Dämmung mit Aluminium kaschiert

Durch das Video über die Brauchwasserwärmepumpen inspiriert stellt sich mir eine einfache, vielleicht bekloppte Frage. Nehmen wir an ich möchte den Tank noch einmal isolieren, wäre es da nicht noch sinnvoll eine popelige Rolle Aluminiumfolie zu kaufen und die drumherum zu wickeln? Alufolie soll die Wärmestrahlung abfangen. Das sieht man denn auch bei sehr vielen Dämmstoffen. Alukaschierte Rohrdämmungen oder auf Boden-/Wand-/Deckendämmplatten haben nur eine sehr dünne Aluminiumschicht drum um die Wärmestrahlen davon abzuhalten zu verschwinden. Das bedeutet doch, dass es besser wäre ein Dämmmaterial, Styropor/Styrodur oder völlig wurscht aus alten Dämmstoffresten hergestellt, und darum einfache Alufolie wickeln würde mehr bringen als ohne das. Alufolie kostet fast nix, aussehen ist einem bei solch einem Dämmwahnsinn sowieso egal.

Nachteil den ich sehe: Will man, dass das WW-Rohr sich schneller abkühlt (bei mir der Fall wegen Thermosiphon) würde eine zusätzliche Dämmung dafür sorgen, dass das Rohr länger warm bliebe. Eine Verkeimungsgefahr wäre generell mit jeder Dämmung höher als ohne.

PS: Habe mal ein wenig hin und her. Man könnte auch Rettungsdecken nehmen und damit die Isolierung umwickeln. Kosten auch nicht die Welt, müssten aber ggf. besser funktionieren.

Zumindest bei PU Dämmplatten hat das nur den Sinn, dass das Gas in den Poren nicht ausgetauscht wird. Bei den geringen Temperaturunterschieden bei der BWWP dürfte Strahlung denke ich nicht relevant sein, mag mich aber täuschen.

Naja meine Rohrisolierung besteht aus Glaswolle. Und drumherum ist Alufolie. Man soll Stöße mit extra Alufolienband bekleben. Durch die Rohre fließt sogar kühleres Wasser als durch das Rohr fürs Warmwasser.

Das Bekleben soll meines Wissens Konvektion vermeiden und daß es dicht anliegt.

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Also ich werde meinen Warmwasserspeicher, 300L Tesy, ebenfalls mit 12cm ALU kaschierte Steinwolle umwickeln und dann mit Glasfaser verstärktem ALU Klebeband abkleben. Laut Datenblatt beträgt der Wärmeverlust 1,6kWh pro Tag. Das ist mir zu viel meiner Meinung nach.

Darum ging es hier eigentlich nicht. Sondern ob die Alufolie tatsächlich Wärmestrahlen innen halten kann oder nicht.

Ich meine, die Alufolie ist schlechter als eine weiße Lackierung. Kein Heizkörperlack!
Aluminium ist ein guter Wärmeleiter und kommt schnell auf die Außentemperatur
strahlt aber mehr Wärme ab als die Originallackierung.

Da hast Du den selben Fehler gemacht wie Andreas, der Speicher ist zu groß.
Wenn er nicht gebraucht wird, musst Du ihn abschalten und vorher das warme Wasser nutzen.
Und die Berechnung stimmt auch nicht, weil er die Kosten für die eingesetzte Energie
nicht berücksichtigt. Und wenn er mit der Wärmepumpe den Kellerraum kühlt,
aus dem die Wärmepumpe ihre Luft zieht, das ist gar nicht gut.

Mein Boiler hat seine Verluste hauptsächlich über die Wandhalterung.
Momentan liegt die Wandhalterung direkt an der kalten Mauer. :frowning:

Die Folie muss an die Mauerstellen, die der Behälter “bestrahlt”.

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Hallo,
jein:
ja, denn Wärmeverluste durch IR Strahlung werden reflektiert
nein, denn Alu ist ein sehr guter Wärmeleiter

Wenn man ein Rohr oder Behälter mit Alifolie umwickelt, bringt das nichts, denn die reflektierte IR Strahlung wird zu Körperwärme und die leitet Alu gut an die Umgebungsluft ab.

Ist das Rohr oder der Behälter von einer Dämmschicht umgeben, die keine IR Strahlung absorbiert, dann macht der Alifolien Wickel Sinn.

Andreas hat Styropor mit Grafit verwendet, dort wird die IR Strahlung bereits von der Dämmung aufgenommen. Bei diesem Aufbau würde der Alu Wickel vermutlich fast nichts bringen.

L.G.

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Ich gehe von folgendem aus: Die vorhandene Dämmung lässt immer einen gewissen Teil Wärmestrahlung durch. Nehmen wir den nackten Edelstahlkörper dann ist das ein Wert von (irgendwas angenommen) 50W Verlustleistung pro m² pro Stunde.

Wenn wir nun dämmen dann sind es nur noch 25W Verlustleistung pro m² pro Stunde.

