Ob die 80 oder 100 Liter ausreichen, hat weniger mit dem Haus (EFH) als mit der Personenzahl zu tun. Wir sind zu zweit und kommen mit den 100 Litern gut aus. Für mehr Personen könnte das wohl etwas knapp sein. Ich hatte eine Stiebel Eltron 200 Liter BWWP im Blick, bevor ich mich für die Ariston entschieden habe. Kostet mehr als das doppelte, ist auch doppelt so groß, der Kompressor hat die doppelte Leistung. Bin recht froh jetzt, dass ich den Verkleinerungsschritt mal gewagt habe, so sind auch die Standby Verluste sehr überschaubar.
Im Prinzip passt die Ariston ideal zu meiner kleinen PV, sie braucht so um 250 bis 300 Watt elektrisch im Wärmepumpenbetrieb, die habe ich immer übrig. So im Schnitt etwas über 1kWh täglich, manchmal auch um 0,5kWh, bisher nie mehr als 2kWh. Natürlich je nach WW Verbrauch. Ich schätze mal, so 400kWh Strom werden da im Jahr zusammen kommen. Seit Ostern läuft das Ding jetzt bei mir, 100% mit eigenem Strom.
Der COP liegt so etwa bei 3. Von Kellerluft mit aktuell 15 oder 16 Grad auf Wasser mit 55 Grad zu tauschen, da kommt mir das wie ein ganz guter Wert vor. Was ein entsprechendes Panasonic Gerät da rausholt, weiß ich nicht.
Moin
also meine WP schaltet bei ca 55°C VLT beim WW ab, da ist dann die Zielspeichertemp von 48°C in der Mitte erreicht.
JAZ WW: 3,67 / MAZ (Mai): 4,0
Bei 55°C VLT und 16,3°C AT -> COP 3,24.
Also eine LWWP ist eigentlich immer effizenter als eine BWWP...
Ich sehe das Problem mit BWWP und Kellerluft immer wie folgt: Wo kommt die Energie (im Winter) her? Aus dem Erdreich? Von der FBH im EG mit nur 2cm EPS?
Die Ariston ist aber recht gut, zu mindest was ich so in Foren gelesen habe...
Grüße
Aus dem Erdreich
Aus dem ErdreichMoin,
sicher? Hast du da Quellen oder Sumulationen zu? Ich sehe es so:
Da Wärmeenergie immer von Warm -> Kalt geht, muss das Erdreich wärmer als der Kelleraum sein, damit hier Wärmenergie übertragen wird. Wenn Ich mir mal die Bodentemp des ungestörten Erdreiches anschaue (Quelle: https://www.bht-berlin.de/fileadmin/oe/forschung/forschungsassistenz/Forschungsassistenz_06/tt_fa_06_freudenstein_endbericht.pdf - Abb 4 Seite 2 (17) ) leigen die Temp im Winter um die 5°C. D.h. damit ich im Winter mit einer BWWP (Umluft) Energie aus dem Erdreich entziehen kann, muss die RT auf unter 5°C absinken. Bei einem Aufbau aus z.B. 365mm KS Stein (U-Wert 2) kann so 2 W/ (m² und K) nach strömen. Im stationären Zustand bei 4°C RT entzieht die BWWP der Luft ca. 600W im Betrieb -> also 300m² Fläche zum Erdreich erfordlich. Mal abgesehn, das bei diesen Temp bereist Vereisung am Verdampfer auftreten könnnen und es als Betriebspunkt unwahrscheinlich ist.
Im Keller (auch Altbau) herschen aber meist Temp um die 12-16°C, d.h. die Wärmeenergie kann nicht aus dem Erdreich kommen und muss damit Verluste aus der Heizung, Rohrinstallation und EG bedeuten. Damit wird die BWWP im Winter zu einem großen Teil mit Energie versorgt, welche die Heizung liefern muss.
Abgesehn davon sind die baulichen Gegebenheiten relevant: Perimeterdämmung, rausgebauter Keller etc.
Evtl liege ich mit der Betrachtung ja auch falsch: als Quellen, Gegenrechnungen etc bitte posten...
Grüße
Neu, die hab ich nicht. Ließe sich sicher Berechnen, gerade mit dem u-wert der einzelnen Bauteile. Richtig ist vermutlich eine Mischung aus vielem, zum einen die Nachströmende Wärme aus dem Erdreich, als auch Abwärme von Geräten die installiert sind, als auch Abwärme von Heizung und wärmeabzug aus den Wohnräumen oben...da zum Keller die Helztreppe samt Treppenaufgang zum oberen Geschoss direkt angrenzt. Es stimmt schon, dass ich da ins blaue Hinein baue, aber die Erfahrungswerte lassen mich schwer hoffen, dass die Energiemenge ausreicht den Kelller nicht zum fristen zu bringen. Die Berichte gehen von einer Absenkung der Temperatur um 3 bis 5 Grad aus. Und das macht bei mir im Keller keine Probleme, im Normalfall herrschen da 15 Grad und im Winter so um die 10 bis 12 Grad.
