Chinesische Monteuerhilfen

die meisten löten nicht, sondern schrauben.
Mit Vakuummeter kann man schauen, ob das Vakuum erreicht und gehalten wird.
Aber man kann es auch mit 10 minuten hinpfuschen, kommt auch kalte Luft raus, passt schon.

Je weniger Ahnung man hat, um so besser sollten die Messgeräte und die Sorgfalt beim Arbeiten sein. Wer täglich Split-Klimas installiert und sein Equipment gut kennt, der kann einiges wegoptimieren.

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Na ja du musst ja die Leitung auch noch verlegen, und dann lötest du ja. Ich persönlich nehme immer einen Bördeladapter am AG, und löte am IG.. morgen installiere ich einmal dreieinhalb kW in meinem unteren Badezimmer, und einmal dreieinhalb kW in der Garage. Wenn die erste Anlage steht, kommt da für 20 Minuten Stickstoff drauf, aber auch nur 10 bar. Dann kommt die Vakuumpumpe dran bis die andere Anlage steht. Am Abend laufen beide.. 1/4 3/8...

oder auch: selbst Profis nutzen Messgeräte, weil man den Unterschied zwischen 10 und 27 mbar Vakuum evtl. nicht sieht, schmeckt, riecht, hört, im Urin hat (vor zwei Jahren war die Vakuumpumpe noch in Ordnung, Öl ist damals auch neues eingefüllt worden). --> Messen statt raten.
oder auch: dem schnellen "Fachmann" könnte es egal sein, wenn die Anlage beim Kunden nach 5-7 Jahren ersetzt werden muss....

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Wir haben zum teil 30 Jahre alte Anlagen im Bestand, mit R22. Die dürfen wir seit über 10 Jahren nicht öffnen. So schlecht kann unsere Arbeit nicht sein. Die Splitanlagen die wir ersetzen haben in der Regel Platinenschäden (oft Daikin). Was du hier konstruierst um deine Argumentation zu stützen, kann ich so absolut nicht bestätigen. Es mag ja sein dass du das am Ende genauer machst. du solltest dir aber auch eingestehen dass das eventuell sinnlose umfänge sind, und als Kunde möchtest du doch nicht 5000- 6000 € für eine Klima Montage bezahlen, wo die Hälfte der Umfänge keinen Mehrwert für dich als Kunden haben.

Wenn man sauber arbeitet, mit verschlossenen Rohrleitungen arbeitet und sauber installiert, ist es doch super für den Kunden wenn nach einem Tag die Anlage steht, und man alles erklärt bekommt um die Anlage sofort zu nutzen. Müsste ich den Kunden erklären dass wir eine zweite Anfahrt brauchen, um Vakuum zu brechen Stickstoff zu füllen und noch mal zu vakuumieren, bei einer einfachen Monosplittanlage, dann ist das doch so wie wenn ich dem Kunden bei einem Reifenwechsel erkläre wir müssen jetzt alle vier reifen unter Wasser drücken und eine Woche gucken dass da ja keine Luft rauskommt. Eine mono ist nach dem Kühlschrank die primitivste kälteanlage die es gibt. Sie ist so konstruiert dass auch nicht kältemonteure so eine Anlage in Betrieb nehmen können.

Ich habe auch schon Anlagen in Betrieb genommen, da war ich nur für die IBN zwei Wochen dran. Da ist das auch klar das ich vakuumiere übers Wochenende, Stickstoff über Nacht oder mehrere Tage drauf lasse...abdrücke mit zum Teil über 120 bar... Ich habe auch schon alte Maschinen im Service so gehandhabt um Lecks zu finden oder auszuschliessen... Aber doch keine mono

Der gemeine Hobbyfrickler darf weder seine PV Anlage anschliessen (das dürfen nur beim VNB eingetragene Elektroinstallateuermeister) noch darf er seine Split Klima installieren weil er keinen Kälteschein hat. Sinnvollerweise wird das in der gesamten Republik trotzdem gemacht. Trotz Vakuum übers Wochenende laufen lassen und Kontrolle mit einem dafür extra angeschafften Testo sparen die Frickler dabei sinnvollerweise noch immer etwas weil sie einen Kältemaschinentechniker mit Schein dazu nicht benötigen der im Gegensatz dazu sein Geld mit den Einsätzen verdienen muß und deshalb eben keine genaue Kontrolle seines Vakuums macht.

