Daikin - ESP32 Faikout Modul

Wollte eigentlich nur sagen, dass ich den Auto Modus nicht verwende. Die Beschreibung des Herstellers kann alles und nichts bedeuten. Damit kann ich wenig in Bezug auf einen optimalen Betrieb anfangen. Da die Cloud/Onecta App bei mir nicht das verlässlichste Werkzeug ist. Somit ist für mich effektiver und sinniger einfach den Bedarf nach der Außentemperatur zu setzen. Dazu gebe ich ca. 10% im Start Obendrauf zum Aufheizen und bei Erreichen des Sollwertes nehme ich diese wieder weg. Das funktioniert für mich besser und verlässllicher als die Cloud.

Aber fast genauso gut funktionierte nach Erfahrungswerten basierend auf der Außentemperatur einfach manuell einen Bedarf zu setzen. In gewissen Wetterphasen mußte ich dort nicht zu häufig ran.

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Bin leider etwas unwissend in den Einstellungen. Gibt es eine Basic Einstellung? Ich habe das Gerät Daikin stylish im Jahr 03.2025 gekauft.

Sind aktuell so null Grad draußen und ich habe das Gefühl die Anlage geht aus man sieht es auch an der Temperatur diese ist offensichtlich begrenzt bzw abgeschnitten. Die Anlage geht aus bzw taut auch ab obwohl kein Eis sichtbar ist an was liegt dies?

Die Anlage habe ich auf 16 Grad eingestellt da ich aktuell im Haus nicht wohne. Ich habe mehrere Anlagen die das gleiche Verhalten aufweisen.

Die bedarfssteuerung habe ich auf 80% gesetzt.

Musst unterscheiden, ob es ein Abtauzyklus ist oder ob sie taktet. Beim Abtauen wird der Kältekreislauf gedreht, was du im IG hören solltest. Auch wird es oft am IG angezeigt, z.B. durch Blinkzeichen. Weiß aber nicht, wie deine Anlage das macht.

Abtauung sollte eigentlich nur nötig sein, wenn beim Abtauen auch Wasser unten rausläuft. Wenn vollkommen trocken, ist es eigentlich nicht nötig, kann aber auch vorkommen.

Ab und an tropft es aber nicht immer. Wir sprechen aber von ca. 10 Tropfen :slightly_smiling_face:

Was ist mit den Einstellungen des Faikin Modul?

Zu Faikin kann ich nichts sagen, da hab ich keine Ahnung. Das Daikins manchmal etwas häufiger abtauen als nötig, ist bekannt. Aber auch nicht jede Anlage von denen, mit meiner ATXF hab ich z.B. keine Probleme damit. Die ganze Abtausache ist aber hochkomplex, weil die Anlage für bestimmte Formen von Vereisung blind ist und es nur herausfindet, wenn sie abtaut. Andere Hersteller, die zurückhaltender abtauen, haben dann wieder Probleme, dass die Anlage zufriert. Wie man es macht, es bleibt immer ein Kompromiss, denn man mehr in Richtung Sicherheit oder in Richtung Energiesparen verschieben kann.

Abtauen sollte sich am liquid Sensor ablesen lassen.

das letzte Update stellt jetzt auch die (geräteinterne) Leistung zur Verfügung.
Abgleich mit Strommesser habe ich allerdings noch nicht durchgeführt.

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Oh, cool.
Ich hab bei mir die Updates generell deaktiviert weil never change a running system.
Aber ich riskier das mal mit einem Innengerät und gucke mal ob das bei den Perferas auch geht und von den Werten auch Sinn ergibt.

P.S
Die Power-Consumption kann man auch in Home-Assistant loggen, das ist dann als neue Entität mit drin. Das macht den Vergleich mit dem Shelly natürlich sehr einfach.

Erster Eindruck. Blau ist von Faikin.
Genaue Werte für Perfera, Sarara (falls unterstützt) und Nepura gerne in den nächsten 2 Wochen.
Aktuell läuft nur meine Sarara normal, der Rest vom Haus ist gerade im Urlaub und da steht alles auf 10°C, da deckt man ja nicht alle Lastbereiche ab.

Netzspannung wäre auch mal interessant, mitzuloggen. Ich habe die Vermutung, dass die Daikin die Netzspannung nicht berücksichtigt, sondern nur den Strom loggt.

Ja, Spannung hätte ich auch. Büro/Besprechungszimmer hängt noch immer provisorisch an der Kabeltrommel weil drr Sicherungskasten noch nicht fertig ist und der Verbrauch ist über ShellyAzPlug an der Kabeltrommel geloggt.

