Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es bzgl. Abtauverhalten sehr problematisch ist. Ich habe eben an einer meiner Anlagen den Wärmetauscher im IG gemessen, da ich bemerkt habe, dass die abtaut. Der wurde dann sehr schnell -8° kalt - bei durchgehend laufender Anlage. Da der Raum sehr warm ist, wird das abtauen dann problemlos laufen da genügend Wärme für den Abtauvorgang im Innenraum bzw. IG vorliegt. Wenn aber nun der Raum relativ kalt ist und erst aufgeheizt werden muss, dann geht das AG auf volle Leistung und muss entsprechend oft abtauen. Gleichzeitig fehlt aber am Anfang innen die Energie dafür. Also nicht unproblematisch denke ich.
OK mittlerweile habe ich die Vermutung dass die Anlage insgesamt auch zu selten abtaut. Gibt's da Möglichkeiten, den Abtauvorgang zu manipulieren? Aktuell läuft sie ineffizient, dadurch, dass sie nicht abtaut seit Stunden. Hat noch jemand Ideen? Wenn kein Eis an der Anlage ist, dann läuft sie wirklich super!!!
Und genau nach Absenden des letzten Beitrag, hat sie dann doch abgetaut… aber scheinbar nicht vollständig. Jemand Ideen?
Kann es sein, dass meine Innentemperatur zu niedrig ist? Ca 16 Grad zeigt das Innengerät nach dem abtauen an…. Altbau, unsaniert… Versuche den gerade etwas auf Temperaturen zu bringen. Wollte dazu die Anlage auf voller Leistung laufen lassen.
Verhält sich das immer gleich? Die Luftfeuchtigkeit müsste eine große Rolle spielen, jedenfalls könnte ich mir das vorstellen. Und mehr als ein Sensor um die Vereisung festzustellen wird da vermutlich nicht verbau sein.
Das muss alles völlig problemlos funktionieren. Machen wir hier oft so.
Ich bin da immer noch der Meinung, dass mit deiner Anlage grundsätzlich was nicht stimmt. Und Probleme zeigen sich eben oft genau dann, wenn die Anlage etwas mehr gefordert ist. Was sie normal noch gut kann, wird dann zum Problem.
Vom Wärmebedarf des Hauses gilt grundsätzlich: Je niedriger das Temperaturniveau im Haus, um so geringer die Verluste, also Wärme, die nach außen geht. Von dieser Sicht kann man sagen: Wenn du sparen willst, gehe an die untere Grenze, was möglich ist. Möglich vom Wohnkomfort und möglich in Sachen Schimmelschutz.
Ein grundlegender Irrtum, der da viel geteilt wird: "Was ich da spare, muss ich später alles wieder reinheizen." Das ist Unsinn, man muss nur das wieder reinheizen, was die Wände gespeichert hatten, aber die geringeren Verluste über z.B. die Nacht muss man nicht nachheizen, die hat man wirklich gespart.
Je besser ein Haus gedämmt ist, um so weniger lohnt sich eine Absenkung, weil man hier viel Komfortverlust hat für relativ wenig Einsparung.
Im ungedämmten Altbau hingegen lässt sich so extrem viel einsparen.
Und dann hat man die Wärmepumpe mit ihrem speziellen Verhalten, dass sie um so ineffizienter arbeitet, je höher man mit der Leistung geht.
Hier kann man auf jeden Fall sagen: Kann man beim Aufheizen die Wärmepumpe noch in einem mittleren Leistungsbereich halten, also z.B. um die 500 W bei einer 2,5kW Anlage, sind die noch recht effizient und dann lohnt es sich nahezu immer, nur bedarfsweise zu heizen. Also abschalten, wenn man sich nicht im Raum aufhält.
Beispiel derzeit bei uns:
- mit bedarfsweisem Heizen brauchen wir derzeit nur etwa 5-6kWh pro Tag bei etwa -2 - 3 Grad außen, also etwa 0 Grad im Tagesschnitt.
- wenn wir jetzt durchheizen würden mit 3 IGs, laufen die etwa auf 300 W durch, haben wir schon getestet. Macht dann 900 W Dauerlast, macht 21 kWh am Tag. Dafür ist es dann auch in den unbeheizten Bereichen deutlich wärmer. Derzeit nur 13 Grad, mit dem Durchheizen dann eher 15-16 Grad.
Und was Schimmelschutz angeht: Luftentfeuchter statt heizen. Ist sehr viel billiger bzw. energiesparender. Nebeneffekt: Die heizen auch mit COP>1 ein wenig mit. Im gut gedämmten Neubau kann das schon 2 Grad Temperaturerhöhung im Raum bedeuten.
Was könnte es sein?
Also das Eisbild sieht ja normal aus und wenn die Anlage nicht Gefrieren ist, dann heizt sie auch sehr gut. Ich hätte damit also Kältemittel Mangel eigentlich ausgeschlossen oder?
