Current Spot: Börsen-Strompreis am Handgelenk - für dynamische Tarife (iOS/watchOS, bald Mac)

Hallo zusammen,

ich bin Solo-Entwickler und wollte eigentlich nur eine Sache: nicht ständig das Handy zücken müssen, um zu sehen, wann der Strom gerade günstig ist. Daraus ist über die letzten Monate Current Spot geworden.

Was die App macht:
:high_voltage: Aktuelle Börsen-Strompreise auf einen Blick - heute + morgen, günstigster Block auf die Minute genau
:watch: Apple Watch: Preis direkt am Handgelenk, als Komplikation fürs Zifferblatt
:mobile_phone: iPhone-Widgets für Sperr- und Home-Bildschirm
:desktop_computer: Mac (bald) und iPad als Dashboard fürs Zuhause
:electric_plug: Mit Tibber-Konto zusätzlich: Verbrauch, Live-Watt und PV-Einspeisung

Current Spot läuft für jede europäische Gebotszone, ganz ohne Konto - man wählt einfach seine Zone. Wer ein Tibber-Konto verbindet, sieht zusätzlich Verbrauchsdaten.

Zur Transparenz, wie mit den Mods besprochen: Die Kernfunktionen (aktueller Preis, günstigster Block, Chart, Widgets, Komplikation) sind dauerhaft kostenlos und ohne Konto nutzbar. Es gibt optional ein günstiges Abo für Extras.

Mich würde vor allem Feedback von euch interessieren, die dynamische Tarife im Alltag mit PV, Speicher und E-Auto kombinieren - genau dafür ist die App gedacht. Feature-Wünsche, Kritik, alles willkommen.

Freue mich auf eure Meinung!
Viele Grüße
Ivan

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Ich persönlich richte mein Leben nicht nach dynamischen Strompreisen und halte deren Nutzung für das reale Leben als unbrauchbar! Den größten Bedarf habe ich im Zeitraum von 4 Monaten im Jahr wenn die WP 24/7 ihren Dienst versieht und die nach dynamischen Strompreisen zu beteiben ist Illusion.

Hallo bstone,

der Winterfall mit durchlaufender WP ist tatsächlich der schwierigste - da hast du recht. Was an Grundlast anliegt, liegt an, und was sich nicht verschieben lässt, lässt sich nicht verschieben.

Zwei Dinge relativieren das aus meiner Sicht trotzdem:

Eine WP lässt sich besser schieben, als man denkt. Estrich und Puffer sind Wärmespeicher; die Vorlauftemperatur ein paar Grad anzuheben verschiebt Last um Stunden, ohne dass jemand im Haus etwas davon merkt. Genau dafür gibt es SG-Ready. "Sein Leben danach richten" muss dabei niemand - das macht die Steuerung, nicht der Mensch.

Und selbst wenn man gar nichts verschiebt: Beim dynamischen Tarif zahlt man den mengengewichteten Durchschnitt der eigenen Last. Ob der über oder unter dem Fixpreis liegt, ist eine reine Rechenfrage. Im Winter sind die Spreads wegen Dunkelflaute gegen Windnächte eher größer als im Sommer, nicht kleiner.

Genau da setzt die App an: ohne Konto, ohne Anbieterwechsel eine Weile mitschauen, was der Spot in deiner Zone tatsächlich macht. Wenn dabei rauskommt, dass es sich für dein Profil nicht lohnt, ist das ein genauso gültiges Ergebnis - dann ist es aber belegt und nicht geschätzt.

Viele Grüße
Ivan

Es ist eine irrige Annahme das WP sich dem dynamsichen Traif anpassen lassen ohne die Stabilität des Wärmegleichgewichtes zu stören, was zu einer Verschlechterung der Effizenz und Qualität des Systems führt! In den 3-4 Monaten der Hauptzeit ist so etwas quasi wie “russisches” R…. mit 5 von 6 Kugeln.
Dynamische Tarife sind für Nutzer von WP Sinnfrei!

Hallo bstone,

lassen wir das Verschieben beiseite - ob man seine WP anfassen mag, ist eine legitime Einzelfallentscheidung, und über Taktung und Effizienz entscheidet am Ende die konkrete Anlage, nicht das Forum.

Nur beim "sinnfrei" widerspreche ich: Ein dynamischer Tarif setzt kein Verschieben voraus. Eine völlig unveränderte WP bezahlt dort schlicht ihren Verbrauch zu den jeweiligen Stundenpreisen. Ob das in Summe über oder unter dem eigenen Festpreis liegt, hängt von Profil, Region und Jahr ab - das lässt sich nachrechnen statt schätzen. Es gibt WP-Haushalte, bei denen der Festpreis gewinnt, und solche, bei denen der Spot ganz ohne Eingriff vorne liegt.

Genau dieses Nachrechnen ist der Zweck der App. Kommt für dein Profil "lohnt sich nicht" heraus, ist das ein sauberes, belegtes Ergebnis - damit kann ich gut leben.

Viele Grüße
Ivan

Da steckt ein Denkfehler drin. Nutzer von WP verbrauchen doch nicht nur Strom für die WP. Man kann da maximal sagen: Für die WP bringt es nichts. Kann ja noch viel weiteres geben, wo es total Sinn macht, z.B. E-Auto, Warmwassererzeugung, Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine, Luftentfeuchter, kochen, backen.

Was soll das den sein, das Wärmegleichgewicht und die Qualität des Systems? Klar, wenn man die Leistung variiert statt gleichmäßig mit minimaler VLT zu heizen, ist die Effizienz etwas geringer und mag die Raumtemperatur marginal schwanken (mehr bei Heizkörpern), aber wenn der Strompreis entsprechend schwankt und man auch $14a Modul 1+3 nutzen kann, kann sich das ja rechnen.

Meine eigene Skepsis: aber nur mit einem System, daß das automatisch steuert und dafür entsprechende Daten und Zugriffe zum Haus hat. Ich sehe die Art von App nur für eAutos wirklich als hilfreich an. Ohne Auto und nur 840 kWh für die Splitklima haben für mich Simulationen basierend auf meinen Home Assistant Daten mit optimiertem Speicher Laden keinen Benefit für dynamische Tarife ergeben, zumindest ohne 14a und ohne Verschiebung von BWWP Nutzung und sonstigen Lasten (wer kocht schon dafür zu einer anderen Zeit? Meine Frau würde mir was erzählen …) in der Zeit wo man nicht genug eigenen Strom hat.

"Wir essen heute gegen 3 Uhr Nachts, da ist es billig." :grin:

Brotbacken kann man aber durchaus in gewissen Grenzen verschieben. Wobei vieles, was man verschieben kann, sind kleine Fische, lohnt kaum. E-Auto ist noch das Interessanteste. Hat man keins, sind dynamische Tarife in den letzten Jahren kaum attraktiv gewesen.

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