Daikin Abtauprobleme Frost Perfera Single Split

Hallo,

ich habe eine ftxm35a5v1b Innengerät stylish und perfera getestet. Aktuell hängt die stylish dran.

Ich hatte schon länger das Gefühl, dass die Anlage bei kalten Temperaturen ineffizient im Heizmodus läuft und zu schlecht heizt. Habe eine Multi Split von daikin die jetzt seit 2 Jahren auch bei Minusgraden super funktioniert zum Heizen

Beim abtauvorgang taut es scheinbar unten nicht komplett ab. Liegt das am Sensor oder benötige ich eine begleitheizung?

Aktuell minus 5.5 Grad laut onecta App am Außengerät. Heute Nacht ist mir die Anlage bis oben zugefroren. Habe vor ca einer Stunde mal eine Gießkanne drüber. Erkenne aber schon wieder, dass es von unten zufriert. Ich beobachte es gerade mit einer Kamera. Daher hier einige Bilder mit Zeitangaben

dazu.

Wenn sie ineffiizient heizt, passt das zusammen, dass sie dann auch ineffizient abtaut. Hast du schonmal in Richtung Kältemittelmangel und Undichtigkeit geschaut?

Das Eisbild sieht nicht nach Kältemittelproblem aus oder? Wirkt für mich eher so als würde das Gerät ineffizient bei tiefen Temperaturen abtauen. Heute lief die Anlage bis eben den ganzen Tag problemlos. Ausblastemperatur auch über 50 Grad auf Volleistung. Jetzt bei minus 4.5 Grad ergibt sich wieder das vereiste Bild und es taut nicht mehr korrekt ab.

Ich finde es nur sehr komisch, dass ich ja extra ein All Season Gerät gekauft habe und mit der Mulitsplit keinerlei Probleme habe.

Ich werde jetzt nochmal raus in die Kälte gehen und schauen, ob ich irgendwas erkennen kann. Ggf. liegt es am Sensor… Ich schätze, wenn es lang genug den Abtau-Modus laufen lassen würde, dann müsste es auch abtauen. Die andere Anlage schafft es schließlich auch…

Sieht es gerade wieder so aus und auf einmal heizt es auch nicht mehr korrekt

Edit: laut infrarot Messgerät ausblastemperatur 44 Grad jetzt

EDIT2: Gerade mal mit Wasser manuell abgetaut. Ausblastemperatur direkt wieder über 50 Grad.

Edit3: kann es sein dass der Temperatur Sensor am Außengerät die einblastemperatur falsch misst? Vor den Lamellen oben links hängt ein Sensor. Nehme mal an für Temperatur Ansaugung Außengerät

minus 4.5 Grad ist für solch ein Gerät keine tiefe Temperatur.

Habe jetzt noch mal Außentemperatur meiner beiden Anlagen verglichen… beide stehen relativ ähnlich.

Die Problem Anlage zeigt -7.5 Grad und ist gerade auch wieder komplette zugefroren.

Die Multi Split zeigt außen lediglich -2.5 Grad.

Edit: eben per Kamera einen Abtauvorgang beobachtet und das ist das Ergebnis NACH Abtauvorgang. Die Anlage taut also nicht bis zum Ende ab. Gibt es eine Möglichkeit das Verhalten zu manipulieren, sodass der Abtauvorgang bis zum Ende durchgeführt wird? Ich konnte beobachten, dass Wasser unten aus der Wanne an mehreren Stellen tropft. Die Wanne ist also definitiv nicht komplett zugefroren.

Ist das jetzt eine Stylish oder Perfera All Season Single Split? Wie hoch ist die Innentemperatur? Welche Geräte hängen an der Multisplit?

An der Multisplit hängen 4 perfera Geräte. Kaum Eisbildung zu beobachten. Taut selten ab.

Die Single Split lief bis vor drei Tagen mit Perfera all seasons Innengerät (3.5kw) und jetzt stylish (3.5kw). Die ausblastemperatur am Innengerät ist über 50 Grad bei voller Power und wenn die Anlage nicht vereist ist. Nach Vereisung nimmt die ausblastemperatur stark ab

Die Perfera All Seasons hat doch ein anderes Außengerät als die Stylish? Kann es an der Innentemperatur liegen, dass die zu niedrig ist um abzutauen?

