Daikin Perfera Regelung Diskussion [abgetrennt]

Moderation: Die letzten Beiträge mit persönlichen Angriffen hab ich gesperrt.

Ich finde es immer wieder schade, wenn fachliche Themen so persönlich eskalieren. Ihr habt beide gute Gedanken zum Thema eingebracht, dafür mein Dank.

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Vielen Dank Win für die Moderation. Ich hätte auch gerne eine zivilisierte Diskussion.

Um meine Argumentation klarzustellen:

Natürlich dehnt sich die warme Luft aus. Der Luftstrom durch den Lüfter bleibt aber weitgehend gleich, bezogen auf die warme Luft. Ich habe das gerade überprüft. Bei 20 und 40 Grad sind die Austrittsgeschwindigkeiten identisch. Der Volumenstrom beim Lufteinlaß muss aber nach unten korrigiert werden. Das habe ich meiner Meinung nach auch bestätigt.

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Lasst uns doch mal zu den ursprünglichen Regelungsfragen zurückkehren. Ich komme da im Moment bei der Protokollierung nicht weiter, weil ich keinen Zugriff auf die Lüfterdrehzahl und deshalb nur subjektive Beobachtung hinsichtlich des Lüfters habe.

Grundsätzlich habe ich festgestellt, dass sich durch Überhöhung der Solltemperatur am IG die Lüfterdrehzahl steigern lässt, aber nicht reproduzierbar bei gleichem Delta zwischen Soll und Ist die gleiche Drehzahl.
Durch Überhöhung der Solltemperatur am IG lässt sich schneller ein persönliches Wohlgefühl erreichen, obwohl die Raumtemperatur nicht signifikant schneller steigt.
Erhöht man zusätzlich zur überhöhten Solltemperatur den Prozentwert der Bedarfssteuerung, kann das zu einer erhöhten Leistungsaufnahme mit höherer Ausblastemperatur führen, muss es aber nicht zwangsläufig.
Ist die gewünschte Raumtemperatur erreicht, war es bei milderen ATs so, dass ich die IGs bei der Bedarfssteuerung bis auf 40% und den Lüfter auf "SILENT" runter regeln konnte. Aktuell läuft beim Raumtemperatur halten das IG im Büro mit 45%, Soll 3K unter Ist, aber der Lüfter auf AUTO und subjektiv mit höherer Drehzahl als bei milderen ATs.

Kann jemand, der Zugriff auf die Lüfterdrehzahl und die Wärmetauschertemperatur hat, vielleicht Beobachtungen und Messungen beisteuern, damit wir im Verständnis des Regelungsverhaltens ein wenig weiter kommen?

An meiner 3MXM habe ich 2x 20er Perfera (mit WLAN Modul C) und 1x 35erStylish (mit WLAN Modul B). Die Stylish hängt im Wohn-/Essbereich und läuft von 5-22 Uhr komplett durch. Meistens mit Lüfterstufe 5, außer wir sitzen am Esstisch, dann schalten wir auf 1. Ich steuere mit den Einstellungen der Stylish das Außengerät, da nur hier die Bedarfssteuerung begrenzt wird und die SOLL Temperatur immer 3-4 Grad über der gemessenen IST Temperatur ist. Bei den Perfera (die tlws nur von 6-17 Uhr, im Büro, oder 7:30-22 Uhr, im Schlafzimmer, laufen) ist nach kurzer Zeit die Soll-Temperatur meist 1-3 Grad über der IST Temperatur.

Mein AG taktet also während 5 und 22 Uhr nie. Die Bedarfssteuerung steuere ich nach Außentemperatur. Zielgröße ist, dass der Wohn-Essbereich, der zusätzlich 2 Heizkörper hat, die durch die Ölheizung gespeist werden mit Thermostaten die 0,5 Grad unter Wohlfühltemperatur liegen, maßgeblich durch die Stylish geheizt wird und dennoch nicht überhitzt. Das gelingt am ehesten, wenn Lüfterstufe 5 tatsächlich erreicht wird (wegen der Auswurfweite der warmen Luft) und trotzdem die Leistungsaufnahme durch die Bedarfssteuerung an der "richtigen Stelle" begrenzt wird.

