bei mir steht seit kurzem eine neue Brauchwasserwärnepumpe Daikin Altherma M HW 260(Modellbezeichnung laut Typenschild: EKHHE260PCV37) im Keller. Sie steht in einem Gewölbekeller. Da dieser relativ niedrig ist wurde ein Schacht ausgemauert, in dem sie nun steht. Die BWWP versorgt im Erdgeschoss, also über dem Gewölbekeller, 3 kleine Bäder mit Duschen. Alle 3 Bäder befinden sich im EG - also eine Etage über dem Keller. Das erste Bad ist direkt über der BWWP das zweite ist ca. 10m entfernt und das dritte ca. 20m entfernt. Das Kondenswasser wird über eine Pumpe nach Außen befördert. Die Wasserleitungen zu den Bödern wurde über abgehängte Decken zu den Bädern geführt. Alle sind gedämmt. Die Anlage hat außerdem eine Zirkulationsleitung. Die Zirkulationspumpe ist derzeit ausgestellt und ist nicht absperrbar.
Nun zum Problem:
Ich habe durch Energieverbrauchssteckdosen (Tapo) festgestellt, dass die BWWP nur im Standby- Betrieb einen täglichen Energieverbrauch von 2,5-3,5 KWh pro Tag. Der Heizstab ist dabei nicht aktiviert. Im Keller sind derzeit ca. 16 Grad. Da es draußen gerade wärmer ist, saugt die Anlage die Luft von Draußen (Rohr zum Kellerfenster) an und gibt die getrocknete Luft im Keller ab. Wenn es draußen kälter wird, möchte ich die Zuluft aus dem Keller holen und die Abluft nach draußen befördern. So der Plan. Jedoch finde ich den Standbybetrieb mit 2,5-3,5 KWh sehr hoch - ohne Wasserentnahme! Dabei haben wir noch nicht mal Winter. Außerdem läuft die Anlage ca. 8-10h am Tag. Sie springt also pro Tag ca. 3x an und läuft dann im Schnitt 3h pro Session. Ich habe 55 Grad eingestellt. Hysterese 7 Grad. D. h. bei 48 Grad springt sie an. Der Verbrauch verringert sich auch nicht, wenn die Anlage im Umluftbetrieb läuft oder innen absaugt und Abluft nach draußen befördert. Das habe ich also auch schon versucht. Im Schachtboden habe ich vor lauter Verzweiflung schon Säcke mit Dämmung eingelegt.
Also - Mir scheint der Verbrauch zu hoch. Seht ihr das auch so? Falls ja, woran könnte das liegen und was kann man dagegen tun? Ich habe anbei noch Bilder von der Anlage hinzugefügt.
Ich bin wirklich ratlos und brauche eure Hilfe. Der Installateur hat sich nämlich vom Acker gemacht und ist nicht mehr erreichbar. Aber das ist eine andere Geschichte.
Wie schnell wird denn das Wasser an den Verbrauchsstellen bei ausgeschalteter Zirkulationspumpe warm? Ich frage, weil wir früher eine Zirkulationspumpe hatten, aber ohne Rückschlagventil. Dadurch war, trotz ausgeschalteter Pumpe, immer eine ordentliche Schwerkraftzikulation am Werk. Das ließ sich durch Austausch der Pumpe und Einbau des Ventils wesentlich verbessern (auch wenn es das nicht komplett unterbinden).
Das hatte ich auch schon als Verdacht. Das Wasser im Bad darüber wir verdächtig schnell warm. In dem 20m entfernten Bad ist es auch relativ schnell warm, (ca. 20-30 sek), obwohl die Zirkulationspumpe nicht läuft. Ich weiß jedoch nicht, wo und wie man da ein Rückschlagventil einsetzen kann oder ob in der DAIKIN bereits eins integriert ist. Ich hatte auch schon mal was von einem Thermosiphon gelesen. Ich bin da jedoch fachlich zu wenig im Thema. Kann jemand anhand der Bilder beurteilen, ob das dahingehend fachgerecht installiert ist?
Ich kann auf den Fotos nun nicht ausmachen, wie und wo das Wasser fließt.
Was ich aber sehe: alle Leitungen ziehen mehr oder minder direkt nach oben. Es wäre also sehr gut möglich, dass es zur Thermik in den Rohren kommt, warmes Wasser aufsteigt und abgekühltes Wasser in den Puffer zurück schiebt.
Ein Thermosiphon ist letztlich nichts anderes, als eine Schlaufe nach unten. Da warmes Wasser nach oben steigen möchte, kann es diese Hürde nicht ohne Wasserentnahme oder Pumpe überwinden. Das schöne ist, dass diese Konstruktion im Gegensatz zu Rückschlagventilen wartungsfrei ist.
Um es ganz einfach zu prüfen, ob das bei Dir der Fall sein kann:
Fass einmal die Rohre in unterschiedlichen Entfernungen zum Puffer an.
Sind sie auch ohne Entnahme warm? Reduziert sich die Wärme mit größerer Distanz spürbar?
Dann hast Du Dein Problem gefunden.