Da gibt es schon etwas Spannungsabfall bei Last. Falls die Sarara den Watt-Wert auch hat werden wir rausfinden können ob das berücksichtig wird.

Wobei ich jetzt nicht weiß ob Faikin die Watt-Werte vom IG bekommt oder die selber berechnet. Ist bestimmt dokumentiert aber am Handy immer etwas mühselig

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Das ist ein guter Hinweis. Ich frage mich schon länger, warum die Daikin eine höhere Leistung angibt, als der vorgelagerte Shelly (der ja die Spannung einbezieht). Da hier die Spannung meistens relativ deutlich unter der Nennspannung von 230V liegt, wäre das eine gute Erklärung.

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Wenn die Spannung nicht berücksichtigt wird, kommen auch noch Effekte durch Phasenverschiebung hinzu, also Scheinleistung anstatt Wirkleistung. Wie stark sich das auswirkt, weiß ich nicht, aber das könnte Effekte erklären, warum beide Linien nicht immer mit gleichem Abstand parallel laufen.

Sieht für mich alles soweit plausibel aus.
Blau ist Shelly in Watt, Gelb ist der Faikin-Wert in Watt. Der scheint auch nicht durch Faikin berechnet zu sein sondern laut Dokumentation vom Innengerät selbst zu kommen.
Das ist der gleiche Wert mit dem der “Lifetime-Energy-Zähler” im Innengerät auch arbeitet.
Diesen Zähler haben wohl nicht alle Geräte wodurch der Watt-Wert in Faikin auch nicht bei jeder Gerätekombination angezeigt werden kann.
Und unten ist die Spannung direkt am Shelly des Klimagerätes um das es geht.
Ich denke der Screenshot sollte ausreichen.
'Der Wert scheint was das angeht korrekt gemessen zu werden.

Die Spannung schwankt wie gesagt, weil aktuell an der Kabeltrommel noch ein anderes Klimagerät hängt. (Die Spikes bei 228V sind Start/Ende Abtauvorgang vom anderen Klimagerät was nach dem Abtauen mit voller Leistung in den Raum ballert (da sinkt die Spannung dann unter 220V ab) damit das Büro bis heute früh auch wieder warm ist)

Interessanter Thread bisher, ich kämpfe mich langsam durch die Beiträge weil es hier wohl ein paar Ansätze gibt die mir weiterhelfen können.

Ich habe vor zwei Wochen eine Daikin Multisplit bestehend aus 3MXM40A9 Außengerät und 3xCTXA15CW Stylish Innengeräten installiert bekommen. Primär zum kühlen von Schlaf-/Kinder- und Arbeitszimmer, aber weil ich mit unserer 3,5kw Panasonic Singlesplit auch gute Erfahrungen beim Heizen in der Übergangszeit gemacht habe wollte ich auch die Daikin dafür nutzen.

Die Innengeräte habe ich alle mit dem Faikout Modul ausgestattet, aber abgesehen von ein paar tests in den ersten Tagen mit der Faikout Logik / Thermostat Modus laufen die jetzt eigentlich nur als Möglichkeit die Klimas über HA an- bzw. Auszuschalten. In der Onecta-App habe ich auch erstmal nichts groß geändert, Bedarfssteuerung und Economodus sind aus.

Teilweise lese ich hier von sehr niedrigen Leistungsaufnahmen und wenig Taktungen. Von meiner Panasonic kenne ich es so, dass die Anfangs mehr verbraucht aber dann bis auf 300-400 W runtermodeliert und auf der Leistung eigentlich auch konstant durchläuft, allerdings heizt die auch einen deutlichen Größeren Raum.

Gestern war die Daikin mal mit zwei Innengeräten gleichzeitig für einen längeren Zeitraum an, aber gefühlt geht die immer kurz auf hohe Last, um dann direkt ins takten zu kommen.

Mal zur veranschaulichung:

Aussentemperatur:

Leistungsaufnahme Aussengerät (mit Shelly gemessen):

Leistungsaufnahme und Temperaturverlauf Schlafzimmer (Faikout Daten):

Leistungsaufnahme und Temperaturverlauf Kinderzimmer (Faikout Daten):

Das wichtigste: Frau und Kindern war warm genug und keiner hat sich beschwert. Ich denke aber da gibt es Optimierungsbedarf?

Ja. Aber wenn du sagst du hast schon HA ist das sehr einfach zu lösen.

Da du sagst du hast mit dem Thermostat-Modus schon rumprobiert scheinst du ja bereits externe Temperatursensoren zu haben die du mit Faikout eingebunden hast.

