Hallo zusammen,
ich habe eine Daikin Perfera 3.5 kW mit einem Truhengerät in meinem 40m² Dachgeschoss die ich hauptsächlich zum Heizen zugelegt habe, da wir keine Zentralheizung haben und die Wärme vom Pelletofen nicht bis in das Dachgeschoss reicht.
An sich funktioniert das auch wunderbar. Nur jetzt habe ich festgestellt, dass die Anlage bei den momentanen Temperaturen von bis zu -2°C ca. jede Stunde abtaut, und das obwohl kein Eis oder Bereifung am Wärmetauscher zu sehen ist.
Kann zufällig jemand sagen ob das bei euch auch so ist und ist das normal ?
Oder könnte ein Fehler bei der Regelung des Abtauvorgangs vorliegen.
Oder weiß jemand welche Parameter benutzt werden um ein Abtauvorgang zu starten ?
Interessant, bisher war immer nur die fast baugleiche ATXD im Verdacht, zu oft abzutauen. Aber vielleicht hat da die Perfera unter bestimmten Bedingungen das gleiche Verhalten.
Nein nichts davon. Habe die Inneneinheit auf Geräuscharm und Schwingen der Lüfterklappe auf aus, ansonsten ist nichts aktiviert.
Mich würden mal die Kriterien für ein Abtauvorgang interessieren. Denn irgendwas scheint da nicht zu passen.
Als die Temperaturen um die 0°C und die Luftfeuchtigkeit höher waren, hat der Wärmetauscher zumindest etwas Eis angesetzt. Aber selbst da hat es finde ich immer recht früh abgetaut wenn ich mal vergleiche im Internet sehe wie vereist zum Teil andere Klimaanlagen sind.
Ich hab eine FTXM35A hier in Betrieb. Heizt 50qm Wohn/Esszimmer und den Flur durch die halb offene Tür. Heute war der erste wirklich kalte Tag. Hier die Werte der Außentemperatur und vom Stromverbrauch der Klima.
Da taut nix unnötig ab. Die Luft war heute extrem trocken, aber von den Temperaturen hätte man schon Abtauvorgänge erwarten können. Schön dass die FTXM35A da mitdenkt.
ich habe ca. 2 Wochen eine Emura 3, 3,5kw. Wie merkt man es wenn sie taktet ? Hab im Stromkreis ein Shelly 1pm Mini 3.gen installiert. Geht da der Strom extrem hoch ? Die Nacht sollen Minus 2 Grad werden, habe aber keine Lust nachzusehen ob das AG vereist. Hab kein Eco und keine Bedarfssteuerung an. In den letzten Nächten lief die mit 2-300 W durch.
Das ist mit dem Shelly dann möglich, wenn du mit Homassistant oder einer ähnlichen Lösung alle 30-60s mitloggen kannst. Hast du das nicht, fehlt dir die Auflösung. Dann gibt es aber auch noch einen Trick:
Jetzt musst du nur noch das Takten von Abtauzyklen unterscheiden. Das sollte vom Verhalten und den Zeiten her einfach sein, zu unterscheiden.
Super, danke Win. Ja ich habe HA und unter Verlauf kann man sich die Auswertezeiten gut einstellen. Die Linie sieht bei mir ziemlich glatt aus. Na ich werde mich schon noch einarbeiten …
Meine Emura 3 hat heute das erste Mal abgetaut. Sah komisch aus das AG, an dem Austauscher war oben und unten vereist, in der Mitte frei, vermutlich ist es getrennt geregelt..
Wo der Wärmetauscher zuerst vereist und wo vielleicht gar nicht, hängt sehr am Aufbau des Wärmetauschers, also wie genau die Rohre durch den Wärmetauscher gehen. Sind oft auch parallele Pfade. Und am Ende des jeweiligen Pfades friert es mitunter auch nicht ein, weil da schon die Verdampfung zu Ende ist.
Kurz nach dem Foto hat die Anlage den nächsten Enteisungsvorgang gestartet.
Also scheint die Perfera FTXM35A ihre Sache in unseren Breiten ziemlich gut zu machen.
Der Wärmetauscher ist aber kaum vereist. Der muss schon völlig weiß sein, so dass man den Eindruck hat, dass gar keine Luft mehr durchgeht, bis das Teil dann abtaut.
Ich würde sagen, da neigt die FTXM35A auch zu zu frühen Abtauzyklen.
Naja, ich denke ein (wenn auch nicht völlig) vereister Wärmetauscher ist nicht mehr besonders effizient. Und wenn die Anlage das alle paar Stunden macht könnte es schon sinnvoll sein.
Und wenn man davon ausgeht dass das Enteisen nur aufgrund der Temperatur ausgelöst wird, ist das doch ok bei den aktuellen Temperaturen alle paar Stunden das zu machen.
Der geringe Vereisungsrad ist ja der aktuell niedrigen Luftfeuchtigkeit hier geschuldet.
Und die Anlage läuft jetzt bei -1 Grad auch wieder seit über 90 Minuten ohne zu enteisen.
Das Optimum wird dort liegen, wie es im Grunde alle Hersteller machen, egal ob Split-Klima oder LWWP. Die warten alle sehr lange, bis dann abgetaut wird. Da ist der ganze Wärmetauscher dann völig weiß und sehr stark verreift. Im Grunde meldet es die Anlage ja zurück, wenn der Wärmetauscher dann ganz real zu stark an Leistung verliert und dann die Verdampfertemperatur deutlich unter die Außentemperatur fällt.
Da ist deine Anlage noch weit entfernt, wie man es auf dem Bild sieht. Allerdings: Viele Anlagen machen unabhängig vom Vereisungsgrad z.B. alle 4 Stunden einen Abtauzyklus und das macht auch Sinn. Denn es kann passieren, dass der Wärmetauscher z.B. nur ganz unten vereist und wenn man da zu lange wartet, bekommt man das nicht mehr aufgetaut.
So lange deine Anlage nicht zu häufig abtaut und bei Abtauung zumindest ein Stück weit vereist ist, wirds halbwegs effizient laufen.
Mir ist aufgefallen, dass der Lüfter im Außengerät nicht läuft, wenn es abgetaut wird. Die Kompressorfrequenz ist aber natürlich hoch. Beides wird per MQTT geliefert. Man könnte es sogar sehr präziese über den angefallenen Verbrauch legen und so genau erfahren, welche elektrische Energie je Abtauvorgang fällig wird.
Das Faikin gibt bei der ATXD beispielsweise auch die Temperatur vom Kältemittel (“liquid”) aus. Damit kann man einen Abtauzyklus ganz einfach identifizieren. Nämlich beispielsweise wenn liquid kleiner ist als die Raumtemperatur - 5°. Das sollte sonst nicht vorkommen.
Bei meiner ATXD zumindestens: wenn zu exakt der selben Zeit sowohl der Kompressor auf 0 geht, als auch der Lüfter im Innengerät, dann fängt er an abzutauen.
Wenn er nur taktet, dann geht zwar der Kompressor aus, aber der Lüfter im Innengerät läuft noch eine Weile weiter.