Auch mit Kälteschein darf man R22 Anlagen nicht mehr öffnen. Man kann darüber diskutieren wie sinnvoll das ist. Ich habe hier einen Bauer der mit seinem Kühlhaus für Apfeleinlagerung immer weniger auf einen vernünftigen Stromverbrauch kommt weil ihm wegen seit 10 Jahren fehlender Wartung vermutlich Kältemittel fehlt. Man könnte das geringe Leck suchen, die Menge auch aus gebrauchten Anlagen nachfüllen und dann wäre die Apfelproduktion die nächsen 20 Jahre wieder wirtschaftlich. Stattdessen wird auch die Rinder Anbindehaltung verboten, der Bauer geht in die Rente und das Tierwohl kann man dann bei Aldi neben den Äpfeln aus Südafrika kaufen.

Die großen R22 Anlagen welche zurückgebaut werden, gehen im Übrigen nach China und Indien wo sie ihr zweites Leben starten. Wie man in diesem Thread sieht, nehmen die das auch mit dem Nachmessen vom Vakuum nicht so genau weil sie kein Testo kaufen sondern zwischenzeitlich ihre eigenen Schätzeisen produzieren.

Ich lebe nicht in der EU. Hier darf man seine Klima ohne Probleme bestellen und auch installieren.. ich allerdings bin Kälte-Servicetechniker und montiere auch.

Meine PV musste ich selbst installieren, zumindest Module module und DC.. weil ich ein Eternit-Dach habe.

Für fachfremde arbeiten hab ich aber die richtigen Arbeitskollegen. Wir haben Stromer, Lüftung, Heizung, Klima und eben Kälte.

Ich darf auch zu Firmen-Konditionen einkaufen, was halt eben bedeutet das ich fast alles in Eigenregie mache.

In Deutschland wäre es ja wirklich so das ich die eigene Anlage nicht in Betrieb nehmen dürfte.

Hier in der Schweiz ist es so dass selbst 410a dieses Jahr noch verbaut werden darf. So habe ich mir letztes Jahr noch schnell eine 410a Wärmepumpe mit 16 kW in Deutschland gesichert, für 2000 €, als splitgerät. Diese darf ich hier komplett selbst installieren. So werde ich Ende nächstes Jahr mit meinem Umbau fertig sein, und werde für splitgeräte in allen räumen, eine Wärmepumpe, einen sturzbrandofen wasserführend, einen edelstahlspeicher vor Ort geschweisst, komplett neue Heizkörper, neue Fenster und recht grossflächiger dämmungsarbeiten, 17kwp PV inklu 16kwh Akku insgesamt ungefähr 60.000 Franken bezahlt haben Punkt hätte ich alles machen lassen hier in der Schweiz wären das 250K gewesen... Für mich unbezahlbar.

Das ist jetzt zwar weit ausgeholt, soll aber aufzeigen warum ich das nicht verurteile wenn die Leute ihre Sachen selber installieren. Es wäre für viele schlichtweg nicht möglich diese Dienstleistungen zu bezahlen bzw hätte ich mein komplettes Dach modernisieren müssen für die PV.

Ich kann das gar nicht anders machen, und verstehe nun auch andere in der Situation besser.

Es ist auch in D so, daß wenn man selbst baut soviel Einsparungen hat wie man sonst ein einem anderen Job in dieser Zeit nicht verdienen könnte. Das liegt nicht unbedingt daran daß sich die Handwerker bereichern, sondern daß die staatlichen Abgaben zumindest unter Berücksichtigung der Mwst. >50% sind. Solange man seine eigene Zeit nicht rechnet, ist es auch nicht ausschlaggebend ob man sich eine chinesische oder eine Monteuerhilfe von Testo kauft. So kommt es eben auch daß man mit der Zeit so allerlei Zeugs angesammelt kriegt. Von der Beton-Wandsäge über den Teleskopstapler zum PV Module montieren bis zum Testo 552.