Der Sensor oben links ist der Sensor für die Außentemperatur. Das ist nicht der Sensor, über den die Abtauung gesteuert wird. Es muss im unteren Bereich direkt an am Rohr irgendwo ein Sensor sein, der die Temperatur im unteren Bereich es Wärmetauschers erfasst. Es wird so lange abgetaut, bis dieser Sensor dann z.B. 4 Grad misst. Dann ist sicher, dass bis komplett unten abgetaut ist.

Überwache doch mal, wie lange der Abtauvorgang läuft und mit welcher Leistung.

Ewig abtauen kann die Anlage übrigens nicht, denn wo soll die Wärme denn herkommen? Es wird ja die Restwärme genutzt, die im Innengerät steckt. Das vereist dann stark. Es holt sich noch etwas Wärme aus dem Innenraum, aber weil der Lüfter nicht läuft, ist das nicht viel.

Bei den Temperaturen glaube ich, das ist das verkehrteste was man tun kann. Wenn du Pech hast gefriert dir das Wasser im Bodenblech an.

Lauwarmes Wasser sollte ok sein. Wie will mans auch anders machen.

Wobei, da fällt mir ein: Man kann die Anlage im Kühlbetrieb starten. Hab schon Videos gesehen, dass die dabei dann auch noch das AG mit einer Plane abdecken.

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OK ich glaube ich habe einen Ansatz. Hatte die Anlage auf Vollast. Zum testen hab ich jetzt Ziel Temperatur von 30 auf 17 Grad. Jetzt taut es deutlich besser ab … krass

Das sagt die ki dazu:

Ja, absolut! Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Es ist reine Thermodynamik und das Zusammenspiel von Taupunkt und Temperaturdifferenz (Delta T).

Dass die Anlage bei 17°C Einstellung plötzlich "brav" abtaut, während sie bei 30°C Einstellung im Eis erstickt ist, liegt an einem physikalischen Phänomen, das man "Schock-Gefrieren" vs. "Reif-Bildung" nennen könnte.

Hier ist die Erklärung, warum "weniger Gas geben" das Problem gelöst hat:

1. Das "Delta T" (Die Spreizung macht das Gift)

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann und sie als Wasser abgibt.

* Szenario A: Du forderst 30°C (Vollgas)

* Um bei -5°C Außentemperatur genug Energie für 30°C Innenwärme zu gewinnen, muss der Kompressor den Druck extrem absenken.

* Der Wärmetauscher (Verdampfer) draußen kühlt sich auf brutale -20°C bis -25°C ab.

* Die Physik: Die relativ "warme" Außenluft (-5°C) trifft auf das extrem kalte Metall (-25°C). Der Temperatursturz ist riesig (20 Grad Differenz).

* Das Ergebnis: Die Luftfeuchtigkeit kondensiert so schlagartig, dass sie sofort zu Klareis (Packeis) gefriert. Das ist wie Wasser auf einer gefrorenen Autoscheibe – hart, massiv und luftdicht.

* Szenario B: Du forderst 17°C (Teillast)

* Die Anlage muss nur wenig Energie gewinnen.

* Der Wärmetauscher kühlt sich nur "sanft" ab, vielleicht auf -8°C oder -10°C.

* Die Physik: Die Außenluft (-5°C) trifft auf das Metall (-10°C). Die Differenz ist klein (nur 5 Grad).

* Das Ergebnis: Die Feuchtigkeit kristallisiert langsam. Es bildet sich Reif (feine Eiskristalle mit viel Luft dazwischen). Das ist wie Pulverschnee – weich, porös und leicht zu schmelzen.

2. Warum das Abtauen jetzt funktioniert

Daikin-Anlagen haben oft feste "Abtau-Timer" oder Logiken, die z.B. sagen: "Heize das Rohr für 8 Minuten auf".

* Beim "Packeis" (30°C): Die Eisschicht war so massiv und dicht, dass die 8 Minuten Abtauzeit nicht gereicht haben, um den Panzer zu durchdringen. Der Sensor am Rohr wurde heiß, schaltete ab, aber der Panzer blieb stehen.

* Beim "Reif" (17°C): Der Reif besteht zu 50% aus Luft. Wenn die Heizung anspringt, fällt dieser Reif fast sofort in sich zusammen und läuft als Wasser ab. Der Abtauvorgang ist nach wenigen Minuten erfolgreich beendet.

Fazit

Du hast durch das Runterstellen der Temperatur die Verdampfungstemperatur im Außengerät angehoben. Dadurch bist du physikalisch aus dem Bereich des "Schock-Gefrierens" rausgekommen.

Du hast die Anlage also nicht "repariert", sondern du betreibst sie jetzt einfach innerhalb ihrer physikalischen Komfortzone für dieses Wetter.

