Daikin - ESP32 Faikout Modul

ok danke. Betreibe nur eine Monosplit aber die Steuerung außer Kraft setzen möchte ich natürlich nicht. Genauso hab ich im Faikin dennoch den Lockmodus aktiviert, weil ich manuell über Heizen oder Kühlen entscheiden möchte.

Jain, wenn die Ist-Temperatur von der Soll-Temperatur abweicht, dann darf die Anlage sich soviel Energie genehmigen wie sie möchte. Diese Regelung ist doch nie außer Kraft. Wenn der Bedarf aber durch fehlendende PV-Leistung klein ist, wird die Anlage länger brauchen um den Sollwert zu erzielen, da sie die Leistung drosselt. So mein Verständnis.

Ok, durch die Fahrweise mit der Daikin Fernbedienung ohne Faikin Modul, bin ich darauf gekommen. Aktiviert man dort den Powermodus verschwinden alle Sollwertvorgaben auf dem Display der Fernbedienung.

[quote data-userid="26889" data-postid="237281"]

Nach meiner Erfahrung (zumindest mit den Perferas) lässt sich die bedarfssteuerung von 30 bis 95(100) regeln (mqtt).
Damit kann man auch das schnelle aufheizen von kleinen Räumen etwas bremsen aber auch meine Erahrung ist das bei einer Multisplit das regeln verschiedener Räume parallel nicht ganz trivial ist und wohl auch sehr individuell.

[/quote] Ok, da Monosplit werde ich auf max 95% limitieren.

Definitiv. Ich baue mir gerade ein kleines Touch Panel dass per Mqtt die gewünschten Funktionen anzeigt und ermöglicht. Da auch Senioren dort aggieren soll das möglichst simplifiziert sein.

Aktuell wird es eine manuelle Option geben um die Anlage AN/Aus zu schalten und per Buttons die Solltemperatur zu erhöhen und abzusenken (Faikin Auto-Reglung).

Dazu die generelle Option die Anlage auf Kühlen oder Heizen zu stellen. Im Winter soll die Anlage nie kühlen und im Sommer nie heizen. Das brauch ich nicht.

Darüberhinaus ein Button für den Powermodus "Bäh, ich hab kalt, mach mal warm!". Alles andere werden nur informative Darstellungen.

Die Daikin Fernbedienung werde ich einkassieren um Störeinflüsse damit zu vermeiden.

@dieter_p
Klingt super. Zeig mal Bilder wenn fertig :slight_smile:
Vielleicht bau ich mir sowas auch und würde dann gern mehr erfahren

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Das ist bei Monosplit nicht nötig. Du willst im Zweifel ja die volle Leistung haben. Bei Multisplit ist es u.U. ein Problem, denn sobald ein IG auf 100% steht, ist für die gesamte Anlage die volle Leistung freigegeben. Meine 3MXM40 versorgt ein großes Wohnzimmer mit zwei IGs und ein Kinderzimmer. Da das Kinderzimmer im OG ist und nur noch sporadisch genutzt wird, klettert die Bedarfssteuerung an kalten Wintertagen während des Aufheizens ganz schnell nach oben. Im Wohnzimmer haben sich die IGs aber schon auf den Wärmebedarf eingependelt. Setzt das Kinderzimmer nun durch 100% Bedarfssteuerung die Begrenzung komplett außer Kraft, wird das Wohnzimmer unnötig hochgeheizt.
Ich habe bisher noch nie beim Heizen die volle Anlagenleistung gebraucht. Deshalb komme ich mit der Begrenzung auf 95% locker hin.

Bei sinkender Außentemperatur wird die Anlage den Sollwert nie erreichen. Im Winter ist der Regelfall, dass Du viel Leistung brauchst und kein PV-Ertrag zur Verfügung steht. Im Moment läuft mein Anlage im Büro mit 180W Leistung, 40% Bedarfssteuerung, Lüfter auf "SILENCE" und Solltemperatur 20,5°C. Bei 12°C AT kann sie die Raumtemperatur halten. PV-Ertrag steht keiner zur Verfügung.

