Brauchwasser Wärmepumpe

Nach meinen bisherigen Beobachtungen haben wir beide recht.

Ich habe nach wie vor eine Zunahme der Leistung im WP Betrieb bei steigender Wassertemperatur.
Allerdings ist die Steigung weniger steil geworden, seit die Abluft in den Nebenkeller geleitet wird und die Umgebungstemperatur der Ariston deswegen höher ist.

Das denke ich mir auch nicht aus:
Mein MyStrom Steckdosen Adapter liefert ideale Messkurven für diese Analyse.
Ohne gezielte Luftführung wird die Ariston einen Teil ihrer kalten Ausblasluft direkt wieder ansaugen, so dass die effektive Ansaugtemperatur nochmal kleiner als die Raumtemperatur sein könnte.

Lässt sich schon sagen, ob ein Trocknungseffekt im Keller eintritt oder ob die Temperaturabsenkung Feuchtigkeitsprobleme eher vergrößert?
Ohne gezielte Luftführung wird die Ariston einen Teil ihrer kalten Ausblasluft direkt wieder ansaugen, so dass die effektive Ansaugtemperatur nochmal kleiner als die Raumtemperatur sein könnte.
Ja da muss man aufpassen. Ein thermischer Kurzschluss führt wahrscheinlich zu unnötigem Stromverbrauch. Ich lasse die kalte Abluft wie gesagt jetzt durch die Wand in einen Nebenraum pusten.
Lässt sich schon sagen, ob ein Trocknungseffekt im Keller eintritt oder ob die Temperaturabsenkung Feuchtigkeitsprobleme eher vergrößert?
Naja, ich habe knapp 1 Liter Kondenswasser täglich im Eimer. Allerdings erst seit Ostersamstag in Betrieb, daher noch kein voller Eimer bisher.

Es kühlt tatsächlich von ca. 18 Grad auf ca. 14-15 Grad ab wenn die Pumpe läuft. Allerdings ist der Kellerraum dann auch sehr schnell wieder auf 18 Grad, wenn die Pumpe aufhört. Spätestens eine Stunde nach Ende der Pumpzeit ist der Kühleffekt bereits weg.

So vom Gefühl her würde ich sagen, es wird trockener, die trockene Luft kann man sogar wahrnehmen, wenn die Pumpe läuft. Danach nicht mehr. Auf die gesamte Kellergröße umgelegt sind die Effekte nur minimal und verlieren sich schnell.

Vermutlich muss ich das noch eine Zeitlang beobachten, bevor ich deine Frage wirklich beantworten kann.

@Robodoc
Hattest Du - vor dem Vitocell-Totalverlust - mal darüber nachgedacht, die Ariston im Winter laufen zu lassen und den Vitocell zur Wasser-Vorerwärmung zu nutzen? Also den Vitocell nur auf moderate 30-35°C zu bringen, was dann die Standverluste deutlich reduzieren würde - bei mir insbesondere die Verluste in den langen ungedämmten Leitungen. Oder kann ich das wegen der Legionellen-Problematik, trotz ständig durchflossenem Speicher, gleich vergessen?

Nein.

Mein ursprüngliches Konzept war, dass die Ariston WP von März bis Oktober läuft, wenn die Gastherme aus ist und genug PV Leistung da ist. Die Idee dahinter war, dass wenn der Gaser im Winter eh warm ist, kann er auch das WW machen. Im Sommer sollte die Vitocell kalt im Vorlauf der Ariston bleiben, mit der Option, diese hochzufahren, falls mal der kleiner Speicher nicht ausreicht. Im Winter sollte die Ariston entleert bleiben und ausschließlich die Vitocell beheizt werden. Das Konzept hat sich ja nun auf Grund des Vitocell Desaster erledigt.

Eine Wohlfühltemperatur von 35 Grad in der Vitocell im Sommer halte ich dabei hygienisch nicht für eine gute Idee. Wenn das so gekommen wäre wie grad beschrieben, hätte ich die Vitocell bei Bedarf auf 65 Grad hochgefahren und dann auf 55 Grad eingestellt. Solange so viel WW eben gebraucht wird, danach Vitocell wieder aus. Aber wie gesagt --> Desaster --> erledigt.