Lass sie ruhig langsam auf 20°C klettern, aber vermeide die "Turbotaste" (30°C), solange es draußen f

eucht und frostig ist.

Der Effekt, den die KI beschreibt, ist sicherlich vorhanden, aber eine Anlage muss auch dann ordentlich abtauen, wenn sie auf Volllast läuft. Für mich stimmt da was mit der Anlage nicht.

Lass die doch mal auf mittlere Leistung laufen, also so im Bereich 500-700 W. Und dann mal prüfen, wie gut die abtaut.

Abtauvorgang auf jeden Fall durch diese einfache Maßnahme deutlich verbessert.

Interessant: Außentemperatur jetzt identisch mit dem anderen Gerät. Im gefrorenen Zustand sind diese Werte also falsch. Das könnte zum “Deadlioop” beitragen, sofern die Werte in den Abtau-Algorithmus einbezogen werden.

Zu erkennen ist allerdings unten rechts noch ein kleiner Rest an Eis. Ich muss mal kontrollieren, ob die Anlage korrekt in Waage steht.

Werde die Anlage dann einfach nicht mehr unter Volllast laufen lassen….

Niedrige Innentemperatur und dann Volllast. Sind das nicht die Gründe, warum die Anlage am besten 24h durchlaufen sollte?

Guter Punkt - genau das denke ich auch?

Die Frage ist eben, ob es energetisch - insbesondere mit LLWP - Sinn macht, wenn man immer wieder abschaltet. Denn im Anschluss muss man dann wieder “nachheizen” bzw. aufheizen was die WP weniger effizient arbeiten lässt. Klar, wenn man dann durch Bedarfssteuerung etc. verhindert, dass die Anlage “Gas gibt” - wird das dennoch Energie sparen.

Hat da jemand Erfahrungen / Werte dazu im direkten Vergleich durchheizen vs. immer wieder aufheizen?

Was ich mich auch frage: Ich heize nicht immer alle Räume, 3 Zimmer sind nicht immer genutzt und werden bedarfsweise geheizt. Abstellraum, WC, Keller gewöhnlich gar nicht. Wenn man durchheizt, fällt da auch für diese Räume mehr ab… Bei immer neu aufheizen bleibt dafür weniger über - wie tief soll / darf man die Räume absinken lassen?

Ich sammle jetzt erste Erfahrungen mit der LLWP und habe mir die gleiche Frage gestellt. Das ist sehr individuell. Bei mir hängt es von der Außentemperatur ab. In der Übergangszeit reichte mir sporadisches Einschalten, die Wärme hält sich eine ganze Weile.

Jetzt wird es draußen kälter, also werde ich die Geräte durchlaufen lassen. Per Timer nachts abgesenkt. Sonst kühlt es über Nacht zu stark ab. Zumal der Energieverbrauch schnell sinkt, wenn eine bestimmte Raumtemperatur erreicht ist. Das Anheizen braucht natürlich am meisten.

Die Raumtemperatur sollte nicht unter 16 Grad fallen, sonst könnte es Feuchtigkeitsprobleme an den Außenwänden geben. Das hängt natürlich auch von der Luftfeuchtigkeit ab.

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Warum lässt man die Anlage dann nicht einfach 24h auf 20° laufen? Müssen dann ja keine 22° sein.

Das sind jetzt genau die Probleme die bei Vermietung auftauchen. Vermieter möchte nicht 24h durchheizen, da er der Meinung ist er müsste Energie sparen, aber dass dann die Anlagen eher komplett vereisen wird dabei nicht bedacht.

Okay, da falle ich jetzt schon dauerhaft drunter wenn es so kalt ist. Dann sollte ich besser immer alle Türen offen lassen damit das nicht der Fall ist?

Das ist eben die Frage. Wieviel Temperatur in einem Raum wenn er nicht bewohnt wird. Denn gleichzeitig ist es ja auch irgendwo sinnfrei, wenn man es dort wo man es gerne wärmer hätte absichtlich kälter macht - um es dort wo es bezogen auf den Wohnkomfort “egal” ist.

Bis jetzt gehe ich davon aus, das es unwirtschaftlich wäre, wenn ich das ganze Haus auch nachts auf 20 Grad halte, anstatt 16 Grad. Brauche ich nicht wenn ich im Bett liege und morgens ist es in 5 Minuten wieder warm.

Was das unterm Strich für einen Unterschied beim Stromverbrauch macht kann ich aber noch beurteilen, ist mein erster Winter mit LLWP.