Beitrag geantwortet:

Beitrag:
Ich würde erstmal davon ausgehen, dass aus irgendeinem Grund kein Strom vom MPPT mehr in die Batterie fließt.
Antwort:
ja davon gehe ich auch aus!

Bedeutet dies nun das plötzlich nicht geladen wird. bzw. konkret wie sieht der Wechsel von bulk aus. (Daten!)

Wechsel von Bulk in die Absortion seitens Mppt. Ladespannung sind von der Schlusspannung (57,6V) auf Erhaltung (54V) wird gehalten, es fließt keine Leistung in die Batterie. Ich kann keine aussagekräftigen Diagramme liefern, da die Batteriekapaziät ins Haus eingespeißt wird, je nach Bedarf.
Wenn das Haus 500W benötigt, liefert der Mppt 500W, wenn die Sonne nicht ausreicht kommt der Rest von der Batterie, solange bis die Spannungsuntergrenze erreicht ist und die OpenDtu (hier ist die Spannungsuntergrenze für die Batterie in V angegeben, bevor das BMS abschaltet) die Wechselrichter runterfährt bzw. abschaltet.

OpenDtu bezieht Batteriespannung vom Daly2Mqqt, der Mppt von den anschlussklemmen! in der OpenDtu kann ich die Batteriespannungswerte umleiten an den Victron, dann ignoriert dieser die anliegende Spannung an den Klemmen, sondern nimmt die tatsächlichen Batteriewerte, die ja gemessen stimmen.
Setup hatte ich Eingangs beschrieben! Kein GX oder Raspi, nur OpenDtu für den Homeassistant und Daly2Mqtt um die Batteriewerte vom BMS an den Homeassistant zu bekommen.

Wie bereits erwähnt, läuft das System in exakt der gleichen Konfiguration. Welche relativ einfach gehalten ist.
OpenDTU übernimmt die Regelung der Nulleinspeisung, nimmt Batteriedaten vom BMS und PV Daten vom Victron Mppt, einfach und funktioniert.
Ich kann die OpenDtu ausschalten, ändert nichts an den gemessenen Spannungswerten (Batterieseitig z.B 52V und Mppt seitig bei PV Ertrag wesentlich höher). Die Spannung am Mppt steigt plötzlich schnell bis zur Ladeschlusspannung an, als würde vorm BMS ein Stau entstehen.
Wenn ich an diesem Zustand manuell messe, habe ich:

MinusPol BMS Batterieseitig und Pluspol Ladeleitung: 52V

MinusPol BMS Abgangseitig und Pluspol Ladeleitung: 54,6V

Ich weiß nicht, wie ich es anders erklären soll

Eben die Situation provoziert:

Habe dem MPPT erlaubt seine eigene Klemmspannung Batterie zu benutzen

Schlagartig von 53,7V auf 57,6V, umgeschaltet in Absorbtion 56V, Batterie Spannung bei 53,7V (BMS und Multimeter Wert), Leistungsaufnahme der Batterie nach wie vor nur etwas niedriger aufgrund der Absorbtionsladung, leicht fallend! (Von 41,2A auf 35A)

Batteriewert auf 53,8V gestiegen!

Das ganze mit gesperrter Entladung durch die OpenDTU

Werden bei diesen Schaltereien eigentlich die Schalter im BMS benutzt?

Ja, wenn die eingestellten Grenzen erreicht werden! Oder auch bei Zelldifferenzen, oder wenn die Steuerung ausfällt!

Ist eine Nulleinspeisung, wie sie mit anderen Systemen auch möglich und umgesetzt wird!

BMS ist trotzdem erforderlich

Schon die einzelnen Zellenspannungen geprüft? Könnte es sein das eine (oder mehrere) deren Maximalwert übersteigen und dadurch die MOSFETs triggern? In anderen Worten das die Zellen nicht (mehr) korrekt balanciert sind?

Schon die einzelnen Zellenspannungen geprüft? Könnte es sein das eine (oder mehrere) deren Maximalwert übersteigen und dadurch die MOSFETs triggern? In anderen Worten das die Zellen nicht (mehr) korrekt balanciert sind?

Ja! Siehe Eingangs Thread

@bikerbiker12

das ist verwunderlich. Bei mir werkeln OpenDtu und (mehrere) DalyBMS, geladen wird mit PV und EPEVER Ladegeräten (MPP).

Die Geräte sind nicht miteinander verknüpft. Die OpenDtu misst die Spannung am WR (HMS800) und kann den WR vor der Erreichen der Tiefentladespannung ausschalten.

Die Messungen der MPP Ausgänge zeigen bei starker PV eine höhere Spannung, als der WR über die OpenDtu mitteilt. Das ist m.A. normal.