Die Senkung der Temperatur macht mir auch weniger Sorgen.
Auch der Wärmeabzug aus anderen beheizten Räumen macht mir wenig Sorgen.
Diese Wärmeverluste hat man ohnehin und kann sie ohne bauliche Veränderung kaum verhindern.
Die Wärme fließt in den Keller. Ob es im Keller nun 12°C oder 9°C hat, macht auch keinen großen Unterschied.
Was ich extrem interessant an einer BWWP mit innen angesaugter Luft finde, ist der Trocknungseffekt.
Wir haben einen Wäschekeller der im Sommer extrem feucht wird. Die BWWP würde ihn trocknen. Also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Das kommt positiv hinzu...andere haben dafür extra trockengeräte im Einsatz
Moin,
Trocknung ist defintiv in valider Punkt. Auch bei feuchten Kellern, wo z.B. Sanierungsmassnahmen zu aufwendig sind, ist das durchaus einen gute Lösung. Eine Einbindung in eine KWL kann zumindest zu Entfeuchtung der Zuluft beitragen, Kühlung über eine KWL ist nicht machbar... Auch die Ersparnis ausserhalb der Heizperiode wird ordentlich sein, gerade wenn aktuell Gas/Öl/Pellts genutzt werden:
1. Nutzung von Umweltwärme (sensibl und latent)
2. Vermeidung der Nutzung der o.g WE bei WW ausserhalb der Heizperiode -> schlecher Wirkungsgrad, teilweise bei knapp über 50%.
3. Leistungsaufnahme ist auch für kleinere PVA gut "stemmbar".
Unterm Strich, kann da sicherlich ein "+" rauskommen, es sind aber die gleichen Punkte, wo eine STA die Einsparungen hernimmt, wenn sie richtig läuft.
Im Winter würde ich mir jedoch immer überlegen, über den aktuellen WE zu gehen (wenn einbindbar) und bei einer WP wäre es mir aus effizenzsicht zu kritisch, da hier höhere Heizlasten im EG zu höheren VLT führen, welche die JAZ drücken und eine WP das WW über das Ganze Jahre effizenter macht...
Grüße
Ich habe ja genau das Szenario: warmer und feuchter Keller v. a. im Sommer, bisher WW von der Gastherme, überschaubarer WW Verbrauch mit sehr hohen Bereitstellungsverlusten, auf Eigenverbrauch optimierte PV. Bei mir kommt definitiv ein "+" heraus. Die kleine Ariston macht einen hervorragenden Job und wenn die so weitermacht, ist die in weniger als 3 Jahren amortisiert. Danach darf die hier gerne noch weiterlaufen.
Winterbetrieb sehe ich auch skeptisch. Aber wenn die Gaspreise sich so entwickeln, wie viele befürchten, ist die Skepsis vielleicht unbegründet.
Ich frage mich ob es sinnvoll ist, eine günstige BWWP wie die Ariston parallel zu einer Panasonic WP zu installieren. Also Ariston für WW und Pana für Heizung, vollkommen Systemgetrennt.
Vom COP dürfte es vergleichbar sein. Die Panasonc wäre dann im Sommer komplett arbeitslos, was sicherlich der Langlebigkeit des Verdichters zugute kommt.
Der Aufpreis in der Anschaffung wäre es mir wert, da ich dann einen trockeneren Keller hätte.
Und noch eine andere Frage. Hat schonmal jemand an der Ariston einen externen WW Speicher angeschlossen?
Moin,
weiter oben habe ich was zu den Daten der Pana geschrieben: https://forum.drbacke.de/viewtopic.php?p=27790#p27790. Sie ist effizenter.
WW sind im Sommer so 150 Verdichterstarts (von 80 - 100tsd) , wenn nur einmal pro Tag WW gemacht werden muss. Die Jeisha kann auch einen reduzierten WW Modus: sie arbeit nur mit 50% der max Leistung, dann zieht sie so um die 1kW. Der Temperaturhub ist im Sommern nicht so schlimm, also ist auch die Drucklage recht entspannt. Also ich sehe da nicht das große Problem für die Jeisha. Da gibt es schlimmers...
Hydraulisch könnte man die Ariston evtl in trinkwasserseitig in Reihe mit einer FirWa packen. Habe ich mir aber noch keine Gedanken zu gemacht..
Grüße
Das ist doch eine gute Nachricht.Ein paar Tage später kam die Nachricht, dass die Ariston nicht mehr lieferbar ist. Ich bekomme also keine neue Ariston, sondern nur mein Geld zurück. Ich bin gerade dabei das Gerät zu verpacken, einen Abholungstermin habe ich noch nicht. Nach Abholung soll die Rückzahlung innerhalb von 14 Tagen erfolgen.
