Da wir hier nur über Unterstützung reden, möchte ich natürlich auch keinen Wärmeeintrag um jeden Preis. Deshalb würde ich gerne noch die Kontrolle mit der Bedarfssteuerung behalten, aber natürlich auch dementsprechend anpassen, wenn nötig.
Ich versuche jetzt erst mal, die Solltemperatur im KG weiter zu erhöhen. Wenn das nichts bringt, alles zurück und stattdessen mit der Bedarfssteuerung probieren.
Dazu noch eine Frage. Stellst Du das einmal am morgen ein, z.B. abhängig von der Durchschnittstemperatur oder kontinuierlich, z.B. jede Stunde mit der aktuellen AT?
So, nachdem ich den ganzen Vormittag Temperaturen und Bedarfssteuerungen hin und her geändert habe, hier das Verhalten mal schön im Chart sichtbar.
10:15-11:10 Weitere Erhöhung der Solltemperatur im Keller bis auf 27°C führte zu keiner Reaktion in der Steuerung. Daraufhin Temperatur wieder zurückgenommen
11:20-12:15 Das Gleiche mit der Bedarfssteuerung versucht. Vorsichtshalber gleichzeitig auf beiden IGs geändert. Von 50% bis 70% in kleinen Schritten. Auch in großen Schritten 70%->50%->70% keine Änderung
12:20 Erst die Erhöhung auf 75% triggerte die Regelung. Kompressor und Leistungsaufnahme gehen ordentlich hoch. Die IG Lüfter kann ich nun vom Büro aus hören
Damit wird eine sukzessive Änderung abhängig von den Verhältnissen (Innentemperatur, Außentemperatur, PV Strom) schwierig.
Was wohl funktioniert ist, am Anfang des Tages die Bedarfsteuerung klug auf Basis der vorausgesagten AT zu wählen, bevor die Geräte per Timer aktiviert werden.
Meine Beobachtung dazu sind, dass ein Parameter isoliert betrachtet häufig bei Änderung nicht das gewünschte Ergebnis bringt.
Eine Reduzierung des %-Satzes der Bedarfssteuerung greift meistens sehr zeitnah
Eine Erhöhung des %-Satzes der Bedarfssteuerung allein bewirkt oft gar nichts
Eine Erhöhung der Lüfterstufe, solange die Obergrenze der Bedarfssteuerung noch nicht erreicht ist, erhöht häufig die elektrische Leistungsaufnahme
Eine Erhöhung der Bedarfssteuerung bei gleichzeitiger Erhöhung der Solltemperatur, wenn die maximal erlaubte elektrische Leistungsaufnahme erreicht ist, sorgt häufig für eine höhere elektrische Leistungsaufnahme und damit höhere Wärmeproduktion
Diese beobachteten Abhängigkeiten mit den beschriebenen Anpassungen versprechen allerdings auch nicht immer 100% Erfolg. Es gibt wohl noch genügend andere Anlagenparameter, auf die man als Anwender keinen Zugriff hat und die ebenfalls maßgeblich auf die Steuerung wirken.
12:35: Bedarfssteuerung von 75% wieder auf 50% gesenkt; Kompressor, Leistung ist wieder auf das alte 50% Niveau gesunken
12:40-12:55: Bedarfssteuerung von 50% auf 60% auf 70%: jetzt schon bei 70% die Reaktion und nicht erst bei 75%
12:55-13:25: Bedarfssteuerung in kleinen Schritten von 70% auf 55% gesenkt. Hier fand bei jeder Senkung eine Reaktion statt wie oben von @Jogobo erwähnt
Ich werde in den nächsten Tagen auf dieser Basis weiter experimentieren. Vielleicht gelingt mir eine Regelung nur auf Basis der Bedarfssteuerung.
Theoretisch sogar alle paar Minuten. Praktisch ändert sich die at ja nicht so oft. Allerdings reduziere ich auch leicht, falls nur IG aktiv sein sollte und erhöhe, wenn alle 3 aktiv sind.
