Hallo,
von WRs die in Rauch aufgehen habe ich schon gelesen. Wie sieht es bei MPPTs aus? Ich habe MPPTs von Victron. Natürlich gibt der Hersteller an, die Geräte dürfen nur an einem Ort montiert werden der ...
Mit abbrennen meine ich so richtig mit Flamen- und Rauchentwicklung für eine Dauer größer als ein Knall, nicht durchbrennen.
Bei den Wechselrichtern (von Victron) habe ich nur von Fällen gelesen die durch Fehlbedienung oder durch falsches Anschließen thermisch umgesetzt wurden. Die MPPTs von Victron liefern einen maximalen Strom und sind kurzschlußfest. Sind Fälle bekannt wo einer spontan abgebrannt ist oder überhaupt Fälle, auch mit Fehlbehandlung?
Das Thema mit den beiden kaputten MPPTs habe ich gelesen. Da hat die Sicherung ihren Zweck erfüllt.
Klar, warum nicht? Wenn du die deklarierte Eingangsspannung überschreitest, z.B. an klaren, kalten Wintertagen, dann sind die genauso durch wie WR-Eingänge.
Überspannung am Eingang, Verpolung oder Kurzschluss am Ausgang, oder Überspannung am Ausgang → das mögen sie nicht.
Mir ist mal folgendes passiert: 2 Mppt Lader, einer outback, der andere EPEVER laden einen Akku (2 getrennte Modulfelder). Dann hat das BMS den Akku abgeschaltet. Der EPEVER hat das nicht überlebt, der outback dagegen schon. Was wirklich geschehen ist konnte ich nicht nachvollziehen. Daher vermute ich, dass die Ausgänge der MPPT dem jeweils anderen noch Spannung geschickt und damit das Vorhandensein eines Akku vorgegaukelt haben. Der outback geht bis 72 V, der EPEVER nur bis 50+x Volt (für einen 48V Akku).
Da mag es zu einer 72 V Spannung am Verteiler gekommen sein und das war für den EPEVER zu viel. Nachdem der ausgefallen war, hat der outback erst “gemerkt”, dass kein Akku mehr am Ausgang hängt und hat abgeschaltet.
”Gebrannt” hat aber nix, kein Qualm kein Geruch. Hab den EPEVER geöffnet, dort waren keine Schmauchspuren zu sehen. Die MOSFET´s waren noch okay. Da hast es wohl den Mikrokontroller zerschossen.
Danke für die Antworten bisher. Da die Dinger ursprünglich für Boote entworfen wurden, wird sich hoffentlich nicht nur die Wahrscheinlichkeit, sondern im Fall der Fälle auch die Heftigkeit in Grenzen halten.
Man soll für die Temperaturkompensation einen Temperaturunterschied größer 5 Kelvin zum Akku vermeiden. Also kommen sie auch in dessen Nähe oder gleich außen ans Akkugehäuse. Und ein Rauchmelder kommt direkt darüber.
Meiner einer hatte den 100/20 mal mit von den Solarmodulen kommend schwarz auf Masse und rot auf + angeklemmt. Tja es funkte kurz. Und dann fiel mir wieder ein das ich ein halbes Jahr zuvor draußen auf dem Balkon die Farben vertauscht hatte. Der mppt hat aber eine Sicherheitsschaltung, diese verhinderte einen Schaden. Was aber ultimativ zum Ableben (laut Anleitung) mit jeder Menge magic-smoke führt ist zuerst die spannungsführenden Solarzellen anzuschließen ohne den Regler zuvor an den Akku angeklemmt zu haben. Aber wer macht den so was ?
Achso, evtl. das BMS bei Abschaltung wenn dann noch Saft auf den Solarzellen ist zerstört sich der Regler eigenständig (laut Manual ein Sicherheits-Feature).
Ich zitiere mal Victron bezüglich des Typs 150/35:
Stellen Sie alle elektrischen Verbindungen in der folgenden Reihenfolge her:
Schließen Sie die Batterie an: Lassen Sie das Solarladegerät die Systemspannung > automatisch erkennen (warten Sie 10 Sekunden).
Schließen Sie die PV-Anlage an.
Schließen Sie ggf. den VE.Direct-Anschluss an.
Die korrekte Anschlussreihenfolge ist notwendig, damit die automatische Erkennung der Systemspannung richtig eingestellt werden kann. Sie dürfen die PV-Anlage nur dann anschließen, wenn die Systemspannung vor dem Anschluss der Batterie manuell eingestellt wurde. Wenn Sie die ordnungsgemäße Vorgehensweise nicht einhalten, kann das Ladegerät und/oder die Anlage deaktiviert oder beschädigt werden.
Es ist zwar etwas holprig ausgedrückt aber man darf die Module als erstes anschließen, wenn man die Akkuspannung manuell durchführt bevor man den Akku anschließt.
Von Problemen/Gefahren beim Abschalten der Last, habe ich nichts gelesen. Da bin ich an einer Quelle interessiert.
Victron schreibt zwar
Führen Sie die folgenden Schritte in der beschriebenen Reihenfolge aus, um das Solarladegerät auszuschalten:
Trennen Sie die PV-Versorgung des Solarladegeräts, indem Sie die PV-Versorgung ausschalten oder die externe(n) Sicherung(en) oder Stromkreisunterbrecher entfernen.
Trennen Sie die Batterieversorgung des Solarladegeräts, indem Sie die Batterieversorgung ausschalten oder die externe(n) Sicherung(en) oder Stromkreisunterbrecher entfernen.
Da steht kein Hinweis auf eine Gefahr oder einen möglichen Schaden, obwohl ansonsten mit solchen Aussagen nicht gespart wird.
Der Hersteller meiner Module schreibt wiederum, vor dem Trennen des Stringstromkreises die Last wegzunehmen, damit kein Lichtbogen entsteht. Wobei die Aussage etwas fragwürdig ist, weil der Strom auf der Lastseite größer ist.
Nahezu jedes elektrische Gerät kann im worst case in Rauch aufgehen, bei den meisten doch allerdings recht selten. Ich würde bei einem Victron MPPT davon ausgehen, dass es bei sachgemässem Gebraucht kein Feuer auslöst. Da sehe ich die Gefahr beim Akku deutlich höher, auch wenn diese immer noch sehr gering ist. Der Begriff ‘Victron MPPT’ hat sich wohl so eingebürgert, weil diese Laderegler so von Victron benannt werden. Es sind halt Laderegler mit MPPT-Eingang.
Richtig, MPPT ist bei Victron Teil der Typenbezeichnung. Für mich ist ein Tracker sprachlich kein Eingang und auch laut dem Glossar dieses Forums ist ein MPPT eine Regeleinheit, also ein Gerät. MPP ohne T ist auch keine Eingang. Richtig ist aber auch, ich bin nicht nur am Brandverhalten und der Brandwahrscheinlichkeit der Regeleinheit interessiert, sondern auch an dem Brandverhalten von allem anderen was in dem Gehäuse verbaut ist, wie dem Laderegler.
So, ich muß jetzt mal Räder wechseln, bei meinem spanischen Volksfest.