Meine saugt sich im winter die luft um den oelbrenner ab. Da ist immer 20 grad im heizraum. Ideal wäre eine wärmetausch - koax kamin, kann ich aber nicht selber einbauen.
Für nächsten sommer plane ich luftentnahme im estrich unter dem dach und die kalte abluft ins wohnzimmer. Amazon verkauft günstig textil luftschläuche mit metallspirale in 2M stücken. Luftrohre entlang kaminschacht sind schon installiert.
Als regelung / temperaturmessung reicht ein sonoff basic mit tasmota und mehreren DS18B20.
@win meine Gasheizung ist aus, es existiert keine Wärmequelle mehr. In diesem Raum maximal noch die Brauchwasser-Wärmepumpe selbst. Meine Kellerdecke ist aber auch nicht isoliert, vermutlich kommt die Wärme dann noch von oben.
Noch war es aber auch nicht tiefster Winter und kann deshalb nicht wissen ob es bei den besagten 10° aktuell bleibt.
Zur Not hat das Ding ja aber noch einen Heizstab, deswegen mache ich mir hier auch erstmal keine Sorgen
Doch, wenn der Keller nicht von außen gedämmt st schon.
Zum Themenersteller, er hat schon theoretisch recht damit, die Wärme die von der BWWP der Umgebung entnommen wird, muss irgend wo her kommen. Darum spielt die Aufstellung eine wichtige Rolle, entzieht sie den beheizten Räumen Wärme oder nicht. Kommt die Wärme von der Heizung im Haus, könnte es trotzdem vorteilhaft sein, denn damit wäre der COP besser, bei einer WP die das Haus heizt, wäre der COP auch besser, weil ja die Differnz nicht so groß ist. Aber trotzdem muss diese Energie durch den ersten Wärmeerzeuger erbracht werden.
Steht die BWWP im unbeheizten Keller, kommt die meiste Wärme vom Fußboden und den Wänden, da das Erdreich >80cm immer positive Temperaturen aufweißt, so ein Keller gerne mal 10°C Temperaturen liefert, kommt die energier der BWWP aus der Umgebung, also eine Art "Erdabsorber". Das ganze funktioniert aber nur dadurch so gut, weil die Energiemenge insgesamt für WW recht gering ist, eine normale WP im Keller würde dir eine Eisgrube bescheren.
Fazit, es kommt auf den Aufstellort an oder besser gesagt, wo sie die Energie her bezieht.
Je nach Monat irgendwas um 7-11 Grad bei 3 m Tiefe. Bei der geringen Menge Energie könnte das in der Tat gut funktionieren. Dann sollte aber auch die Kellerdecke gut gedämmt sein, ebenso die Tür zum Keller.
Bisher hatten wir einen klassischen elektrischen Boiler mit 80l, vormals 100l. Ersetzt wurde der Boiler vor (heute) 201 Tagen durch eine WWWP. Statt bisher 2000-2500 kWh Jahresverbrauch werden weniger als 500 kWh Jahresverbrauch erwartet. Aktuell 253 kWh /201*365 = 459 kWh. Das Wasser wird auf 55 °C aufgeheizt.
Unser Haushalt hat auch mit 5 Personen und 80l WW viele Jahre sehr gut funktioniert. Mittlerweile nur noch zu zweit, aber hier und da auch mit Gästen, kommen wir mit der WWWP sehr gut klar. Der vorherige Boiler wurde durchgängig auf Stufe 'E' geheizt. Was wohl etwa 60 °C gewesen sein dürfte.