Bleibt die Übergangszeit. Ich habe dank "smarter" Außentemperaturmessung eine automatische Umstellung. Sinkt die AT unter 16°C, werden alle IGs auf "Heizen" gestellt. Steigt die AT über 22°C, werden alle IGs auf "Kühlen" gestellt. Dadurch habe ich dank unterschiedlicher Zeitpläne fürs Heizen und Kühlen ganzjährig nur die Raumsolltemperatur als manuelle Steuergröße. App und das Raumthermostat selbst sind ausreichend, um jedem eine Anpassung zu ermöglichen.

Ich habe für mich festgestellt, dass der Powermodus nicht unbedingt die Power bringt, die ich von diesem Modus erwarte. Da mir auch völlig unklar ist, welche Anlagenparameter dadurch außer Kraft gesetzt werden, nutze ich ihn überhaupt nicht.
Ich regele alles über AT und Soll-Ist-Differenz. Es hat eine komplette Heizsaison gedauert, alles einzupendeln und hier und da muss ich immer noch kleine Anpassungen machen. Im großen und ganzen laufen meine Anlagen mittlerweile aber ohne Takten in den Heizfenstern durch und halten die Raumtemperatur stabil in einem kleinen Fenster um die Solltemperatur.

Teste gerade und habe dabei aktuell von 18°C Raumtemperatur auf 20°C geregelt hochheizen wollen. Hab nun zweimal beobachtet, dass die Anlage für ca. 3 Minuten in eine Art Pausenmodus ging (siehe keine Lüfterdrehzahl und Leistungsaufname ist quasie StandBy=6W) obwohl die Temperaturen kein Takten für mich erklären lassen (siehe Setpoint der Daikin auf Max).

Woher kommt das? Hat das zB mit Schutz des Verdampfers vor Vereisung zu tun?

@dieter_p

Das Beobachte ich bei meiner 3MXM40 auch immer wieder. Solltemperatur IG steht z.B. auf 28°C, Ist IG auf 23°C und trotzdem legt die Anlage eine Gedenkminute ein. Den Grund dafür konnte ich bis jetzt nicht herausfinden. Möglicherweise wird das AG die produzierte Wärme nicht los und pausiert deshalb. Unten die Leistungsaufnahme von gestern Abend mit zwei Unterbrechungen, die sich durch die eingestellten Parameter nicht erklären lassen. Vereisung schließe ich aus, da die AT um die 10°C lag und die Anlage mit minimaler Leistung lief.

@jogobo

Danke, bin jetzt kein Klimatechniker aber ist die Vereisung nicht recht unabhängig von der Außentemperatur und es geht um das Kühlmittel dass bei der Verdampfung die naheliegenden Komponenten vereist? Dabei vermute ich jetzt sind 5°C mehr oder weniger nicht das Problem.

Deine Aufzeichnung entspricht aber grob meiner Beobachtung eine Pause ca. alle 30-45Minuten.

Oben der Screenshot zeigt natürlich nur eine Moment-Aufnahme und habe leider die Liquidtemperatur nicht im Trend. Glaube nur gesehen zu haben, dass im Moment der Pause diese weit oberhalb 50°C lag. Daher vielleicht eher am IG das Problem, dass dort gerade genug Wärme ansteht aber nicht schnell genug in dem Raum transportiert wird. Da der Lüfter aber auf Auto steht und nicht maximal dreht, finde ich das seltsam.

Vereisung am Verdampfer entsteht, wenn der Taupunkt unterschritten wird und die lokale Temperatur am Verdampfer unter 0°C beträgt. (daher kann schon 1°C den Unterschied zwischen Vereisen und nur Kondensieren ausmachen, wie auch sonst beim Übergang Wasser zu Eis).

Taupunkt hängt von der Luftfeuchtigkeit und der Lufttemperatur ab.

Berechnung z.B. hier:

@thaistatos

Sollte bei Vereisung die Leistungsaufnahme nicht deutlich über dem Standby-Verbrauch liegen?

Und sollte das Abtauen nicht deutlich länger als eine Minute dauern? Schließlich taut die Anlage noch nicht ab, wenn sich drei Eiskristalle am Verdampfer gebildet haben.