Vor diesem Hintergrund meine Kommentare und Ergänzungen zu Deinen Beobachtungen:

Sehe ich genau so. Die deutliche Überhöhung der SOLL Temperatur der Stylish hat die Wahrscheinlichkeit stark erhöht, dass Lüfterstufe 5 tatsächlich erreicht wird.

Dadurch, dass meine Stylish quasi immer mehr Leistung abrufen möchte, als die Bedarfssteuerung zulässt, führt eine Erhöhung der Prozentwerte bei mir sehr zuverlässig zur Erhöhung der Leistungsaufnahme und damit zur Erhöhung der Ausblastemperatur.

Meine "manuelle" Optimierungsarbeit war, herauszufinden, bei welchen Prozentwerten die Stylish noch ziemlich zuverlässig auf Stufe 5 kommt. Diese (noch recht groben) Stufen habe ich dann für mein ioBroker Skript genutzt.

2 weitere Beobachtungen:

  1. Meine 2 Perfera (20er) kommen deutlich wahrscheinlicher auf die tatsächliche Lüfterstufe 5, als meine Stylish (35er). Und das bei selber Ausblastemperatur. Mein Gefühl (gepaart mit einem Bericht in einem anderen Thread von einer 35er Perfera, die auch nicht so leicht auf hohe Stufen gekommen ist, leider hab ich den konkreten Thread vergessen) ist, dass die 35er eine höhere Ausblastemperatur brauchen, um den Lüfter hoch zu drehen. Vllt kommt man über die Frage "Was unterscheidet eigentlich ein 20er IG von einem 25er/35er?" zu einem Grund, warum das so ist...

  2. Bei 95% geht mein AG bis max 1,3kW hoch. Das ist bei sehr niedrigen AT zum Hochheizen am Morgen (nach dem Ausschalten von 22-5 Uhr) nicht ausreichend. Wenn ich die 100% freigebe, wird es enorm schnell warm, allerdings ist die Leistungsaufnahme dann bei 2-2,3 kW, insb. wenn mehrere Geräte an sind (witzigerweise ist die 100%-Einstellung die einzige, bei der 1 eingeschaltetes IG eine geringere Leistungsaufnahme, auch mal so um 1,5-1,8kW, bedeutet, als mehrere eingeschaltete. Das ist sonst immer anders rum). Bedeutet: Mir fehlen Stufen zwischen 95% und 100%. Daher hab ich jetzt den Kompromiss für mich, dass ich zwischen 5 und 8:30 die 100% freigebe, wenn die Außentemperatur es erfordert und anschließend immer auf 95% begrenze.

Mit diesen ganzen Maßnahmen, habe ich das Gefühl, meine Klimas ganz gut "aufgezäumt" und im Griff zu haben ;-). Und wie bei einem Pferd macht das System dann manchmal doch was es möchte :-D. Meine Optimierung ist damit erstmal abgeschlossen, außer, dass ich vllt noch mal eine detailliertere Zuordnung von Außentemperaturen zu Prozentstufen herausfinden werde, da hab ich bisher eher obere Abschätzungen gemacht.

Es gibt digitale Drehzahlmesser für kleines Geld, sowas hier:

Auf der Lüfterwalze findet man oft irgendwo kleine Blechklammern als Auswuchtgewichte. Die reflektieren bei meinen Anlagen hinreichend, um Messungen von unten durch den Kanal zu machen. Falls diese Klammern nicht reichen, kann man auch auf einem Lüfterflügel dünnes Alutape aufkleben. Am besten 2 gegenüberliegende Lüfterflügel, weil dann die Auswuchtung wieder gut stimmt. Wobei dünnes Alutape in vielleicht 1x2cm Größe kaum was ausmachen sollte in Sachen Gleichlauf.

Cool wäre, wenn man einfach einen Sensor einbauen könnte, der permanent mitloggt. Da ist mir aber noch nichts einfaches eingefallen.

Zumindest das lässt sich über das technische Datenblatt der FTXM-R beantworten. Die FTXM20 hat zwei Wärmetauscherplatten, die FTXM25 und FTXM35 haben derer drei.

