Nein, so ist es aber nicht - also unterm Strich. Mir scheint die Anbieter-Rechnung mittlerweile total unübersichtlich zu sein.
Aufgrund der PV Anlage(n) habe ich im Feb. diesen Jahres telefonisch darum gebeten den Abschlag anzupassen. Grob überschlagen haben wir im aktuellen Rechnungszeitraum noch einen Bezug von 1000kWh. Also 0,3453€ x 1000kWh = 345,30€/a = 28,775€/Monat. Der Abschlag wurde daraufhin vom Anbieterauf 29€/Monat festgesetzt. Demnach schließe ich daraus, das in den 34,53ct/kWh alles drin sein muss - oder liege ich da falsch?
Sehe ich nicht so. Gibts denn nicht irgendwo auch ne klare Aussage, was Du jetzt im Rechnungszeitraum insgesamt zu zahlen hast, abzüglich Abschläge? Daß sie mit dem Abschlag so weit runter gehen, selbst wenn es wie beschrieben bei 1000 kWh dann tutti completi 354.30 Euro wären, finde ich ungewöhnlich. Bei mir war da der Puffer immer deutlich höher, den sie sich genehmigen.
Leider ist der Ausschnitt den du postest sehr dürftig. Ich sehe es aber auch so das du einen Arbeitspreis von 34,53ct/kWh zahlst. Da drauf kommen noch Grundgebühren von 80,30€/a und Meßstellengebühren (Zählergebühren) von 21,01€/a.
Dein effektiv zu zahlender Strompreis wird also am Jahresende höher als diese 34,53ct/kWh sein. Jens hat dir das, beispielhaft, schon korrekt vorgerechnet.
Normalerweise bekomme ich Abrechnungen in denen jeder einzelne Posten explizit aufgeführt ist. Also auch Steuern, Abgaben, Netzendgeld, Bezugspreis, Grundpreis, Meßstellenbetrieb usw. usw. Das ist doch gesetzlich so geregelt.
Leider nicht. Die Abrechnungssituation war allerdings in der Vergangenheit durch zuerst keine Mieter mit auf dem Grundstück, dann Mieter, dann erster PV Zubau mit Nulleinspeisung, dann Mieter wieder weg und weiterer PV Zubau, sehr unübersichtlich. Aber eine Angabe welche Gesamtkosten auf uns im aktuellen Abrechnungszeitraum zukommen, oder einen Abschlagsplan gibt es in der Rechnung nicht.
Aber ja, bei Betrachtung aller Einzelposten der letzten Rechnung habt ihr wohl Recht:
Posten
Preis je Einheit netto
Arbeitspreis
25,6558 ct/kWh
Stromsteuer
2,050 ct/kWh
Konzessionsabgabe
1,32 ct/kWh
Steuer 19%
5,5149ct/kWh
Gesamt
34,5407ct/kWh
Die Netz- und Messentgelte kommen offensichtlich noch oben drauf, seltsam an der Stelle dass sie den Abschlag dann von sich aus so gewählt haben das es sicher zu einer Nachzahlung mind. in Höhe der Netz- und Messentgelte kommen wird - wenn der tatsächliche Verbrauch mit dem Angegebenem übereinstimmt.
Das kann ich nicht ausschließen Ihr habt mir damit allerdings sehr gut die Augen geöffnet bzw. dazu beigetragen meine Rechnung etwas besser zu verstehen. Sieht so aus als sollten wir entweder mehr PV bauen oder alsbald mal den Anbieter wechseln
Nein (ohje jetzt muss ich dir da schon wieder widersprechen….), beim PV Ausbau rechne ich quasi gar nix
Wir streben eine 100% Strom-Autarkie an. In wie weit der Vollausbau, der irgendwo bei 56-70kWp liegen wird, dann auch für´s Heizen herhalten kann weiß ich aktuell noch nicht ganz genau, aber das ist ohnehin alles Andere als wirtschaftlich. Erstellung der PV aber auch in 75% DIY weil ich aber auch einfach Bock drauf hab. Die 91kWh Speicher laufen bereits,
Dann ist für Dich die Grundgebühr ggf. wichtiger als der Arbeitspreis, die zumindest ein gutes Stück besser ist als meine, aber ich hab auch nur ein begrenztes Ost/West Dach aufm RMH und mit der Umstellung auf Splitklima Heizung noch keinen Plan, was wir wohl an Strombezug haben werden übers Jahr.