Der Boiler bzw. die WWWP ist in einem der zwei Bäder des Hauses, im Untergeschoss installiert. Die WWWP hat den Platz des Boilers hinter der Tür einnehmen können (1:1 Tausch). Es wurden keine zusätzlichen Luft führenden Kanäle installiert. Die WWWP trocknet das Bad im Betrieb gleich mit. Das Kondenswasser wird über den Siphon unter dem Überdruckventil abgeführt. Der Betrieb sorgt für eine leichte, nicht unangenehme, Kühle in dem Bad. Die Badtür steht in der Regel offen, so das die Luftumwälzung in den benachbarten Flur getragen wird. So findet ein Temperaturausgleich statt. Für ein Gesamtbild oder einer Kalkulation der Bruttoheizaufwände für das Haus müssten die 500 kWh WW auf den allgemeinen Heizaufwand aufgeschlagen werden. Schon recht.
Die ca. 2000 € Anschaffungs- und Installationskosten amortisieren sich in ca. 4 Jahren. 1500 kWh Einsparung bei 30ct/kWh = ~450 €/a. Zudem können die 250W Laufleistung oder 1,2 kWh Tagesverbrauch zu einem großen Teil des Jahres durch PV gedeckt werden. Nun war dies ein aktiver Tausch des nicht defekten vorherigen Boilers, der auch irgendwann mal kaputt gegangen wäre. Kann ich die Installationskosten daher nicht als Neutral ansehen?
Welche Wartungsaufwände über die Jahre entstehen werden ist nicht abzusehen. Eine Reinigung der Lamellen alle paar Jahre wird überschaubar bleiben. Der vorherige Boiler war wartungsfrei.
Das Kondenswasser könnte natürlich für Bügeleisen u.a. Zwecke verwendet werden. Da haben wir an anderer Stelle aber größere Mengen anfallen.
Als einziger Nachteil ließen sich die Betriebsgeräusche anführen, an denen sich bisher aber niemand mittels Kommentar gestört hat.
Was mich bei vielen Posts zum Thema WW immer wieder wundert, sind die großen WW-Mengen, die in so manchen Haushalten vorgehalten werden. Foristen berichten teilweise von mehr als 300l permanent vorgehaltenem warmen Wasser, klagen über Wärmeverluste und suchen nach Technik diese wieder aufzufangen. Wir leben mit unseren 80l WW keineswegs asketisch oder sparwütig.
Nicht 500 kWh, sondern die 2000-2500 kWh Wärmemenge für Warmwasser, abzüglich den 500kWh, die schon von der BWWP kommen.
Gehen wir mal von 2500 kWh Warmwasserwärme aus, davon müssten 2000 kWh von der Heizung kommen. Wenn die Heizung über Wärmpumpe läuft, die eine JAZ von 4 hat, wären es dann nochmal 500 kWh elektrisch.
Also 1000 kWh elektrisch, um 2500 kWh Warmwasser zu machen. Wäre eine Gesamt-JAZ für das Warmwasser von 2,5. Geht noch. Wobei JAZ von 4 bei BWWP und LWWP schon sehr optimistish sind. Vermutlich wird es sich je nach Situation irgendwo bei JAZ 1,5-2,5 für Warmwasser bewegen. Im Winter natürlich. Von Mai-September ist man dann wieder auf 3-4 für die BWWP.
Bei Aufstellung im Bad und Nutzung als Entfeuchter gewinnt man Energie bei der Kondensation der Luftfeuchtigkeit, die sonst abgelüftet würde, und man verliert nicht so viel Raumwärme beim Ablüften.
Ich kann mir gut vorstellen, dass damit auch im Winter der zusätzliche Raumwärme Bedarf für die Brauchwasser Wärmepumpe gegen Null tendieren kann.