Beim erhöhen der Bedarfssteuerung dauert es tatsächlich manchmal etwas, bis das AG reagiert, auf jeden Fall deutlich länger als beim reduzieren.
Hast du mal den "leistungsstark" Modus ausprobiert? Das führt bei mir oft ziemlich zügig zu höheren Lüfterstufen...
@indie
Ich versuche gerade, im iobroker mit einem Script die Bedarfssteuerung zu ändern.
Dieser Datenpunkt wird mir nur im daikin-cloud Adapter unter "daikin-cloud.0.<uuid>.climateControl.demandControl.modes.fixed" angeboten.
Setze ich für diesen Datenpunkt einen neuen Wert mit setState() im Skript, wird dieser Wert zwar im iobroker aktualisiert. In der Onecta-App bleibt er aber auf dem alten Wert stehen.
Wie hast Du das realisiert?
Moderation: Musste ein paar daikin-cloud... am Ende rauslöschen, weil es das Layout des Forums zerstört hat. -- Win
Ich mache das im iobroker mit blockly. Kann (bzw vermutlich konnte) zwar ganz gut programmieren, ist aber nicht mein daily Business und ich kenne die Syntax von JS einfach nicht so gut.
In blockly gibt es mehrere "Arten" einen state zu aktualisieren (verschiedene Befehle) und dann noch das acknowledge/bestätigen flag. Probier's einfach mal aus, ob es in irgendeiner Kombination funktioniert. Falls nein kann ich morgen in mein Skript rein schauen, heute bin ich den ganzen Tag unterwegs.
Sorry, nichts für ungut. Ist wohl ein Aktualisierungsproblem gewesen. Heute morgen war in der Onecta App der richtige Wert angezeigt. Und heute morgen kam der Wert auch sehr zeitnah. Ich werde das weiter beobachten.
Ich weiß nicht, ob es bei ioBroker genauso ist, aber...
Da die Cloud-Aktualisierung manchmal hakt, lese ich die aktuellen Cloud-Daten alle 60 Sekunden, um überhaupt mitzubekommen, dass eine Änderung durchgegangen ist bzw. eben nicht. Wenn es die Bedarfssteuerung auch übers WLAN gäbe, würde ich komplett auf die Cloud verzichten. Ist aber jammern auf hohem Niveau. Dass es überhaupt (noch) funktioniert, ist ja erfreulich.
@jogobo Ganz Deiner Meinung. Ich werde mir das jetzt mal anschauen, wie verlässlich das System ist. Auch, ob der Datenpunkt von der Cloud aus wieder zurückgesetzt wird. Das habe ich jetzt nicht beobachtet.
Eine einfache andere Möglichkeit wäre, die gleiche Logik mehrmals mit ein wenig Zeitabstand auszuführen.
Falls es jemand interessiert, ich starte jetzt mit dieser primitiven Logik, nur auf Basis der aktuellen Außentemperatur.
Da das Senken der Bedarfssteuerung offensichtlich besser reagiert als das Erhöhen, plane ich weitere Anpassungen über den Tag hinweg, die dann eher zu Absenkungen führen sollten.
Dann vielleicht mit anderen Variablen wie die aktuelle Raumtemperatur. Man könnte auch die Wettervorhersage mit einbeziehen. Ich denke vor allem an den Wärmeeintrag durch viel Sonne, wenige Wolken.
Ich denke, an dieser Priorisierung wird sich auch nichts ändern lassen. Die Aussage hinter der Anpassung ist ja folgende:
Absenken: Du darfst nicht mehr verbrauchen, auch wenn ich kalte Füße kriege
Erhöhen: Du kannst so viel verbrauchen, wenn die Anlagenparameter es erfordern
So komplex habe ich am Anfang auch gedacht, habe aber festgestellt, dass die Raumtemperatur als Regelungsgröße ausreicht. Wir haben ein Wohnzimmer (42m²) mit Wintergarten (15m², rundum verglast). Sonne bewirkt da sehr schnell einen Temperaturanstieg. Macht sich aber eben auch direkt über die Raumtemperatur bemerkbar.
