Bei meiner Anfrage (Claude desktop, sonnet 5 medium) gings erst in die Richtung die tatsächliche Leistungsaufnahme heranzuziehen. Auf meine Frage, was es mit der Anwendung des MCA Werts auf sich hätte, kam dann die Info, daß Daikin das wohl auch selber vorschlägt ... und die salomonische Aussage, doch den Netzbetreiber zu fragen
da die BNetzA auch nicht konkret wird, was sie mit Anschlußleistung denn nu meint.
Zusammenfassung
Wie ist die Behauptung einzuordnen, dass der MCA Wert relevant wäre und ich dann mit zweimal 10A über der Grenze wäre?
Sehr wichtiger Punkt – ich habe dazu die offizielle Daikin-Position zu §14a gefunden. Ich hole die Seite, um die genaue Berechnungsmethode zu sehen.Guter Einwand – und tatsächlich muss ich meine vorherige Einschätzung hier deutlich relativieren. Das ist komplizierter, als ich es dargestellt habe.
Was der MCA-Wert technisch bedeutet
MCA (Minimum Circuit Ampere) ist nicht die tatsächliche elektrische Leistungsaufnahme im Betrieb, sondern der Wert zur Dimensionierung der Zuleitung (Kabelquerschnitt). Er enthält nach IEC 60335-2-40 einen Sicherheitsaufschlag (üblicherweise ca. 1,25× auf den RLA/Rated Load Amps), um auch Anlaufströme und Volllastreserven abzudecken. Er ist damit systematisch höher als die tatsächliche Nennleistungsaufnahme.
Fürs RXM25A: MCA = 10 A bei 220–240V → rechnerisch 10 A × 230 V ≈ 2,3 kW pro Gerät.
Aber: Genau das empfiehlt Daikin selbst
Ich habe das gerade auf der offiziellen Daikin-Seite zu §14a nachgeschlagen – und dort steht ausdrücklich:
"Die maximale Leistungsaufnahme ist nicht direkt in den Handbüchern oder Datenbüchern angegeben. Stattdessen muss sie auf Basis des MCA/MSA-Werts […] berechnet werden."
Daikin empfiehlt also selbst, den MCA-Wert als Grundlage für die "maximale Leistungsaufnahme" bei der §14a-Einstufung zu nehmen – vermutlich weil die tatsächliche Nennleistungsaufnahme (0,48–0,56 kW) stark last- und betriebspunktabhängig ist, während MCA ein fester, genormter Typenschild-Wert ist, den Netzbetreiber prüfen können.
Die Rechnung nach dieser Methode
|
pro Gerät |
2 Geräte |
| MCA-basierte Leistung |
≈ 2,3 kW |
≈ 4,6 kW |
Damit läge man mit zwei RXM25A über der 4,2-kW-Schwelle – die Behauptung ist also nach der von Daikin selbst empfohlenen Berechnungsmethode plausibel und nicht falsch.
Warum das trotzdem widersprüchlich ist
Es gibt hier eine reale Unschärfe:
- Nominale Leistungsaufnahme (Energielabel/EN 14511): 0,48–0,56 kW → weit unter 4,2 kW
- MCA-basierte "maximale Leistungsaufnahme" (Daikin-Empfehlung): ≈2,3 kW → zwei Geräte über 4,2 kW
Das ist ein Faktor von fast 5× zwischen beiden Werten – und die BNetzA-Festlegung selbst definiert nicht eindeutig, welcher Leistungsbegriff ("elektrische Anschlussleistung") exakt gemeint ist. In der Praxis führt das dazu, dass Installationsbetriebe unterschiedlich vorgehen.
Fazit: Ihre/die genannte Einordnung ist nicht unbegründet – im Gegenteil, sie folgt der offiziellen Daikin-Empfehlung. Für eine verbindliche Klärung, ob Ihr konkreter Netzbetreiber die Geräte tatsächlich als SteuVE einstuft, sollten Sie das am besten direkt mit Ihrem Elektroinstallateur bzw. dem zuständigen Netzbetreiber (bei Ihnen: wesernetz Bremen) klären, da diese die Registrierung vornehmen und die maßgebliche Berechnungsgrundlage festlegen.