So ganz passt es noch nicht, denke ich. Die 2500 kWh Wärme sind ein Jahreswert. Die Heizperiode beläuft sich auf ca. 7 Monate. Somit wären 2500 / 12 * 7 = ~1460 kWh Wärme in der Rechnung zu berücksichtigen. Entsprechend der elektrische Wert: 500 / 12 * 7 = ~292 kWh. Die JAZ verändert sich wohl nicht, da ich kein verändertes Heizverhalten an der BWWP während der Heizperiode beobachte. Nehmen wir 1500 kWh Wärme, bei einer angenommenen JAZ von 2,5 bei der WP der Heizung, dann würden 600 kWh zzgl. 300 kWh = 900 kWh elektrischer Aufwand für das BW während der Heizperiode zu Buche stehen. Zzgl. verbleibender 200 kWh außerhalb der Heizperiode, ergäben, etwa 1100 kWh/a elektrischer Aufwand für die Brauchwasserbereitung.
Ja stimmt, bringt einiges. Ich hatte es mal für einen Luftentfeuchter (Wärmepumpenbauart) durchgerechnet und bin auf einen COP von etwa 1,5 gekommen. Also bei 1kWh Strom nochmal 500 Wh Enthalpie aus der Kondensation geangelt.
Diese 10 Grad Erdreichtemperatur (hier sind es eher 12) entsprechen der Jahresmitteltemperatur, wenn ich mich nicht irre. Warum mache ich den Wärmetauscher nicht gleich im Freien, wo auch ev meine Luftwärmepumpe steht? Übers Jahr gerechnet kommen da ja auch 10 Grad heraus, im Schnitt müsste also auch die JAZ die gleiche sein..
Dadurch ist der Ölbrenner und die Ansaugluft kälter und die Ölheizung muss umso mehr arbeiten.
Da der Kamin normalerweise durch das Haus verläuft und dieses so mitheizt, wäre ein Wärmetauscher erst oben auf dem Schornstein energetisch vorteilhaft, drunter nicht. Brennwertgeräte bieten das genuin.
Die Temperatur in der Erde ist keine Konstante, sobald man dort Wärme entzieht, kühlt sie sich auch runter, allerdings nicht linear.
Mit 10°C zu kalkulieren ist etwas zu optimistisch. Aus 1,7m tiefe bekomme ich zur Zeit 7,1 .. 7,2°C,
Wenn es kalt wird und mehr Wärme entzogen wird, sinkt dort auch kurzfristig die Temperatur, die Wärme fliest dann von außen wieder nach, wie schnell das geht, hängt von der Erde und von Wassergehalt ab.
Mit den 7°C Erdwärme hängt man aber locker jede LWP ab.
Nachteil ist es verursacht einmal Schmerzen die Quelle in die Erde zu bekommen (untere Wasserbehörde spielt auch mit)
Die JAZ ist nicht unbedingt dieselbe, wenn man 2 WPs hat.
Je nach Talent und Hersteller kann man damit das Takten des Kompressors so beeinflussen, dass ein Summer die JAZ größer ist, als mit getrennten WPs.
Verstehe deinen Gedanken nicht, kannst du das mal genauer beschreiben? Was meinst du mit "Wärmetauscher nicht gleich im Freien"? Im Freien hätte doch eine Luftwärmetauscher im Winter deutlich niedrigere Temperaturen und bräuchte dazu auch noch eine Abtaufunktion. Im Keller nutzt man hingegen mitunter die Erdwärme, die auch im Winter deutlich über Null liegt.
Dafür "spielt" sich die WP wiederum im Sommer. Mittelwert ist Mittelwert, grob gesagt. Ergo: Eine BWWP die im Inneren des Gebäudes die Wärme lukriert, ist Selbstbetrug.
Dir ist schon klar, dass der COP einer Wärmepumpe nicht linear mit der Temperatur ansteigt, oder? Deswegen ist der Jahresmittelwert bei der Effizienz Berechnung relativ egal, es geht eher um die Stunden mit einer Temperatur >5 Grad (ab da entwickeln Wärmepumpen ihre größte Effizienz). Das gute an der Temperatur im Erdreich ist, dass sie eben viel näher um den Mittelwert pendelt (und daher seltener unter 5 Grad geht), als die Außentemperatur. Deswegen ist die Erde als Wärmequelle (ab einer gewissen Tiefe) auch so sinnvoll, weil die Temperatur dort eben viel konstanter ist, als die Lufttemperatur. Und das wird im oben verlinkten Video auch ganz gut hergeleitet. Ein großer Teil der Warmenergie kommt über die Kellerwände und den Kellerboden. Und natürlich lässt sich trotzdem nicht vermeiden, dass etwas Wärmeenergie aus dem Wohnraum kommt. Das muss eben durch Türen und Isolierung so gut wie möglich vermieden werden...