Ich nehme als Berechnungsgröße für den Startwert der Bedarfssteuerung das Delta zwischen Außentemperatur und Raumsoll. Ziel ist es, den Raum möglichst schnell (aber mit möglichst wenig Lärm und vertretbarem Luftzug) auf Solltemperatur zu bringen. Bei Annäherung an die Solltemperatur beginne ich dann schon mit dem runterregeln, bis die Raumtemperatur nicht mehr weiter steigt und ich mich im Fenster Raumtemperatur +/- 0,5K bewege.
Danke Dir für den Einblick. Nachdem ich nach nun 6 Wochen festgestellt habe, dass die Temperatur des IG nicht für solche Entscheidungen taugt (ich wollte das erst abwarten), muss ich mich erst mal nach smarten Thermometern umsehen.
Eventuell Shelly oder vielleicht bei der Gelegenheit mit Zigbee anfangen.
Kleine Info an Besitzer von größeren Anlagen, meine 4MXM80 geht mit dem Faikin Modul (https://github.com/revk/ESP32-Faikin) und der neu implementierten Bedarfssteuerung bei 35% bis auf 320W runter. Läuft bei den derzeitigen Temperaturen mit knapp 350W tagsüber durch, ohne zu takten. Mit der App ist der Mindestwert 40% und da war das niedrigste was ich bisher gesehen habe 450W, meist hat die Anlage 500W + verbraucht.
Bei meiner 3MXM40 ist der Mindestwert weiterhin 40%, aber die kommt bei den 40% auch auf teilweise unter 200 Watt.
Was mir bei der Regelung aufgefallen ist, dass wenn die Anlagen direkt mit der minimalen Bedarfssteuerung starten sie bei mir alle 30min takten, obwohl Wärmebedarf besteht. Startet man jedoch etwas höher und reduziert anschließend auf das min. laufen die Anlagen durch. Das Verhalten ist reproduzierbar sowohl bei der 4MXM80 wie auch 3MXM40.
Das Regelungsverhalten ist bei Multisplit übrigens wie folgt, man setzt an einem IG die % Zahl für die Bedarfssteuerung und das wird dann autom. über das Außengerät mit den anderen IG synchronisiert.
Ich versuche immer noch, die Regelungslogik der Daikins besser zu verstehen. Die erste Stunde Aufheizen heute Morgen zeigt, dass entweder Kompressorfrequenz und elektrische Leistungsaufnahme nicht in einem linearen Zusammenhang stehen oder die Daten, die man vom WLAN-Modul bekommt, nicht präzise sind.
Trotz konstanter Kompressorfrequenz von 23% ab 07:47 Uhr steigt die elektrische Leistungsaufnahme von 264W auf 289W. Das sind knapp 10% Unterschied, ohne dass diese Mehrleistung irgendwie erklärbar scheint.
Auch für den kurzen Anstieg um 07:45 Uhr von 275W auf 293W nach dem Absenken der Kompressorfrequenz von 28% auf 25% finde ich keine schlüssige Erklärung.
Eine mögliche Lösung wäre, dass es durch Druckveränderung im Kältekreis zu einem erhöhten Widerstand kommt, gegen den der Kompressor arbeiten muss. Aber vielleicht hat jemand von Euch einen anderen Erklärungsansatz?
Steigende Temperatur des Klimagas = mehr Druck ergo mehr Widerstand. Zu den Kältemitteltemperaturen gibt es keinen Datenpunkt? Wenn ich das richtig sehe ist ab 07:47 keine Aufzeichnung mehr der Frequenz? Fehlen da öfter Werte?