Und wenn wir das nun mit Alufolie umwickeln, dann wird zwar Wärme abgeleitet, Alufolie ist aber dünn, es wird also wohl kaum mehr abgeleitet, als direkt von der Außenfläche der Dämmung selbst. Wenn also nun der Wert auf 20W Verlustleistung pro m² pro Stunde sinken würde, weil die Wärmestrahlung durch die vorhandene Dämmung wegen der Alufolie zurück durch die Dämmung auf den Tank “zurückgeworfen” wird, dann wäre das was. Denn die Alufolie kostet “nichts”.

Der Speicher ist nicht zu groß. Es hängt maßgeblich von den Temperaturen ab. Die Umgebungstemperatur, die Wassertemperatur, ob Zirkulation etc. pp.

Beispielhaft: Er hätte nun einen kleineren WW-Tank benutzt und hätte dasselbe Zapfprofil (welches wir nicht kennen). Dann muss er eine höhere Tanktemperatur einstellen. Folge: Höhere Verluste weil delta t zwischen Umgebungstemperatur und Tankinhalt größer ist. Also auch ein kleinerer Tank hilft da nicht.

@deff

Ist also doch nicht mit einfachen Styroporblöcken getan. Irgendwas muss die IR-Strahlung noch abhalten. Nur zum Verständnis: Das bedeutet aber, dass wenn jemand sein Haus isoliert, dass der Außenputz auf dem Styropor das Styropor erst zum Wärmeisolator macht, weil dieser bei Sonneneinstrahlung sich erwärmt und das Styropor vor der Wärme schützt und im Winter dieser die IR-Strahlung der Innenwand quasi durch das Styropor wieder zurückwirff. Eine Beschädigung der Außenhaut ist also genausoschlimm wie eine abgegangene Styroporplatte.

PS:

“Wenn man ein Rohr oder Behälter mit Alifolie umwickelt, bringt das nichts, denn die reflektierte IR Strahlung wird zu Körperwärme und die leitet Alu gut an die Umgebungsluft ab.”

Den Satz verstehe ich nicht. Die IR-Strahlung geht durch die Dämmung nach außen weg. Nun habe ich dort die Alufolie, die von den o.g. 25W Verlustleistung einen Teil reflektiert. Der nicht reflektierte Teil wird nun von der Alufolie nach außen gebracht, wurde er vorher aber auch. Der reflektierte Teil geht nun hin und her zwischen der Alufolie und dem Tank. Wenn das nun fiktiv 5W sind, warum nicht. Frage ist halt: Stimmt das so?

Da das Dämmmaterial nicht transparent ist, geht da auch keine Wärmestrahlung durch, nur Wärmeleitung. Die Alufolie außen (oder wohl noch nen Tick besser mit Gold bedampfte Rettungsfolie) hat aber einen deutlich geringen Emissionskoeffizienten von etwa 0.05 statt 0.95 der meisten Materialien. Die Folie reflektiert die Wärmestrahlung der Dämmung (an deren Oberfläche) zurück und strahlt ihrerseits nur 5% entsprechend ihrer Temperatur ab. Ob die Wärmestrahlung allerdings überhaupt relevant ist gegenüber der Konvektion (Luft, die sich an der Dämmung erwärmt) wäre zu klären.

Nachtrag:
Googles KI meint 10 Watt Strahlungsleistung für einen Quadratmeter mit 20 Grad gegen einen Raum mit 15 Grad für einen Koeffizienten von 0.95 und Konvektion 20 bis 50 Watt je nach Luftbewegung, im Keller also eher 20 Watt. Damit wäre es IHMO schon nicht verkehrt, auch die Abstrahlung zu minimieren, wenn es mit bischen Alufolie oder Rettungsdecke aus nem abgelaufenen Kasten zu machen ist …

Meine Anfrage:

“Wieviel Energie strahlt eine Fläche von einem Quadratmeter ab, wenn die Temperatur 20 Grad beträgt und der Raum 15 Grad warm ist und wie hoch dürften die Verluste durch Konvektion sein?”

Hab auch mal Gemini bemüht, also Alufolie auf die Dämmung Richtung Raum. Soll wohl ein klein wenig bringen, eher nur wenige Prozent. Deckt sich auch mit meinem Verständnis und praktischen Versuchen.

Wie du schreibst, wenn es nicht viel kostet und wenig Aufwand, einfach machen. Jedes Watt lohnt da.

Ja, doch dann werden die IR Strahlen nach und nach Moleküle zur Bewegung anregen, so dass aus der Strahlung Körperwärme wird. Die geht dann über die Außenhaut als Konvektion an die umgebende Luft. Eine Thermoskanne besteht aus 2 Glasröhren zwischen denen die Luft abgesaugt wird, bis ein Vakuum entsteht. Dadurch kann keine braunsche Molekularbewegung die Wärme abtransportieren. Die Wärme geht also nur per IR raus. Deshalb ist die äußere Röhre verspiegelt und sendet die Strahlung ohne Verlust wieder in den Innenraum. Wenn die Iso Schicht fehlt, wird die IR Strahlung auf der Kesselaußenhaut zur braunschen Wärmebewegung und die leitet sie an die Alufolie, die sie dann an die Umgebung abgeben wird.