Ich würde an deiner Stelle dauerhaft den Faikin Auto-Mode aktivieren bei allen Innengeräten mit dem jeweils dazugehörigen BLE-Sensor und Thermostat auf Ein bei allen Innengeräten.
autor mindestens 0,3 (ich nutze 0,5)

heatover und heatback muss man ausprobieren.
heatback belasse ich auf 6

heatover kann man rumprobieren zwischen -1 bis -3
Da du die 3MXM40A9 über die Bedarfssteuerung ganz gut drücken kannst würde ich aber -1 nehmen.

lockmode aktivieren nicht vergessen.

Und dann würde ich einfach via Home-Assistant eine Automation erstellen die auf der Differenz zwischen der Soll- und Ist-Temperatur den Demand einfach laufend regelt.

Bedingung würde ich machen, dass nur Innengeräte berücksichtigt werden die auf heat stehen.
(oder nur Innengeräte die nicht auf off stehen)
Und dann das Innengerät mit der höchsten Soll-IST-Abweichung dann den Demand-Wert für die Bedarfssteuerung vorgeben lassen (der Wert muss dann aber immer an alle Innengeräte geschickt werden!)

Beispiel:
Gerät mit der größten Abweichung;

Wenn IST mehr als 1°C unter Soll liegt 100% Demand
Wenn IST mehr als 0,75°C unter Soll liegt 95% Demand
Wenn IST mehr als 0,5°C unter Soll liegt 70% Demand
Wenn IST 0,3°C unter Soll liegt dann 40% Demand

Dass schon 0,3°C unter Soll auf 40% Demand gestellt wird ist Absicht.
Die Hysterese würde das Innengerät abschalten wenn der Soll-Wert um 0,3°C Überschritten wird wenn du autor von 0.3 nutzt.
Den Demand schon ein bisschen vorher zu bremsen vermeidet takten und überschießen.

Anhand deines Leistungsverlaufes bekommt man die Taktpausen damit garantiert weg oder aber zumindest sehr sehr deutlich reduziert.

Wenn du die Räume auch mit 95% Demand immer warm bekommst kannst du die 100% auch komplett rauslassen. Der Betriebsbereich ist sowieso nicht besonders effizient.
Bei mir greifen die 100% z.b nur beim Aufheizen wenn es außen kälter als -5°C ist.

Meine 2MXM würde ohne die Automation genauso laufen wie deine 3MXM.
Aber mit Automation bekommt man auch bei nicht so hohem Heizbedarf einen guten Leistungsverlauf hin der nur Taktpausen hat die auch sinnvoll sind.


(je niedriger man autor setzt, also die Hysterese desto stabiler der Temperaturverlauf. Je höher, desto sinnvoller/länger die Taktpausen.)

P.S
Chat-GPT ist mittlerweile auch relativ gut drin dir die YAML für die Automationen zu schreiben.
Das ist mittlerweile echt nützlich weil es einfach doch gravierend Zeit spart.
Die Angaben müssen halt korrekt sein die du machst und ein kleines bisschen Verständnis wenn das nicht funktioniert wie gewollt hilft natürlich auch um dann mögliche Fehler in den Automationen noch auszubessern.

Aber wenn du Faikout hast, dann ist den Demand mit Hilfe eines externen Temperatursensors variabel anhand der Abweichung von Soll-IST-Temperatur zu regeln und auch den Thermostat-Modus mit Hysterese zu nutzen der beste Weg den man gehen kann weil man die Anlage so mit wenig Aufwand möglichst gut geregelt bekommt.

Und vor allem passt der Demand dann auch automatisch immer weil du bei mehr Heizbedarf automatisch mehr Demand freigibst.
Was passiert ist, dass die Räume im tiefen Winter dann vielleicht 0,5°C kälter sind als an einem 10°C warmen Tag. Aber das ist ja nun etwas, mit dem man sehr gut umgehen kann (bzw was ja theoretisch über andere Automationen auch wieder komplett noch zu lösen wäre wenn man will).

Einfach mal etwas rumtesten :slight_smile:

Hier als Beispiel nochmal ein anderer Tag der kälter war und wo die Innengeräte zu unterschiedlichen Uhrzeiten gestartet haben

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Funktioniert das Regeln auch ohne extra BLE Sensor?

Wenn ich die Enable Funktion aktiviert habe. Welche Einstellungen greifen dann?

Dann nimmt er den internen Wert.