Ähnliches sehe ich auch bei mir und ich vermute auch das das AG dann die Wärme nicht los wird.
Ich versuche das schon zu mildern indem ich alle Geräte laufen lasse aber ganz verhindern konnte ich das bisher auch nicht.
Zumindest bin ich nicht allein :slight_smile:

Wenn bei einer Leistungsaufnahme von 180W in der Übergangszeit bei 10°C AT ein COP von 5 angenommen wird, wären das nominell 900W Wärme, die zur Verfügung stehen. Das ist in meinem Fall deutlich zu viel. Deshalb spricht vieles gegen Vereisung und für Überproduktion.
Vermutlich ist zu viel gasförmiges Kältemittel im System und der Druck wird zu hoch. Dann passt es, dass der Verdampfer abgeschaltet wird, damit sich das Kältemittel wieder verflüssigen kann.

ja, sieht nicht nach Vereisen aus.

Die Wärme muss das IG loswerden, nicht das AG.

Scheinbar schafft man es, die Regelungen auszuhebeln.

Können irgendwie die inneren Sensoren ausgelesen werden?

@jogobo "

Veröffentlicht von: @dieter_p
Darüberhinaus ein Button für den Powermodus "Bäh, ich hab kalt, mach mal warm!".

Ich habe für mich festgestellt, dass der Powermodus nicht unbedingt die Power bringt, die ich von diesem Modus erwarte. Da mir auch völlig unklar ist, welche Anlagenparameter dadurch außer Kraft gesetzt werden, nutze ich ihn überhaupt nicht."


Habe ich gerade gestern mal wieder auf die Taste des Turbo Fan gedrückt.

Ergebnis war bescheiden. 1kW Aufnahme. Wärmetauscher hat knapp 60 Grad, ausgeblassen wurde mit 51 Grad bei angeblich max. 13,3m3 pro Minute. Mehr als 1,8 KW konnte ich ihm überhaupt nie entlocken. Die Kraft scheint er nur zu haben wenn die RT auf 10 Grad oder darunter fällt. Bei aktuellen 21 Grad RT ist es nur ein stärkerer eco Betrieb da bei 60 Grad abgeriegelt wird. Außen 13 Grad.

Das wundert mich, denn es gibt ja ein externes Thermometer von Daikin, welches, wenn ich mich nicht irre, direkt an den S21 Port angeschlossen wird. Daher wäre es technisch wohl schon machbar der Daikin eine andere Temp vorzugaukeln.

Ja, an sich finde ich es etwas schade, dass dann nur noch das Faikin regelt. Die ganze Steuerung der Daikin wäre dann nicht mehr in Daikin Hand...

Naja, inzwischen hab ich die Daikin via HomeAssistant ins HomeKit gebracht und meine Frau kann sie dort regeln. Überraschender Weise war das akzeptabel für sie. Wir überlegen nun, die restlichen beiden IGs noch damit nachzurüsten.

Was mich nur generell ärgert, ist, dass die Daikin jetzt ziemlich häufig taktet. Das verbraucht mir etwas zu viel Strom.... :frowning:

Das mit dem externen Thermometer wurde auf Github hoch und runter diskutiert und untersucht. Bei den Perferas scheint das nur als Bedienpanel zu fungieren und keinen Temperaturwert ans Innengerät zu senden.

Kannste gerne selber testen. Ich hab eins hier, was ich für paar Euro verkaufen würde.

Grundsätzlich wäre das machbar auch ohne in die Software der Daikin einzugreifen. Man könnte theoretisch den internen NTC gegen ein Poti tauschen und das via Stepper-Motor antreiben. Dann könnte man über das Poti die gemessene Temperatur der Daikin regeln. Ist aber wahrscheinlich etwas aufwändig und natürlich problematisch im Fehlerfall. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, gibt es wohl auch elektronisch einstellbare Widerstände.

Was im Fehlerfall mal passiert habe ich gestern erst mitbekommen. Die Anlage im Bad war am Heizen und ich musste für ein RAM-Upgrade kurz HomeAssistant abschalten. In der Zeit gab es natürlich keine neue Temperatur an das Faikin-Modul und es wurde ohne Ende geheizt. Das Faikin scheint aber zum Glück irgendwann die Temperatur zu verlieren, wenn es keine neue Nachricht via MQTT bekommt und greift dann auf die gemessene Temperatur zurück.