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Verstehe ich dennoch noch nicht ganz.

Der Tank hat eine Temperatur innen. Und eine Temperatur außen. Ist er ungedämmt dann wird eine gewisse Wärmemenge an der Außenhaut abtransportiert, wobei ein großer Teil davon Luftbewegung und nicht Strahlungswärme ist. Also durch Konvektion wird die Wärme an der Außenhaut weggeschafft.

Nun isoliert man den Tank mit 10cm Styropor (fiktiv). Der Tank kühlt weiterhin ab, aber die Außenluft streicht nur über die Isolierung, die aber einen schlechteren Wärmetransport gewährleistet als die blanke Tankaußenhaut. Die Folge: Es kühlt weniger ab.

Signifikant für den Wärmeabtransport ist aber die umgebende Luft und die Konvektion als die Wärmestrahlung durch den Körper/Dämmung.

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so ein Quatsch. Der Speicher hat effektiv nur 270 Liter, für zwei Personen. Und nun erkläre meiner Frau das sie weniger und kürzer duschen darf, viel Erfolg. Alternative zu dieser ~1000€ Investition wäre eine Investition in 2x 24kW DLE und 4x 4.2kWh DLE für ca. 27000€. Da ich die Wasserversorgung des Hauses in beiden Varianten erneuern werde und meine Frau eine Regenwalddusche von 90x45cm haben möchte war der Warmwasserspeicher, optimiert auf Wärmepumpe mit 3.8m² Tauscheroberfläche, die beste Alternative. Günstiger und WAF konformer.

Und schaue ich in die Zukunft dann wäre die nötige Hausanschlußleistung für DLE’s viel größer und das könnte in Zukunft teurer werden, falls man Netzgebühren nach nötiger Peakleistung bezahlt.

EDITH: 2700€ nicht 27000€ für alle DLE, danke an @stefanelo

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Die 10cm würden die Wärmeleitung massiv reduzieren, Oberflächentemperarur nahezu Raumtemp und Strahlung und Konvektion massiv reduziert, da kaum Temp Unterschied.

ich nehme die Steinwolledämmung nur aus mechanischen und finanziellen Gründen mit ALU Kaschierung, um Wärmeverluste geht es mir dabei garnicht. Ich möchte nur nicht blanke Steinwolle Außen am Tesy haben.

Da ich es sowieso hier habe hatte ich vor vor den gesamten Tank eine Gipsplatte zu schrauben, links, rechts (auf den anderen beiden Seiten ist einmal eine Innenwand und einmal eine Außenwand) und einfach Styroporschüttung reinkippen. Oben Deckel drauf. Muss noch einen kleinen Ausschnitt machen, damit man zum Display kommt und bei den Anschlüssen eine Abschluss/Revisionsklappe damit die Anschlüsse bei Bedarf erreichbar sind. Mehr geht dann nicht. Wird aber ulkig wenn er mal wegmuss, da muss ich dann mit nem Aschesauger ohne Beutel die Kügelchen wieder wegsaugen. Aber nun weiss ich nicht, ob ich darum nicht noch ne Alufolie wickel oder nicht. :wink:

PS: Meine Wärmeverluste sind aber auch geringer. Jetzt wo ihr es sagt, ich muss den Wärmemengenzähler noch auf kWh umstellen, der steht, weiss der Teufel auf MWh…

ähnliche Überlegungen hatte ich auch und auch über PIR/PUR oder XPS Stryropur Platten hatte ich nachgedacht. Aber kostentechnisch ist Steinwolledämmung effizienter wenn man einfach dicker isoliert. Und die Einsparungen daruch amortisieren sich auch erst nach 2 bis 3 Jahren. Da sind bessere Dämmstoffe einfach nur schlechter finanziell, lohnt nicht. Die Dämmwolle wickel ich in 30 Minuten drum und fertig.

Hab aber noch so um die 20 000l Styropor hier (könnte auch mehr sein). Aber klar, jeder nimmt, was er kriegen kann. Bei uns ist der Stromverbrauch aber signifikant geringer als bei Herrn Schmitz. Sie ist eingestellt auf einmal täglich anspringen von 10 bis ich glaub 16:00. Lief bisher noch nie die ganze Zeit. Steht auch nicht im Keller sondern in einem, ich sag mal, Abstellkammer im Erdgeschoss, ungedämmt und unbeheizt. Zudem unter 3l im Rohr und jetzt im Sommer auf 41°C eingestellt. Da müssen wir im DG immer noch mit kalt beimischen. Rohre extra unisoliert, aber eben Thermosiphon.

Jetzt ist der Verbrauch aber noch niedrig, ich lass mal die Kinder größer werden und baden, kann sein, dass der dann auf 50°C oder 60°C steht. Ab 01.01.26 habe ich dann verlässliche Daten. Ich muss mal gucken, ob ich nicht irgendwie den Wärmemengenzähler einbinden kann, der hat IR und so nen Quark…