Momentan überlege ich tatsächlich, den Winterbetrieb mit der Ariston WP zu versuchen, statt die Vitocell auszutauschen. Ich hatte zwischenzeitlich eine gebrauchte Vitocell gesucht, aber das Vorhaben jetzt erst mal auf Eis gelegt. Langfristig werde ich ohnehin vom Gas weggehen und da jetzt nochmal zu investieren, geldlich und auch die Arbeit, fällt mir schwer. Es kann gut sein, dass ich mir einen kleineren Elektroboiler dazuhänge, der kostet fast nix und wenn ich den im Winter ein oder zwei Dutzend mal einschalte, dann sind auch die Betriebskosten ziemlich egal. Eine andere Alternative ist auch, die Ariston per Heizstab auf ü70 Grad zu heizen, das kann die nämlich auch. Muss mal sehen, ob mir das reicht.

So ganz angefressen wie an Ostern bin ich übrigens nicht mehr ... das Desaster hat mich zumindest im Bereich WW unabhängig vom Gas gemacht. Fühlt sich irgendwie gut an: Die Ariston WP läuft bisher wirklich gut und ohne Probleme, das Volumen reicht im normalen Betrieb, der Heizstab erlaubt auch Badewanne, im WP Betrieb ist das Ding mit 250 Watt super genügsam und futtert die Reste, die sonst eingespeist würden. Trotzdem ist das Ding dynamisch genug, dass das WW bisher nicht knapp wurde.

Das freut mich schon mal zu hören. Hab das pümpchen :mrgreen: nem Arbeitskollegen empfohlen und der hat kurzer Hand ohne zu zögern zugeschlagen, ehe die Dinger noch teurer werden. Einbauen kann er die ja immer noch...erst mal haben. Und die sind zu zweit, sollte also klappen.

Hab das pümpchen :mrgreen: nem Arbeitskollegen empfohlen und der hat kurzer Hand ohne zu zögern zugeschlagen, ehe die Dinger noch teurer werden. Einbauen kann er die ja immer noch...erst mal haben. Und die sind zu zweit, sollte also klappen.
Ich halte das Pümpchen nach wie vor für eine gute Empfehlung, obwohl mir der aktuell galoppierende Preis die Stirn in Falten legt. Ich habe meine, erst paar Wochen her, für gut 800 Euro inkl Lieferung bekommen. Jetzt finde ich auf die Schnelle keine mehr, die nicht knapp 1000 kostet oder mehr. Nun gut, wir sind Preiserhöhungen ja gewohnt mittlerweile. Man kann froh sein, wenn man Wärmepumpen/Solar etc. überhaupt noch bekommt.

Zu zweit reicht das Pümpelchen locker. Wenn man nicht direkt hintereinander baden will, völlig problemlos. Und es gibt ja auch noch den Heizstab, der macht das Gerät zwar zum Stromfresser, aber der WW Verlust einer Dusche ist dann wirklich ratzfatz kompensiert. Hier bei mir läuft der Pümpel allerdings meistens auf Betriebsart WP, geht hier einer duschen, dann pumpt der ca. 2 Stunden mit elektrisch weniger als 0,5kWh nach, um wieder auf 55 Grad zu kommen. Ich habe den jetzt per Zeitschaltuhr nachts aus. Morgens duschen ist kein Problem, sogar zwei Leute nacheinander geht, wenn nicht jeder eine halbe Stunde duscht. Morgens geht das bei uns beiden meist flott. Um 10 Uhr geht dann die WP an und werkelt bis ca. 14 oder 15 Uhr auf PV Strom. Duscht niemand, braucht die WP etwa eine halbe kWh für den Wärmeverlust. Also von 10 bis 12. Meistens reicht das für den Tag, manchmal läuft sie aber am Nachmittag nochmal, wenn Frauchen mit Warmwasser in der Spüle planscht oder Fenster putzt etc. Planscht Frauchen vor 14 Uhr, läuft sie einfach passend weiter. Alles paletti.