Am Kabel vom Akku zum WR kommt es je nach Stromstärke zu Spannungsabfällen. Das können schon 0,X V sein. Und da auch die Kabel vom Mpp Lader zum Akku solche Differenzen auslösen, ist es bei mir "normal", wenn ich 3 unterschiedliche Spannungen messe. Am Akku liegt die "wahre" Spannung an, am Ladeausgang des MPP ist sie höher, am Eingang des WR ist sie niedriger.

Wenn keine PV lädt und der WR nichts produziert, dann sollten die Messungen stets die gleiche Spannng anzeigen. Doch auch das trifft nicht zu,es gibt noch 0,0X Volt Unterschied. Das wird wohl der Offset der einzelnen Messungen sein.

Für welche Funktion du die Vernetzung und Übermittlung der Spannungswerte auf andere Geräte einsetzt, ist mir nicht ganz klar. Bei mir geht´s ohne und das seit Jahren recht stabil. Mein Tip: alles ohne Datenaustausch laufen lassen. Dann sollte es klappen.

L.G.

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Sorry, bei diesem Durcheinander undokumentierter, unzuverlässiger, ungetesteter und unerklärter Zusammenhänge halte ich mich lieber wieder raus.

Und verweise vorsichtig auf:

@deff

Danke dir für deine Antwort, der ich voll zustimme. Spannungsdifferenzen von 0,..V sind vollkommen OK und waren bisher auch bei mir so.
Jedoch ohne Eingriff ins System hatte ich am Laderegler plötzlich eine höhere Spannung von bis zu 3V, was diesen veranlasste die Ladung abzuschalten. Die Vernetzung und Übermittlung dient aktuell nur der Fehlerfindung.
Verkabelungstechnisch ist lt Elektriker alles Ok.

Vielleicht kannst du mal das BMS kurz überbrücken und mit einer Stromzange den Stromfluss der Brücke messen.

Wenn ein MOSFET im Daly Schaden genommen hat, dann würde kann es sein (muss aber nicht), dass er (teil-) leitend geworden ist, aber einen Spannngsabfall produziert. Wie läuft es denn, wenn du unterhalb der Ladeentspannung arbeitest? Dann schaltet das Ladegerät nicht ab. Wird dann irgendwas warm?

Sind die Zellen gut ausbalaciert? Bis 50mV mach ich mir keine Gedanken, bei höheren Differenzen, ist kontrolle nötig. Da kann sich auch mal eine Schraubverbindung der Busbars ein wenig gelockert haben. Dann ziehe ich alle nach und finde die Stelle, wo man etwas nach ziehen kann.

Ciao

eine Stromzange habe ich leider nicht. Die Zellspannung steigt normal mit der Ladung durch PV an, daher gehe ich davon aus, dass eine Ladung stattfindet, ob korrekt bleibt erst mal fraglich!

Die Ladespannung steigt plötzlich an (nicht an der Batterie), auch wenn die Batterie erst z.B. 50V hat.

Die Zellen sind top balanciert, nachgemessen! Alle Verbindungen habe ich gestern überprüft, alles OK. Es wird auch kein Kabel übermäßig warm!

Deswegen bleibt für mich nur das BMS!

Ein Ampermeter mit ausreichender Stromfestigkeit sollte es auch machen. Da die "klassischen" Ursachen ausgeschlossen sind, könnte die Vernetzung Probleme machen. Wenn es auch ohne Netz und Datenaustausch den gleichen Effekt gibt, dann kann es ja nur noch am BMS liegen. Doch woran könnte es "gestorben" sein?

Teste doch mal, wenn du magst, die Einstellung in der OpenDtu und melde den Akku dort ab. Die OpenDtu holt sich den SOC vom Akku. Und wenn der so falsch ist, wie ich es bei meinen 5 Daly´s sehe, dann kann das der Grund sein. Daly sagt vielleicht den SOC mit 100% an obwohl er es nicht ist und schon versteht man die Fehlsteuerung.

Viel Glück

irgendwas stimmt da nicht - ich gehe mal von 16 Zellen aus
3,375V x 16 = 54V
3,368V x 16 = 53,88V
Also, nicht deine gemessenen 52V auf der Zellenseite (also hinter dem BMS)

@deff

Deine Gedanken hatte ich bereits abgearbeitet! Ich gehe nicht nach dem SOC sondern ausschliesslich pber die Spannung, auch in der DTU!

Wenn ich den Akku abmelde, dann liefert der MPPT die Leistung die ich gerade im Haus verbrauche!

Wenn du mit Vernetzung das WLAN/Lan meinst, dann ist auch hier alles Top! Alle Geräte erreichbar und der Rssi Wert ist niedrig!

Danke dir für die vielen Tipps