Puuh, so hoch musste ich noch nie gehen mit der Bedarfssteuerung. 65% war glaube ich mal das Maximum, dass ich freigegeben habe. Aber die hat es noch nicht einmal gebraucht, wenn die Prozentangabe mit der maximalen Leistungsaufnahme korreliert.

Den scheint es doch schon zu geben, sonst gäbe es die Information über die Drehzahl ja nicht in den Clouddaten. Wenn es eine einfache Möglichkeit gäbe, den anzuzapfen... Ohne Cloud.

EDIT: Laut Servicemanual FTXM-R S. 87ff scheint die Drehzahl über die Spannung ermittelt zu werden. Also auch nur eine Schätzung, keine direkte Messung.

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Ich verstehe meine 2MXM40 gerade überhaupt nicht. Eines der beiden angeschlossenen IGs (Perfera) lief seit einer Stunde mit einer Solltemperatur von 29°C bei IG-Ist von 24°C. Leistungsaufnahme knapp 300W, Lüfterstufe max. 2, Bedarfssteuerung 50%.

Bei diesen Einstellungen hätte ich einen kräftigen warmen Luftstrom erwartet. Stattdessen kommt nur ein laues, gefühlt schon fast kaltes, aber auf jeden Fall kein angenehmes, Lüftchen aus dem IG. Nachdem die Raumsolltemperatur erreicht ist, läuft das IG mit Soll 24°C, Ist 24°C, Bedarfssteuerung 55%, ohne dass sich an Luftstrom, Wärmeempfinden oder Leistungsaufnahme etwas geändert hätte.

Bei so einer großen Spreizung der Solltemperatur am IG müsste doch irgendetwas passieren, was man auch ohne Messgeräte deutlich bemerken kann.

Bei welcher Außentemperatur? Eventuell geben die 50% Leistungsdrosselung einfach nicht viel mehr her oder halten noch Reserven für das zweite Innengerät parat?
War das andere IG aus?

@matsches

AT liegt bei -1°C, das andere IG ist aus, Bedarfssteuerung dort bei 40%. 50% sollte sich auf das Gesamtsystem beziehen und nicht auf 50% geteilt durch Anzahl IGs.

Aber ich werde mal testen, auch beim ausgeschalteten IG die Bedarfssteuerung anzupassen. Sollte das klappen, verstehe ich natürlich die Anleitung zur Bedarfssteuerung "am wenigsten restriktiv" nicht.

Jetzt läuft sie mit Soll 23°C, Ist 25°C, Bedarf 55%, Leistungsaufnahme 450W. Gefühlt wärmere Luft, Lüfter eine Stufe runter. Bedarf 2. IG steht immer noch auf 40%.

Ich bin maximal verwirrt bzw. blicke nicht mehr durch. Was ist denn nun zusammenfassend das beste Setup bei der Bedarfssteuerung für das Optimale Verbrauchsprofil?

@nitpicker

Das versuchen wir ja gerade heraus zu bekommen. Alles, was ich bisher als gesicherte Erkenntnis angenommen hatte, wird gerade komplett über den Haufen geworfen.

Hier mal das Bild zur beschriebenen Regelung

Ich verwende diese App: RPM Meter - Strobe light

Stimmt 100% mit dem Tachosignal überein.

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Super Idee, was es nicht alles gibt...

Ich sehe übrigens gerade, dass die Perfera ab -5° im Standby ca. 34 Watt dauerhaft zieht.
Das summiert sich dann doch irgendwie obwohl sie nicht gelaufen ist.

Edit: Temperaturverlauf ergänzt. Also ab ca -2°C

Sollte die Ölsumpfheizung sein. Wundert mich, dass die erst bei -5 Grad einschaltet. Ich dachte, die geht schon bei 0 Grad los, bei manchen Anlagen wohl schon bei 5 Grad.

@win
Ich weiß nicht womit hier der Stromverbrauch gemessen wird .. habe gerade mal meine Daikin abgeschaltet .. so sieht das dann bei mir aus (Fritz Dect)

Nochmal an anderen Tagen nachgeschaut.
Scheint ab ca -2° loszugehen, und doch nicht dauerhaft, sondern für jeweils 1,5h bis 2,5h mit anschließenden Pausen.