zu 1:
Viel Wasseraustausch. Die Zirkulationsleitung ist doch quasi auch nur tot. Besser: Am Ende der Wasserleitung ein el. Ablaufventil mit ner Zeitschaltuhr. Alle 24h wird nicht per Zirkulation das Wasser wieder in den Tank gespült sondern kommt in den Gully.
Ich habe nun Bedenken, dass sich hier in meinem System Legionellen bilden könnten. Ist das so?
Die Frage ist tricky. Wenn wir dir nun sagen: Da bilden sich keine, dann lügen wird. Die Legionellen können auch über die Leitung der Stadtwerke etc. kommen. Und dann? Wenn du ANGST hast vor Legionellen, schmeiß die Zirkulation raus. Dann installierst du eine UV-Lampe mit dem für dich passenden Durchfluss zwischen die BWWP und dem WW-Rohr. So hast du in jedem Fall alles was VON der BWWP kommt soweit abgetötet. Das beinhaltet nicht das, was sich in den Rohren ansammelt, an den Armaturen etc. pp.
Um das jedoch zu verhindern müsstest du das Legionellenprogramm mit der thermischen Desinfektion einschalten bei der BWWP und dann JEDE Armatur für ne Minute mit extrem heißen Wasser (60-70°C aufwärts) durchspülen.
Ich habe im Keller auch noch ein Waschbecken mit Warmwasseranschluss. Ich kann da aber doch nicht jeden Tag hingehen und Wasser laufen lassen.
Aber genau mit sowas erzeugst du erst die Gefahr. Lösung wie oben:
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Zeitschaltuhr dran. Alle 24h so lange öffnen bis Warmwasser kommt.
Damit zum letzten Punkt, das ist die Speichertemperatur. Das kannst du natürlich so machen wie du willst. Die Essenz aus vielen Fachforen lautet: Am schlimmsten ist die Ausbreitung von Legionellen, wenn eine Zirkulationsleitung vorhanden war. Bei anderen Installationen waren keine Legionellen festzustellen! Das nur als direkten Dämpfen. Danach war relevant, wie hoch die Temperatur ist. Aber wo nichts ist… Also ist das am Wichtigsten, was vorne schon steht: Je schneller das Wasser getauscht wird, umso besser.
Und das bedeutet: Je niedriger du die Speichertemperatur stellst, umso eher ist das alte Wasser ausgetauscht.
@eclipse
Zur Sicherheit heize ich ca. einmal im Monat auf 60°C hoch, dann braucht die Anlage an dem Tag statt 1,5kWh dann 3kWh, dafür an den beiden Folgetagen jeweils etwas weniger.
Es hatte sich erwiesen, dass das alles nur noch schlimmer macht. Die Legionellen, sollten denn welche da sein, können auch in einen Ruhemodus gehen. Fällt dann die Temperatur breiten sie sich erst recht aus. Und da man eine höhere Temperatur hatte, dauert es auch länger bis man das Wasser ausgetauscht hat.
PS:
Legionellen: Energiesparen mit Infektionsgefahr? | Stiftung Warentest
Ich habe die Studie nicht gefunden. Aber das. Man sollte sich das durchlesen und sich dann folgende Frage stellen. Das RKI hat KEINEN Zusammenhang mit der Temperatur gefunden, aber man soll nun doch die Temperatur hoch stellen…. Und weiter unten die Praxistipps: Die Leitungen spülen. Stagnation ist der Feind.
Um das noch einmal zu verdeutlichen, durch die Stagnation entsteht auch der Biofilm. Der kann sich schlechter bilden, wenn öfter gespült wird. Die Lösung ist also keine höhere Temperatur, es ist das durchspülen.