Man verschenkt halt viel Potential wenn man weiter an den internen Sensor gebunden ist.
Ohne Home-Assistant…. hat man quasi dann quasi mehr oder weniger keinen Vorteil.

Wenn man Home-Assistant hätte;

Die Demand-Automation in Kombination mit Home-Assistant kann man natürlich auch ohne das sofort machen und das kann zumindest helfen um Takten zu reduzieren wenn die Leistung sich in einem Bereich bewegt wo das etwas bringt. Man muss die Demand-Werte bezüglich Soll-IST dann halt anders anpassen.
Spätestens wenn IST in dem Fall über 2°C über Soll liegt würde ich auf 40% Demand runtergehen.
Das gilt wie gesagt nur wenn der interne Sensor genutzt wird!

(Wenn IST 4°C über Soll ist schaltet Innengerät ab, wenn IST mehr als 2°C über Soll ist beginnt das Innengerät die Leistung langsam zu reduzieren. Wenn IST laut Innengerät weniger als 2°C über Soll ist wird die Heizanforderung erhöht.
Das Problem ist nur, dass diese Reduktion der Heizanforderung wenn IST mehr als 2°C über Soll steigt in der Realität ohne Demand-Anpassung zu langsam geht, darum takten die Multisplit so gerne und oft wenn der Demand nicht limitiert wird)

Aber mit einem externen Sensor und den Einstellungen wie ich sie genannt habe funktioniert es wirklich um Welten besser auch mit der Temperaturregelung. Wenn man sich schon die Mühe mit Faikout gemacht hat würde ich das mit dem BLE-Sensor auf jeden Fall auch noch machen.
Langfristig ist das in meinen Augen einfach sauberer und besser. Deutlich.

Vor allem dann, wenn die unterste Modulation nicht mehr ausreicht macht die Hysterese im thermostat-mode die man dann mit “autor” einstellt einfach einen großen Unterschied.
Und die funktioniert mit dem internen Sensor einfach nicht.

Ich nutze wie auch im Github-Projekt von Faikout beschrieben dafür Xiaomi Mi2-BLE-Sensoren.
Die sind zum einen mit Faikout kompatibel (darüber hat man die Entität sowieso dann in Home-Assistant).
Zum Anderen kann man die Sensoren aber auch generell über einen ESP32 mit ESP-Home gut in Home-Assistant einbinden.

Eine Anleitung müsste es irgendwo in dem Github-Projekt geben.

Ein Nachteil ist, dass die Mi2-Sensoren mittlerweile von Xiaomi verschlüsselt sind und man zum Softwareflashen mit dem TeLink-Flasher die Token braucht. Das war vor 2 Jahren noch nicht so.
Dafür gibt es auch ein Github-Projekt. Da muss man die Sensoren in Xiaomi-Home registrieren und kann mit dem Tool dann die Token/ID extrahieren die man braucht um mit dem Telink-Flasher die Software auf den Temperatursensor zu flashen.
Wobei es Leute gibt, wo das Programm dann vom Viren-Programm erkannt wird.
Ich habe einen alten Laptop dafür genommen.
Ich glaube man kann aber die Sensoren auch noch auf einem anderen Weg mit Kabel anlöten flashen wenn man will.

Ich habe mir mal einen Nachmittag genommen und mit meinem alten Laptop mal alle Sensoren fertig gemacht. War definitiv nervig und fummelig. Geil wars nicht. Aber das macht man ja nur 1x.

Ich hab im Haus davon 34 Sensoren. 11 davon in Kombination mit Faikout.
Im folgenden Link ist das Github-Projekt falls man die Token vom Mi2-Sensor benötigt.

Generell wenn Fragen sind gerne Fragen.
Ich wollte meine Automationen eigentlich auch nochmal irgendwann im Forum teilen.
Bisher noch nicht dazu gekommen.

Aber einige Dinge in dem Zusammenhang sind auch einfach learning by doing.
Etwas Zeit wird man da investieren müssen, das ist so. Ein bisschen Spaß und Interesse sollte man demzufolge dort haben. Aber wenn man will, dann bekommt man die Multisplit damit sehr gut ans laufen ohne noch irgendwie eingreifen zu müssen.

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Man braucht halt auch nicht zwingend die BLE Sensoren. Ich hatte z.B. eh Homematic Raumthermostate da und schicke die Temperatur als “env” per MQTT an den jeweiligen Faikout.

In Verbindung mit HomeAssistant oder einer anderen beliebigen Steuerung geht das entsprechend mit allen möglichen Sensoren. Fritz-Steckdosen, Shellys, selbst gebastelte ESP+DS18B20 etc.