Ich habe schon öfter gehört, dass die mit Reklamationen sauber umgehen.
Sonst hätte ich mir die wahrscheinlich nicht geholt und es wäre doch die (viel zu große) Stiebel Eltron geworden.
Das ist aber Pech.
Wieso haben die keine mehr oder können die nicht reparieren?
Ist der Kundendienst nicht an der Quelle?
Meine Nuos 100 läuft bislang einwandfrei, aber auch erst seit Ostern. Ein Bekannter hat die schon seit Jahren, auch keine Probleme.
Gekauft habe ich die Ariston bei Hornbach. Hornbach hat mich an Ariston verwiesen und die haben einen Techniker der Firma Elco vorbeigeschickt.
https://elco.de/
"ELCO ist Teil der Ariston Group ..."
Der Techniker meinte, dass er es nicht repariert kriegt. Warum Hornbach keine neue hat, weiß ich nicht. Ist folgendes Angebot serös?
https://www.manomano.de/p/wandmontierter-warmwasserbereiter-mit-wrmepumpe-lydos-hybrid-100-l-ariston-umgebungsluft-100-l-6617217#description
Puh ... keine Ahnung, sieht auf den ersten Blick aus wie eine moderne Variante der Nuos.
Hallo erstmal, habe mir hier im Urlaub alles durchgelesen.
Kann jemand etwas zu Autria Email sagen? Ob die Qualität und der Service in Ordnung sind.
Würde mir gerne zur vitagas100 den 200l Tank (WT) kaufen und selber montieren.
https://www.ebay.de/itm/270-200-AUSTRIA-EMAIL-Brauchwasser-Waermepumpe-Explorer-Evo-Waermetauscher-/124275136441?mkcid=16&mkevt=1&_trksid=p2349624.m46890.l49286&mkrid=707-127634-2357-0
Wäre nett, wenn ihr etwas zu sagen habt.
GRÜSSE AUS SIDE
wäre mir zu teuer, Lieber Dimplex DHW300D+(Zusatzwärmetauscher und bis -7 Grad dank Abtaufunktion) habe ich bei mir verbaut und Erfasse alle Parameter(Luftansaug, Luftaustritt, Warmwassertemp) mit Shellys. PV-Überschuss steuere ich ebenfalls damit, bzw. mit Homematic, benötigt nur 230v Schaltkontakt.
Wir brauchen zu dritt ca 1,5-2,5kwh am Tag für Warmwasser. Keller kühlt es nicht wirklich aus, man merkt nichts.
Also ich stelle demnächst eine Vaillant Warmwasserwärmepumpe aroSTOR VWL B 270/5 in den Keller (Preis: 2069€ ohne Zubehör).
Würde sagen die reicht so gut für einen 4-6 Personenhaushalt bei dem auch mal zeitlich kurz nacheinander geduscht wird. Steht seit Samstag im Keller muss aber noch angeschlossen werden, kann dann gerne mal berichten.
Ich hab mich für die Arostor entschieden weil sie mit R290 Kältemittel arbeitet und einen Edelstahlspeicher hat und somit keine Operanode oder ähnliches benötigt. Die Anbindung via SG Ready (PV Steuerung) fand ich auch gut dokmentiert. Mein Ziel ist diese hauptsächlich mit PV Strom zu betreiben.
Wir sind zu zweit bei etwa 1 kWh pro Tag mit der kleinen Ariston, manchmal (aber selten) bis 1,5 kWh. Ich schätze mal, die Speicherverluste sind hier nochmal geringer, wird gar kein Wasser gebraucht, zieht die Ariston 0,4kWh zum Nachheizen. Das ist ja alles relativ, vielleicht duschen wir auch flotter. Mit dem kleineren Speichervolumen (vorher Vitocell 160 Liter) kommen wir klar, das kann ich mittlerweile sicher sagen.
Wir brauchen zu dritt ca 1,5-2,5kwh am Tag für Warmwasser. Keller kühlt es nicht wirklich aus, man merkt nichts.
Ich muss aber auch sagen, dass ich eine leichte Temperaturänderung habe in dem Abluftraum. So ca 3 Grad sinkt es ab während die WP läuft, danach steigt es innerhalb kurzer Zeit wieder um die 3 Grad an. Ansonsten ist die Temperatur dort etwa 2 Grad niedriger als in den Nebenräumen. Das ist nicht viel, das muss man messen.
Deutlicher merkt man die trockene Luft. Auch ohne Messung.
ja, finde es auch interessant, Heize auf 50 Grad, nutze normal und am nächsten Tag hab ich noch 42 Grad Speichertemp. Bei PV Überschuss heize ich auf 62 auf und dann würd mir der Speicher 2 Tage reichen(habe dann ebenfalls 40-42 Grad).
Dass es den Keller entfeuchtet ist ein netter Nebeneffekt, ich bin sehr zufrieden.