Ihr rechnet alle falsch. Weil man so gar nicht rechnen kann.
Und das liegt daran, dass man so oder so die ganzen Verbraucher trennen muss. Wer also in seinen Stromkosten sein Warmwasser hat, seine Heizung hat, sein E-Auto hat, Haushalt hat, der kann nicht einfach die Gesamtkosten nehmen und durch die Anzahl an kWh teilen für eine Vergleichbarkeit.
Warum nicht? Weil “normalerweise” ein Haushalt Strom als Einzelposition hat. Das bedeutet, derjenige hat SOWIESO schon die Grundgebühr bezahlt. Er zahlt durch z.B. Warmwasser nun mit Strom anstatt mit Gas nicht MEHR Grundgebühren. Und genauso sieht es dann bei den anderen Dingen aus.
Das bedeutet: Vorher fiktiv 1500kWh 30ct = 450€ + Grundgebühr 120€ = 570€ = 0,38€ pro kWh
WW jetzt 500kWh x 30ct = 150€
Heizung 2500kWh x 30ct = 750€
E-Auto 1500kWH x 30ct = 450€
Auf diese Kosten kommen keine Grundgebühren, weil die hätte es so oder so für den Haushaltsstrom gegeben.
PS: So sehe ich das. Wenn ich nun mit Holz heize, dann brauche ich: Holz, Lieferung, Rauchfangkehrer, Kesselüberprüfung, Strom für die Pumpe. Das sind meine Kosten. Wenn ich damit kein WW mehr mache bleiben meine Gebühren dahingehend auch gleich.
Haben wir in den letzten Beiträgen doch gerade aufgedröselt, daß man, wenn man was ändert, in der Regel den Arbeitspreis betrachten muß? Wenn man nicht gerade in der Lage ist, den Verbrauch so stark zu drücken, daß der Grundpreis relevanter wird (wie bei mir bei Gas oder bei HF_SPSler ggf. bei Strom, wenn er sich zu 95% selber versorgen kann).
In Zukunft gebe ich nur noch die kWh an Strom der WP, Warmwasser, Haus, Gas, PV Produktion, an und jeder soll sich mit seinem Preis das selbst ausrechnen. Irgendeine vergleichbare Grundlage muß man eben wählen und das ist der Arbeitspreis. Das macht man in jeder anderen Statistik auch so.
Ein Vorschlag zum Plan.
Nimm deine kWh vom Gas oder Ölverbrauch teile den Wert durch 4 für die Obergrenze und den gleichen Wert geteilt durch 5 für die Untergrenze deines zukünftigen Stromverbrauchs zum Heizen.
Als erste Näherung sollte das ganz gut hinkommen.
Für Warmwasser nimmst du die Teiler 2,5 und 3,5 für Ober- und Untergrenze.
Dazu noch deinen bisherigen Jahresstromverbrauch und schon hast du einen Plan.
Ja, so irgendwie könnte ich es grob etwa abschätzen, wobei es bei Splitklima ja offenbar auch bischen auf die Änderung des Heizverhaltens ankommt. Für die BWWP hab ich inzwischen seit August ja auch gute Zahlen. Bei der BWWP kommt als Unsicherheit ggf. noch dazu, wie weit das meinen Eigenverbrauch an PV Strom erhöht. Ne neue KWL mit geringem Verbrauch hab ich auch, dafür steht jetzt ein 3D Druck auf dem Tisch, Laptop statt Desktop fürs HomeOffice … Und hab mir auch einfach noch nicht die Zeit dafür genommen bzw. Bedarf gehabt, da der Stromvertrag eh noch bis Februar läuft. Wenn ich die 3500 kWh Wärme der letzten Heizsession durch 4 teilen kann und diesen Winter weiter kein Gas brauche, wäre ich schon mehr als zufrieden.