Ich lasse jetzt einen weiteren Test laufen. Habe jetzt mal mit Folie die Türen sehr sporadisch zugeklebt, dass weniger Luft Wärme Verluste in dem Raum entstehen. Damit schaffe ich es jetzt schon Mal auf 20 Grad Raumtemperatur. Ich lasse jetzt heute Nacht die Anlage auf voller Leistung weiterlaufen und beobachte erneut das Abtauverhalten
Eigentlich sind die Aussagen vieler Wärmepumpenbauer bei deinem Fehlerbild recht gleich, “Kältemittelmangel”.
OK dann werde ich das mal kontrollieren lassen müssen…
Hier mal noch das “Ergebnis” des letzten Abtauvorgangs…
Nochmal die Frage: Wie lange taut die Maschine ab, wenn sie so unvollständig abtaut? Das ist wesentlich für die Fehlersuche.
Konnte ich leider noch nicht genau messen, musste meine Shelly wegen Hitzeprobleme erst mal rausnehmen und auf der Kamera konnte ich es bislang nicht exakt erfassen.
Ich habe die Anlage jetzt nochmal besser ausgerichtet. Sie hatte vorher etwas schieflage, die offene Seite war etwas höher.
Ich habe heute morgen mal das ganze Eis manuell entfernt. Tagsüber heute war es wesentlich wärmer. Lasse die Anlage jetzt mal nur mit Econo laufen und nicht mehr auf Höchstleistung.
Hatte heute mit einem Klimatechniker telefoniert. er sagte erst Kältemittelmangel aber nachdem er Ausblastemperatur Innengerät mit mir durchging und Thermografie, sagte er, dass es wenn dann sehr leichter Mangel sein könnte. Evtl kommt er die Tage vorbei. Ich beobachte es weiter und gebe hier entsprechend ein Update, vlt hilft es dann anderen.
Was mir so wiederstrebt ist das dein kompetter Kondensator nicht abtaut sondern nur Streifenweise meine WP gefriert gleichmässig zu und taut von unten nach Oben ab und zwar vollständig meine 3 Klimaanlagen machen es genauso.
Ich finde deine Abtaubilder komisch da kann was nicht passen.
Ja, absolut untypisch. Entweder orgelt die ewig und hat keine Leistung und bricht dann ab. Oder sie hat ordentlich Leistung, bricht aber den Abtauvorgang zu früh ab.
Wieviel über 1 kommen die denn? Wenn die trockene Winterluft trocknen sollen, bleibt da evtl. Gar nicht soviel Kondensat übrig bzw. Man muss sich überlegen, ob man es noch trockener haben will.
Bei uns gibts auch im Winter eher zu feuchte Luft >60%, weil wir wenig heizen. Der Luftentfeuchter zieht etwa 100W und hat 1 Liter Wasser in 12 Stunden aus der Luft geholt.
In 1 Liter Wasser waren 0,68kWh Energie gebunden, also wären es etwa COP 1,68.
Diese Entfeuchter funktionieren natürlich nur, wenn der Taupunkt der Luft über etwa 4 Grad liegt.
Deutlich besser ist es noch im Bad nach dem Baden. Da ist die Luft bei uns voll gesättigt und überall kondensiert es auch. Da holt man mehr Wasser pro Zeit aus der Luft, da hat man bestimmt COP 2.
ja, hängt dann evtl. stark von der Feuchtigkeit ab. Die meisten heizen eher mehr und haben daher eine eher geringe Luftfeuchtigkeit. Wenn da nur noch wenig Wasser rauskommt, nähert es sich einem Heizlüfter an.
Im Bad hat man die Energie vorher reingesteckt, einen Teil kann man dann wieder zurückgewinnen. Aber die Zeit/Energiemenge nach dem Baden ist stark begrenzt….
Wir machen es derzeit so: Badewasser noch 2-3 Stunden stehen gelassen, damit die Wärme wieder in den Raum geht. Dabei läuft dann noch der Luftentfeuchter nebenbei, weil noch längere Zeit Wasser verdampft.
Ist so eine kleine Effizienz-Spielerei.
OK habe Fehler F3-00. Anlage geht jetzt gar nicht mehr. Hatte schon Mal jemand diesen Fehler? Techniker ist kontaktiert.
Daikin_Perfera_ Fehler F3-00.pdf (930,6 KB)
Hier wird der Fehler beschrieben. Ob das Handbuch zu deinem Außengerät passt weiß ich nicht, aber ich denke die Fehler Codes werden identisch sein.
Am besten du machst erst mal einen Testlauf. Ist im Installationshandbuch beschrieben wie das geht. Der Techniker wird aber wissen, was zu tun ist.
Was mich irritiert, woher kommt die viele Feuchtigkeit bei -7,5 ºC. Kommt da in der Nähe ein Abluftrohr oder ähnliches aus der Wand?
Im pdf steht auch was, dass evtl. ein Sensor des Kältekreislaufes kaputt sein könnte. Das könnte auch der Grund sein, warum nicht vollständig abgetaut wurde.