Auch wenn die Diskussion berechtigt ist und auch relativ sachlich (wenn auch nicht immer sachkundig ;-)) geführt wird, frage ich mich schon, warum du @christian_71, dich extra hier anmeldest, nur um das Statement loszuwerden, dass BWWP Quatsch sind... Naja, dann haben wir hier zumindest mal einen Thread, auf den man verweisen kann, wenn jemand behauptet, BWWP wären aus Effizienz Gesichtspunkten Quatsch ;-).
Ja, ist mir klar. Eine WP ist auf zwei Temperaturen und einen Wärmefluss optimiert, darunter und darüber läuft sie nicht mit maximaler Effizienz.
Der unmittelbare Anlass war das aktuelle Video von Andreas auf yt, wo mein Kommentar keine Resonanz gefunden hat. Und es handelt sich weniger um ein Statement als um eine These. Die ich bisher als ziemlich erhärtet empfinde.
Was ich aber nicht verstehe ist, wie du nach den letzten Posts deine These als erhärtet ansehen kannst? Ich würde sogar sagen, sie wurde klar widerlegt. Daher spreche ich lieber von Statement...
Diese Kontroversen tun dem Forum aber gut, daher finde ich das auch völlig okay.
Bleibt jedem selber überlassen, was er/sie aus den Thread für eine Ableitung trifft für sein/ihr persönliches Handeln. Ich zumindest werde in den nächsten Monaten eine bwwp installieren (siehe Link in Signatur mit ersten Gedanken).
Keine Frage, klar. Eine Tiefensonde ist wohl sehr oft die ideale Lösung für eine Heiz/WW-WP.
Aber die meisten Besitzer und Nutzer einer BWWP haben diese im Technikraum stehen, hier sogar jemand im Badezimmer. Die Platzierung in einem ungeheizten Kellerraum, der nach allen nicht-Erde-Seiten isoliert ist, entspricht eigentlich einer indirekten Erdsonde. Gut, okay, kann ich mir vorstellen. Nur wer hat denn das in der Praxis? 5%?
Der Tenor war bisher: Ich habe aber einen Spezialfall, brauche so gut wie kein Warmwasser / Ich habe die Wärmepumpe im geheizten Badezimmer stehen / Das bisschen Wärmeverlust im Raum mit der /Ölheizung/Gasheizung/Holzheizung/Durchlauferhitzer/Wärmepumpe fällt ja nicht ins Gewicht / Ich brauche jetzt viel weniger Strom als mit dem E-Speicher, das ist für mich der Beweis.
Nun, das humpelt für meine Begriffe alles ein bisschen. Wo die rund 40 MegaJoule für eine Familien-BWWP täglich wirklich herkommen, hat noch niemand genau dargelegt.
Daher erscheint mir die These, dass man im Normalfall die Wärme dem "System Gebäude" entzieht, nicht hinreichend widerlegt.
Etwas anderes wäre es, wenn es eine mehr oder weniger direkte thermische Anbindung an das Erdreich gibt. Indirekt über die Kellerwände bedeutet schon wieder, dem System Wärmeenergie zu entziehen, denn die Kellerwände werden irgendwann zu Hausmauern. Kellerdecke, Kellerwände und Hauswände stehen im thermischen Verbund. Und dass Kellerdecken zum Erdgeschoss hin eigens isoliert werden, ist mir neu. Beruflich arbeite ich Baunah.