Die elektronischen Widerstände nennen sich Digitalpotentiometer und werden meist seriell angesteuert. Gibt kleine Module dafür damit. man den SMD Chip nicht selbst löten muß. Die sind normal aber nicht potentialfrei, bzw. nur in engen Grenzen der Versorgungsspannung!

In den Service Docs ist öfter auch eine Widerstands / Grad Tabelle enthalten oder man berechnet den Widerstandswert.

Analog und potentialfrei ginge ein LDR, mit LED, da muß man umständlich selbst eine Kennlinien erstellen.

Ich würde potentialfrei mit z. B. 2 oder 3 Widerständen und Mini Relais, also 3 bzw 7 stufig digital eine Temperatur Erhöhung vorgaukeln.

Oder fast eingriffsfrei durch angepappten Widerstand direkt am Sensor der Strom bzw. Spannung gesteuert wird eine bestimmte Temperaturerhöhung des Sensors erzwingen. Das geht auch mit PWM.

Habs jetzt mal trenden lassen:

Für mich sieht es so aus, als wenn die Daikin ab etwa 11:54h in 3 Schritten die Leistung hochfährt. Von 122W auf 430W auf 560W auf 790W. Begleitend dazu den Lüfter von 770RPM auf 940RPM aufdreht. Die hier letzte Leistungsstufe erzeugt einen Anstieg der Kühlmitteltemp von 41°C auf 46,5°C. Bevor sie dann für 8 Minuten den Betrieb einstellt.

Da ich schon Kühlmitteltemperaturen über 50°C gesehen hab, kann das nicht der Grund sein. 8 Minuten Pause finde ich aber schon heftig und insbesondere diesen Sprung auf "0" wo die Anlage doch offensichtlich gerade eher im steigernden Betrieb war. Für mich sieht das wie eine "Ups, zu spät"-Schaltung und nicht wie eine gewollte Regelung aus die auch langsam zurück fahren würde. Hier stimmt doch was nicht, oder?

@dieter_p

Das passt schon. Entscheidend sind die Temperatur im IG und die Solltemperatur. Während die Anlage läuft, driften die beiden immer weiter auseinander. Die Perferas schalten ab, wenn die Isttemperatur mehr als 3K über der Solltemperatur liegt. Diese Bedingung scheint gegen 11:58 Uhr erreicht. Die Restwärme im System sorgt dafür, dass bis ca. 12:07 Uhr die Temperatur im IG nicht sinkt. Als sie wieder abgesunken ist, startet die Anlage wieder.

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@dieter_p

Das passt schon. Entscheidend sind die Temperatur im IG und die Solltemperatur. Während die Anlage läuft, driften die beiden immer weiter auseinander. Die Perferas schalten ab, wenn die Isttemperatur mehr als 3K über der Solltemperatur liegt.[/quote]

Wobei der hier getrendete Sollwert, der Sollwert des Faikinmoduls ist. Der Sollwert der Daikin liegt hier vermutet beim Maximum von 28°C da die extern eingespeiste Raumtemperatur (Env) nie den Sollwert erreicht oder gar überstiegen hat.

@dieter_p

Was das Faikin-Modul macht ist tendenziell nebensächlich. Es ersetzt ja nicht die komplette Anlagensteuerung, sondern gaukelt an den Stellen, wo es möglich ist, Fake-Werte vor. Da ich nicht weiß, wie tief sich der Entwickler des Faikin-Moduls in die Anlagenparameter und deren Abhängigkeiten untereinander eingearbeitet hat, ist das am Ende auch nur ein Glückspiel. Deshalb traue ich den Dingern auch nicht und lasse die Finger davon. Die Anlage entscheidet immer noch anhand der internen Steuerung und der internen Messwerte, was sie tut.

Die Ergebnisse der Steuerung per Fernbedienung sind vorherseh- und reproduzierbar. Deshalb bin ich an die Werte gegangen, die per Fernbedienung beeinflusst werden können und regele diese in Abhängigkeit von der realen Raumtemperatur nach.