Für ein asbesthaltiges Eternit Dach gibt es in D übrigens ein absolutes Überbauungsverbot. Man darf nur abschrauben und entsorgen (lassen). Bereits mit selbst abschrauben kann es riesen Ärger geben wenn einem der liebe Nachbar anschwärzt. Gewerbliche Dienstleister müssen das zuvor mit Montagetermin beim Landratsamt anmelden. Zu dem Termin kommt dann eine Aufsicht die rummeckert was alles nicht geht. Wenn es dort regnet hat man Pech gehabt. Zurück auf Anfang. Zur Deponie transportieren darf man es noch selbst. Zum Anbieten des Transports als gewerbliche Dienstleistung braucht man aber bereits wieder eine gesonderte Zulassung. Aber die Schweizer PV Frickler sind mit der ESTI ja auch nicht gerade gesegnet und dürfen dafür jenseits des Bodensees keine Klimaanlagen anschliessen.

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Ich denke, man muss da wirklich unterscheiden, ob man Klimatechniker ist, der jede Menge Erfahrung mitbringt und auch erstklassiges Werkzeug hat. Oder ob jemand zum ersten Mal eine Anlage in Betrieb nimmt und keine Erfahrung hat und mit einer billigen 100 Euro Vakuumpumpe arbeitet, wo er nicht weiß, ob sie funktioniert und das auch mangels Erfahrung nicht einschätzen kann. Und billige Füllschläuche, Monteureinheit usw.

Deshalb unterscheidet sich die Arbeitsweise mitunter deutlich zwischen DIY und Profibereich.

Das ist in vielen anderen Gewerken auch so. Profis fassen sich an den Kopf, was mancher Bastler da so treibt. Aber aus der Perspektive des Bastlers ist es eben genau richtig so.

Im Profibereich hat man heutzutage auch sehr oft das Problem, dass man keine Zeit mehr hat, um Dinge wirklich vernünftig und langlebig umzusetzen. Sieht man überall im Handwerk, da wird viel gepfuscht, weil die Zeit fehlt und teils auch die Zeit für eine gute Ausbildung. Das ist ein Dilemma, was sich immer mehr zuspitzt, weil Handwerkerleistungen ja für viele kaum noch bezahlbar sind. Würden die alles wirklich gut umsetzen, wäre es gänzlich unbezahlbar.

Im DIY-Bereich hat man oft alle Zeit der Welt und kann die Dinge deshalb oft deutlich wertiger und langlebiger umsetzen. Natürlich braucht auch vieles deutlich länger, als ein Profi mit viel Erfahrung braucht.

Auf jeden Fall finde ich es interessant zu hören, wie du als Profi sowas angehst.

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In der Schweiz ist der Anschluss der AC Seite durch einen zugelassenen stromer Pflicht. Du darfst allerdings alles soweit vorbereiten das es nur noch um den reinen Anschluss inkl sicherheitsprüfung geht. Der stromer muss auch die Installationsanzeige machen und die PV muss beglaubigt werden von einer unabhängigen Person... Das dürfte ich als Inhaber niv 15 sogar bei anderen machen.

Mit dem asbest ist das so eine Sache Punkt ich habe das mit absaugung und Maske gebohrt, das darf ich nur als Eigentümer beim eigenen Haus. Keine Firma hätte mir da auch nur ein Loch reingebohrt. Angezeichnet hätten sie es mir. Ich habe auch das ganze Dach versiegelt mit so einer dauerelastischen dachfarbe, auch das ist in Deutschland verboten. Schade eigentlich weil das hält noch 50 Jahre.

Ich verwende eine 3cfm Vakuumpumpe für 60€ und komme in Kombination mit einem Testo 552 auf unter 60PA bei 20Grad Außentemperatur.
Ohne Testo 552 ist es reines Glück ob man ein ausreichendes Vakuum schafft.
Wenn nur schon eine Schraubverbindung oder ein Schlauch minimal undicht ist, merkt man es nur mit einem Messgerät, weil man nicht mehr tief genug runterkommt.

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Nochmals zum Verständnis beim Evakuieren: Der Serviceport ist in der Regel nur an der größeren Saugleitung am Aussengerät. Nachdem da ein elektrisches 4-Wege Ventil drin ist, müssen Saug und Flüssigleitung dann immer am Innengerät ständig miteinander verbunden sein damit beide Leitungen über den Serviceport evakuiert werden können?