Einmal habe ich in den zwei Wochen seit der Osterninbetriebnahme die Badewanne probiert, dazu mit dem Turbo Modus vorher auf 65 Grad aufgeheizt. Sollte man ja eh ab und zu mal machen, wegen der Mikroorganismen. Auch das hat funktioniert. Meine recht große Wanne mit mir drin wurde gut voll. Danach brauchte der Pümpel aber geschlagene 6 Stunden um per WP wieder aufzuheizen, das Experiment war also erfolgreich, zeigte aber die Grenzen des Systems. Deswegen die Idee mit dem zusätzlichen Boiler im Winter, weil eigentlich nur dann die Badewanne bei uns regelmäßig im Betrieb ist. Würde man das vernünftig planen, den Heizstab rechtzeitig einsetzen und einfach ein bisschen vorausschauen, käme man auch gut ohne Boiler klar. Zumal die Ariston tatsächlich 75 Grad schafft, wenn man sie entsprechend programmiert. Hab ich aber noch nicht gemacht.

Man kommt also klar. Zu zweit jedenfalls. Besuch ist kritisch. Insbesondere meine langduschende Schwiegertochter.

Wie hoch ist denn der Tagesbedarf bei 2x duschen in kWh.
Wenn man einen Durchlauferhitzer hat, wären das rund 2kWh am Tag und der kostet rund 200-300€ ... allerdings ist dieser Bedarf kaum über PV zu decken.

Wie hoch ist denn der Tagesbedarf bei 2x duschen in kWh.
10 bis 14 Uhr bei ~250W elektrisch, für alles inkl. 2 mal duschen. Manchmal auch bis 15 Uhr, aber eher selten.
Das macht ~1kWh, kommt seit der Inbetriebnahme an Ostern ausschließlich von PV.

Das schwankt natürlich, mal mehr, mal weniger, heute war es genau 0,88kWh. Aber es hat auch nur einer die Dusche heute morgen benutzt.

Danke für die Info. Demnach rund die Hälfte zum Durchlauferhitzer dazu der Vorteil, das PV nutzbar ist.

Danke für die Info. Demnach rund die Hälfte zum Durchlauferhitzer dazu der Vorteil, das PV nutzbar ist.
Ja, der COP liegt wohl näher bei 2 als bei 3. Wir waren aber in der Zeit seit die WP läuft, nicht sonderlich sparsam. Eher experimentierfreudig. Kann also auch in Richtung 3 gehen.

...wird wohl eher 3 sein da der Speicher ja auch über 24h Stillstandsverluste hat die auch ausgeglichen werden.

Schöne Ideen hier!
Ich stehe auch vor einer ungewöhnlichen Herausforderung. Die Ölheizung - zukünftig Hackschnitzel - steht im Nebengebäude. Die Leitungen bis zum Haus sind bummelig 20m lang - alte dicke Rohre durch kalten Keller und Erdreich.

Die Brauchwasser-Wärmepumpe mit 200l im Hausanschlussraum im EG ist gesetzt. Ich mache mir nur etwas Sorgen wegen des kleinen Raumes mit 8m², der ja in der warmen Hülle liegt - suboptimal im Winter. Außerdem wäre es eigentlich ärgerlich, die neue Hackschnitzel-Heizung im Winter nicht zur WW-Erzeugung zu nutzen.

Haltet Ihr es für sinnvoll, einen Zusatz-Wärmetauscher in der Pumpe an den sowieso vorhandenen Fußboden-Heizkreislauf anzuschließen? Ziel: Verbesserung der JAZ, Vermeidung der Leitungsverluste, Nutzung der Hackschnitzel-Wärme für WW, keine Anschaffung eines zusätzlichen durch die Heizung gespeisten WW-Speichers, Heizung kann im Sommer ausbleiben.

Wenn die WP einen Wärmetauscher hat, warum nicht.
Ich würde den anschließen für einen Winterbetrieb.
Meine kleine WP hat keinen extra Wärmetauscher.

Hast du mal überlegt, die Luftzu- und -abfuhr oder eines von beiden nach draußen zu verlegen?
Könnte bei deinem kleinen Raum sonst ziemlich ungemütlich werden, bis hin zum thermischen Kurzschluss.

Abluft nach draußen hatten wir glaube ich schon mal in diesem Thread besprochen.....sollte eigentlich schon fast logisch sein. Oder im Sommer nach oben ins Haus zum Kühlen...war sone Idee zuletzt von mir. Und Zugluft im Sommerbetrieb ebenfalls von außen....glaub so is man davor gefeit. Mein Kellerraum ist ebenfalls nicht viel größer, vielleicht 12 oder 15qm ...hoffe ebenfalls, dass das ausreicht. Irgendwo hab ich mal was zu einer mindest Kubikmeterangabe gesehen, aber weiß nicht mehr wieviel und wo das war.

Ich probiere es im kommenden Sommer mit Zu- und Abluft im Keller. Allerdings wird die Abluft in einen Nebenraum gepustet und damit der Raum der Luftdurchströmung von Quelle kalt bis Senke warm auf weit über 100 Kubik vergrößert. Trotzdem merke ich jetzt schon, nach knapp 3 Wochen Betrieb, dass der Abluftraum merklich abkühlt. Könnte man fast als Lagerraum für Lebensmittel/Getränke o.ä. verwenden. Auch die Feuchtigkeit sinkt dort.

Feuchtigkeit ist das Buzzword .... die Idee war ja ursprünglich, meinen im Sommer ziemlich feuchten Keller mit der WP klimatisch ein bisschen "aufzuwerten". Es ist sicher noch zu früh für ein abschließendes Bild. Aber die ersten Indizien sehen schon gut aus. Egal wie das ausgeht, ich habe auch die Option, die Luftleitungen nach draußen zu führen ... würde mich zwar etwas Überwindung kosten, weil dazu einige dicke Rohre beschafft und verlegt werden müssten.
Aber wat mutt dat mutt. Abwarten.

Hast du mal überlegt, die Luftzu- und -abfuhr oder eines von beiden nach draußen zu verlegen?
Könnte bei deinem kleinen Raum sonst ziemlich ungemütlich werden, bis hin zum thermischen Kurzschluss.
ja... mit der Lüftung werde ich experimentieren. Ich könnte den Nebenraum und das Obergeschoss anzapfen. Oder auch nach außen legen. Der kleine Raum ist glücklicherweise 3,20m hoch. Und wenn ich einen zusätzlichen Wärmetauscher an den normalen Heizkreis anschließen kann, müsste es auch klappen. Ich war mir nur nicht sicher, ob ich mir damit irgendwelche Probleme schaffe.

Das würde ich auch einfach mal ausprobieren. Bei deiner Raumhöhe könntest du auch die Kaltluft unten bodenparallel ausblasen und die Warmluft von der Decke nehmen. Das wäre die einfachste Lösung, im Prinzip lief meine WP direkt nach Inbetriebnahme auch ein paar Tage so. Die Erfahrung war ... sagen wir mal ... interessant. Hat aber funktioniert, vermutlich ist der COP recht klein, denn der Stromverbrauch war schon größer als nach dem Weiterbau. Aber einen thermischen Kurzschluss habe ich selbst bei über 50 Grad WW Zieltemperatur nicht hinbekommen.

Bei mir war es recht einfach, die Abluft in den Nebenraum zu pusten, einfach ein Loch in die Wand geknattert, Rohr durch, Rotband gespachtelt, fertig. Jetzt ist das wunderbar entkoppelt und mit der nun deutlich wärmeren Umgebungsluft kommt die WP auch schneller auf WW Temperatur. Zieltemperatur ist jetzt 55 Grad, das schafft meine WP locker ohne Heizstab. Und der Sommer kommt ja erst noch, dann ist es bei mir im Keller schon noch ein Stück wärmer und DEUTLICH feuchter.

Techniker war da, ich soll eine neue Ariston als Garantiefall bekommen.

Das ist doch eine gute Nachricht.
Ich habe schon öfter gehört, dass die mit Reklamationen sauber umgehen.
Sonst hätte ich mir die wahrscheinlich nicht geholt und es wäre doch die (viel zu große) Stiebel Eltron geworden.

Was war Euer Grund genau dieses Modell zu nehmen?
Auf den ersten Blick finde 80 oder 100l schon recht wenig für ein EFH.

Preiswert ist sie auf jeden Fall in der Anschaffung. Aber wenn ich mir das Datenblatt ansehe, ist der COP schlechter als beim Pendant von Panasonic.